WLAN, Cloud, Solar: Überwachungskameras für innen & außen ab 30 €

Kaufberatung Überwachungskameras

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Überwachungskameras gibt es für viele Einsatzzwecke. Doch welche Variante ist für die eigenen Bedürfnisse optimal? TechStage erläutert die wichtigsten Kaufkriterien und präsentiert die besten Überwachungskameras der verschiedenen Kategorien mit Preisen zwischen 30 und 500 Euro.

Überwachungskameras mit WLAN und App gibt es bereits ab etwa 30 Euro, gut das Doppelte muss man hinlegen, wenn man unabhängig von Kabeln sein möchte. Leistungsfähige Modelle für den Heimbereich erreichen dreistellige Beträge. Insgesamt freut sich die Branche über ein stetiges Wachstum in den vergangenen Jahre. Laut dem BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. beträgt der Umsatz von Videosicherheitstechnik, zu denen auch Überwachungskameras für private Haushalte zählen, 2020 hierzulande 650 Millionen Euro. Global erreicht er allein für Überwachungskameras ohne irgendwelche Dienstleistungen knapp 1,2 Milliarden US-Dollar. Und die Die Branche kann sich auch in Zukunft auf steigende Umsätze einstellen: Studien zufolge soll das durchschnittliche weltweite Wachstum bis 2027 über 12 Prozent pro Jahr betragen.

Die verschiedenen Varianten von Überwachungskameras sind für unterschiedliche Einsatzszenarien optimiert. Anwender sollten neben den klassischen Kriterien wie Bildqualität – vorwiegend bei Nachtaufnahmen – und der Größe des Sichtfelds, die für sämtliche Kameras relevant sind, aber noch einige andere Dinge beim Kauf beachten.

Folgende Fragen können dabei helfen, die Auswahl entsprechend einzugrenzen:

1. Wo speichert die Kamera ihre Aufnahmen? Ist etwa eine lokale Speicherung möglich oder wird zwingend ein Cloudspeicher vorausgesetzt?

2. Stehen sämtliche Funktionen grundsätzlich zur Verfügung oder muss der Käufer Premiumfeatures über kostenpflichtige Abo-Dienste zusätzlich buchen?

3. Wie leistungsfähig ist die Bewegungserkennung? Kann sie zwischen Mensch und Tier unterscheiden? Soll die Überwachungskamera auch eine Bewegungsverfolgung bieten?

4. Wie ist die Stromversorgung realisiert? Muss die Kamera per Kabel mit dem Stromnetz verbunden werden oder nutzt sie einen Akku als Energiequelle? Kann ein Solarpanel einen nahezu autarken Betrieb gewährleisten?

5. Wie einfach funktioniert die Montage? Verfügt die Kamera über einen Magneten und ist dieser ausreichend zur Befestigung der Überwachungskamera an einer Metalloberfläche?

6. Bietet die Überwachungskamera eine Gegensprechfunktion? Sind Lautsprecher und Mikrofon ausreichend dimensioniert? Gibt es eine Geräuscherkennung?

7. Lässt sich die Überwachungskamera in andere SmartHome-Plattformen wie Apple HomeKit einbinden? Und stehen dann noch alle Features zur Verfügung?

8. Unterstützt die Überwachungskamera die Steuerung über Sprachbefehle wie Amazon Alexa oder Google?

9. Erfüllt die Lösung relevante Sicherheits- und Datenschutzstandards? Kann der Überwachungsbereich bei Outdoor-Modellen für einen DSGVO-konformen Betrieb im öffentlichen Bereich eingeschränkt werden? (Mehr dazu bei heise online im Artikel "Private Videoüberwachung: Illegaler Einsatz ist strafbar".)

TechStage hat anhand dieser Kriterien bereits eine Vielzahl von Überwachungskameras getestet und präsentiert im Folgenden die besten Modelle je nach Kategorie.

Akkubetriebene Überwachungskameras sind besonders flexibel beim Einsatz in Garten oder Außenbereich. Die von TechStage getesteten Modelle sind alle nach IP-Zertifizierung ausreichend gegen Wasser und Staub geschützt.

Eine Stromversorgung per Kabel ist nicht nötig – lediglich die Montage in WLAN-Reichweite. Einige Varianten unterstützen die Energieversorgung zusätzlich mit einem Solarmodul, womit sie (fast) dauerhaft einen autarken Betrieb gewährleisten. Wer sich das Bohren zur Montage sparen will, kann viele Outdoor-Überwachungskameras auch mit Kabelbindern an Zaun, Balkon oder anderen Gegenständen fixieren. Manche Modelle wie die Eufycam 2 bieten sogar einen starken Magneten, wodurch sie sich relativ einfach an metallischen Flächen befestigen lässt.

TechStage hat dreizehn Outdoor-Cams mit Akku von 60 bis 500 Euro verglichen. Alle Produkte bieten Nachtsicht und Personenerkennung. Über eine Gegensprechfunktion (Zwei-Wege-Audio) verfügen hingegen nur manche. Ausführliche Informationen zu den jeweiligen Produkten gibt es in den jeweiligen Einzeltests:

Zu den Top-Outdoor-Überwachungskameras mit Akku zählen nach wie vor die Eufycam 2 und Eufycam 2c. Beide Produkte bieten lange Akkulaufzeiten zwischen einem halben und ganzen Jahr, gute Bildqualität, zuverlässige Personenerkennung und leichte Handhabung per App. Zudem ist die lokale Speicherung von Aufnahmen aus unserer Sicht ein Pluspunkt, weil die Daten auf der Bridge im Haus und nicht auf der Kamera oder in der Cloud gespeichert werden.

Eufycam 2 / 2c – Pro:

  • leichte Einrichtung
  • komfortable App
  • genaue Erkennung

Eufycam 2 / 2c – Contra:

  • Bewegungssensor leicht kratzempfindlich
  • teuer

Bei anderen Modellen wie Arlo Pro 2, Arlo Ultra 2 oder Blink Outdoor werden zwar monatliche Gebühren für die Cloud-Nutzung fällig, doch dafür liegen die Videoaufnahmen sicher auf einem Server im Netz. Bei der Amazon-Marke Blink kann man wahlweise sogar einen lokalen Speicher via USB-A koppeln.

Einige Varianten wie die Ezviz C3A oder Heimvision HMD2 speichern Aufnahmen direkt auf einer Micro-SD-Karte im Inneren der Kamera. Bedeutet: Wird die Kamera entwendet, sind auch alle Aufnahmen weg.

Outdoor-Überwachungskameras mit Scheinwerfer gehören zu den vielseitigsten Lösungen. Sie ersetzen klassische Außenleuchten, schrecken ab und sichern Beweise. In der Regel erfordern sie eine kabelgebundene Stromversorgung. Eine Ausnahme ist die Arlo Pro 3 Floodlight, die als bisher einziges Scheinwerfer-Modell einen Betrieb per Akku gewährleisten.

Ausführliche Informationen zu den jeweiligen Produkten enthalten die jeweiligen Einzeltests:

Das beste Ergebnis von allen Outdoor-Überwachungskameras erzielt die Bosch Eyes. Sie überzeugt durch klare Aufnahmen, erkennt zuverlässig Bewegungen, bietet eine komfortable App und sichert Daten in einem deutschen Rechenzentrum. Zudem ist das Ausschwärzen von Bildbereichen möglich, sodass die Kamera auch ohne Bedenken im Außenbereich DSGVO-konform betrieben werden kann.

Die Netatmo Presence folgt auf Platz zwei. Sie zeichnet sich vorrangig durch die hervorragende Unterscheidung von Menschen, Tieren und Gegenständen sowie die Datensicherung aus – ganz ohne Cloud.

Abus Lichtkamera, Blaupunkt Lampcam, Ring Floodlight und Arlo Pro 3 Floodlight belegen den dritten Platz. Alle drei erfordern eine umständliche Montage. Bei Blaupunkt und Abus überzeugt die App nicht. Ring und Arlo verlangen dauerhaft Geld für ein Cloud-Abo. Wer kein Problem damit hat, sollte sich aber die Ring Floodlight oder Arlo Pro 3 Floodlight ansehen. Sie zählen, neben den Modellen von Bosch und Netatmo, zu den nutzerfreundlichsten Kameras.

Bosch Eyes – Pro:

  • einstellbares Kameramodul
  • leicht zu bedienende App
  • gute Nachtsicht
  • Schwärzen von Bildbereichen

Bosch Eyes – Contra:

  • keine Personenerkennung

Wer sich für eine Überwachungskamera mit Cloud-Anbindung entscheidet, ist auf die Seriosität des Anbieters angewiesen. Eines ist aber klar: Die Cloud bietet viele Vorteile. Beispielsweise muss man sich nicht um Betrieb und Sicherung der Videoaufnahmen kümmern, sodass der Nutzer nicht erst selbst einen eigenen Server oder einen Netzwerkspeicher (NAS) einrichten muss. Cloud-basierte WLAN-Kameras für Innenräume richten sich entsprechend an Nutzer, die sich nicht groß mit der Inbetriebnahme einer Überwachungskamera auseinandersetzen wollen. Wer so eine Lösung vorzieht, muss eines wissen: Cloud-Dienste sind in aller Regel kostenpflichtig und erst bei monatlicher Zahlung kommt man den Genuss des vollen Funktionsumfangs. Mehr Informationen zu Indoor-Überwachungskameras bieten die jeweiligen Einzeltests:

Fast alle von TechStage getesteten Indoor-Überwachungskameras überzeugen bezüglich Bewegungserkennung und Benachrichtigungsfunktion. Vor allem bei Funktionsumfang und Ausstattung gibt es aber Unterschiede.

Als Testsieger löst die Eufy Indoor Cam 2K die Somfy One+ ab. Die Überwachungskamera von Eufy kostet mit rund 34 Euro nur ein Bruchteil der bisherigen Nummer eins. Neben einwandfreier Personen-, Tier- und Babygeräusch-Erkennung bietet sie lokalen Speicher via Micro-SD-Karte (in der Kamera) oder NAS (extern). Nachtsicht und Aufnahmen bei Tag sind sehr scharf und detailreich. Ferner kann man sie per App oder Web-Interface bedienen. Die Überwachungskamera ist zu Amazon Alexa, Google Assistant, Apple Homekit und zur Eufy Homebase kompatibel. Somit können Anwender das Modell in ein zentral gesteuertes Smart-Home-Überwachungssystem integrieren.

Eufy Indoor Cam 2K – Pro:

  • Top-Preis
  • lokaler Speicher
  • hervorragende Bildqualität
  • zuverlässige Erkennung von Personen, Tieren & Babyweinen
  • kompatibel zu Amazon Alexa, Google Assistant & Apple Homekit

Eufy Indoor Cam 2K – Contra:

  • 24/7-Aufnahmen nicht mit NAS kombinierbar

Nachrüstlösungen für die Türklingel erweitern diese um nützliche Features wie Gegensprechanlage und Videoüberwachung. Klingelt ein Postbote, erhält der Bewohner eine Push-Benachrichtigung auf sein Smartphone und kann via VoIP sogar eine Sprachverbindung herstellen. Viele Modelle eignen sich allerdings nur als Zweitklingel und ersetzen selten die vorhandene Klingel, weil die Verkabelung zum existierenden Gong beispielsweise nicht möglich ist. Ausführliche Informationen zu den jeweiligen Produkten finden sich in unseren Einzeltests:

Die Eufy Video-Türklingel (Testbericht) erzielt im Test die Note 1 für ihre hervorragende Bild- und Tonqualität, die vielen Einstellungsmöglichkeiten und die Datensicherung ohne Cloud. Ein Schwärzen von Bildbereichen ist hier allerdings nicht möglich, sodass die Klingel nicht dort montiert werden darf, wo sie öffentlichen Raum filmt.

Günstige Varianten unter 80 Euro wie die ACME Doorbell (Testbericht) eignen sich vorzugsweise für Einliegerwohnungen & Co. oder als Zweitklingel für Partyraum oder Kinder. Sie bieten keinen vollwertigen Klingelersatz, sondern behelfen sich über einen Gong für die Steckdose; der ist leise und ersetzt nicht den bestehenden Hausgong. Für Mieter können solche Zweitklingeln dennoch interessant sein, da sie kein bestehendes System ersetzen, sondern rückstandslos bei einem Auszug entfernt werden können.

Produkte wie die Ring Doorbell 2 (Testbericht) ersetzen hingegen die bestehende Klingel vollständig – einschließlich Anschluss zum Gong im Haus. Somit ist die Ring Doorbell 2 unser Testsieger. Sie ist deutlich günstiger als die aktuelle Doorbell 3 Plus (Testbericht) und bietet kaum Nachteile zur neueren Version. Ein Ausschwärzen von Bildbereichen ist möglich, sodass man keinen öffentlichen Raum filmt.

Ring Doorbell 2 – Pro:

  • hervorragende Video-Qualität
  • einfache Einrichtung und Installation
  • Gegensprechanlage zum Nachrüsten

Ring Doorbell 2 – Contra:

  • groß und klobig
  • Registrierungszwang
  • kostenpflichtige Cloud

In erster Linie dienen Überwachungskameras der Sicherheit. Sie erkennen im überwachten Bereich zuverlässig Bewegungen, speichern diese als Video ab und benachrichtigen Anwender unverzüglich. Viele Nutzer verwenden Überwachungskameras aber auch für weitere Einsatzzwecke: Integriert in Türklingeln realisieren sie eine videogestützte Kommunikation etwa mit dem Paketboten. Auch der Einsatz als Babyfon mit Videoübertragung ist möglich. Last but not least möchten einige Anwender mit einer Überwachungskamera auch mehr über das Verhalten ihres Haustiers erfahren.

Weitere Informationen zum Thema Überwachungskameras bieten folgende Beiträge:

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