TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

Apleok AMZ0014: True Wireless für 25 Euro im Test

von  //  Twitter Google+

Viel billiger bekommt man kein True-Wireless-Headset: Das Apleok AMZ0014 kostet gerademal 25 Euro. Bei einem solch niedrigen Preis waren unsere Erwartungen dementsprechend nicht allzu groß. Einiges an dem Headset gefällt uns gut, einiges aber auch nicht. Was die Bluetooth-In-Ears bieten und wo es hakt, erfahrt Ihr in unserem Test.

Bezüglich Wertigkeit merkt man dem Apleok AMZ0014 seinen niedrigen Preis nicht an. Die In-Ears zeigen sich gut verarbeitet und sitzen per Klickmechanismus fest in der Ladebox aus Metall. Einmal darauf gedrückt lassen sich die Hörer entnehmen respektive in dem Transportcase verstauen. An jedem Ohrstöpsel befinden sich Ladepins, ein Mikrofon, ein Funktionstaster und eine Status-LED.

Zur Ausstattung gibt es von Herstellerseite nur wenig Informationen. Die Akkukapazität der In-Ears beträgt 55 mAh, die der Ladebox 650 mAh. Damit kamen wir im Test auf eine Laufzeit von knapp zweieinhalb Stunden und konnten die Ohrhörer knapp vier Mal wieder komplett aufladen. Bluetooth funkt in Version 4.2 mit Unterstützung der Protokolle A2DP, HFP, HSP, AVRCP und SPP. Der Frequenzbereich des Apleok AMZ0014 geht von 20 Hz bis 20 KHz. Neben IPx5-Zertifizierung, also Schutz gegen Spritzwasser, gehört eine Geräuschunterdrückung (CVC 6.0) zu den Spezifikationen. Im Lieferumfang befinden sich neben einem Ladekabel Ohrpassstücke in insgesamt drei Größen.

Die Inbetriebnahme des Apleok AMZ0014 ging im Test reibungslos. An beiden Stöpseln den Funktionstaster fünf Sekunden lang gedrückt verbinden sich die beiden In-Ears untereinander und können dann in den Bluetooth-Einstellungen des Smartphones ausgewählt werden. Der Funktionstaster dient nun zum Stoppen und Fortsetzen von Musik (einmal drücken) und zum Auswählen des nächsten Liedes (zweimal drücken). Anrufe werden mit einem Klick angenommen, mit länger gedrückt gehalten abgewiesen.

Bild: Techstage Viele Funktionen bietet der Taster an der Seite der Ohrhörer nicht.

Probleme hatten wir im Test mit der Verbindung zwischen dem Headset und dem aktuell genutzten Smartphone des Redakteurs dieses Tests. Die Wiedergabe funktionierte nur stockend, bis wir das Smartphone ganz nah an einen der Ohrstöpsel hielten. Statt einer herkömmlichen Reichweite von um die zehn Meter waren es in diesem Fall eher zehn Zentimeter. Mit bislang von uns getesteten True-Wireless-Headsets und dem betreffenden Smartphone gab es keine solche Probleme. Mit einem anderen Telefon, einem Samsung Galaxy S7 edge, funktionierte in unserem Test die Verbindung und die Wiedergabe mit dem Apleok AMZ0014 problemlos.

Zwar gibt es nur Ohrpassstücke in drei Größen, allerdings setzt sich das Gehäuse der Ohrhörer zusätzlich in die Ohrmuschel, sodass wir im Test einen sehr guten Halt erzielten. Der Klang des Apleok AMZ0014 konnte uns allerdings nicht überzeugen. In den oberen Frequenzen fehlt es an Brillanz und statt eines warmen und druckvollen Basses tönt es untenherum knorzig und trocken. Störgeräusche produziert das Headset nicht und auch die Geräuschunterdrückung funktioniert gut.

Ähnliche Produkte im Test

Dass es beim Apleok AMZ0014 Probleme mit dem Bluetooth-Chip gibt, das Headset mit machen Handys nicht zusammenspielt, hat der Hersteller eventuell mittlerweile selbst mitbekommen. Zumindest sind die In-Ears aktuell nicht mehr bei Amazon zu bekommen, wo sie bis vor Kurzem noch für knapp 25 Euro erhältlich waren. Aber auch abgesehen von diesen Problemen konnten uns die Ohrhörer nicht überzeugen. Wer möglichst günstige True-Wireless-Headphones möchte, der sollte sich lieber die Auvisio IHS-620 (Testbericht) oder den Dodocool DA144 (Testbericht) anschauen. Viel teurer sind diese auch nicht, gefallen uns in der Preisklasse bis 50 Euro jedoch gut. Wer Wert auf einen richtig fetten High-End-Sound legt, der muss jedoch schon etwas mehr Geld in die Hand nehmen und beispielsweise zum 180 Euro teuren Sony WF-1000X (Testbericht) greifen.

Vergleichstest: AirPods & Co – 10 True Wireless Kopfhörer im Test

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige