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AVM Fritz Fon C5 im Test: komfortabel und gut

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Neben gutem Klang und hoher Reichweite müssen moderne DECT-Telefone über ein einfaches Bedienkonzept verfügen. Wir testen, ob das AVM Fritz Fon C5 diese Anforderungen erfüllt.

Den Start unserer Testreihe von DECT-Telefonen für die Fritzbox von AVM läutet das hauseigene Modell Fritz Fon C5 ein. In den nächsten Wochen werden wir noch weitere Geräte von anderen Herstellern, beispielsweise Gigaset, testen.

Das Design des Fritz Fon C5 ist im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich kantiger und schlanker. Das moderne und schlichte Äußere wirkt eigenständiger und hebt sich klarer von Konkurrenzmodellen ab.

Das Fritz Fon C5 sieht schlicht und hochwertig aus.

Das schwarze Kunststoffgehäuse des Telefons hat eine gute Haptik und ist erstklassig verarbeitet. Selbst bei starkem Druck kommt es weder zu Knacken noch zu Verformungen. Die Tasten haben einen klar definierten Druckpunkt und sind logisch angeordnet. Die Bedienung der Grundfunktionen funktioniert ohne hinzusehen.

Mit den Abmessungen 150 x 48 x 15 mm und einem Gewicht von 111 g liegt das C5 angenehm in der Hand. Das 2,2-Zoll-Farbdisplay ist auch bei heller Umgebung ausreichend ausgeleuchtet. Die Auflösung von 240 x 320 Bildpunkten ist zwar nicht mit einem Smartphone vergleichbar, für ein DECT-Telefon aber auf jeden Fall ausreichend. Auf eine berührungsempfindliche Oberfläche verzichtet AVM.

Während Seitenteile und Rückseite eine matte Oberfläche haben, verfügt der Großteil der Vorderseite über schicke Klavierlackoptik. Das sieht sehr elegant und hochwertig aus – zumindest solange das C5 sauber ist. Unsere Fingerabdrücke befinden sich allerdings bereits nach kürzester Zeit überall auf dem Gehäuse – selbst auf der matten Rückseite sind sie zu erkennen.

Eher an ein Handy als an ein DECT-Telefon erinnern die Headset-Klinkenbuchse auf der Oberseite und der seitliche Lautstärke-Taster. Einen Gürtelclip gibt es nicht.

Hier sind Lautstärke-Wippe und Headset-Buchse zu sehen.

Der Deckel auf der Rückseite ist einfach abnehmbar. Darunter sitzt ein austauschbarer 3,7-Volt-Akku (Li-Ion) mit einer Kapazität von 750 mAh. Dieser ermöglicht laut AVM bis zu 10 Stunden Gesprächsdauer und eine Standby-Zeit von bis zu 12 Tagen. Der Erfahrung nach liegt die tatsächliche Akkulaufzeit ein Ideechen darunter, was aus unserer Sicht immer noch mehr als genug ist. Liegt das C5 auf dem Tisch, geht es nach wenigen Minuten in den Standby-Modus und verdunkelt das Display. Sobald das Telefon in die Hand genommen wird oder ein Anruf eingeht, erwacht das C5 automatisch.

Das Design der Ladestation ist reduziert und elegant. Das Einsetzen und Herausnehmen des C5 klappt sowohl von oben als auch von vorn. Die Verarbeitung ist gut und gibt keinerlei Anlass für Beschwerden. Anders sieht es mit der Oberfläche aus. Auch hier kommt wieder die Klavierlack-Optik zum Einsatz. Diese zieht unsere Fingerabdrücke geradezu magisch an. Das Kabel des 12-Volt-Netzteils ist mit knapp 180 cm ausreichend lang.

Telefon und Ladeschale sind anfällig für Fingerabddrücke.

Das Einrichten des Fritz Fons an einer Fritzbox 7590 (Testbericht) ist derart simpel, dass auch Personen ohne jegliche Vorerfahrung mit AVM-Produkten problemlos damit klarkommen. Nach der Inbetriebnahme der Fritzbox und des WLANs schalten wir das C5 zum ersten Mal ein. Sofort erscheint ein Hinweis, den DECT-Knopf des Routers zu drücken. Wenige Augenblicke später ist das Telefon bereits erfolgreich gekoppelt und einsatzbereit. Einfacher und bequemer geht es nicht.

Bedienung und Menüführung sind logisch und intuitiv.

Das Telefonieren mit dem C5 funktioniert auf Anhieb gut und zuverlässig. Die Klangqualität ist sowohl für uns als auch für unseren Gesprächspartner gut bis sehr gut. Lediglich bei maximaler Lautstärkeneinstellung kommt es zu einem leichten Hintergrundrauschen. Die Tonwiedergabe ist ansonsten klar und störungsfrei. Selbst bei nachlassender Verbindungsqualität kommt es zu keinerlei spürbaren Qualitätseinbußen. Im Test hat das C5 in einem Einfamilienhaus zusammen mit der Fritzbox sehr gut zusammengearbeitet. Auf dem kompletten Grundstück (650qm) ist der Empfang gut bis sehr gut.

Die Konfiguration mit der Fritzbox-Software ist sehr komfortabel und denkbar einfach.

Das Anlegen neuer Telefonbucheinträge am C5 klappt intuitiv und problemlos. Neue Kontakte synchronisiert das Telefon übrigens mit der Fritzbox. So stehen diese auch auf anderen geeigneten DECT-Telefonen zur Verfügung. Das Auswechseln von Hintergrundbild und Klingelton ist schnell erledigt. Die Menüstruktur des Telefons ist logisch und nachvollziehbar.

Noch komfortabler ist die Konfiguration mit Hilfe der Fritzbox-Software über den Webbrowser. Mit wenigen Mausklicks lassen sich Kontakte anlegen oder der Klingelton verändern; und das an einer vernünftigen Tastatur. Zusätzlich ist es möglich Fotos für Kontakte zu hinterlegen oder mp3-Dateien als Klingeltöne zu definieren. Auch ein Equalizer für die Anpassung der Tonausgabe ist vorhanden. Eine zeigesteuerte Stummschaltungen, Unterdrücken der Rufnummer oder Anklopfen stehen ebenfalls zur Verfügung.

Dank der Fritzbox im Hintergrund ist es beispielsweise möglich, E-Mails zu schreiben und zu empfangen, RSS-Feeds zu lesen oder auf Bilder und Musik aus dem Netzwerk zuzugreifen. Das funktioniert in der Praxis zuverlässig. Die Konfiguration der RSS-Feeds geschieht mit Hilfe der Fritzbox-Oberfläche, nicht am C5 selbst. Bis auf die Radiofunktion haben wir all die Funktionen allerdings nur sehr selten genutzt. Für das Betrachten von Emails, News oder Medien sind Smartphones einfach deutlich besser geeignet.

So sieht der Techstage RSS-Feed auf dem C5 aus.

Für Eltern ist die Babyfon-Funktion sehr interessant. Hierzu wird beim C5 die entsprechende Funktion gestartet und per Fritzbox-Software eine Telefonnummer hinterlegt. In unserem Fall nutzen wir ein weiteres DECT-Telefon und die interne Rufnummer. Es klappt aber auch mit Anrufen auf Mobilfunknummern oder externe Anschlüsse. Nimmt das C5-Mikrofon für mehrere Sekunden lang Geräusche wahr, startet es einen Anruf zur hinterlegten Nummer. Mit dem zweiten Telefon können die Eltern dann hören, was gerade im Kinderzimmer los ist.

Wer zusätzlich eine kompatible IP-Kamera ins hauseigene WLAN integriert, der kann auch darauf mit dem C5 zurückgreifen. So lässt sich beispielsweise bequem feststellen, wer gerade vor der Haustüre steht und klingelt. Die Anleitung zur Einrichtung gibt es hier bei AVM.

AVM FRITZ!Fon C5 Mobilteil

Fritz Fon C5

(Kein Produktbild vorhanden)

AVM Ersatzakku

Kompatibler Akku für AVM Fritz!Fon MT-F

Kompatibler Ersatzakku

Das Fritz Fon C5 gehört zwar nicht zu den günstigsten DECT-Telefonen, aber mit Sicherheit zu denen mit der komfortabelster Bedienung. Dank perfekter Abstimmung auf die Fritzbox ist das Handling äußerst bequem.

In Sachen Sprachqualität, Reichweite und Akkulaufzeit schneidet das Gerät gut bis sehr gut ab. Die Zusatzfunktionen wie Radio oder Babyfon sind durchaus praktisch und zudem einfach einzurichten. Andere Funktionen wie E-Mail-Client oder RSS-Feed-Reader sind nett, bringen aber nur bei Bedarf einen echten Vorteil. Schade, dass das C5 so anfällig für Fingerabdrücke ist.

Wer ein DECT-Telefon sucht, welches einfach einzurichten, schick und zuverlässig ist, macht mit dem Fritz Fon C5 alles richtig.

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