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Auvisio ZX1601: günstige Multiroom-Box im Test

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Der knapp 100 Euro teure WLAN-Lautsprecher Auvisio ZX-1601 kommt mit vielen Anschlussmöglichkeiten. Musik findet unter anderem ihren Weg über SD-Karte, USB-Stick und AUX-Eingang auf die Box. Im Vergleich zu manchem teureren Konkurrenten funktioniert das auch auf mehreren Speakern im Multiroom-Verbund. Wo die Schwächen des Lautsprechers liegen, erfahrt Ihr in unserem Test.

Der Auvisio ZX1601 präsentiert sich mit Furnier-Überzug in dunkler Holzoptik. Das Gehäuse misst 33 × 23,5 × 14 Zentimeter, die Lautsprecher auf der Vorderseite verbergen sich hinter einem Stoffbezug. Der Subwoofer lugt unten aus dem 3,7 Kilogramm schweren Lautsprecher. Ein Bassreflexrohr sitzt an der rechten Seite der Box; am chromfarbenen Kunststoffelement in der Mitte sind vorne einige Taster zur Bedienung direkt am Gerät, dazu gibt es vier blau leuchtende Status-LEDs.

Hinten finden sich neben dem Netzkabel und dem Einschalter ein SD-Karten-Slot, ein USB-Eingang und ein AUX-Eingang, außerdem zwei Drehknöpfe für die Einstellung der Höhen und der Mitten. Unten sind vier Standfüße befestigt, die für sicheren Halt sorgen und zwischen Untergrund und Gehäuseunterseite Platz lassen, damit sich der aus dem Subwoofer tönende Bass verteilen kann. Die Verarbeitung ist gut und die Box hinterlässt einen durchaus wertigen Eindruck.

Die zwei verbauten Stereolautsprecher haben eine Leistung von jeweils 10 Watt, der Subwoofer eine Leistung von 20 Watt. Der Frequenzbereich geht von 50 Hz bis 20 MHz. Unterstütze Audioformate sind MP3, WMA, RA, AAX, AAC+, WAV, APE und FLAC. Verbunden mit dem heimischen WLAN, kommunizieren mehrere Speaker miteinander und schließen sich zu einem Multiroom-Verbund zusammen. So gibt es Musik im ganzen Haus, aus jedem Lautsprecher tönt auf Wunsch entweder synchron das gleiche oder verschiedene Musik. Gesteuert wird die ganze Sache wie üblich per Smartphone-App, erhältlich für Android und iOS.

Bild: Techstage Neben den direkt in der App verfügbaren Streaming-Diensten gelangt Musik auch per Bluetooth, AUX-Eingang, USB-Stick und SD-Karte auf den Lautsprecher.

An Streaming-Diensten bietet die für die Bedienung zuständige Muzu-App Tune-in, Douban FM, iHeartRadio, Ximalaya, Spotify (mit Spotify Connect), Qingting FM, QQ Music, Tidal und Napster. Auch Medienserver und NAS-Speicher über die App anzapfbar, außerdem gelangt Musik per SD-Karte, USB-Stick, Bluetooth und AUX-Eingang auf den Lautsprecher. Im Vergleich zu manch hochpreisigerem Konkurrenten wie beispielsweise den kürzlich von uns getesteten Multiroom-Lautsprechern Riva Arena (Testbericht) und Teufel One S (Testbericht) funktioniert das beim Auvisio ZX1601 auch problemlos auf mehreren miteinander vernetzten Speakern. Diese werden bei Bedarf auch als Stereopaar zusammengefasst.

Bild: Techstage Abgesehen von einigen Übersetzungs-Fehlern zeigt sich die zugehörige Smartphone-App in elementaren Bereichen erklärend und lässt sich gut bedienen.

Wie üblich geschieht die Ersteinrichtung per App, die später zur Bedienung herhält. Allerdings ist die beiliegende Anleitung nicht ganz korrekt und der Nutzer steht erst einmal vor dem Problem, wie er denn jetzt den Lautsprecher ins WLAN bringt. Letztendlich ist das aber recht einfach: In der Bedienungsanleitung fehlt nur der Hinweis, dass zwischen den beschriebenen Schritten innerhalb der App die Option „Add other Muzo compatible speakers“ ausgewählt werden muss. Im Test hat sich der Lautsprecher dann ohne Probleme mit dem WLAN verbunden.

Innerhalb der App gibt es direkten Zugriff auf Streaming-Dienste und lokal verfügbare Medien. Negativ fielen uns einige schlecht übersetzte Stellen in der Applikation auf, davon abgesehen hatten wir den den Dreh – wie man beispielsweise Lautsprecher zu Gruppen zusammenfasst und die Lautstärke einstellt – schnell raus. Auch nicht so gut gefallen hat uns die Tatsache, dass Medien von SD-Karte und USB-Stick nicht nach Interpret, Album oder zumindest Ordnern innerhalb der App aufgelistet angezeigt werden, sondern in einer großen und dementsprechend eventuell sehr langen Playlist.

Das System im Test bestand aus zwei Auvisio ZX1601 und lief ohne Streaming-Probleme und Aussetzer. Nur beim Zusammenstellen oder Trennen von Gruppen dauert es jeweils einen Moment, bis die Lautsprecher wieder ihren Dienst verrichten. Alle Quellen, die wir ausprobiert haben, (Plex-Media-Server, Internetradio, Bluetooth, AUX-Eingang und Musik von SD-Karte und USB-Stick), liefen problemlos.

Klanglich bietet der Auvisio ZX1601 ungefähr das, was wir in Relation zum Preis erwartet haben: An die namhafte Konkurrenz wie die Speaker von Bose, Teufel oder Sonos kommt der Lautsprecher nicht heran, als schlecht kann man den Sound jedoch nicht bezeichnen. Ihm fehlt es im Vergleich zur genannten Konkurrenz vor allem an feiner Klarheit und im oberen Frequenzspektrum, wie es bei den hochpreisigeren Multiroom-Lautsprechern der Fall ist. Die Mitten kommen für unser Empfinden etwas zu trocken rüber, der Bass untenherum hingegen füllt gut, klingt aber auch nicht schwammig. Alles in allem produziert der Auvisio ZX1601 einen soliden Sound, der audiophilen Zuhörern aber auf Dauer gesehen wohl nicht genügen dürfte.

In Sachen Lautstärke geht einiges, allerdings leidet der Klang übertrieben aufgedreht etwas darunter. Der integrierte Equalizer mit seinen beiden Potis für Bässe und Höhen auf der Rückseite greift nur relativ leicht ins Klanggeschehen ein und ist keine große Hilfe dabei, den Höhen mehr Brillanz zu verschaffen.

Gemessen am Preis macht der Auvisio ZX1601 eine gute Figur. Dass man keinen Sound eines Sonos-, Teufel- oder Bose-Lautsprechers bei einem viel geringeren Preis erwarten kann, dürfte klar sein. Was die Abspielmöglichkeiten angeht, steckt der Auvisio ZX1601 einige der teureren Konkurrenten jedoch in die Tasche. Alles, was an Musik über die verschiedenen Wege auf den Speaker gelangt wird, auch auf mehreren Lautsprechern abgespielt, das ist wie schon erwähnt nicht bei jedem Hersteller der Fall. Wer ein brauchbar klingendes Multiroom-System sucht, das so gut wie alles Gewünschte auch wirklich in mehreren Räumen abspielt, der sollte sich den Auvisio ZX1601 mal genauer anschauen.

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