Webcam kaufen: Wann 4K-Auflösung, Belichtung und Sichtfeld wichtig sind

Webcams für Streaming & Videochats ab 30 Euro

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Webcams mit 4K-Auflösung sind für vor allem für Streamer interessant. Für eine gute Qualität bei Videokonferenzen sind Belichtung und ein anpassbares Sichtfeld relevanter.

Günstige Full-HD-Webcams ab 20 Euro reichen für gelegentliche Videochats völlig aus. Für Business-Meetings und Streaming sollten Anwender aber etwas tiefer in die Tasche greifen. Webcams mit einer ordentlichen Belichtung gibt es ab etwa 50 Euro. Und für mehr als 100 Euro stehen Modelle parat, die eine Anpassung des Sichtfelds erlauben.

In Zeiten von Homeoffice und privaten Videochats bemerken viele Anwender, dass die in Notebooks integrierten Webcams oft nicht den eigenen Ansprüchen genügen. Mängel bei Schärfe und Belichtung fallen schnell auf und auch das Sichtfeld der Kamera ist ein Problem.

Wie bei herkömmlichen Digitalkameras blicken viele Anwender beim Kauf einer Webcam hauptsächlich auf die Auflösung. Das hat auch einen logischen Grund: Je höher die Auflösung, desto schärfer ist die Darstellung - zumindest theoretisch. In der Praxis zahlt sich die höhere Auflösung aber bei Videokonferenzen in der Regel nicht aus. Zoom, Teams, Skype & Co. limitieren die Auflösung bei Videokonferenzen für die meisten Anwender auf HD – also 720p. Nur für Pro-Konten erlaubt Zoom Full-HD bei Videokonferenzen mit bis zu zwei Teilnehmern. Für Gruppen-Chats steht die höhere Auflösung nicht bereit. Ausnahmen macht Zoom nur bei einzelnen Business-Konten. Auch bei anderen populären Videochatlösungen wie Teams und Google Meet (Support-Eintrag) ist die Auflösung bei Videochats auf 720p begrenzt.

Mit Full-HD- und 4K-Webcams steigt die Darstellungsschärfe bei Videochats gegenüber einem 720p-Modell also nicht. Aber für den Einsatz als Streaming-Lösung ist eine Webcam mit einer hohen Auflösung natürlich von Vorteil. Vor allem professionelle Videoproducer schätzen die Möglichkeit, Videos unkomprimiert und mit 60 fps aufzunehmen, die sie anschließend mit leistungsfähigen Videotools besser optimieren können als komprimierten Videos.

Oft bieten Webcams mit einer höheren Auflösung aber trotzdem ein besseres Bild bei Videochats. Grund dafür ist, dass jene Modelle eine leistungsfähigere Belichtungskorrektur bieten als die in Notebooks und Displays verbauten Varianten. Das macht sich vor allem bei schwierigen Lichtverhältnissen, etwa bei starker Sonneneinstrahlung, in der Dämmerung und bei Kunstlicht bemerkbar. Webcam-Modelle mit einer guten Belichtungskorrektur gibt es ab etwa 50 Euro.

Webcams mit Ringlicht wie die Razor Kyio sorgen zwar für eine gute Ausleuchtung. Für Brillenträger sind solche Modelle jedoch nicht so gut geeignet, da sich das Ringlicht in den Brillengläsern spiegelt.

Neben Schärfe und Belichtung entscheidet auch das Sichtfeld einer Webcam die Darstellung. Wer bei Videochats alleine vor der Webcam sitzt, benötigt kein Modell mit einem großen Blickwinkel. Anders verhält es sich, wenn die Webcam bei einer Videokonferenz oder einem Stream eine Gruppe von mehreren Personen erfassen soll. Dann muss das Sichtfeld besonders groß sein.

Wer eine Webcam für beide Szenarien einsetzen möchte, benötigt eine Variante, die entweder eine manuelle Anpassung des Blickwinkels erlaubt, oder – noch besser – dies automatisch realisiert. Das beherrscht beispielsweise die Dell Ultrasharp Webcam WB7022. Die Funktion AI Auto-Framing rückt eine Person bei nicht optimaler Positionierung in die Bildmitte. Eine ähnliche Technik verwendet auch Apple bei seinem kürzlich vorgestellten Monitor Studio Display. Auch die Brio Ultra HD Pro von Logitech erlaubt die Anpassung des Sichtfelds.

Leistungsfähige Webcams sorgen nicht nur für eine optimale Darstellung bei Videokonferenzen und Streaming. Einige Modelle unterstützen darüber hinaus auch Windows Hello. Somit lassen sich solche Varianten in Verbindung mit Windows 10 und 11 zur Authentifizierung verwenden.

Die Hersteller von Webcams arbeiten nicht nur an einer Verbesserung der Darstellungsqualität, sondern optimieren auch die Aufnahmequalität der in den Webcams integrierten Mikrofone. Um es kurz zu machen: Die Qualität der Soundaufnahme bei modernen Webcams ist zwar deutlich besser als bei älteren Modellen, doch am besten klingt der Ton beim Gegenüber, wenn Anwender ein Headset verwenden.

Die beste Qualität liefern kabelgebundene Varianten, da sich der Klang bei der Übertragung mit Bluetooth verschlechtert, wenn gleichzeitig auch ein Mikrofon verwendet wird. Auf diesen Sachverhalt weist Apple beispielsweise in einem Support-Dokument hin:

"Der Grund hierfür ist, dass Bluetooth zwei Modi besitzt: einen für das Hören hochwertiger Audioinhalte und einen weiteren zum Hören von Audioinhalten und gleichzeitigem Sprechen über das Mikrofon. Wenn Bluetooth in den zweiten Modus wechselt, reduziert sich die Qualität der abgespielten Audioinhalte so lange, bis das Mikrofon nicht mehr verwendet wird."

Da populäre Videokonferenzlösungen die Auflösung in den meisten Fällen auf 720p begrenzen, ist eine gute Belichtungskorrektur für die Darstellungsqualität deutlich wichtiger als eine hohe Auflösung. Für Videochats ist eine Full-HD-Webcam also mehr als ausreichend.

Zudem sollten Anwender darauf achten, dass die Webcam ein für die eigenen Bedürfnisse ausgelegtes Sichtfeld bietet. In Sachen Klang bieten bereits günstige kabelgebundene Headsets deutlich mehr Qualität als die in den Webcams integrierten Mikrofone.

Für professionelle Videoproduzenten sind Webcams geeignet, die darüber hinaus noch eine hohe Auflösung bieten und eine unkomprimierte Videoaufzeichnung von bis zu 60 fps unterstützen.

Der Artikel erscheint in unserer Themenwelt Homeoffice. Zusätzliche Informationen rund um das Thema Webcams bietet auch der Beitrag "Webcams ab 35€ im Vergleich: Bessere Bilder im Videochat". Nützliche Informationen enthalten außerdem die Artikel "Beliebteste Headsets für Teams, Skype und Zoom ab 10 Euro" und "Homeoffice gesund und günstig: Tastaturen, Hubs, Licht, Stühle & mehr".

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