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Vergleichstest: Neun smarte Lautsprecher mit Amazon Alexa

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Die Preise und Qualitätsunterschiede bei Lautsprechern mit integriertem Alexa-Sprachassistenten sind enorm. Wir zeigen die wirklich interessanten Modelle.

Der in schwarz und weiß erhältliche Echo Dot ist der günstigste Einstieg in die Welt von Amazons Smart-Speakern. Der kleinste Echo hat zwar in Sachen Klangqualität am wenigsten zu bieten, ansonsten hält er mit den größeren Modellen Schritt. Der integrierte 15-Millimeter-Hochtöner ist vom Sound etwa mit einem Radiowecker oder dem Küchenradio vergleichbar.

Viel wichtiger als der Klang ist der integrierte Sprachassistent von Amazon. Per Zuruf startet Alexa Musik, steuert Smart-Home-Komponenten oder sucht Fahrpläne, Wetterberichte oder Rezepte aus dem Internet und liest diese vor. Kompatibel sind die Echo-Lautsprecher mit den Streaming-Diensten von Amazon Music, Spotify und beispielsweise TuneIn.

Die Mikrofone sind sehr feinfühlig und reagieren auch auf leise ausgesprochene Befehle. Wer seine Echo-Speaker nicht mit Alexa ansprechen will, kann das Aktivierungs-Wort per App in "Computer " oder "Amazon " ändern.

Ein weiteres Feature ist die Anruf-Funktion. Dabei baut die Box eine Audioverbindung mit anderen Echo-Lautsprechern auf und dient als Gegensprechanlage. Diese Extra ist derzeit alleine den Alexa-Speakern von Amazon vorbehalten. Mit Modellen von Drittherstellern funktioniert der Sprachchat nicht.

Die Amazon-Speaker sind Multiroom-fähig, so dass eine synchrone Wiedergabe auf mehreren Geräten gleichzeitig problemlos funktioniert. Wer möchte, kann die Mikrofone des Sprachassistenten jederzeit deaktivieren. Alexa hört dann nicht mehr zu und die Privatsphäre bleibt gewahrt. Wie alle anderen Alexa-Speaker lässt sich der Echo Dot über Skills mit neuen Funktionen erweitern, etwa steuert er so smarte Leuchten.

Von der Klangqualität schlägt der Amazon Echo (Testbericht) den kleinen Echo Dot, für viel mehr reicht es allerdings nicht. Trotz der größeren Bauform ist der Sound gerade mal mit einem vernünftigen Küchenradio vergleichbar. Für einen Sprachassistent in Bad, Küche oder Flur ist das ausreichend.

Die Mikrofone des Echo 2 sind gut positioniert und so reagiert der Lautsprecher auch auf leise Sprachbefehle. Der mittlere Amazon-Speaker ist in insgesamt fünf verschiedenen Farbvarianten erhältlich. Wer sich nach dem Kauf für ein anderes Design entscheiden möchte, kann die äußere Hülle mit wenigen Handgriffen austauschen.

Der sonstige Funktionsumfang ist mit dem des Echo Dot vergleichbar.

Der Echo Plus (Testbericht) ist nicht nur der größte Lautsprecher der Echo-Serie, er verfügt auch als einziger über eine integrierte ZigBee-Schnittstelle. Lampen, Steckdosen und Co. steuert der Speaker so ohne zusätzlichen Gateway an. Ansonsten ist der Funktionsumfang mit den anderen Amazon-Speakern vergleichbar. Das Top-Modell ist in silber, weiß und schwarz erhältlich.

Der Klang ist gut aber nicht brillant. Für Musik in Zimmerlautstärke ist der Echo Plus ausreichend, allerdings fehlt es im höheren Lautstärkebereich deutlich an Bass.

Zwar verfügt auch dieses Modell über einen Audio-Ausgang per Klinke-Kabel, allerdings ist es bei der Nutzung externer Lautsprecher auf jeden Fall günstiger einen Echo Dot und einen zusätzlichen Zigbee-Gateway anzuschaffen.

Der Echo Spot (Testbericht) mit dem runden 2,5-Zoll-Display ist für uns das Küchenradio der nächsten Generation. Neben den Standardfunktionen der Echo-Reihe bietet der kleine Assistent eine Videochat-Funktion, die Möglichkeit Videoclips abzuspielen und sich Informationen komfortabel anzeigen zu lassen. Wer den Spot in der Küche platziert hat beispielsweise Rezepte gut im Blick.

Zum Ansehen von Videos ist der Touchscreen-Monitor allerdings zu klein und aufgrund seiner Form ungeeignet. Die Blickwinkelstabilität und die Helligkeit sind gut. Die Soundqualität des 36-Millimeter-Hochtöners ist etwas besser als die des Echo Dot 2. Ein Audioausgang ist ebenfalls vorhanden.

Der Echo Spot ist in schwarz und weiß erhältlich.

Wegen der verbauten Kamera ist die Positionierung in Bad oder Schlafzimmer fragwürdig.

Der größere der beiden Video-Assistenten, der Echo Show (Testbericht) verfügt über einen 7-Zoll-Touchscreen und 55-Millimeter-Lautsprecher. Die Klangqualität ist vergleichbar zum Amazon Echo.

Der Funktionsumfang entspricht, bis auf den fehlenden Audioausgang, dem des Echo Spot. Dank des besseren Formfaktors eignet sich der Echo Show auch zur Wiedergabe von Musik-Videos oder Filmen. Zuviel sollte man aber nicht erwarten. Der Monitor ist nicht blickwinkelstabil und nicht sehr hell. Für den kurzen Video-Chat mit dem Partner in einem anderen Raum ist die Qualität aber ausreichend.

Der Echo Show ist in schwarz und weiß erhältlich.

Auch hier gilt: Ob man sich die Kamera in Bad oder Schlafzimmer stellen möchte, sollte jeder selbst entscheiden.

Lenovo bietet zwei Smart-Speaker mit dem Alexa-Sprachassistenten an. Diese unterscheiden sich lediglich durch Ihre Abmessungen und die Klangqualität. Sound-Technisch bewegt sich die kleinere der beiden Lenovo-Boxen (Testbericht) auf Augenhöhe mit dem Echo-Plus. Für moderaten Musikgenuss ist die Qualität ausreichend. Das moderne Gehäuse-Design in schwarz oder weiß gefällt uns besser als das der Amazon-Modelle.

Der Funktionsumfang ist aufgrund von Amazons Vorgaben allerdings nicht so groß wie bei den Echo-Lautsprechern. Weder Sprachanrufe noch die Multiroom-Funktion sind verfügbar. Beim Streamen von Musik muss sich der Käufer ebenfalls einschränken. Die Wiedergabe von Spotify ist derzeit beispielsweise nicht möglich. Lenovo hat zwar ein entsprechendes Update angekündigt, bisher ist aber nicht bekannt, wann es erscheinen wird. Das Abspielen von Songs mit dem Amazon-Musikdienst funktioniert problemlos. Auch ansonsten macht Alexa im Lenovo-Speaker einen guten Job. Das Ansteuern von Smart-Home-Komponenten klappt problemlos. Wer ZigBee-Komponenten nutzt, braucht allerdings einen zusätzlichen Gateway.

Sprachbefehle müssen verhältnismäßig laut ausgesprochen werden – sonst überhört sie der Smart Assistant.

Der Blast (Testbericht) von Ultimate Ears (UE) dient als Smart_Speaker und Bluetooth-Lautsprecher für Unterwegs. Der integrierte Akku und das wasserfeste Gehäuse erweitern die Einsatzmöglichkeiten signifikant.

Der Klang ist im unteren Lautstärkebereich sehr ausgewogen und angenehm basslastig – deutlich besser als beim Echo-Plus. Erst bei hoher Lautstärke kommt der Blast an seine Grenzen. Die Empfindlichkeit der Mikrofone zur Sprachsteuerung ist nicht ganz so gut wie bei der Echo-Serie, aber besser als beim Modell von Lenovo. Ein Audioausgang und ein ZigBee-Gateway sind nicht vorhanden.

Der Funktionsumfang ist, wie beim Smart Assistant von Lenovo, eingeschränkt. Auch beim Blast fehlt die Möglichkeit zu Telefonieren oder Nachrichten an andere Alexa-Speaker zu senden. Bei den Musikdiensten funktionieren zwar Amazon Music und TuneIn – die Nutzung von Spotify klappt allerdings nur per Bluetooth-Verbindung. Wirklich ärgerlich ist die fehlende Multiroom-Funktion, welche bei anderen Bluetooth-Speakern von UE selbstverständlich ist.

Erhältlich ist der UE Blast in den Farben grau, grün, weiß, weinrot, blau und gelb.

Ein Sonderling in unserem Vergleichstest ist der Auvisio QAS-300 (Testbericht) vom Versandhändler Pearl. Der smarte Lautspcrecher ist das einzige Modell bei dem der Sprachassistent nicht dauerhaft zuhört. Während bei den anderen Modellen die Mikrofone im Normalfall immer aktiv sind, reagiert Alexa beim QAS-300 nur auf Knopfdruck. Das ist bei der Bedienung von Smart-Home-Komponenten zwar extrem unpraktisch, beruhigt aber das Gewissen von all Jenen, die der neuen Technik noch nicht über den Weg trauen und Angst vor Überwachung haben.

Ein Pluspunkt ist der integrierte Akku, der auch den mobilen Betrieb als Bluetooth-Lautsprecher ermöglicht. Auch ist der QAS-300 der günstigste schlaue Lautsprechr im Testfeld.

Der Klang von Pearls Lautsprecher ist nur im untersten Lautstärkebereich wirklich gut. Im mittleren und oberen Bereich fehlt es deutlich an Bässen. Die Qualität ist mit der des Amazon Echo vergleichbar. Da man zum Aktivieren von Alexa sowieso direkt am Lautsprecher stehen muss, gibt es immerhin keine Probleme bei der Eingabe von Sprachbefehlen. Für die Ansteuerung von ZigBee-Komponenten ist auch hier ein Gateway notwendig.

Die Einschränkungen bezüglich Spotify, Telefonie-Funktion und Multiroom-Fähigkeit gelten auch für den nur in schwarz erhältlichen QAS-300. Ein Audio-Ausgang ist nicht vorhanden – dafür verfügt der Lautsprecher über einen AUX-Eingang per Klinke-Kabel.

Der verhältnismäßig wuchtige Lautsprecher Sonos One (Testbericht) punktet vor allem mit seinem hervorragenden Klang. Keine andere Box hat einen dermaßen ausgeglichenen und warmen Sound zu bieten. Außer den Amazon-Echos hat auch kein anderes System im Testfeld derart empfindliche Mikrofone verbaut und reagiert dementsprechend zuverlässig auf die Befehle des Nutzers.

In Sachen Funktionsumfang gelten zwar auch hier Einschränkungen seitens Amazon, aber Sonos macht diese zum großen Teil mit der eigenen App wieder wett. So ist der Sonos One zumindest mit anderen Sonos-Lautsprechern kompatibel und ermöglicht damit die komfortable Multiroom-Wiedergabe. In Sachen Musik spielt der One sowohl Titel von Amazons Streaming-Dienst als auch von Spotify und Co. ab. Wer möchte kann den Sonos One ins lokale Netzwerk einbinden und Inhalte vom PC oder NAS abspielen. Das klappt allerdings nur mit Hilfe der App und nicht per Sprachbefehl.

Telefonieren mit anderen Alexa-Boxen funktioniert auch mit dem Sonos One nicht. Ein Audioausgang ist nicht vorhanden. Wer möchte, kann Alexa per Knopfdruck deaktivieren.

Smarte Lautsprecher erleichtern vor allem die Bedienung von Smart-Home-Komponenten. Wer sich einmal an die Nutzung von Alexa gewöhnt hat, mag den Komfort bald nicht mehr missen.

Amazons Einschränkungen hinsichtlich der Multiroom-Funktion, der verfügbaren Streaming-Dienste und der Benachrichtigung an andere Alexa-Boxen sind allerdings sehr ärgerlich. Wer den vollen Komfort aus der TV-Werbung genießen will, muss sich so für ein Modell von Amazon entscheiden. Wer hohe Ansprüche an die Soundqualität hat, nutzt den Audioausgang und schließt den Echo an die Stereoanlage oder Aktivboxen an.

Die Kombination aus vorhandenen Lautsprechern, Echo Dot und ZigBee-Gateway ist die derzeit günstigste Variante, einen Alexa-Lautsprecher mit allen Funktionen und gutem Klang zu bekommen. Wer seinen Sprachassistenten auch als digitales Rezeptbuch nutzen will, sollte sich den Echo Show mit Bildschirm anschaffen.

Wer andere Sonos-Boxen nutzt und auf die Telefonie-Funktion verzichten kann, sollte sich für den One entscheiden. Kein anderer Lautsprecher hat vor allem im oberen Lautstärkebereich einen derart guten Klang. Wer keine anderen Boxen des Herstellers zu Hause hat, muss allerdings auch hier auf die Multiroom-Funktion verzichten. Bei kleinen Wohnungen ist dies unproblematisch. Bei größeren Immobilien ist dieser Punkt allerdings nicht zu unterschätzen.

Für Draußen und die mobile Nutzung empfehlen wir den Blast von Ultimate Ears. Multiroom-Betrieb, Wiedergabe von Spotify und Telefonieren mit anderen Alexa-Boxen sind dann allerdings nicht möglich.

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