USB-Sticks und Speicherkarten: Welche Kapazität hat das beste Preis-Leistungsverhältnis?

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USB-Sticks und Speicherkarten gibt es nicht nur mit unterschiedlich viel Speicher. Gerade Schreib-, Lesegeschwindigkeit und sonstige Spezifikationen sollten beim Kauf bedacht werden. TechStage hat sich eine Übersicht verschafft und zeigt, welche Kapazität aktuell am günstigsten ist.

USB-Sticks und Speicherkarten bieten sich aufgrund der Größe und des niedrigen Preises ideal für kleines bis mittleres Datenvolumen und mobile Nutzung an. Die Sticks eignen sich etwa zur Weitergabe von Daten, für die Archivierung oder der Weitergabe von Fotos und Videos auszulagern oder um 3D-Drucker und Laser mit Daten zu füttern.

Deutlich mehr Kapazität bieten große Netzwerkspeicher oder mobile Festplatten. Diese sind allerdings häufig besser stationär nutzbar und zudem teurer. Mehr dazu gibt es in unserer NAS-Kaufberatung oder im Ratgeber Die beste Festplatte finden.

In dieser Kaufberatung hat uns besonders das Preis-Leistungs-Verhältnis in Bezug auf die Kapazität interessiert.

Da die USB-Sticks in der Regel als Datenspeicher und nicht als Betriebssystemmedium oder als Speicher für die Kamera genutzt werden, ist Geschwindigkeit zwar kein Ausschluss-Kriterium, zu langsam sollten die Speichersticks trotzdem nicht arbeiten. Dies gilt insbesondere bei der Nutzung von größeren Datenmengen. Wir empfehlen, dass der USB-Stick mindestens den Standard USB 3.0 unterstützen sollte, da diese deutlich schneller als Sticks mit 2.0 arbeiten. USB-2.0-Sticks sind zwar für kleine Datenmengen und alte Rechner ausreichend, die Mehrkosten sind allerdings inzwischen so gering, dass man auf den aktuelleren Standard setzen sollte.

Hier ein kurzes Beispiel: Der günstigste 64 GByte-Stick mit USB 3.2 ist laut Preisvergleich ab 4,07 Euro (0,064 Euro/GByte) erhältlich. Er hat eine Lesegeschwindigkeit von maximal 100 Mbyte/s und eine Schreibgeschwindigkeit von immerhin 20 Mbyte/s. Das günstigste Modell mit dem älteren USB-2.0-Standard kostet zum Recherchezeitpunkt mit 3,58 Euro (0,056 Euro/GByte) kaum weniger. Hier liegt die Lesegeschwindigkeit allerdings bei lediglich 17 Mbyte/s und die Schreibgeschwindigkeit bei 8 Mbyte/s. Für große Datenmengen, wie etwa hochauflösende Videos, ist das deutlich zu langsam.

Für den Ratgeber haben wir die Geschwindigkeit einiger USB-Sticks anhand des Benchmarks PCmarkermittelt. Anbei eine kleine Übersicht, die gut die Leistungsunterschiede zwischen zwei langsamen USB-2.0-Sticks und zwei aktuellen Modellen mit USB-3.0 zeigt. Dass der Standard allein aber keine Garantie für maximale Lese- und Schreibrate ist, zeigen die Unterschiede, wenn man jeweils die schnelleren und die langsamen Sticks vergleicht.

Doch was bedeuten diese Werte in der Praxis? Wir haben einen 1,15 GByte große Videodatei von unserem Benchmark-PC auf verschiedene Sticks kopiert und die Zeit gestoppt. In der Praxis braucht der schnellste Stick nur knapp 23 Sekunden. Der langsamste Stick, ein USB-2.0-Modell, benötigt dafür fast fünf Minuten. Bei großen Datenmengen ist die Geschwindigkeit also nicht zu unterschätzen, weshalb wir auf jeden Fall den Griff zum USB-3.0-Stick empfehlen.

Anbei eine Auflistung von besonders schnellen Sticks mit einer Leserate von mindestens 400 MByte/s und einer Schreibrate von 350 MByte/s aufwärts.

USB-Sticks gibt es mit Kapazitäten zwischen 2 GByte und einem TByte Speicher. Wie viel man tatsächlich benötigt, hängt dabei ganz vom gewünschten Einsatzzweck ab. Wer den Stick nur verwendet, um mal eben Daten vom Rechner auf den 3D-Drucker (Themenwelt) oder Laser (Themenwelt) zu übertragen, der kommt theoretisch auch mit wenig Platz aus. Wer allerdings die gesammelten Familienvideos auf USB-Stick sichern möchte, der braucht deutlich mehr Kapazität.

Hier stellt sich die Frage, welche Speichergröße ist denn am günstigsten? Klar, wenig Speicher kostet weniger, aber wie sieht es mit den Preisen pro GByte Speicher aus? Hierzu haben wir uns die günstigsten USB-3.0-Sticks der verschiedenen Kapazitätsklassen ab 8 GByte angesehen. Anbei eine kurze Übersicht mit Preisen aus dem Preisvergleich vom 05. September 2022. Die Versandkosten wurden hierbei nicht berücksichtigt.

Kapazität Preis Preis je GByte
8 GByte 3,00 € 0,375 Euro/GByte
16 GByte 3,69 € 0,231 Euro/GByte
32 GByte 2,99 € 0,093 Euro/GByte
64 GByte 4,07 € 0,064 Euro/GByte
128 GByte 8,79 € 0,069 Euro/GByte
256 GByte 17,99 € 0,070 Euro/GByte
515 GByte 28,39 € 0,055 Euro/GByte
1 TByte 76,21 € 0,076 Euro/GByte

Die niedrigsten Kosten pro GByte Speicher bieten aktuell die Sticks mit 512 GByte. Hier kostet ein GByte 5,5 Cent – im Januar waren es noch exakt 6 Cent. Mit 6,4 Cent je GByte sind die 64-GByte-Sticks am zweitgünstigsten. Am teuersten sind Modelle mit geringer Kapazität. Beim 8-GByte-Modell kostet jedes GByte mit knapp 38 Cent gut sechs Mal mehr als beim 512-GByte-Stick. In den beliebtesten Kapazitätsgrößen von 128 GByte und 256 GByte gibt es das GByte aktuell für 7 Cent.

Je nach persönlichem Anspruch und Budget empfehlen wir deshalb eine Speichergröße von 64 bis 512 GByte. Anbei die günstigsten Sticks nach Kapazität geordnet.

Auch beim Design und der Bauform gibt es enorme Unterschiede. Wir wollen uns allerdings nicht mit bunten oder möglichst abgefahrenen Designs auseinandersetzen, sondern lediglich die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfassen.

So halten wir es grundsätzlich für sinnvoll, wenn der USB-Stecker gegen Staub, Fussel und Dreck geschützt ist. Am häufigsten kommen hier einfache Schutzkappen zum Aufstecken zum Einsatz. Diese gehen allerdings sehr gerne und schnell verloren. Geschickter wären deshalb Varianten mit integriertem Schutz. Beim Verbatim USB-Stick lässt sich etwa der Stecker im Gehäuse versenken. Das schützt zwar vor mechanischen Beanspruchungen, Dreck und Fussel gelangen trotzdem noch in den Port. Besser gefällt uns hier die Möglichkeit den USB-Anschluss durch einen Schwenk- oder Klappmechanismus zu schützen. Dies ist etwa bei unserem Noname-USB-Stick mit Holzgehäuse oder dem handlichen Speicher von Meco der Fall. Das zweite Modell verfügt allerdings über einen USB-C- und einen USB-A-Stecker und kann immer nur einen davon vor Dreck schützen.

Wer den mobilen Speicher an Schlüsselbund oder in der Hosentasche transportieren will, sollte einen möglichst kompakten USB-Stick kaufen. Die kleinsten erhältlichen Modelle sind kaum größer als der eigentliche USB-A-Stecker, Standardmodelle sind etwa dreimal so groß. Selbst wer den Stick im Rucksack oder der Notebooktasche transportiert und somit eigentlich genügend Platz zur Verfügung hat, sollte auf die Abmessungen des mobilen Speichers achten. Grund hierfür ist der oftmals knapp bemessene seitlich Abstand zwischen den USB-Anschlüssen an PC oder TV.

Die meisten Sticks sind nach wie vor mit dem seit 1996 bekannten USB-A-Stecker ausgestattet. Für die Verwendung an Desktop-PCs oder TVs ist das in der Regel ausreichend. Wer den Speicher allerdings an ein aktuelles Notebook, Smartphone oder Tablet anschließen will, bekommt bisweilen Probleme. Hier sind USB-C oder Lightning-Stecker gefragt. Eine Lösung sind geeignete Adapter oder Hubs, welche allerdings zusätzliche Kosten verursachen, Platz kosten und zudem das Tempo drosseln können.

Bequemer sind deshalb USB-Sticks mit USB-C oder Lightning-Port, oder besser noch, ein Speicher mit mehreren Anschlüssen an Bord. Diese sind in der Regel kaum größer und außerdem nur minimal teurer.

Wer nicht nur eben ein paar Urlaubsschnappschüsse oder Videos, sondern sensible Daten auf dem mobilen Speicher sichern will, sollte über eine Verschlüsselung nachdenken. Geeignete Sticks gibt es in verschiedenen Varianten. Von der Onboard-Software, über Sticks mit Fingerabdruck-Scanner oder Keypad sind zahlreiche verhältnismäßig sichere Modelle verfügbar.

Die zusätzliche Sicherheit lassen sich die Hersteller allerdings anständig bezahlen. Wie sicher diese Speicher-Sticks tatsächlich sind, haben wir bisher allerdings nicht getestet.

USB-Sticks halten viel aus, sind aber nicht unverwüstlich. Für die Verwendung unter besonders harten Bedingungen gibt es deshalb besonders widerstandsfähige Modelle, welche nach einer Militärnorm oder dem IPX-Standard zertifiziert sind. In der Regel sind diese Sticks teurer, bieten gleichzeitig aber auch eine längere Garantie.

Sollen Daten auf USB-Speicher nicht nur temporär, sondern dauerhaft gesichert werden, lohnt sich ein Blick auf die Unterschiede in puncto Garantiedauer. Zahlreiche Hersteller bieten USB-Sticks mit einer Garantie von zehn Jahren und mehr an. Diese Modelle sind zwar teurer, doch wer eine möglichst hohe Lebensdauer erwartet, sollte dieses Kriterium nicht außer Acht lassen.

Bei Speicherkarten sind die Preise je GByte auf einem ähnlichen Niveau wie bei den USB-Sticks. Die Anwendungsbereiche für SD-Karten verschiedener Baugröße sind vielfältig. Kamen die flachen Speichermedien früher hauptsächlich in Kamera, Smartphone und MP3-Player zum Einsatz, sind sie heute ein weit verbreitetes Speichermedium. Sie dienen als Speicher für 3D-Drucker, Laser, Kleinst-Computer wie den Raspberry Pi, dienen als Speichermedium in Überwachungskamera, Smart-Home-Zentralen, Retro-Konsole oder mobilem Lautsprecher. In Kombination mit einem kompakten Card-Reader dienen sie häufig auch, alternativ zum klassischen USB-Stick, als Datenspeicher für Dokumente, Anleitungen und Software.

Zwar gibt es einige wenige Speicherkarten mit Sonderfunktion, wie integriertem WLAN, für die Masse der Anwendungen sind solche exotischen Modelle aber uninteressant. Abgesehen von den verbreiteten Bauformen SD und microSD unterscheiden sich die Karten äußerlich nur bei der Farbe.

Umso wichtiger ist es hier, auf die technischen Spezifikationen in Bezug auf Lese- und Schreibgeschwindigkeit zu achten. Zwar ist diese bei kleinen Datenmengen nicht zeitkritisch, zu langsam, sollten die Karten aber nicht sein. Als Filter setzen wir hier auf eine Mindestklassifizierung von Class 10. Für die Aufzeichnung von 4K-Videos mit hoher Bildrate ist das allerdings zu wenig. Hier kommt es primär auf Geschwindigkeit und weniger auf einen günstigen Preis an. Mehr zum Thema im Ratgeber Speicherkarten: Die richtige Karte für Handy, Kamera oder Drohne finden.

Das zweite Kriterium ist die Kapazität. Sollen auf der Karte lediglich Dokumente oder Daten für Drucker oder Laser transportiert werden, tun es auch kleine Speicher. Für etwa die Aufzeichnung von Videos sollte schon deutlich mehr Platz verfügbar sein. Es kann schließlich nie zu viel Speicherplatz sein – oder? Doch! Ältere Geräte, wie Actioncams, akzeptieren nämlich häufig maximal 64 oder 128 GByte – größere Karten werden dann schlicht ignoriert.

Kommen wir nun zum Preis-Leistungs-Verhältnis. Dazu jetzt die günstigsten SD-Karten mit der Mindestanforderung Class 10.

Hier fällt auf, dass die Karten mit 64 GByte günstiger sind als vergleichbare SD-Karten mit 32 GByte – diese Größe bietet mit einem Preis von rund sechseinhalb Cent je GByte das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. 128 und 256 GByte kosten zwischen acht und achteinhalb Cent je GByte. Besonders kleine und große Kapazitäten sind mit zehn bis 13 Cent je GByte am teuersten.

Bei den günstigsten microSD-Karten mit Class 10 und A1 sind ebenfalls die 64 GByte günstigsten. Hier fallen etwa fünf Cent je GByte an. 128 und 256 GByte gibt es ab neun bis zehn Cent je GByte. Die Karten mit extra großer Kapazität ab 400 GByte kosten rund neun Cent je GByte. Am teuersten sind hier die kleinen 32-GByte-Karten mit einem GByte-Preis von mindestens 35 Cent.

Wir würden aktuell Karten mit 64 oder 128 GByte empfehlen. Hier stimmt der Preis pro GByte und die Speichermodule funktionieren auch noch in älteren Geräten.

USB-Sticks und Speicherkarten sind bequeme und kompakte Lösungen, um Daten mobil zu transportieren. Sie eignen sich dank universeller Anschlüsse als Backuplösung, zum Auslagern von Daten aus Smartphone oder Tablet oder gar als Betriebssystem-Speicher für Ein-Platinen-Computer. Wer größere Datenmengen mit mehreren GByte ablegen will, sollte unbedingt auf eine möglichst hohe Schreib- und Lesegeschwindigkeit achten. Grundsätzlich empfehlen wir den Kauf eines Sticks mit USB-3.0 respektive einer Karte mit mindestens Klasse 10. Für Videoaufnahmen gelten allerdings besondere Anforderungen.

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten derzeit Sticks und Karten mit 64 bis 256 GByte Speicher. Die schnellen, kompakten Speichermedien gibt es zwischen 3 und 22 Euro.

Alternativ zum klassischen USB-Stick bieten sich SSD-Datenspeicher als Backuplösung an. Mehr dazu im Artikel Günstige portable SSD-Datenspeicher für unterwegs: Kaufen oder selber bauen. Muss der Speicher nicht mobil sein, empfiehlt sich die Nutzung eines NAS. Mehr dazu in unserer NAS-Kaufberatung: So findet man den perfekten Netzwerkspeicher. Soll die Speicherarte für hochauflösende Videoaufnahmen genutzt werden, empfehlen wir die Kaufberatung: Speicherkarten für 4K-Kameras und Drohnen.

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