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Nintendo 51 ww-games
Pro und Contra
  • Vielfältiges Angebot an Spielen
  • Einführungen, Tipps und Hilfestellungen ermöglichen guten Einstieg für Anfänger
  • Intuitive und vielseitige Verwendung des Touchscreens
  • Potenzial der Joy-Cons wird etwas vernachlässigt
  • 5.0

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Mit 51 Worldwide Games liefert Nintendo einen Nachfolger für die DS-Spielesammlung “42 Spieleklassiker”. Davon abgesehen, dass Fans mit neun weiteren Spielen Nachschub erhalten, bietet die Nintendo Switch neue Möglichkeiten für die digitale Umsetzung der analogen Spiele.

Spiele wie Klondike-Solitaire, Mahjongg oder auch Hanafuda sind der Mehrheit höchstwahrscheinlich ein Begriff. Neben den Klassikern, die bei keinem Spieleabend fehlen dürfen, präsentiert die Sammlung jedoch auch etwas weniger bekannte Spiele, wie Mankalla, Shogi und Hex. Die Gängige Brett- und Kartenspielklassiker werden mit Action-Spielen wie Mini-Baseball, Mini-Boxen oder auch Air-Hockey vereint, sodass die Spielesammlung zusätzlich eine Partyspiel-Komponente erhält. Dabei ist die allgemeine Navigation durch die Spielesammlung kinderleicht: Spiel auswählen, die gewünschten Einstellungen sowie Spielerzahl anpassen und schon kann es losgehen.

Wir testen die Spielesammlung 51 Worldwide Games in unserer Themenwelt zur Nintendo Switch. Dort sind bereits weitere Spieletests erschienen, etwa zu Zelda: Breath of the Wild (Testbericht), zum Mitmachspiel Ring Fit Adventures (Testbericht), zum Need for Speed Remaster (Testbericht) oder zu Mario Kart Live (Testbericht). Zudem liefern wir dort Ratgeber für sinnvolles Switch-Zubehör.

Bei 51 Spielen wird es unweigerlich einige Titel geben, die je nach Präferenz des Spielers niemals angefasst werden. Die Umsetzung sowie visuelle Gestaltung der Spiele strahlt jedoch einen gewissen Charme aus. So findet man sich leicht in einer mehrstündigen Spielsession wieder, in der man aus reiner Kuriosität sämtliche Titel anspielt. Um sich bei der vielseitigen Auswahl einen besseren Überblick zu verschaffen, stellen Spiele-Experten, das sind NPCs in Form von Spielfiguren, in kleinen Sammlungen Spiele zur jeweiligen Thematik dar. So werden Hanafuda, Abtrünniger und Shogi in die Sammlung “Spiele mit Nintendo-Historie” gepackt, in der Sammlung “Touchscreen-Spiele” finden sich Titel wie Dame, Hex und Speed wieder, die sich besonders gut über den Touchscreen steuern lassen.

Während man bei einer Runde Käsekästchen gegen sich selbst nicht sonderlich weit kommt, bietet 51 Worldwide Games mit seinen computergesteuerten Mitspielern einen deutlichen Vorteil zu seinen analogen Verwandten: Einen Einzelspieler-Modus.

Vielleicht ist das Solo-Spiel nicht unbedingt im Sinne der Gesellschaftsspiele, schließlich sollen diese verbinden und Menschen näher zusammenbringen. Und doch bietet 51 Worldwide Games damit nicht nur einen Vorteil für Anfänger, die erst einmal einen Blick auf die Spiele werfen möchten, sondern für all diejenigen, die gerne auch mal eine Runde Dame oder Mankalla alleine spielen möchten. Beginner werden mit hilfreichen Einführungen, Tipps und Hilfestellungen bei einer Partie unterstützt, Spiele-Experten hingegen können die Herausforderung erhöhen, indem sie den Schwierigkeitsgrad der gegnerischen K.I. einstellen. Zusätzlich bietet jedes Spiel einige Einstellungen, die an dem Regelwerk vorgenommen werden können. So lassen sich die Spielpartien gut an die eigenen Vorlieben anpassen.

Im Laufe des Tests konnten wir dank der Hilfestellungen und dem Training mit der K.I. die mangelnden Kenntnisse im analogen Spielbereich innerhalb weniger Stunden aufholen und bei einer Runde Mankalla oder auch Hanafuda entspannen. Für einen charmanten Twist sorgt nicht nur das allgemeine Design der Spielesammlung, sondern auch liebevolle Details wie den Fakt, dass bei gesammelten Siegen interessante Hintergrundgeschichten zum jeweiligen Spiel freigeschaltet werden. Somit präsentiert sich 51 Worldwide Games nicht als einfach gehaltene Sammlung diverser Spiele, sondern erhält einen eigenen Charakter ganz im Sinne von Nintendos quirligen, leicht abgedrehten Design.

Wer genug geübt hat oder trotzdem lieber in Gesellschaft spielt, der kann sich über verschiedene Modi mit seinen Mitspielern zusammenschließen. Egal ob in Person oder digital. Wer eine Switch zur Verfügung hat, kann sich den Bildschirm mit einer weiteren Person entweder im Handheld-Modus über den Touchscreen, oder im TV-Modus mit jeweils einem der Joy-Cons teilen.

Dazu können lokal bis zu vier Konsolen verbunden werden, alternativ wird Online nach weiteren Mitspielern gesucht. Ebenfalls interessant ist dabei der unterstützte Mosaikmodus, bei dem bis zu vier Bildschirme der Switch zu einer einheitlichen Spielfläche verbunden werden können. Dieser Modus kommt am nächsten an das klassische analoge Design der Spiele heran, mit den vier Bildschirmen als Schauplatz und den Joy-Cons als Controller. Besonders die Verwendung des Bildschirms als Spielbrett im lokalen Spiel zu zweit funktioniert wunderbar, sorgt für jede Menge Unterhaltung und präsentiert somit die vielleicht kompakteste Spielesammlung da draußen.

Im Test gefällt, wie gut und intuitiv die Entwickler den Touchscreen in das Spiel eingebaut haben. Die einzelnen Spiele sind visuell klar erkennbar und sehr charmant gestaltet, sodass auch bei der Bildschirmverwendung von zwei Personen sämtliche Details gut erkennbar sind. Analoge Spiele wie Solitaire oder Schach leben von ihrer Haptik, dem Gefühl einen Stein oder eine Figur in der Hand zu halten. Mithilfe der Touch-Funktion bietet die Spielesammlung alternative haptische Eingabemethode, mit der sich die Spiele gut steuern lassen. An dieser Stelle hätten die Entwickler jedoch die Verwendung der Joy-Cons und ihre Funktionen etwas besser einbauen können, um die haptische Komponente noch besser zu unterstützen. Spielelemente wie Würfel werden automatisch geschüttelt und geworfen, anstatt Spieler beispielsweise die Joy-Cons schütteln zu lassen. Hierbei gibt es noch einiges an Spielraum, um die Verschmelzung analoger Spiele auf digitale Geräte besser darzustellen.

Die 51 Worldwide Games kosten aktuell um die 33 Euro, damit dürften sie das günstigste Preis-pro-Spiel-Verhältnis aller Switch-Games bieten. Neben dem Modul oder dem Download gibt es auch Bundles mit jeweils zwei Joy-Cons. Diese Bundles sind aber ein paar Euro teurer, da kommt man billiger weg, wenn man die Joy-Cons so kauft.

51 Worldwide Games ist für jeden Fan analoger Spiele wärmstens zu empfehlen. Egal ob Neueinsteiger oder Experte, mit anpassbaren Schwierigkeitsgrad, K.I.-Mitspielern und hilfreichen Einführungen kann jeder in die Welt der Brett- und Kartenspiele einsteigen, und bei Interesse auch eher ungewöhnlichen Angeboten, wie Mini-Boxen, Angeln oder auch Autorennen nachgehen. Spielelemente wie die Spiel-Experten, das allgemeine visuelle Design oder auch kleine Hintergrundgeschichten zu den jeweiligen Spielen verleihen 51 Worldwide Games eine ganz eigene Persönlichkeit, die über die Ansprüche einer simplen Spielesammlung hinausgeht.

Lediglich die Verwendung der Joy-Cons ist zu bemängeln und könnte ein wenig mehr Wert auf eine spaßige Steuerung legen. Dafür glänzt das Spiel mit seiner intuitiven Touch-Steuerung, der spielerischen Vielfalt und den vielen Modi, die Spieler sowohl lokal als auch digital zusammenbringen.

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