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Acer Switch 3: Surface-Clone für 400 Euro im Test

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Das Switch 3 ähnelt stark dem Windows-Tablet Surface von Microsoft. Acer hat sich unter anderem bei Type-Cover und Eingabestift inspirieren lassen. Ob das Tablet für 370 Euro eine Alternative zum Original ist, zeigt unser Test.

Das Switch 3 steckt in einem stylishen Gehäuse von 295 × 201 × 9,95 Millimetern bei 0,9 Kilogramm. Mit angesteckter Tastatur wächst das Gerät um 6,35 Millimeter und wiegt dann 1,25 Kilogramm. Oben befinden sich Einschalter, eine Lautstärkewippe, ein Windows-Taster und eine Status-LED. Über dem Bildschirm hat Acer die Frontkamera sowie rechts und links die Lautsprecher platziert. Die Rückseite bietet ebenfalls eine Kamera. Sie sitzt oben mittig.

Bild: Techstage


Auf der linken Seite des Tablets finden sich alle Anschlüsse wie Kopfhörerausgang, ein USB-Type-C- und USB-3.0-Anschluss, ein MicroSD-Kartenslot sowie der Anschluss für das Netzteil. Statt eines Kickstands – wie bei Microsofts Surface – verfügt der Switch 3 über einen herausklappbaren Metallbügel. Er erlaubt eine komfortable und auf Wunsch auch sehr flache Positionierung.

Die Verarbeitung von Tastatur und Tablet ist gut und bietet keine Kritikpunkte. Das Tastaturdock nimmt mit seiner rauen Oberfläche allerdings schnell Schmutz auf und sieht nach kurzer Zeit schon aus, als sei es schon längere Zeit in Gebrauch. Reinigen lässt sich das Type-Cover nur schwer.

Im Inneren des Switch 3 arbeitet der Intel-Prozessor Pentium N4200. An Arbeitsspeicher bietet das Tablet 4 GByte und internen eMMC-Speicher mit 64 GByte. Das Windows-Tablet unterstützt WLAN nach 802.11 a, b, g, n und ac im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband. Andere Geräte verbinden sich mit dem Switch 3 per Bluetooth in Version 4.0. Zusätzlich zu einem USB-3.0-Anschluss gibt es noch einen einen USB-Type-C-Anschluss (USB 3.1), Speicher lässt sich über einen MicroSD-Kartenslot nachrüsten. Optional bietet der Hersteller für rund 40 Euro einen Stylus, der 1024 Druckstufen unterstützt. Für unseren Test stand dieser uns leider nicht zur Verfügung. Energie liefert ein 4670-mAh-Akku mit 36 Wh.

Bild: Techstage

Standardmäßig kommt das Switch 3 mit einer ansteckbaren Tastatur, die optisch stark dem Type-Cover des Surface von Microsoft ähnelt. Die Tastatur integriert ein Touchpad und an der Seite eine Lasche für den Stylus. Windows 10 Home ist vorinstalliert, sowie einige Bloatware wie Dashlane, Acer Collection, Expedia oder Houzz. Außerdem zeigt sich eine Demoversion von Norton Security von Haus aus für die Sicherheit verantwortlich und versucht dem Nutzer beim Öffnen des Programms gleich ein kostenpflichtiges Abo aufzuschwätzen.

Das 12,2 Zoll große Display des Switch 3 löst 1920 × 1200 Pixel auf. Es handelt sich um ein IPS-Panel, das Farben realistisch und ansehnlich abbildet. Zusätzlich zur guten Blickwinkelstabilität punktet der Bildschirm mit recht ordentlicher maximalen Helligkeit. Aufgefallen ist uns, dass das Panel Fingereingaben nicht nur gut und präzise erkennt. Es reagiert noch feinfühliger als wir es von den meisten guten Touchscreens kennen. Typisch für einen solchen Bildschirm spiegelt das Panel und erschwert so ein Benutzen im Outdoor.

Bild: Techstage

Das Switch 3 hat zusätzlich zur Webcam auch eine Kamera auf der Rückseite eingebaut. Die Auflösung von Frontcam beträgt 2, die der Hauptkamera 5 Megapixel. Wie oft bei günstigen Tablets machen die beiden Kameras keinen besonders beeindruckenden Job. Während die Qualität bei Videotelefonie noch ganz passabel ist, gelingen mit der Kamera auf der Rückseite keine besonders ansehnlichen Schnappschüsse.

Wie beim Vorbild von Microsoft hält das Tablet die Tastatur beim Switch 3 magnetisch. Das Anstecken und Abnehmen geht gut. Nutzer können die Tastatur flach aufliegend nutzen, oder aber in leichtem Winkel aufstellen. Dabei wird das Keyboard dann im oberen Bereich zusätzlich magnetisch am Switch 3 fixiert. Schreiben lässt sich mit Type-Cover recht gut: Es bietet einen angenehmen Druckpunkt bei geringem Hub. Das Touchpad hingegen reagiert etwas unpräzise auf Eingaben und konnte uns nicht begeistern. Unterwegs dient die Tastatur als Schutz-Cover für das Tablet.

Bild: Techstage


Bild: Techstage

Wie wir schon bei kürzlich von uns ausgeführten Tests eines günstigen Ultrabooks (Trekstor Primebook P14 Testbericht) und eines günstigen Convertibles (Medion Akoya E3215 Testbericht) beobachten konnten, bietet der Pentium-N4200-Prozessor eine flotte Performance bei wenig rechenaufwendigen Tasks. Das zeigt sich auch in Verbindung mit 4 GByte Arbeitsspeicher beim Switch 3. Für Bildbearbeitung, Videoschnitt und zum Zocken aktueller Games ist die CPU zu schwach. Beim Surfen, Videos schauen und Office-Arbeiten läuft das System jedoch flüssig, ohne nervige Denkpausen.

Die oberhalb des Displays sitzenden Lautsprecher bieten einen zufriedenstellend Klang. Sie zeigten sich im Test allerdings prinzipiell etwas höhenlastig. Was die Akkulaufzeit angeht, darf man vom Switch 3 keine Wunder erwarten: Wir kamen im Idealfall auf knapp fünf Stunden mit heruntergeschraubter Displayhelligkeit. Bei maximaler Bildschirmhelligkeit geht dem Tablet schon einmal nach drei Stunden die Puste aus.

Das Switch 3 ist ein gutes Windows-Tablet mit brauchbarer ansteckbarer Tastatur. Das Display und die Leistung gefallen uns gut, Akkulaufzeit und Touchpad sind hingegen nur zufriedenstellend. In Relation zum Preis betrachtet, bietet das Switch 3 dennoch ein ordentliches Gesamtpaket.

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