Apple Watch 6 im Test: Smartwatch-Primus für iOS

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Das neue Top-Modell kommt problemlos auf Preise von über 800 Euro, die günstigsten, älteren Modelle gibt es schon für unter 200 Euro. Wir zeigen, welche Apple Watches man jetzt kaufen sollte und wagen ein Prognose, wann die neue Watch 7 deutlich günstiger wird.

Eine Apple Watch 3 mit GPS gibt's aktuell für 195 Euro. Vor vier Jahren, Ende 2017, kam sie auf den Markt. Lohnt sich der Kauf noch – oder bezahlt man letztlich doch viel Geld für alte Technik, für die es bald keine Updates mehr gibt? Was ist mit den günstigen SE-Modellen und mit Watch 4, 5 und 6, die teilweise noch in großen Stückzahlen verfügbar sind, teilweise aber auch als Restposten-Schnäppchen verramscht werden? Der folgender Beitrag gibt einen ausführlichen Überblick.

Für unsere Preisprognosen sehen wir uns den Preisverlauf der Vorgängermodelle an. Die Erfahrung zeigt, dass sich die Kurven üblicherweise auch auf die neuen Modelle legen lassen – mit typischen ersten Preissprüngen im Vorweihnachtsgeschäft rund um den Cyber Monday. Interessanterweise erweisen sich die Apple Watches im Vergleich zu anderer Technik wie Smartphones als erstaunlich preisstabil. So kostet die im letzten Jahr eingeführte Watch 6 mit GPS in der gefälligen Farbe Schwarz zum Zeitpunkt des Verkaufstarts knapp etwa 410 Euro. Im November 2020 pendelte sich der Preis auf knapp unter 400 Euro ein und blieb, abgesehen von diversen Aktionen, bis September dieses Jahres stabil. Erst mit der Vorstellung des aktuellen Modells Watch 7 fiel der Preis auf derzeit etwa 385 Euro – damit ist die Watch 6 binnen eines Jahres gerade einmal um 6 Prozent günstiger geworden. Das ist wenig im Vergleich – und auch wenig im Vergleich zu Preisen von Sonderaktionen: Bereits im November letzten Jahres, also wenige Wochen nach der Markteinführung, gab es die Watch 6 schon günstiger als derzeit, und im Jahresverlauf gab es mehrere Aktionen (Prime Day, Ostern, ...), zu denen das Produkt teilweise nur 349 Euro gekostet hat – und damit knapp 15 Prozent weniger als zur Markteinführung.

Je teurer das Ausgangsprodukt, um so höher die Ersparnis: Wer auf ein besser ausgestattetes Modell mit Cellular-Modul (LTE), größerem Display und besserem Armband schielt, darf auf einen etwas stärkeren Preisverfall hoffen. Die gleiche Uhr mit LTE-Modul hat im gleichen Zeitraum gut 8 statt gut 6 Prozent ihres Preises nachgelassen, bei Aktionen wurde sie aber nicht so viel günstiger wie das Einstiegermodell (maximal 12 Prozent Nachlass im Vergleich zur Markteinführung).

Schnäppchen kann man durchaus machen, wenn man aus dem Einheitsbrei austritt. Die Apple Watch 6 in Rot beispielsweise war den Sommer über fast durchgängig zu Preisen zwischen 360 und 370 Euro zu haben. Im Vergleich zum Einführungspreis von 440 Euro entspricht das einem Nachlass von über 16 Prozent – und damit mehr, als die anderen Watch 6 jemals rabattiert waren. Ganz ohne Aktion.

Die günstigsten Apple Watches, die man derzeit neu kaufen kann, sind die schon etwas betagten Modelle der dritten Generation. Apple hat sie bis heute als günstigstes Einstiegsvariante im Programm – deswegen ist die 3er sogar deutlich besser verfügbar als die Nachfolger der vierten und fünften Generation.

Der Kauf ist aber ein Kompromiss: Modelljahr 2017. Vier Jahre ist sie schon auf dem Markt – das ist doppelt so lang, wie die meisten Smartphones überhaupt leben. Größter Kritikpunkt aus heutiger Sicht ist die mit 8 GByte sehr magere Speicherausstattung. Zwar gibt es noch Software-Updates für die alte Smartwatch – und es wird sie wohl auch noch einige Zeit geben, schließlich ist sie ja nach wie vor als Neuware im Programm. Inzwischen mehren sich aber die Problemberichte im Netz. Wer zusätzliche Apps installiert oder Daten aufgespielt hat, bringt die Watch 4 an ihre Speichergrenzen; oft klappt das Aufspielen einer neuen Software dann nur noch nach dem Rücksetzen auf Werkseinstellungen.

Dafür ist der Preispunkt spannend. Gut 200 Euro sind der Normalpreis, wer Glück hat, ergattert seine Watch 3 schon für unter 180 Euro. Wer aus Prinzip gerne eine Apple Watch hätte, weder das nicht mehr angebotene Mobilfunkmodul wünscht noch vorhat, viele Apps zu installieren, kann hier ein echtes Schnäppchen machen.

Die „zweite günstige“ Variante neben der seit langer Zeit parallel angebotenen Watch 3 ist die Apple Watch SE. Sie liegt technisch zwischen Watch 5 und 6, hat also schon einen mächtigen Sprung im Vergleich zur 3. Generation gemacht – so ist sie beispielsweise mit 32 GByte Speicher ausgestattet und hat optional eine integrierte E-SIM samt Mobilfunkmodul an Bord. Bei Apple kostet die SE in der GPS-Ausführung mindestens 299 Euro. Regelmäßig gibt es die SE im Preisvergleich für 280 Euro; gelegentlich sind auch 270 Euro drin. Die günstigsten Varianten haben 40-mm-Gehäuse und GPS, für das 44-mm-Gehäuse werden bei Apple 30 Euro Aufpreis, für Mobilfunk 50 Euro Aufpreis fällig.

Wer nicht zwingend die leistungsstärkste und neueste Apple Watch braucht (und auf das längst überfällige Always-On-Display verzichten kann, das nur die neu 7er bietet), bekommt mit der Watch SE vermutlich das beste Produkt. Der Aufpreis gegenüber der schwachbrüstigen 3er ist mit 80-100 Euro moderat.

Uhren der Series 4 (ab 2018) gibt es noch vereinzelt neu zu kaufen, üblicherweise aber zu Preisen, die nicht konkurrenzfähig sind. Die Technik hat danach einen großen Sprung gemacht. Gehäuse, Display, Akku- und Ladetechnik, Prozessor & Co. von Watch 5 und 6 sind ähnlich bis identisch, und der Preisunterschied zwischen der Watch 4 und der Watch 5 ist marginal – sofern man überhaupt noch eine 4er bekommt. Daher gilt: Ab der fünften Generation würden wir auch selbst zugreifen, wenn das Angebot stimmt. Die Geräte sollten mindestens noch für zwei Jahre Software-Updates bekommen, wahrscheinlich auch länger.

Dennoch sollte man genau hinsehen. Gerade bei den Auslaufmodellen haben einzelne Ausführungen Mondpreise, andere Varianten sind hingegen echte Schnäppchen. Wer flexibel ist, was Farbe und Materialwahl angeht, kann einen guten Kurs machen; aber auch, wer auf Handyfunk verzichten würde und bei der Größe der Uhr nicht so genau hinsieht, kommt billiger weg.

Soll es hingegen ein ganz bestimmtes Modell sein, eine konkrete Größe und zwingend ein Edelstahl-Gehäuse, sinkt die Chance aufs Schnäppchen. Um die ästhetischen Ansprüche zu beruhigen, kann man auch günstige Schutzgehäuse und Alternativ-Armbänder einsetzen, diese sind bis zu 90 Prozent günstiger als die originalen Apple-Produkte.

Wer die Apple Watch Series 7 mit Tarif kauft, zahlt die Uhr auf Raten. Das ist in einigen Fällen günstiger, als der direkte Kauf und ein unabhängiger Vertragsabschluss. Wir haben uns die jeweils günstigsten Angebote der großen Provider O2, Telekom und Vodafone angesehen. Alle Tarife haben eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten.

O2

Der günstigste Apple-Watch-Tarif zur Series 7 liegt bei monatlich rund 40 Euro mit 24 Monaten Laufzeit. Dafür erhält man die Series 7 mit 45-mm-Gehäuse und den Tarif O2 Free M mit 20 GByte (max. 300 MBit/s) sowie Telefonie- und SMS-Flat. Anschluss- und Gerätepreis liegen bei einmalig rund 52 Euro.

Gegenüber den Einzelpreisen von Smartwatch und Tarif spart man sich im O2-Angebot 103 Euro. Wer seine alte Rufnummer zu O2 mitnimmt, erhält bis zum 29. November zudem noch 100 Euro Wechselbonus. Dieser wird als Rabatt auf die monatlichen Kosten angerechnet. Somit zahlt man dann 35 statt 40 Euro monatlich und spart insgesamt 203 Euro.

Wer die Apple Watch mit eSIM bei O2 nutzen will, kann sich über die O2-App eine Multicard als eSIM bestellen. Hier entsteht kein Aufpreis.

Telekom

Wer bei der Telekom die Apple Watch Series 7 45 mm bestellt, zahlt einmalig 310 Euro für Uhr und Anschluss. Die monatlichen Kosten für den Tarif Smart Connect M liegen bei 25 Euro. Dafür gibt es gerade einmal 1 GByte (max. 1 MBit/s) sowie 150 Freiminuten beziehungsweise SMS. In Hinblick auf das Datenvolumen und die maximale Downloadgeschwindigkeit ist das ein ziemlich frecher Deal, wie wir finden.

Den Tarif gibt es auch nur in Verbindung mit einer Smartwatch. Wer Apple Watch und Tarif separat kauft, zahlt 1047 Euro. Dann gibt es aber immerhin den Prepaid-Tarif Magentamobil Prepaid XL mit 5 GByte (max. 300 MBit/s) sowie Telefonie- und SMS-Flat für monatlich 25 Euro. Wer zum oben genannten Bundle greift, spart rechnerisch zwar 137 Euro, wird mit den Konditionen aber wohl kaum zufrieden sein.

Auch bei der Telekom ist eine eSIM als Option möglich. Über das Kundencenter muss man diese beantragen und erhält anschließend einen Aktivierungscode.

Vodafone

Vodafone wirbt zwar mit Apple Watches im Banner seiner Landingpage, verkauft allerdings nur die Samsung Galaxy Watch 4. Auch im Vorjahr war das bereits der Fall, wie wir in unserem Beitrag zur Apple Watch Series 6 geschrieben haben. Auch die derzeit insolvente Preisboerse24 bietet keine entsprechenden Vodafone-Tarife mit Apple Watch Series 7.

Bundle mit iPhone

Wer Apple Watch Series 7 und iPhone 13 im Bundle kaufen will, wird derzeit bei 1und1 fündig. Hier zahlt man einmalig 30 Euro für Geräte und Anschluss; gerechnet mit Watch 45 mm und iPhone 13 mit 128 GByte Speicher. Der zugehörige Tarif LTE S im O2-Netz bietet 5 GByte (max. 50 MBit/s) sowie Flatrate für SMS und Telefonie. Er kostet die ersten sechs Monate 53 Euro, danach bis einschließlich zum 24. Monat 83 Euro.

Rechnet man die Einzelpreise von Tarif und Geräten gegen das angebotene Bundle, zahlt man im 1und1-Deal drauf. Insgesamt liegt man hier 77 Euro über den Einzelpreisen.

Bei unter 180 Euro geht es los, aber wer wirklich etwas von seiner Apple Watch haben möchte, sollte mindestens zum Modell Watch SE greifen. Wer auf ein Schnäppchen der aktuellen Watch 7 hofft, sollte sich zum Beispiel bei unserem Preisvergleich einen Preisalarm setzen: Fällt das gewünschte Produkt bei einem Händler unter diesen Preis, gibt es eine Benachrichtigung per E-Mail.

Der Blick auf den Preisverlauf der Vorgängerversionen zeigt, dass die Hoffnung auf einen schnellen Preisverfall bei den neuen Top-Produkten vermutlich fehl am Platze ist. Die Apple Watches haben zumindest im ersten Jahr nach Markteinführung eine extreme Wertstabilität; Ausnahmen gibt es nur zu Aktionstagen wie Cyber Monday oder den Osterangeboten.

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