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Audio-Bluetooth-Empfänger im Test: BT Link von Teufel

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Um die Stereoanlage per Bluetooth mit Inhalten zu versorgen, braucht es einen Audio-Bluetooth-Empfänger. Wir testen, wie sich der BT Link von Teufel in der Praxis schlägt.

Da unser Ratgeber Bluetooth-Adapter für Stereoanlage, Kopfhörer und TV für großes Interesse gesorgt hat, folgen nun die Einzeltest. Nach einem besonders günstigen Empfänger von Elegiant (Testbericht) folgt ein mittelpreisiges Modell vom Hifi-Spezialisten Teufel. Weitere Einzeltests folgen in den nächsten Wochen.

Teufels Audio-Empfänger kommt sehr kompakt verpackt beim Kunden an. Mit Abmessungen von 58 × 12 × 30 mm ist der BT Link etwas kleiner als ein Funk-Autoschlüssel. Das Gewicht ohne Kabel beträgt 10 g, etwa so schwer wie eine Scheibe Knäckebrot.

Sogar ein USB-Netzteil gehört zum Lieferumfang.

Auf der Oberseite des Gehäuses ist der durch zwei Status-LEDs beleuchtete On-Off-Taster verbaut. Die 3,5-mm-Klinke-Buchse zur Audioübertragung sitzt auf der rechten Seite. Die Micro-USB-Buchse zum Laden des Akkus ist gegenüber, auf der linken Seite. Die Anordnung ist klar Geschmackssache, uns hätten beide Anschlüsse auf der Stirnseite besser gefallen.

Als Zubehör sind ein kurzes Micro-USB-Kabel zum Aufladen des Akkus, ein passendes USB-Netzteil und zwei Audio-Kabel beigelegt. Neben einem Klinke-Kabel gehört auch ein Klinke-auf-Cinch-Adapter zum Lieferumfang. Das Cinch-Kabel ist insbesondere bei der Nutzung an der heimischen Stereoanlage sinnvoll.

Die Verarbeitung des Empfängers ist besser, als beim deutlich günstigeren Modell von Elegiant (Testbericht). Vor allem die Buchsen machen einen stabileren Eindruck. Wirklich hochwertig wirkt das Gerät trotzdem nicht.

In Sachen Übertragungsqualität haben wir uns im Vorfeld viel vom BT Link erwartet. Diese Erwartungen erfüllt der Bluetooth-Empfänger allerdings nur zum Teil. Dank des aptX-Codecs hat die Übertragung praktisch keinerlei spürbare Latenz. Das ist insbesondere für Gaming und Videos wichtig. Der Klang selbst ist gut.

Die Positionen der Anschlüsse sind geschmackssache.

Allerdings schluckt der Empfänger gut 20 Prozent der maximalen Lautstärke. Das ist bei Stereoanlagen zu verschmerzen, bei der Nutzung mit Kopfhörern stört die Lautstärkenreduzierung aber extrem. Ein weiteres Problem, welches im Test immer wieder auftrat, ist ein sporadisches Knacken im Hintergrund. Dieses tritt in sehr unregelmäßigen Abständen und nur bei vierpoligen Headset-Kabeln auf. Hintergrundrauschen ist beim BT Link nicht zu hören.

Die Reichweite erreicht bei direkter Sichtverbindung knapp 10 m. In Innenräumen führt allerdings bereits der Gang in den Nebenraum zu ersten Funkabrissen. Das macht sich zuerst durch kurze Unterbrechungen bemerkbar. Anschließend bricht die Verbindung ab. Der automatische Reconnect funktioniert immerhin zuverlässig. Bei Bewegung kommt es, anders als beim günstigen Modell von Elegiant, zu keinerlei Aussetzern.

An- und Ausschalten quittiert der BT Link mit einem kurzen Piepton. Das Pairing mit einem Macbook und verschiedenen Android-Smartphones klappt problemlos. Das zeitgleiche Verbinden mit mehreren Geräten ist beim Modell von Teufel nicht möglich. Im Test reagiert der Power-Taster nicht immer auf Anhieb. Das ist zwar kein Drama, aber ärgerlich für ein Gerät dieser Preisklasse.

Die Buchsen machen einen stabilen Eindruck.

Die Kapazität des internen Akkus gibt der Hersteller nicht an. Im Test hält er gut 160 Minuten lang durch. Hinsichtlich der größeren Bauform hatten wir uns etwas mehr erhofft. Für längeren Betrieb ist es möglich, den Empfänger während der Benutzung zu Laden. Der aktuelle Akkustand zeigt unser Smartphone nicht an.

Wer einen Bluetooth-Empfänger für die heimische Steroanlage sucht, bekommt mit dem Teufel BT Link ein vernünftiges Produkt. Die Klangqualität und der Lieferumfang sind gut, trotzdem hat das Gerät einige Schwächen.

Neben der deutlich reduzierten Gesamtlautstärke, fällt insbesondere die kurze Reichweite negativ auf. Ein weiteres Ärgernis ist das Knacken während der Wiedergabe, welches allerdings nur bei Headsets mit vierpoligen Kabeln auftritt.

Insgesamt ist man mit dem viel günstigeren Bluetooth-Empfänger von Elegiant (Testbericht) etwas besser beraten. Dieser zeigt im Test zwar ein minimales Hintergrundrauschen, dieses ist aber nur dann zu hören, wenn kein Sound abgespielt wird. Außerdem ermöglicht der billige Adapter, im Gegensatz zum BT Link, das zeitgleiche Verbinden mit mehreren Quellen.

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