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Luftpumpen elektrisch rot

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Elektrische Luftpumpen mit Akku für Fahrrad- und Autoreifen sind mobil, schick und bereits ab 30 Euro erhältlich. Wir vergleichen die beliebtesten Produkte von Bosch, Xiaomi und Co. und zeigen auch CO2-Luftpumpen.

Wer seinen Fahrradreifen nicht per Hand aufpumpen möchte, kann zum Beispiel zu elektrischen Luftpumpen greifen. Die sind klein, handlich und messen zusätzlich den Reifendruck. Neben Fahrradreifen pumpen sie auch Autoreifen, Bälle, Luftballons, Luftmatratzen und vieles mehr auf. Praktisch sind sie auch für Rollstuhlfahrer, die mit ihnen sitzend einen platten Reifen auffüllen können. Wir haben uns verschiedene Modelle von 40 bis 70 Euro besorgt und vergleichen sie miteinander. Die meisten kommen mit integriertem Akku, eine muss für ihre Nutzung am Zigarettenanzünder des Autos hängen.

Die folgende Tabelle vergleicht die elektrischen Luftpumpen mit integriertem Akku:

29-Zoll-Fahrradreifen aufpumpen in minMaximaldruckLärmAkkuleistungSollwert?LampeGewichtPumpkopf drehbar?Klemmhebel?Ladeport
bis 2,5 barbis 3,5 barin barin dBaaufgep. Reifenin g
Xiaomi Mijia01:3502:3010826438Micro-USB
Bosch Easypump01:5002:5010776419USB-C
AGT kompakt01:3502:426,3843✔ (hinten)330Rundhohlstecker
AGT Luftkompressor00:3500:4510+8181007Rundhohlstecker
GHB/Oasser00:5001:148,5756430Rundhohlstecker
Llivekit02:3203:406,8804389Micro-USB

Die elektrische Luftpumpe Xiaomi Mijia schaut eher wie der dicke Bruder eines alten iPods aus. Sie ist ohne Schlauch 12,5 × 7 × 4,5 Zentimeter groß und damit die kompakteste Pumpe in unserem Vergleich. Auch ist sie die mit Abstand am besten verarbeitete und hübscheste. Sie könnte sogar im Wohnzimmerregal stehen, ohne negativ aufzufallen.

Auf der Vorderseite im oberen Bereich sitzt ein einwandfrei ablesbares, in seiner Diagonalen 5 Zentimeter großes OLED-Display. Direkt darunter befinden sich fünf Taster in der Optik des Apple iPod Click Wheels. Die linke und rechte Seite ist für die Luftansaugung perforiert, auf der unteren Seite sitzt unter einem Gummischutz ein Micro-USB-Port zum Laden. Der nicht abnehmbare, 18 Zentimeter lange Schlauch steckt mit beiden Enden auf der Oberseite und wirkt dadurch wie ein Henkel. Zieht man ein Ende heraus, schaltet sich die Xiaomi Mijia an.

Die Luftpumpe kennt die vier Profile Fahrrad, Mofa, Auto und Ball. Hier kann der Nutzer jeweils einen Sollwert für den Druck in Bar oder der amerikanischen Einheit psi (pounds per sqare inch) wählen. Nur merkt sich die elektrische Luftpumpe den Wert nicht, er muss bei jeder Nutzung neu eingestellt werden. Dadurch ergibt es wenig Sinn, dass es diese Profile überhaupt gibt.

Zusätzlich zu Tasche und Ladekabel legt Xiaomi seiner Pumpe Adapter für Sclaverandventile, auch französische Ventile genannt, und eine Ballnadel bei. Schraderventile, beziehungsweise Autoventile, kann die Pumpe von Haus aus. Der Pumpkopf am Schlauchende ist frei gelagert. So kann man ihn auf ein Ventil drehen, ohne das ganze Gerät mitzwirbeln zu müssen. Die Luftpumpe besitzt, wie alle akkubetriebenen Modelle hier im Test, eine kleine LED-Beleuchtung für den Einsatz in der Nacht.

Die Pumpe klingt wie ein alter Zweitakter und ist wie alle Pumpen in unserem Test recht laut. Wir messen bei 15 Zentimeter Entfernung 82 dBA. Für das Aufpumpen eines 29-Zoll-Fahrradreifens am Trekking-Rad von komplett leer bis 2,5 bar benötigt sie 1:35 Minuten, bis 3,5 bar 2:30 Minuten. Ihr maximaler Druck beträgt 10,3 bar, danach schaltet sie sich aus. Das ist ein sehr guter Wert und mehr als genug für die meisten Anwendungsfälle. So benötigen die Reifen von Touren- und City-Rädern zwischen 2,5 und 4,5 bar. Für Rennradreifen sind zwischen 5 und 10 bar nötig. Autoreifen geben sich meist mit etwa 2,5 bar zufrieden. Der für das Fahrzeug empfohlene Wert steht üblicherweise im Rahmen der Fahrertür und in den Dokumenten.

Im Test schaffte es der 2000-mAh-Akku einen Fahrradreifen sechsmal auf 3,5 bar zu pumpen. Danach muss die Xiaomi Mijia Pumpe für etwa 90 Minuten ans Netz. Während des Aufladens kann man sie nicht nutzen.

Die Xiaomi Luftpumpe wurde uns von Geekmaxi zur Verfügung gestellt, ist dort aber nicht mehr verfügbar. Alternativ bietet sie Banggood (Kauflink) mit dem Gutscheincode BG6e4b38 für 30 Euro ohne Versandkosten an. Verschickt wird aus China. Im Preisvergleich verkaufen deutsche Händler die Luftpumpe ab 35 Euro plus Versand.

Die Bosch Easypump macht einen rundum gelungen Eindruck. Optisch passt sie mit ihrem dunklen Grün zu vielen weiteren Werkzeugen von Bosch. Ihre Form erinnert an ein Stirnthermometer mitsamt Griff und Kopfteil. Im unteren Bereich sitzt der zukunftssichere und universelle USB-C-Anschluss zum Laden des integrierten Akkus. Eine volle Ladung reicht in unserem Fall für das Aufpumpen von sechs Fahrradreifen. Danach muss die Bosch Easypump zum Wiederaufladen des 3000 mAh-Akkus für fast drei Stunden ans Netz.

Die Taster sind groß, gut erreichbar und logisch angeordnet. Mit ihnen bestimmt der Nutzer etwa den Bar-Sollwert. Ist dieser erreicht, schaltet sie sich selbstständig ab. Das kleine Display ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung ablesbar. Eine kleine LED hilft beim Aufpumpen in dunklen Umgebungen.

Im Griffteil versteckt Bosch ein kleines Fach. Darin sitzen die Adapter für Sclaverandventile, eine Ballnadel und ein Aufsatz für Luftmatratzen und Co. Schraderventile pumpt sie ohne Adapter auf. Das ist hervorragend gelöst, so hat der Nutzer stets alle wichtigen Ventile zur Hand. Der Schlauch am Kopfteil misst gut 25 Zentimeter. An dessen Ende sitzt der frei gelagerte Pumpkopf.

Die Bosch Easypump ist eine der leisesten von uns getesteten elektrischen Luftpumpen. Trotzdem messen wir bei 15 Zentimeter Abstand 77 dB. Damit ist sie unangenehm laut. Bosch empfiehlt in der Anleitung das Tragen eines Gehörschutzes. Um einen Fahrradreifen auf 2,5 Bar aufzupumpen, benötigt sie 1:50 Minuten. Für 3,5 Bar sind 2:50 Minuten nötig.

Als Zubehör legt Bosch zusätzlich zu den Ventilen eine Tasche und ein USB-C-Kabel aber kein Netzteil bei. Wer ein gutes und universell schnell ladendes Netzteil sucht, dem Empfehlen wir unseren Beitrag USB-C-Ladegeräte im großen Vergleichstest: Das Beste kostet nur 15 Euro.

Insgesamt ist die Bosch Easypump eine der besten mobilen Luftpumpen mit Akku. Gerade mit ihrer hochwertigen Verarbeitung sticht sie positiv aus der Masse an Billiganbietern hervor. Sie macht den Eindruck, nicht so schnell kaputtzugehen. Dafür ist sie mit knapp 70 Euro auch entsprechend teuer.

Die AGT kompakte Fahrradpumpe von Pearl ist mit einem Durchmesser von 3,3 Zentimetern die schmalste im Test, dafür ist sie mit 23 Zentimetern recht lang. Hier kommen nochmal gut 5 Zentimeter für das anschraubbare digitale Manometer hinzu. Sein 2,2-Zentimeter-LC-Display ist hintergrundbeleuchtet, doch aus spitzem Winkel kaum ablesbar. Der Schlauch ist 14 Zentimeter lang. Der Pumpe liegen die wichtigsten Adapter bei, auch an einen Aufsatz für Luftmatratzen wurde gedacht. Sie kommt in einer praktischen Tasche, die dank zweier Klettverschlüsse am Fahrradrahmen hält. Sie wiegt inklusive Manometer und Schlauch 330 Gramm. Damit ist sie die leichteste Pumpe im Test.

Als einzige im Vergleichstest kann man bei ihr keinen Drucksollwert bestimmen, bei dem sich die Pumpe abschaltet. Komisch: Ihre Taschenlampe ist zwar außergewöhnlich hell, nützt aber beim Pumpen in der Dunkelheit wenig. Denn sie befindet sich am hinteren Ende. Somit blendet sie den Nutzer und beleuchtet nicht das Ventil.

Beim Pumpen benötigt sie für einen Fahrradreifen bis 2,5 bar 1:35 Minuten, bis 3,5 bar 2:43 Minuten. Maximal schafft die Pumpe 6,8 bar. Wir brachten mit einer Akkuladung den Fahrradreifen dreimal von leer auf 3,5 bar. Aufgeladen wird der 1500-mAh-Akku über einen Rundhohlstecker, der USB-Adapter liegt bei.

Die Llivekit Luftpumpe misst 15,2 x 6,1 Zentimeter x 3,8 Zentimeter und wiegt 389 Gramm. Ihr LC-Display ist mit 3,5 Zentimetern recht groß. Auch sie kennt wie die Xiaomi-Pumpe Profile, merkt sich ihre Einstellungen aber auch nach dem Aus- und wieder Einschalten. Sie hat alle wichtigen Adapter und ihr Pumpkopf dreht sich zur einfacheren Befestigung am Ventil.

Beim Fahrradtest rödelt sie ähnlich laut wie die anderen Modelle und benötigt 2:32 Minuten, um auf 2,5 bar zu kommen. Nach 3:40 Minuten erreicht sie 3,5 bar. Insgesamt ist bei 6,8 bar Schluss. Nach vier aufgepumpten Fahrradreifen muss der 2000-mAh-Akku wieder ans Netz. Zum Laden steht der Micro-USB-Port bereit. Nett: Dank eines USB-Ports kann man sie auch als Powerbank (vier im Vergleichstest) nutzen.

Die Llivekit Luftpumpe ist auf Amazon nicht mehr verfügbar. Allerdings verkauft sie Aliexpress (Kauflink) inklusive Versand für gut 36 Euro; verschickt wird aus China.

Der AGT Luftkompressor (Amazon-Kauflink) ist dank seiner Maße von 25 × 15 × 7,5 Zentimetern und einem Gewicht von 1007 Gramm mit Abstand das größte Gerät unseres Tests. Allein sein wechselbarer und nachkaufbarer Akku ist etwa so groß wie die Xiaomi-Luftpumpe. Er wirkt wie ein klassischer Akkuschrauber, der jedoch anstelle des Bohrfutters einen knapp 40 Zentimeter langen Rüssel hat, an dessen Ende ein Pumpkopf mit Klemmhebel sitzt.

Ihm liegen alle wichtigen Adapter bei. Außerdem bringt er einen Adapter für den Anschluss an den Zigarettenanzünder im Auto mit. Das beleuchtete LC-Display ist klein. Seine starke Blickwinkelabhängigkeit stört in dem Fall weniger als bei der kompakten AGT Pumpe mit dem gleichen Display. Trotz seiner Größe findet er sich bezüglich seiner Geräuschentwicklung im Mittelfeld der Testkandidaten wieder.

Nach dem Bestimmen des Solldrucks startet er mit dem Betätigen des Zeigefingerabzugs, der nach dem Drücken des Feststellknopfes auch losgelassen werden kann. Um den Fahrradreifen auf 2,5 bar zu bringen, braucht er 0:35 Minuten. Nach 0:45 Minuten erreicht er 3,5 bar. Der Hersteller gibt einen maximal erreichbaren Druck von 8 bar an. Im Test schalten wir den AGT Luftkompressor bei 10 bar ab, mehr möchten wir dem Fahrradreifen nicht zumuten.

Insgesamt schafft es der Akku den Fahrradreifen achtmal auf 3,5 bar zu bringen, bevor der Akku aufgeladen werden will.

Der Luftpumpe, die in unserem Fall den Händleraufdruck GHB und Oasser trägt, begegnen wir während unserer Recherche häufig. Sie gehört zu den günstigsten, aber auch zu den beliebtesten. Sie ist oval mit einer Länge von 20 Zentimetern einer Breite von 5,2 Zentimeter und einer Tiefe von 4,2 Zentimeter. Mit Schlauch kommen nochmal 14 Zentimeter dazu. Sie hat ein Gewicht von 430 Gramm. Ihr kleinen 2-Zentimeter-LC-Display kann aus spitzem Winkel nicht mehr abgelesen werden. Es ist das gleiche wie bei den AGT-Modellen. Neben den üblichen Adaptern hat sie außerdem einen Pumpenkopf mit Klemmhebel und einen 12-V-Adapter für den Betrieb am Zigarettenzünder des Autos.

Im Aufpumptest benötigt sie für 2,5 bar 0:50 Minuten, für 3,5 bar 1:20 Minuten. Damit ist sie die schnellste der getesteten Luftpumpen mit Akku. Ihr maximal erreichter Druck liegt bei 8,5 bar. Auch das ist nach Xiaomi der beste Wert der kleinen elektrischen Luftpumpen. Nach sechs aufgepumpten Fahrradreifen muss sie über den Rundhohlstecker ans Netz, um den 500-mAh-Akku wieder aufzuladen. Achtung: Es gibt technisch und optisch vergleichbare Modelle, deren Akku jedoch mit 2000 mAh größer ist.

Die 70Mai Luftpumpe ist die einzige aus unserem Vergleichstest ohne eigenen Akku. Auch bietet sie keinen Ladeport, kann also nicht etwa über Powerbanks, sondern ausschließlich über den daran befestigten Adapter für einen Zigarettenanzünder im Auto betrieben werden. Das schränkt ihr Einsatzgebiet deutlich ein, hat aber auch Vorteile. Wer etwa dauerhaft eine elektrische Luftpumpe im Kofferraum des Autos mitführen will, braucht keine mit Akku. Dieser ist im Zweifelsfall ohnehin leer, wenn die Pumpe gebraucht wird. Auch sinken die Produktionskosten für die Luftpumpe dank des Verzichts auf einen Akku. Tatsächlich gehört sie mit einem Preis von gut 27 Euro bei Banggood (Kauflink) mit Gutscheincode BGCIP3299 zu den günstigsten elektrischen Luftpumpen am Markt.

Rein äußerlich macht sie einen sehr guten Eindruck und kann bezüglich ihres guten Designs gar mit der Xiaomi Luftpumpe mithalten. Sie misst 16 x 15 x 5 Zentimeter, besteht überwiegend aus einem matten, schwarzen Kunststoff und wiegt 800 Gramm. Der Clou: Alles für den Betrieb nötige ist im Gerät integriert. So befindet sich auf der Rückseite eine Klappe mit einem drei Meter langen Kabel, welches zum Adapter für den Zigarettenanzünder führt. In dem Fach sitzen auch drei Adapter, mit denen alle geläufigen Ventile, auch etwa für Bälle, abgedeckt sind. Der mit 60 Zentimeter großzügig bemessene Schlauch sitzt ebenfalls an der Rückseite und kann dort platzsparend in einer Aussparung verräumt werden. Dass die 70Mai Luftpumpe alles Wichtige in einem kompakten Kasten unterbringt, macht sie für Notfälle zum idealen dauerhaften Begleiter im Kofferraum.

Mit dem Anstecken an den Zigarettenzünder schaltet sich die Luftpumpe ein. Während des Betriebs ist sie ähnlich laut wie ihre akkubetriebenen Varianten. Allerdings scheint sie dank der höheren Spannung über mehr Power zu verfügen. Um einen leeren Fahrradreifen auf 2,5 bar zu bringen, braucht sie 0:30 Minuten. Ihr maximaler Druck wird mit 11 bar angegeben, 10 bar erreichen wir im Test locker.

Nicht elektrisch, dafür aber unschlagbar leicht, kompakt und im Preis günstig sind CO2-Luftpumpen. Ihr Funktionsprinzip ist denkbar einfach. Sie bestehen im Grunde aus einer CO2-Kartusche mit Gewinde, auf das ein Adapter für das Fahrradventil geschraubt wird. Darin befindet sich ein Dorn, den der Nutzer zum Befüllen des Reifens in die Versiegelung der Kartusche schraubt.

Dabei kosten sie zwischen 5 und 20 Euro. Pro Kartusche zahlt der Käufer 1 Euro bis 4 Euro. Funktionell unterscheiden sie sich nicht. Allerdings passen häufig nur Kartuschen mit Gewinde.

Für die optisch ähnlichen Patronen ohne Gewinde, die üblicherweise genutzt werden, um Schlagsahne aufzuschäumen, benötigt man spezielle CO2-Pumpen mit Griffstück. Vorteil der CO2-Luftpumpen mit Griffstück: Der Nutzer ist vor der plötzlich auftretenden Kälte an der Kartusche geschützt. Einige Hersteller von CO2-Pumpen ohne Griffstück liefern gleich einen Schaumstoff- oder Neoprenüberzug für die CO2-Patrone mit. Die CO2-Pumpen lassen sich nicht wiederbefüllen und landen nach ihrer Nutzung im Hausmüll. Auf Flügen sind sie nicht erlaubt.

Neben den oben erwähnten Modellen gibt es auch Versionen, welche die CO2-Pumpe mit einer klassischen Handpumpe kombinieren. Für diesen Kurztest haben wir uns zwei minimalistische Modelle zum Aufschrauben auf die CO2-Patrone genauer angeschaut. Das ist zum einen die hier im Preisvergleich verlinkte, mit nur gut 5 Euro besonders günstige Barbieri Mikrobo und zum anderen die aus Aluminium gefräste CO2-Inflator von Pro Bike Tool für etwa 15 Euro.

Beim Ausprobieren stellen sich beide Variante in ihrer Nutzung als eher umständlich heraus. Zunächst schraubt man die Patrone bis zum Anschlag in die den Kopf und bringt die CO2-Pumpe am Ventil an. Dabei funktionieren beide sowohl an Sclaverand- als auch an Schraderventilen. Dann dreht man die Stellschraube mit dem Dorn in die Patrone und öffnet so die Versiegelung. Nun füllt sich der Reifen eines City-Bikes innerhalb etwa fünf Sekunden auf nachgemessene fünf bar. Bei beiden kann die Patrone wieder geschlossen (aber nicht versiegelt) werden, um sie später für einen weiteren Aufpumpvorgang zu nutzen. Wir schaffen es so, einen zweiten komplett geleerten Reifen auf 2 bar zu bringen. Spaßeshalber versuchen wir auch einen Fatbike-Reifen aufzupumpen. Das klappt nicht einmal annähernd, hier bräuchte man wohl eher drei Patronen für das große benötigte Luftvolumen.

Doch die Nutzung der CO2-Pumpe ist schwierig. Hat man sie nicht korrekt am Ventil befestigt und öffnet die Versiegelung, entleert sich die Patrone innerhalb weniger Sekunden. Hier ist Vorsicht geboten. Auch sollte man beim Auffüllen keinesfalls die Patrone selbst oder andere Metall-Elemente berühren. Diese kühlen extrem ab und können so zu Verletzungen führen. Gerade beim sehr günstigen Barbieri Mikrobo ist das schwierig, schließlich kommt es nicht wie der CO2-Inflator mit einem Patronenschutz. Besonders kritisch ist, dass man im Zweifelsfall keinen zweiten Versuch bekommt. Entleert sich die Patrone versehentlich, gibt es keinen Weg zurück. Auf Touren oder Wettrennen sollte man deswegen mindestens eine Ersatzpatrone mitnehmen.

Insgesamt sind CO2-Pumpen brauchbar und gerade wegen ihres geringen Gewichts und des günstigen Preises verlockend. Jedoch sollte man mit ihnen zu Hause dringend probehalber ein paar Reifen aufpumpen, denn ihre Nutzung erfordert Übung.

Mobile elektrische Luftpumpen sind praktisch, um ohne Muskelkraft einen exakten Druck im Reifen aufzubauen, aber auch um Reifendruck zu prüfen. Dabei zeigen sich die Modelle flexibel: Egal ob Fahrrad-, Mofa, Autoreifen oder Ball – die entsprechenden Adapter liegen bei. Auch bezüglich der Akkuleistung gibt es abgesehen von der kompakten AGT Pumpe keine Ausreißer nach unten.

Große Unterschiede gibt es bei Optik, Nutzbarkeit und den Maßen. Hier liegen die Luftpumpen von Xiaomi und Bosch klar vorne. Sie sind klein und leicht, sehen edel aus, wirken hochwertig verarbeitet, haben gute Display und lassen sich kinderleicht nutzen. Noch dazu sind sie eine der wenigen elektrischen Luftpumpen eines Markenherstellers. Die meisten anderen sind für Händler bedruckte No-Name-Geräte. Die Xiaomi Mijia und die Bosch Easypump erhalten unsere Kaufempfehlung.

Wem es nicht auf die Größe der Pumpe ankommt, kann auch zum AGT Luftkompressor greifen. Er bietet sich dank hoher Leistung und 12-V-Adapter an, um ihn für den Notfall dauerhaft im Auto zu haben. Ebenfalls optimal für den Kofferraum ist die 70Mai Luftpumpe. Sie sieht toll aus und ist mit unter 30 Euro günstig. Alle Adapter, Kabel und der Schlauch finden im Gerät selber Platz. Allerdings funktioniert sie ausschließlich am Zigarettenanzünder, einen Akku hat sie nicht. Besonders klein und günstig sind CO2-Pumpen. Allerdings ist ihre Nutzung schwierig.

Um immer auf dem Stand der Dinge zu bleiben, was den richtigen Druck angeht, empfehlen wir unseren Ratgeber: Luftdruck-Messer für Motorräder & Co.

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