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Asus Zenbeam E1 Test: mobiler Beamer mit dickem Akku

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Der Asus Zenbeam ist ein leichter und sehr kompakter Beamer mit dickem Akku. Somit sollte er sich vor allem für den mobilen Einsatz eigenen, was wir ausgiebig testen.

Optisch macht der Asus Zenbeam E1 richtig was her, steckt er doch in einem gut verarbeiteten und stylish wirkenden Aluminiumgehäuse. Der Beamer konnte sich diesbezüglich zwei Preise für herausragendes Design einheimsen: einen iF Product Design Award und einen Red Dot Design Award. Allerdings sind Äußerlichkeiten – nicht nur bei Technik – ja nur ein Teil der Medaille.

Die Linse sitzt beim 83 × 29 × 110 mm messenden und 307 g leichten Zenbeam E1 vorne links hinter einer nach rechts schiebbaren Schutzabdeckung aus Kunststoff. Ein Fokus-Drehrad zum Scharfstellen befindet sich links darüber auf der Oberseite des Gerätes. Auf der Oberseite hinten befinden sich vier Taster zum Bedienen des Beamers, rechts daneben zwei Status-LEDs. Auf der Rückseite sitzen ein Audio-Ausgang in Form einer 3,5-Millimeter-Klinke-Buchse, ein HDMI-Eingang, ein USB-A-Port, der Anschluss für das Netzteil und der Einschalter des Beamers.

Bild: Techstage Der Fokus-Regler sitzt oberhalb der Linse.

Auf der Unterseite des Zenbeam E1 sind vier kleine rutschfeste Gummifüßchen in den äußeren Ecken untergebracht, in der Mitte sitzt ein Gewinde zum Befestigen von Stativen oder Halterungen. Im Inneren findet ein 6000-mAh-Akku für den mobilen Betrieb seinen Platz.

Der Zenbeam E1 bietet laut Hersteller eine Helligkeit von 150 Lumen und löst 854 × 480 Pixel auf. Er unterstützt Videos mit maximal Full-HD-Auflösung, die entsprechend herunterskaliert werden. Laut Datenblatt ist der Beamer in der Lage Inhalte bis auf eine Größe von 120 Zoll bei einer Entfernung von 3,7 Metern zu projizieren. Der nach hinten abstrahlende Lautsprecher hat eine Leistung von 2 W, die maximale Lautstärke liegt bei 30 dB.

Bild: Techstage Die Anschlussmöglichkeiten sind überschaubar, die USB-Buchse dient nur zum Aufladen von Smartphone und Tablet.

Die möglichen Eingangsquellen beim Zenbeam E1 sind übersichtlich: Es gibt nur einen HDMI-Eingang, der vorhandene USB-Port dient nur zur Nutzung des Gerätes als Powerbank zum Aufladen anderer mobiler Gadgets. Der HDMI-Eingang unterstützt MHL und kann so Inhalte von unterstützten Smartphones und Tablets spiegeln.

Zur Bedienung des Zenbeam E1 gibt es nur die Tasten direkt am Gerät, eine Fernbedienung gehört nicht zum Lieferumfang. Von hinten aus von links nach rechts betrachtet handelt es sich um einen Modus-Taster, einen Taster zur Verringerung der Lautstärke einen Menü-Taster und einen Taster zur Erhöhung der Lautstärke. Bei den mit dem Modus-Taster durchschaltbaren Optionen (Präsentationsmodus, Standardmodus, Kinomodus und Ecomodus) handelt es sich einerseits um verschiedene Helligkeitseinstellungen, die sich für die entsprechenden Szenarien eignen, aber die Akkulaufzeit beeinflussen. Außerdem variiert von Modus zu Modus die Farbdarstellung ein wenig.

Bild: Techstage Die Bedienung des Beamers erfolgt beim Zenbeam E1 direkt am Gerät.

Zur Navigation innerhalb der mit dem Menü-Taster aufgerufenen Einstellungsmöglichkeiten (Lautstärke, Helligkeit, Kontrast, Trapez, Bildformat, Splendid, Projektionsmodus, Einstellungen und Info) dienen die Lautstärke-Buttons, die nach rechts respektive links durchschalten. Die Auswahl erfolgt jeweils mit dem Menü-Button, die dann verfügbaren Optionen schaltet der Nutzer wieder mit den Lautstärke-Tastern durch. Der Modus-Taster dient innerhalb des Einstellungsmenüs als Zurück-Button.

Das funktioniert prinzipiell recht gut, jedoch bei Weitem nicht so komfortabel wie die Steuerung mit einer Fernbedienung. Da der Beamer keinen integrierten Mediaplayer besitzt, sich alle eingehenden Signale über den HDMI-Eingang abspielen, muss der Nutzer jedoch nur selten Hand anlegen. Die eigentliche Steuerung erfolgt in den meisten Fällen über das angeschlossene Abspielgerät.

Aktuelle Full-HD-Beamer bieten eine Helligkeit von 3000 Lumen und mehr. Da klingen 150 Lumen wie beim Zenbeam nach gar nichts. Dass eine – zumindest auf dem Papier – so geringe Helligkeit überhaupt zum Fernsehen und ansehen von Videos ausreicht, konnten wir schon bei unserem Test des Toumei C800S (Testbericht) beobachten. Wie bei diesem Gerät gilt allerdings auch beim Zenbeam E1: je dunkler der Raum, desto besser. Selbst für Präsentationen muss der entsprechende Raum schon zu einem größeren Grad abgedunkelt sein, damit der Zenbeam einen guten Job abliefert.

Bild: Techstage Zum Schutz beim Transport gibt es eine Abdeckung für die Linse.

Die Bildqualität des Zenbeam kann sich trotz WVGA-Auflösung sehen lassen, zumindest was die Schärfe angeht. Schon beim Test des Toumei C800S konnten wir feststellen, dass eine geringe Auflösung von 854 × 480 Pixel dazu in der Lage ist ein durchaus zufriedenstellendes Bild abliefern, nicht nur Pixelmatsch, wie man vermuten könnte.

Nicht überzeugen kann allerdings die Farbdarstellung des Zenbeam E1: Das Bild ist sehr blass, Einstellungsmöglichkeiten die Farbtemperatur betreffend gibt es nicht. Mit dem Kontrastregler gelang es uns zwar das Bild etwas ansehnlicher hinzubekommen, an die Wand projiziertes wirkt beim Zenbeam jedoch in jedem Modus auffallend farblos.

Bild: Techstage Der Zenbeam E1 liefert ein blasses Bild.

Der Hersteller verspricht eine Akkulaufzeit von 5 Stunden bei einer Helligkeit von 50 Lumen. Hierbei dürfte es sich um den Eco-Modus handeln, bei dem die Helligkeit allerdings stark an der Grenze des noch etwas Erkennbaren ist. Im Standard-Modus mit der maximalen Helligkeit kamen wir auf annähernd zweieinhalb Stunden. Im Kino-Modus dürften etwas mehr als drei Stunden drin sein. Dort wird die Helligkeit etwas heruntergeschraubt, genügt aber für das Videoschauen in komplett abgedunkelten Räumen.

Der Lautsprecher des Zenbeam E1 ist zwar nicht allzu laut, klingt für einen mobilen Beamer jedoch ordentlich. Störend empfanden wir allerdings das Lüftergeräusch, dass deutlich wahrnehmbar und etwas penetrant ist. Für externe Lautsprecher gibt es nur eine Klinkenbuchse. Bei vielen anderen mobilen Beamern gibt es zu diesem Zweck auch Bluetooth.

Der Zenbeam E1 konnte uns im Test nicht überzeugen. Zwar gehen Schärfe und Helligkeit des Gerätes in Ordnung, die Farbwiedergabe hingegen enttäuscht. Selbst der 50-Euro-Beamer Artlii YG300 (Testbericht) hinterließ diesbezüglich einen besseren Eindruck. Auch die Anzahl der verfügbaren Eingangsquellen ist beim Zenbeam E1 mit nur einem HDMI-Eingang etwas mau. Zumal das Gerät ja sogar einen USB-Port hat, nur eben nicht zum Abspielen von Videos per integriertem Mediaplayer.

Ein besser ausgestatter mobiler Beamer mit weitaus besserem Bild ist beispielsweise der LG PH550G (Testbericht), der allerdings auch teurer ist. Im Preissegment des Zenbeam E1 ist der Toumei C800S (Testbericht) eine gute Alternative.

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