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Wandhalterungen & Stromversorgung fürs iPad
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Ein Tablet an der Wand informiert über offene Fenster, Temperaturen und anstehende Mülltonnentleerung: So stellt man sich ein smartes Haus vor. Wir zeigen Lösungen, wie das iPad an die Wand kommt.

Während in der Praxis die Sprachsteuerung mit Alexa & Co. im Smart Home eine wesentlich gefälligere und praxistaugliche Rolle spielt als die Steuerung von Lampen und Jalousien per Smartphone-App, gibt es dennoch viele gute Gründe für ein Status-Display an der Wand – auch Abseits des Coolness-Faktors.

Es gibt verschiedene grundlegende Ansätze, wie das iPad an die Wand kommt. Die simpelste Lösung ist eine einfache Klemm- oder Magnethalterung, in die das Tablet bei Nicht-Benutzung gesteckt wird – ohne eigene Stromversorgung. Damit ist das Tablet jederzeit entnehmbar für eine Angry-Birds-Session auf dem Sofa oder eine lange Autofahrt als Unterhaltungsmaschine für die Kids auf der Rücksitzbank. Am anderen Ende des Spektrums für Wandhalterungen finden sich stabile Rahmen, teils mit integrierter Stromversorgung oder sogar für die bündige Unterputzmontage. Darin bleibt das Tablet üblicherweise dauerhaft montiert, auf Wunsch inklusive Diebstahlschutz.

Eine große Herausforderung ist dabei freilich die Stromversorgung, wenn man nicht gerade neu baut – aber auch hier gibt es verschiedene Ansätze, die optisch zumindest okay sind. Und auch hier kann man fast beliebig viel Geld ausgeben. Manche Hersteller werben mit ausgeklügelter Ladelogik, damit der iPad-Akku im 24/7-Dauerbetrieb möglichst wenig leidet.

Die Apple-Tablets sind vergleichsweise teuer: Mindestens 370 Euro kostet das aktuelle Einsteigermodell mit 10,2 Zoll großem Bildschirm, das Vorgängermodell aus dem Jahr 2019 ist etwa 30 Euro billiger. Im Vergleich zu einem Amazon Fire HD mit 10,1 Zoll großem Display, das es im Angebot deutlich unter 150 Euro gibt, kostet das Apple-Tablet mehr als das Doppelte.

Für Apple spricht allerdings das große Zubehör-Angebot. Für kein anderes Tablet gibt es so viele Halter, Adapter, Hüllen & Co., außerdem überzeugen das App-Angebot und die lange Versorgung mit Software-Updates. Und mit Homekit bringt Apple gleich eine hervorragende Visualisierung mit, die zu vielen Smart-Home-Produkten bereits ab Werk kompatibel ist. Ein iPad mit iOS 10 oder neuer kann auch als Schaltzentrale im Smart Home dienen, Entscheidungen treffen, Sensoren abfragen und Routinen ausführen – und wenn das iPad zuhause bleibt, sind sämtliche Homekit-Komponenten dann auch ohne komplizierte und möglicherweise unsichere Einstellungen am Router direkt per Smartphone von unterwegs steuerbar. Das setzt allerdings ein iPhone als Smartphone voraus.

Geht es wirklich nur ums Status-Display, ist auch der Gebraucht-Kauf eine Alternative. iOS 10 muss es wegen Homekit mindestens sein; die günstigste Lösung ist derzeit ein gebrauchtes iPad Air der ersten Generation. Auf ihm läuft iOS 12, gebrauchte Tablets ohne Display-Schaden gibt es bei eBay für um die 100 Euro – und Beulen und Kratzer auf der Rückseite sind für den geplanten Einsatzzweck genauso unwichtig wie ein ausgelutschter Akku des vor über 7 Jahren vorgestellten Tablets.

Die folgenden Produkte sind günstige und einfache Lösungen für das Tablet an der Wand. Die Klemmhalterungen erfordern keine Änderungen am iPad; bei den Magnethalterungen muss man üblicherweise eine Halteplatte auf der Rückseite des Tablets verkleben. Einige dieser Halterungen sind universal, passen also auch bei anderen Tablets.

Diese Produkte fassen das iPad fest ein und sind an der Wand verschraubt. Achtung: Da sich die iPads mehrfach verändert haben, muss man darauf achten, die richtige Halterung für das konkrete Modell zu kaufen. Einige Halterungen sind universell verwendbar und liefern passende Adapter in Form von Gummihalterungen mit, um die verschiedenen iPads festzuhalten – das sind vor allem die etwas klobigeren, aber auch günstigeren Halterungen. Wirklich flache Modelle nehmen meist nur ein konkretes Modell auf.

Wer das Tablet an der Wand nachrüstet und in der Nähe eine Steckdose hat, findet mit Steckdosen-Einsätzen mit integriertem USB-Netzteil eine gute Lösung. So stehen ein oder mehrere USB-Anschlüsse dauerhaft zur Verfügung, ohne die Steckdose zu blockieren. Dünne, selbstklebende Kabelkanäle leiten dann das Kabel zum Tablet. Wenn man die seitlich zum Beispiel am Türrahmen aufklebt, ist das wirklich unauffällig.

Professioneller sind echte USB-Unterputznetzteile, die man im Idealfall in einer Leerdose unterm Tablet anbringt – dort ist dann anliegender Hausstrom mit 230 Volt nötig. Zwischen den beiden Extremen, der Bastellösung und dem Optimum, finden sich diverse Unterputz-USB-Netzteile, die man zum Beispiel in tiefen Gerätedosen hinter einem Steckdosen- oder Schaltereinsatz unterbringen kann. Wer die Idee hat, einfach ein normales Netzteil unter Putz anzubringen: Diese Netzteile sind dafür nicht geeignet und haben keine lange Lebensdauer in der Wand – und noch dazu ist die Montage auf diese Weise je nach Modell und Ausführung vermutlich auch nicht zulässig.

Weitere Möglichkeiten sind beispielsweise USB-Spannungsversorgungen für 24 Volt, die man über vorhandene Klingel- oder Telefonleitungen mit Strom aus einem Netzteil im Verteilerkasten versorgen kann – oder PoE-USB-Stromadapter, wenn ein Netzwerkkabel vorhandene ist.

Vor allem beim iPad sollte man auf jeden Fall ein Originalkabel von Apple und ein Netzteil mit USB-Ausgang verwenden, um Probleme zu vermeiden. Theoretisch gehen auch Bastellösungen mit abgeschnittenen und neu verlöteten USB- oder Lightning-Kabeln direkt an 5 Volt, aber erstens sind vor allem die Apple-Tablets zickig, was die Stromversorgung angeht und zweitens sind solche Bastellösungen maximal ein funktionierendes Provisorium, aber nichts, was in der Planung einer soliden und zuverlässigen Smarthome-Technik eine Rolle spielen sollte.

Wie gut haben es die Bauherren: Stromversorgung unterm Rahmen planen, Netzteil in die Wand, Rahmen drüber, fertig. Aber auch Nachrüsten ist mit überschaubarem Aufwand und mit weitgehend verstecktem Kabelverlauf möglich. Man muss sich nur entscheiden, ob man das Tablet auch noch anderweitig verwenden möchte oder ob es „dauerhaft“ an der Wand verschraubt sein soll.

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