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Vergleichstest: Hybrid-Smartwatches – welche kaufen?

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Hybrid-Uhren kombinieren klassische Analoguhren mit smarter Technik. Wir zeigen welche Modelle es gibt und wie sich die Geräte unterscheiden.

Das Modell Q-Grant war Mitte 2017 die erste von uns getestete Hybrid-Uhr. Die großen Vorteile gegenüber einer Voll-Display-Smartwatch: eine lange Akkulaufzeit von rund sechs Monaten und ein sehr schickes, aber dezentes Äußeres. Die Uhr unterscheidet sich erst bei genauer Betrachtung von herkömmlichen Analoguhren. Zum einen besitzt die Q-Grant auf dem Zifferblatt eine zweite kleine Anzeige, zum anderen drei Bedientaster statt einer Krone. Das Rad zum Verstellen der Uhrzeit gibt es nicht, diese Aufgabe erledigt die zugehörige App.

Zu den smarten Funktionen der Fossil-Uhr gehören Schrittzähler, Schlaftracker, verschiedene Benachrichtigen, Musiksteuerung und ein Kamera-Fernauslöser für das Smartphone. Zusätzlich gibt es eine Alarmfunktion, eine Datumsanzeige und mehrere Zeitzonen. Das frei definierbare Schrittziel wird prozentual mit Hilfe der Zusatzanzeige dargestellt. Ein Herzfrequenzsensor ist nicht verbaut, weshalb sich die Fossil nur bedingt als Fitness-Tracker eignet.

Die Kommunikation mit dem Smartphone klappt problemlos und die Einstellungen anhand der App sind sehr intuitiv. Die einzigen Kritikpunkte ist die niedrige Anzahl der hinterlegbaren Kontakte und Apps sowie das Fehlen von haptischen Feedback auf Tastenbefehle. Ob der Fernauslöser fürs Smartphone ausgeführt wurde, sieht man beispielsweise nur am Telefon selbst.

Diese beiden Einschränkungen besitzt das neueren Modell Q-Machine nicht mehr. Diese vibriert beim Auslösen der Tasten. Die Anzahl der hinterlegten Kontakt-Gruppen und Apps ist auf insgesamt zwölf gestiegen. Fossil hat die Software konsequent weiterentwickelt und nachgebessert. Die Neuerungen fließen laut Hersteller auch in die Q-Grant-Reihe. Beide Modellreihen sollten auf dem selben Stand sein, was – was wir allerdings nicht überprüfen können, da unser Testgerät an den Hersteller zurückgeschickt wurde.

Die Q-Machine verfügt über die gleiche Ausstattung wie die Q-Grant, hat aber mit 12 Monaten eine doppelt so lange Batterielaufzeit. Neben der smarten Funktionen verfügt die Uhr wie der Vorgänger über einen praktischen Schnellwechselverschluss des Armbandes. Das in mehreren Farben erhältliche Gehäuse wirkt robuster und maskuliner als das der Q-Grant. Beide Modelle sind bis 5 ATM wasserdicht und überstehen Händewasche oder Duschen unbeschadet.

Das Modell Hagen von Skagen kommt ebenfalls aus dem Hause Fossil und verfügt über die gleichen technischen Eigenschaften wie die Q-Grant oder die Q-Machine. Der Hauptunterschied ist das Skagen-typisch minimalistische Design der Uhr. Das Modell Hagen ist die Hybrid-Uhr mit dem mit Abstand modernsten Erscheinungsbild in unserer Testreihe.

Wie auch bei den anderen Zeitmessern von Fossil ist eine einfache Knopfzelle als Energieträger verbaut. Der Nutzer kann diese ohne Gang zum Uhrmacher selbst wechseln.

Neben Skagen, Diesel oder Michael Kors, stammen auch die Hybrid-Uhren von Emporio Armani aus dem Hause Fossil. Der Funktionsumfang ist identisch zu den anderen Uhren des Herstellers. Lediglich das Design der App unterscheidet sich. Die Bedienung ist ebenso logisch und unkompliziert wie bei Skagen oder der Q-Serie.

Wer Wert auf hochwertiges Design und wohlklingende Markennamen legt, sollte sich die Emporio Armani Connected genauer ansehen. Das Modell hat einen hohen Tragekomfort und die Kommunikation mit dem Smartphone funktioniert zuverlässig. Die Kombination aus Smart-Technik und einem großartig designten Gehäuse mit Armani-Logo kostet allerdings rund hundert Euro mehr als mit Fossil- oder Skagen-Schriftzug.

Die Kronaby-Smartwatch ist die mit Abstand hochwertigste Uhr in unserem Vergleichstest. Kein anderes Modell wirkt dermaßen wertig, sie eignet sich deshalb auch für echte Uhrenliebhaber. Zwar sind Funktionsweise und -Umfang sehr ähnlich zu dem der Fossil-Hybrid-Reihe, allerdings handelt es sich um eine schwedische Eigenentwicklung.

Zu den Funktionen gehören: Telefon finden, Musik-Kontrolle, Kamera-Fernbedienung, Stummschaltung aktivieren, GPS-Position speichern, Position senden und IFTTT-Aktionen auslösen. Die genaue Bedienung der einzelnen Punkte wird mit Hilfe einer kurzen Animation innerhalb der App erläutert. Insgesamt können drei verschiedene Kontaktgruppen erstellt und angezeigt werden.

Die kostenlose Software für Android und iOS ist logisch und übersichtlich aufgebaut und bebildert. Im Test hat uns die App von Kronaby am besten gefallen. Ein Herzfrequenzmesser ist nicht verbaut. Dafür ist die Kronaby wasserdicht bis zu 10 ATM und kann beim Schwimmen problemlos am Handgelenk verbleiben. Die Batterie kann nicht selbst getauscht werden. Die Laufzeit liegt, laut Hersteller, allerdings auch bei satten zwei Jahren.

Nokias Health-Sparte hat mit der Steel HR ein einzigartiges Hybrid-Konzept auf den Markt gebracht. Kein anderes Modell in unserer Testreihe ist derart einfach zu bedienen und abzulesen.

Der integrierte Herzfrequenz-Sensor und das kleine OLED-Display bieten einen erheblichen Mehrwert gegenüber den Modellen von Fossil und Kronaby. Der bedingt höhere Stromverbrauch verkürzt die Batterielaufzeit der Steel auf realistisch erreichbare 20 Tage. Danach muss die Uhr für mehrere Stunden an das mitgelieferte USB-Ladegerät.

Der Funktionsumfang der Steel HR ist bis auf die Herzfrequenz-Messung nahezu identisch zu dem der Uhren von Kronaby oder Fossil. Der Vorteil des Nokia-Modells ist die komfortable Darstellung per OLED. Während bei den anderen Hybrid-Uhren Informationen per Zeigerstellung dargestellt werde, ist bei Nokia alles am bequem am Display ablesbar.

Einzig das Design der Uhr ist zumindest streitbar. Das verhältnismäßig filigran wirkende Gehäuse ist nicht jedermanns Geschmack. Ebenso, wie die gewölbte Unterseite mit dem Herzfrequenz-Sensor. Verfügbar ist die Uhr in mehreren Farbvarianten und zwei Gehäusegrößen.

Die smarten Funktionen der Hybrid-Smartwatches, wie Schrittzähler oder Benachrichtigungen, sind ein klarer Vorteil gegenüber analogen Uhren. Der Benefit gegenüber Smartwatches mit Display ist die sehr lange Batterielaufzeit und das weit unauffälligere Design. Vom Funktionsumfang sind alle Uhren aus dem Vergleichstest sehr ähnlich.

Wer bisher klassische Analoguhren trägt und ohne Blick auf das Smartphone wissen will, wer gerade anruft, der sollte sich die Modelle von Fossil, Skagen oder Emporio Armani genauer ansehen. Da sich die Uhren technisch gesehen nicht unterscheiden ist die Auswahl der Marke eine Frage des Geschmacks und Budgets.

Käufer die zusätzlich großen Wert auf beste Verarbeitung und zeitloses Design legen, sollten sich für die verhältnismäßig teure Uhr von Kronaby entscheiden. Kein anderes Modell aus dem Vergleichstest ist derart edel und hochwertig.

Wenn die Hybrid-Uhr gleichzeitig als Fitness-Tracker dienen soll, kommt nur die Steel HR von Nokia in Frage. Die zierlichste Uhr im Vergleichstest verfügt nicht nur als einziges über einen Herzfrequenz-Sensor, sie bietet dank des OLEDs auch den größten Komfort. Die Batterielaufzeit kann mit Fossil und Kronaby zwar nicht mithalten, die 20 Tage sind aber locker ausreichend und ein Killerargument gegenüber normalen Smartwatches mit Display.

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