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Action-Quadrocopter X252 Shuttle mit FPV-Monitor im Test

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Der Quadrocopter X252 Shuttle vom Hersteller XK hat einiges an Features zu bieten. Das Fluggerät hat beispielsweise eine Kamera inklusive Monitor, beherrscht 3D- und Acro-Modus für schon sehr erfahrene Drohnenpiloten und erlaubt Experteneinstellungen für Trottle-Curve und Co. Außerdem hat der Multicopter bürstenlose Motoren – diese sind um einiges leistungsstärker als Motoren wie man sie in den meisten günstigen Geräten dieser Art findet. Zum Preis von knapp 150 Euro ist der X252 Shuttle aber noch verhältnismäßig günstig. Wie er sich in der Praxis schlägt, erfahrt Ihr in unserem Test.

Der X252 Shuttle hat ein robust wirkendes Kunststoffgehäuse, das alle Abstürze während des Tests ohne Schäden überstanden hat. Vorne sitzt die 720p-Kamera, links und rechts davon zwei LEDs, die man auch in strahlendem Sonnenlicht noch gut ausmachen kann. Hinten befindet sich der Einschub für den 950-mAh-Akku. Mit diesem kommt man auf eine Flugzeit von maximal 10 Minuten, Ersatzakkus gibt es ab circa 10 Euro. In den Rotorarmen sind unten bunte LEDs verbaut, die man im Gegensatz zu den Lichtern vorne tagsüber eher schlecht sehen kann. Auf der Unterseite vorne findet sich dann noch ein microSD-Karten-Slot. Auf eingelegten SD-Karten landet das mit der Kamera aufgenommene Filmmaterial.

Auch die Fernbedienung wirkt robust und mutet im Vergleich zu den Steuerungen der meisten Billigdrohnen geradezu professionell an. Sie strotzt mit Features und Funktionen, zu deren Nutzung man jedoch schon ein sehr erfahrener Drohnenpilot sein muss. Beispielsweise lässt sich über ein Display unten das Flugverhalten mit Dingen wie Trottle Curve und Pitch Curve einstellen, ein 3D- und ein Acro-Modus – per Kippschalter aktivierbar – erlauben außerdem waghalsige Flugmanöver und „Auf dem Kopf“-Flüge.

Für Nutzer wie mich, die zwar schon einige Erfahrung mit Multicoptern haben, aber noch nicht gut genug sind in diesen Advanced-Modi Kunststücke zu vollführen, sind die wichtigsten Optionen im Standardmodus die Möglichkeit die Geschwindigkeit per Kippschalter rechts oben auf die Hälfte stellen zu können und ein Trottle-Hold, per Kippschalter rechts vorne. Letzterer sorgt dafür, dass die Rotoren auch bei betätigtem Schub nicht anspringen, um beispielsweise Verletzungen zu vermeiden, wenn man die Drohne gerade in den Fingern hat.

Der zum X252 Shuttle gehörende Monitor wird bei Bedarf einfach vorne eingerastet. Er muss per entsprechendem Kabel aufgeladen werden und besitzt einen eigenen Einschalter. Dank Sonnenschutz lässt sich der Monitor auch draußen bei hellen Lichtverhältnissen gut nutzen. Monitor, Fernbedienung und Copter sind von Werk aus miteinander gekoppelt – müssen also nur eingeschaltet werden und die Kiste ist startklar.

Sowohl beim Fliegen per First Person View als auch bei Aufnahmen macht die Kamera keinen schlechten Job. Die Qualität ist zwar nicht gerade atemberaubend, aber für eine günstige Kamera-Drohne recht ordentlich – die X252 Shuttle bekommt man schon ab ca. 150 Euro. Zum Starten von Aufnahmen während des Fluges wird der rote Knopf auf der Fernbedienung gedrückt. Die Latenz bei der Übertragung des Bildes ist übrigens so gering, dass man mit dem Gadget auch wirklich First Person View fliegen kann.

Eines der Hauptfeatures der X252 Shuttle sind bürstenlose Motoren. Diese haben ne ganze Ecke mehr Power als Bürstenmotoren, wie sie bei den meisten Einstiegs-Drohnen zu finden sind – und das merkt man auch sehr deutlich. Für die Steuerung bedeutet dies, dass man recht feinfühlig mit den Sticks umgehen muss – drückt man einen Steuerhebel in eine bestimmte Richtung komplett durch macht sich der Multicopter mit sehr sehr ordentlichem Schwung auf den Weg. Schon die Geschwindigkeit auf die Hälfte gestellt, ist das Gerät so nur noch schwer zu bändigen. Hat man erst einmal etwas Gefühl für die Drohne entwickelt, lässt sich diese auch langsam und präzise durch die Gegend navigieren, hat bei Bedarf dann jedoch noch haufenweise Power und Reserven in der Hinterhand.

Auch wenn man die ganzen Möglichkeiten des X252 gar nicht ausschöpft – noch nicht so erfahren ist, dass man Acro und 3D fliegen kann –, bietet das um die 150 Euro teure Fluggerät ein super Preis-Leistungs-Verhältnis mit seiner sehr ordentlichen Power, der brauchbaren Kamera und dem zum Lieferumfang gehörenden Monitor. Allerdings sollte man schon ein klein wenig Erfahrung mit Drohnen mit sich bringen: Einsteiger dürften mit dem Tempo und dem Schub, den der Quadrocopter drauf hat, schnell überfordert sein. Fortgeschrittene hingegen bekommen ein Fluggerät, mit dem sie Ihre Fähigkeiten weiterentwickeln und neben FPV bei Bedarf auch 3D und Acro üben können. Wer Interesse an dem X252 Shuttle hat, der findet das Gadget beispielsweise beim China-Shop Gearbest.com.

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