TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

B&O Beoplay E8 im Test: True-Wireless vom Feinsten

von  //  Twitter Google+

Mit dem Beoplay E8 hat mittlerweile auch Bang & Olufsen einen kabellosen Kopfhörer im Sortiment. Wer das nötige Kleingeld hat, der bekommt mit dem Beoplay E8 True-Wireless-Kopfhörer vom Feinsten.

Schon beim Design und der Verarbeitung merkt man die Liebe zum Detail des alteingesessenen High-End-Lautsprecher-Herstellers Bang & Olufsen. Das Transport-Case mit integriertem Akku besteht außen aus Echtleder und innen aus hochwertig mattschwarzem Kunststoff. Die In-Ears mit in Aluminium eingefasster Bedienoberfläche halten magnetisch fest in den entsprechenden Aussparungen. Auch an den Ohrstöpseln kommt außen schwarzer Kunststoff zum Einsatz, der Rest der Hörer ist mit leicht samtigem Material überzogen.

Bild: Techstage Das Transportcase mit integriertem Akku ist von Leder überzogen, die Touch-Bedienoberfläche der Ohrhörer in Aluminium eingefasst.

Neben den üblichen Federkontaktstiften findet sich an jedem In-Ear noch die Bezeichnung für das richtige Ohr, am rechten Stöpsel ist dort im aufgedruckten Großbuchstaben R außerdem eine Status-LED integriert. Mikrofone sitzen an jedem Hörer unten. Auf der Touch-Fläche zur Bedienung findet sich an beiden Seiten das Logo des Herstellers. Die Abmessungen des 45 g schweren Transport-Cases betragen 73 × 47 × 33 mm, die der Ohrhörer 23 × 20 × 25 mm. Der linke Stöpsel wiegt 6, der rechte 7 g.

Bild: Techstage Eine Status-LED hat der Hersteller beim Master-Ohrhörer innerhalb der Bezeichnung für das richtige Ohr untergebracht.

Im Inneren des Beoplay E8 werkeln elektrodynamische 5,7-Millimeter-Treiber, der Frequenzbereich geht von 20 bis 20.000 Hz. Die Verbindung zum Smartphone geschieht per Bluetooth 4.2 mit Unterstützung des AAC-Codecs. Der Akkus des Headsets hat links eine Kapazität von 60 mAh, der rechte Master-Stöpsel hat eine 85-mAh-Batterie. Im Ladecase steckt ein 365-mAh-Akku. Die versprochene Laufzeit von vier Stunden mit einer Ladung haben wir im Test erreicht und auch die versprochenen zwei zusätzlichen Aufladungen mit der Transportbox waren drin. Zum Lieferumfang gehören neben dem obligatorischen Ladekabel Ohrpassstücke aus Silikon in vier Größen und ein paar Schaumstoff-Passstücke.

Bild: Techstage Statt eines herkömmlichen Equalizers gibt es beim E8 eine ToneTouch getaufte Klangregelung.

Der Beoplay E8 kommt mit einem Transparenzmodus mit Auswahl von drei verschiedenen Stufen. Dabei werden Umgebungsgeräusche eingeblendet und die Musiklautstärke heruntergestellt, je nach Stufe mehr respektive weniger. Die gewünschte Einstellung wählt der Nutzer in der speziellen Beoplay-App aus und kann den Transparenzmodus dann direkt am Kopfhörer aktivieren und deaktivieren. Die Beoplay-App bietet weiterhin noch eine Tonetouch getaufte Klangregelung. Hierbei handelt es sich im Prinzip um einen Equalizer, allerdings nicht im herkömmlichen Sinne.

Statt gewünschte Frequenzen hoch oder runterzustellen, verändert der Nutzer das Klangbild durch Ziehen eines runden On-Screen-Buttons auf dem Bildschirm innerhalb der vier Bereiche Warm, Exited, Relaxed und Bright. Wie die Bezeichnungen schon vermuten lassen, steigert sich der Bassanteil beispielsweise in Richtung der Zone Warm, während im Bright-Bereich entsprechend Höhen hinzugefügt werden. Es stehen von ToneTouch auch einige voreingestellte Presets zur Auswahl, außerdem lassen sich eigene Einstellungen als User-Presets abspeichern.

Wie eigentlich nicht anders zu erwarten war, klingt der erste True-Wireless-Kopfhörer von Bang & Olufsen toll. Neutral eingestellt bietet sich ein sehr klares und detailliertes Klangbild auf High-End-Niveau, das bei den verschiedensten Musikstilen Laune macht und locker auf einem Level mit unseren bisherigen Favoriten Jabra Elite 65t (Testbericht) und Bose SoundSport Free (Testbericht) ist, wenn nicht sogar noch eine gute Schippe obendrauf legt. Mit dem vom Hersteller als „modernem Equalizer“ bezeichneten Feature ToneTouch hingegen finden sich fast ausschließlich brauchbare Einstellungen, die bezüglich des Klangbilds keine Wünsche offen lassen. Dass sich ausgewählte Einstellungen abspeichern lassen, fanden wir außerdem sehr praktisch.

Bild: Techstage Beim Transparenzmodus mit seinen drei verschiedenen Modi werden Umgebungsgeräusche über die integrierten Mikros eingeblendet, außerdem die Musiklautstärke verringert, um etwas von seiner Umgebung mitzubekommen.

Während die Sprachqualität beim Telefonieren auf beiden Seiten gut ist, hat sich der Transparenzmodus inklusive seiner drei Einstellungsmöglichkeiten als praktische Sache gezeigt. So bekommt der Nutzer genau soviel von seiner Umgebung mit, wie er möchte, und muss nicht zu diesem Zweck jeweils die Ohrstöpsel herausnehmen.

Bei der großen Auswahl an Ohrpassstücken hatten wir keine Probleme einen festen Sitz der sehr leichten Ohrstöpsel zu erzielen. Das Paar aus Schaumstoff eignet sich übrigens gut für die Nutzung beim Sport: Es wird vor dem Einsetzen zusammengedrückt und geht dann im Gehörgang wieder auseinander. So wird ein noch besserer Halt als mit herkömmlichen Silikon-Passstücken erzielt.

Bild: Techstage Im Case werden die Ohrhörer zusätzlich magnetisch fixiert.

Eingeschaltet wird das Headset mit einem kurzen Druck auf die Touch-Bedienoberfläche am rechten Master-In-Ear-Stöpsel (LED leuchtet weiß). Auf beiden Hörern gedrückt und für circa fünf Sekunden gehalten startet der Connect-Modus (LED blinkt blau). Einmal mit dem Abspielgerät verbunden muss das Headset nach herausnehmen aus dem Transportcase nur wieder eingeschaltet werden und verbindet sich dann automatisch. Beim Verstauen im Akkucase schaltet sich das Headset automatisch aus. Die Bedienung per Touch-Bedienoberfläche erfordert ein klein wenig Übung, ging uns jedoch schnell in Fleisch und Blut über und funktionierte dann auch sehr gut.

Rechts einmal getippt startet oder stoppt die Wiedergabe, links wird der Transparenzmodus eingeschaltet. Um Stücke weiterzuschalten, bedarf es rechts zweimaligen Antippens, zum Zurückschalten dasselbe Spiel links. Um die Lautstärke zu kontrollieren, wird einmal getippt und danach gehalten. Am linken Hörer wird die Lautstärke dabei zurückgenommen, am rechten Hörer erhöht. Um Anrufe anzunehmen, ist es egal, auf welcher Seite einmal angetippt wird, ebenso beim Auflegen: Dazu sind zwei Fingertipps nötig. Um Anrufe abzulehnen, wird hingegen, ähnlich wie bei der Lautstärkeregelung, einmal getippt und dann einen Moment gedrückt gehalten. Wer Google Assistant oder Siri auf dem Smartphone starten will, der tippt am rechten Ohrhörer dreimal hintereinander.

Bild: Screenshot / Techstage Die Bedienung per Touch-Buttons geht schnell in Fleisch und Blut über.
B&O Beoplay E8 (Schwarz)

B&O Beoplay E8 (Schwarz)

Bang & Olufsen BeoPlay E8 grau

Grau

Der Beoplay E8 ist ein High-End-True-Wireless-Kopfhörer mit tollem Sound, brauchbaren Einstellungsmöglichkeiten den Klang betreffend, einer intuitiven Touch-Bedienung und praktischem Transparenzmodus. Die Akkulaufzeit des Headsets ist zwar nicht herausragend, aber noch mehr als zufriedenstellend. Haptik und Optik hingegen vermitteln dem Besitzer ein Gefühl von Wertigkeit, bei dem der Preis von um die 300 Euro dann auch durchaus angemessen erscheint – zumindest wenn man das nötige Kleingeld hat.

Ähnliche Produkte im Test

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige