TWS_ANC_Vergleich

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True-Wireless-Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung gibt es zwischen 49 und 280 Euro. Doch wo liegen die Unterschiede und können die günstigen Geräte überhaupt mithalten? Techstage hat zwölf Modelle getestet und miteinander verglichen.

Dieser Vergleich gehört zu unserer Themenwelt True-Wireless-ANC-Kopfhörer. Hier finden sich unsere Einzeltests, Ratgeber und die entsprechende Bestenliste. Wer keine Lust hat, alle Einzeltests zu studieren, sollte sich diesen Vergleich ansehen, um einen Überblick zu bekommen.

In diesem Vergleich geht es um die von uns in den letzten Monaten getesteten True-Wireless-Kopfhörer mit integrierter aktiver Geräuschunterdrückung. Folgende Modelle haben wir für diesen Artikel berücksichtigt:

Die Liste ist aufsteigend nach dem Preis zum Veröffentlichungszeitpunkt sortiert. Wer unser Ranking für die hier vorgestellten Kopfhörer erfahren will, sollte sich unsere Top 10: Die besten True-Wireless-Kopfhörer mit ANC ansehen.

Die Zeiten in denen praktisch alle komplett kabellosen Kopfhörer wie die Apple Airpods aussahen sind glücklicherweise vorbei. Zwar sind gewisse Ähnlichkeiten der verschiedenen Kopfhörer nicht von der Hand zu weisen, letztlich gibt es aber für jeden Geschmack ein passendes Modell.

Uns hat es beispielsweise das Design der Earfun Free Pro angetan. Die beiden Ohrstöpsel sind im Vergleich zu anderen Modellen klein und unauffällig. Die dazugehörige Ladeschale ist zwar tatsächlich nur geringfügig kleiner als andere Modelle, sie wirkt allerdings deutlich kompakter als beispielsweise das Case der Sony WF-1000XM4. Die In-Ears von Sony wirken im Vergleich ebenfalls deutlich größer und weniger dezent – was aber kein Nachteil sein muss.

Wer es optisch lieber auffällig möchte, der sollte beispielsweise einen Blick auf die sehr kompakten Huawei FreeBuds Pro in der Farbe Silver Frost werfen. Die metallische Oberfläche der beiden Ohrstöpsel ist definitiv ein Blickfang. Ähnlich auffällig sind auch die EarFun Air Pro mit dem eckigen Längssteg oder die Honor Magic Earbuds in der Farbe Blau.

Schick sind auch die zurückhaltend gestalteten Sennheiser Momentum True Wireless 2. Neben dem zeitlos modernen Design der Kopfhörer gefällt uns hier insbesondere die mit Stoff bezogene Ladeschale. Im Vergleich dazu wirken etwa die Bose QuietComfort Earbuds sehr lieblos und zurückhaltend funktional gestaltet.

Der Rest des Testfeldes ist in Sachen Design weitgehend unauffällig. Eine Besonderheit in Sachen Gestaltung fällt aber auf. Die bisher getesteten TWS-Kopfhörer nutzen praktisch alle eine Polsterung. Dies gilt auch für die Apple AirPods Pro. Grund hierfür ist die bessere Abschirmung und die Tatsache, dass die Stöpsel so in praktisch jedes Ohr passen. Wer komplett kabellose In-Ears ohne Polsterung nutzen will, hat aktuell nur wenig Auswahl, wie die frisch in der Redaktion eingetroffenen Oppop Enco Air. Sony nutzt als einer der wenigen Hersteller Schaumstoff- statt Silikon-Polster für seine Kopfhörer.

Wer die Kopfhörer beim Sport benutzen möchte, braucht einen besonders zuverlässigen Halt. Diesen können wir nach den Tests beispielsweise den Bose QuietComfort Earbuds oder den Earfun Free Pro mit den zusätzlichen Earflaps attestieren. In den Einzeltest haben hier allerdings alle Modelle ordentlich abgeschnitten. Selbst die etwas klobigen Sony WF-1000XM4, die Tribit FlyBuds NC, Xiaomi Mi AirDots Pro.

In Sachen Lieferumfang gibt es praktisch keine Unterschiede. Letztlich kommen alle Kopfhörer mit drei bis vier verschieden großen Ohrpolstern, einer Anleitung, dem Ladecase und einem entsprechenden Ladekabel.

Das wichtigste Merkmal an Kopfhörern ist die Soundqualität und die ist bei allen getesteten ANC-TWS-Kopfhörern erfreulich ordentlich. Klar, es gibt Unterschiede, aber die fallen deutlich geringer aus als noch vor wenigen Jahren. Schlecht oder gar unbrauchbar ist keines der Modelle.

Selbst die günstigen Tribit FlyBuds NC schaffen es in der Praxis zu überzeugen. Warme, satte Bässe und vernünftig abgestimmte Mittel- und Höchtöner sorgen für differenzierbaren sauberen Sound. Auch die Modelle von Apple, Earfun, Honor, Huawei und Xiaomi sorgen für qualitativ gute musikalische Unterhaltung. Zumindest bei normaler Lautstärke. Bei maximaler Lautstärke kann es hier vereinzelt zu leichter klanglicher Unausgewogenheit kommen. Für den Alltag sind die Kopfhörer aus diesem Vergleich aber alle gut aufgestellt.

Nur wer in Sachen Klang sehr hohe Ansprüche hat, muss tatsächlich tief in die Tasche greifen. Den erstklassigen Sound von Sony WF-1000XM4, Bose QuietComfort Earbuds oder Sennheiser Momentum True Wireless 2 gibt es erst ab knapp 200 Euro. Der Hauptunterschied zu den anderen Modellen ist hier die perfekte Abstimmung zwischen Bass, Mittel- und Hochtöner in allen Lautstärkebereichen und bei allen Musikrichtungen.

Wer besondere Ansprüche an den Codec hat, muss genau auf die technischen Daten achten. Der Hi-Res-Audio-Codec LDAC ist beispielsweise nur bei den Sony WF-1000XM4 oder den Sennheiser-Kopfhörern an Board. Letztlich geht es den meisten Nutzern aber eher um die Alltagstauglichkeit mit Standardcodecs und beispielsweise eine niedrige Latenz, um die Kopfhörer auch beim Filme schauen oder Zocken verwenden zu können. Am besten sind hier Modelle mit AptX-Codec, wie die Sennheiser Momentum True Wireless 2, geeignet. In der Praxis konnten wir allerdings feststellen, dass die meisten Kopfhörer auch ohne den Codec nur eine sehr geringe Verzögerung aufweisen. Für eine gelegentliche Runde CoD Mobile oder ein paar Folgen auf Netflix sind alle hier aufgelisteten Modelle geeignet.

Guter Klang ist leider noch kein Garant für wirkungsvolles ANC. Bei der aktiven Geräuschunterdrückung konnten wir in den Tests zum Teil erhebliche Unterschiede feststellen. Am wenigsten effektiv empfanden wir die Funktion bei den Xiaomi Mi AirDots Pro. Aber auch bei den teuren Sennheiser Momentum True Wireless 2 hat uns die Geräuschunterdrückung insgesamt enttäuscht. Bei den Earfun Free Pro ist die ANC-Funktion zwar wirkungsvoll, allerdings geht sie bei diesem Kopfhörer spürbar zu Lasten der Soundqualität. Das ist zwar auch bei einigen anderen Modellen der Fall, allerdings sind die Auswirkungen deutlich geringer als bei den Free Pro.

Die Bose QuietComfort Earbuds, die Sony WF-1000XM4, die Apple AirPods Pro aber auch die günstigen Earfun Free Pro, Huawei FreeBuds i4 haben in dieser Disziplin besonders gut abgeschnitten und die Umgebungsgeräusche sehr wirkungsvoll gedämpft. Von monotonen und dumpfen Geräuschen, wie dem Brummen der Spülmaschine oder der Klimaanlage, ist mit diesen Kopfhörern nichts mehr zu hören.

Grundsätzlich gilt es auf den bestmöglichen Sitz der In-Ears zu achten. Ist die Polsterung falsch gewählt oder der Kopfhörer nicht richtig eingesetzt, leiden darunter Klang, Geräuschunterdrückung und Tragekomfort. Wer hier Probleme hat und nachbessern will, sollte sich unseren Ratgeber zum Thema Schaumstoff-Ohrpolster ansehen. Die getesteten Kopfhörer haben alle gut gepasst, wenn man denn die richtige Polstergröße gefunden hat. Der tatsächliche Tragekomfort ist immer auch von der eigenen Ohrform- und Größe abhängig.

Die gute Nachricht ist, dass man diese nachträglich noch beeinflussen kann. Es gibt zahlreiche alternative Ohrpolster oder Aufsätze. Diese verbessern Sitz und Klang teilweise deutlich und sind vergleichsweise günstig. Im Ratgeber Sitz, Abschirmung und Sound für In-Ear-Kopfhörer verbessern stellen wir verschiedene Produkte genauer vor.

Die Einrichtung bzw. Kopplung funktioniert bei allen Modellen problemlos. Auch beim automatische Reconnect hat uns keiner der Kopfhörer Probleme gemacht.

Zur Bedienung setzten praktisch alle Hersteller auf eine berührungsempfindliche Oberfläche statt auf klassische Taster. In der Praxis funktioniert das in der Regel genauso gut. Allerdings führen kurze Verzögerungen zwischen Eingabe und Umsetzung teilweise zu unbeabsichtigten Doppeleingaben. Dies ist uns etwa anfangs bei den Sony WF-1000XM4 passiert. Die EarFun Air Pro sind die einzigen Kopfhörer im Testfeld, welche hier nur ungenügend zuverlässig funktionieren.

Insgesamt gibt es beim Handling kaum Anlass zu Beschwerden. Ausreißer gibt es aber natürlich auch hier. Die Xiaomi Mi AirDots Pro sitzen beispielsweise derart stramm und tief im Ladecase, dass sie nur mit Kraft und Fingerspitzengefühl herauszubekommen sind. Ebenso ärgerlich finden wir das Fehlen der Lautstärkekontrolle am Kopfhörer. Wenn diese, wie bei den Tribit FlyBuds NC oder den Huawei FreeBuds i4 nicht verfügbar ist, muss für jede Anpassung erst das Smartphone aus der Tasche gezogen werden.

Im Idealfall kann der Nutzer per App bestimmen, welche Funktionen er mit welchen Befehlen auslöst. Dies funktioniert allerdings nur bei den teuren Markengeräten von Bose, Sony und Sennheiser. Die günstigeren Kopfhörer verzichten auf eine individuelle Belegung der Touchflächen oder eine App zum Anpassen des Klangs. Wer seinen Klang ändern will, kann alternativ auf eine der kostenlosen Equalizer-Apps zurückgreifen.

Eine Sonderrolle nehmen die Apple AirPods Pro ein. Wer den vollen Komfort der Airpods genießen will, braucht zwingend ein iOS-Gerät. Android-Nutzer sollten sich deshalb auf Kopfhörer von anderen Herstellern konzentrieren.

Bei der Reichweite unterscheiden sich die verschiedenen Kopfhörer kaum. Um die zehn Meter schaffen auf freiem Feld alle Modelle. Auch den Gang ins Nebenzimmer machen im Test alle Kopfhörer problemlos mit.

Die Akkulaufzeit sollte beim Kauf ebenfalls beachtet werden. Zwar sind alle Geräte für gelegentlichen Musikgenuss ausreichend ausgestattet, wer die Kopfhörer aber über längere Zeiträume nutzen will, sollte hier genau hinsehen. Die Xiaomi Mi AirDots Pro halten bei aktivierter Geräuschunterdrückung nur etwa zweieinhalb bis drei Stunden durch, bevor sie zurück in die Ladeschale müssen. Ähnlich mau sieht es bei den Huawei FreeBuds i4 und den Honor Magic Earbuds aus. Die Huawei FreeBuds Pro und die Apple AirPods Pro halten in der Praxis gut eine Stunde länger aus.

Das beste Durchhaltevermögen haben die Akkus der Tribit FlyBuds NC, Huawei FreeBuds i4, EarFun Air Pro, Sennheiser Momentum True Wireless 2 und Sony WF-1000XM4. Diese halten im Test mindestens sieben Stunden am Stück durch und können zusätzlich mittels Ladecase nachgefüllt werden.

Die Preise der genannten Modelle liegen sich zwischen 49 und jenseits der 200 Euro.

Wer maximale Soundqualität und eine konfigurierbare Bedienung haben möchte, der muss noch tief in die Tasche greifen und mindestens 200 Euro investieren. Die Modelle von Bose, Sony und Sennheiser bieten neben dem besten Klang zudem die umfangreichsten Einstellungsmöglichkeiten und deshalb ein überdurchschnittlich gutes Handling.

Wer leichte Abstriche beim Sound oder den Bedienmöglichkeiten macht, der bekommt aber auch für unter 100 Euro True-Wireless-Kopfhörer mit ausreichend guter Geräuschunterdrückung und sattem Sound. Unser Low-Budget-Tipp sind die insgesamt guten und mit 49 Euro günstigen Tribit FlyBuds NC (Testbericht).

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