USB-Ladegeräte mit mehreren Anschlüssen – So lädt man Notebook, Macbook, Kopfhörer, Smartphone & Co. gleichzeitig

USB Netzteile mehrere Anschlüsse

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Warum nur ein USB-Gerät laden, wenn man mit den richtigen Netzteilen zwei, vier oder gar sechs Endgeräte gleichzeitig mit Strom versorgen kann? Wir zeigen, was Ladegeräte mit mehreren USB-C-/USB-A-Anschlüssen können und worauf man beim Kauf achten muss.

Egal, ob Handy, Kopfhörer, neues Macbook, Amazon Echo oder E-Zigarette – immer mehr Geräte bekommen ihren Strom aus Netzteilen mit USB-Anschluss. Statt also überall in der Wohnung die Steckdosen zu besetzen, kann man gleich ein Netzteil mit mehreren USB-C- und USB-A-Anschlüssen verwenden. Die sind nicht nur deutlich kleiner als viele der mitgelieferten Netzteile (falls diese überhaupt noch beiliegen), sie schaffen inzwischen 65 Watt bis 100 Watt und können teilweise mehrere stromhungrige Geräte versorgen.

Wir zeigen, worauf man beim Kauf achten sollte, wann man zu Geräten mit USB-C-Port samt GaN-Technik greifen sollte und wann man einfach viele USB-A-Ports reichen. Neben den dedizierten Netzteilen werfen wir zudem einen Blick auf Unterputzdosen und Mehrfachsteckdosen mit integrierten USB-Ports.

GaN steht zunächst für Galliumnitrid. Dabei handelt es sich um einen Halbleiter, der gegenüber dem klassischen Silizium Vorteile wie einen höheren Wirkungsgrad und niedrigere Temperaturen unter Belastung besitzt. Das sind mit die Gründe, warum man überhaupt kleine USB-Netzteile mit Leistungen von 65 oder 100 Watt verwenden kann, ohne dass die Geräte aktiv gekühlt werden müssten.

Nachdem der Halbleiter lange Zeit vorwiegend in LEDs eingesetzt wird, sieht man die Bezeichnung immer häufiger in Netzteilen. Gerade wenn die Ladeleistung zwischen 65 Watt und 100 Watt liegt – etwa, um ein neueres Macbook schnell zu laden – sollte man zu einem USB-Netzteil mit GaN-Technik greifen.

Das wichtigste Kriterium ist die Gesamtleistung. Wer ein neues Macbook Pro oder ein High-End-Thinkpad per USB-C laden möchte, der benötigt eine vernünftige Leistung. Kurz gesagt: Je mehr Leistung das Notebook liefert, desto mehr Watt muss das Netzteil bieten. Ein aktuelles Macbook Pro mit M1 Chip und 8 Kernen kommt mit einem 67 Watt Netzteil, die Variante mit 10-Core-CPU bringt ein 96 Watt Netzteil mit. Ein Thinkpad X1 Carbon der neunten Generation benötigt ebenfalls 65 Watt. Wer noch mehr Power hat, etwa in einer mobilen Workstation wie dem Dell Mobile Precision 3560, der kommt schnell an die Grenzen – Dell legt diesem Rechner ein 130-Watt-USB-C-Netzteil bei.

Die meisten „normalen“ Notebooks mit USB-C sollten mit einem 65-Watt-Gerät gut versorgt sein. Es lohnt sich aber, einen kurzen Blick in die technischen Daten zu werfen. Denn die USB-Adapter mit mehreren Anschlüssen können nicht jede Buchse mit der vollen Leistung ansteuern. Das Ugreen GaN X100 ist ein gutes Beispiel. Es verspricht 100 Watt, besitzt drei USB-C- und eine USB-A-Buchse. Man kann problemlos vier Geräte gleichzeitig anschließen, dann aber teilt sich die Ladeleistung auf alle Ports auf. Wer etwa nur ein Notebook an USB-C1 oder USB-C2 steckt, der kann auf die vollen 100 W zugreifen. Sind zwei Ports belegt, sind immer noch bis zu 65 Watt auf USB-C1 möglich, die anderen Anschlüsse liefern dann aber zwischen 30W und 22,5W. Sind alle vier Ports belegt, kommt aus USB-C1 maximal 45 Watt, USB-C2 liefert 30 Watt, USB-C3 sowie USB-A schaffen dann maximal 5 Volt mit 2,1 Ampere. Das Bild erklärt die Belegung anschaulich

Alle anderen USB-Ladegeräte mit mehreren Ports arbeiten analog. Meist gibt es ein oder zwei USB-C-Anschlüsse, die die volle Ladung bringen. Beim Anker Powerport III mit zwei USB-C-Ports und 65 Watt ist dieser klar mit einem Notebook-Symbol gekennzeichnet. Der zweite Anschluss ist eher für Smartphones, Kopfhörer, Ladebuchsen oder sonstige USB-C-Geräte gedacht, die mit deutlich weniger Ladestrom auskommen.

Wir haben die beiden Netzteile mit unserem Thinkpad T570 ausprobiert. Das Notebook ist notorisch zickig, wenn es um Strom per USB-C geht. Denn wo etwa ein Macbook einfach langsamer lädt, wenn die Wattzahl nicht passt, verweigert unser Thinkpad schlicht den Dienst und moniert einen zu niedrigen Ladestrom. Die gute Nachricht: Weder beim Ugreen-Netzteil mit 100 Watt noch beim Anker Powerport III mit 65 Watt gab es Probleme, beide luden das Thinkpad auf.

USB-C ist zwar ein Standard, allerdings nur für die Form des Steckers. Sieht man genauer hin, tummeln sich dort Namen wie Thunderbolt 3, Superspeed USB, USB 3.1 Gen 2 oder sogar USB 2.0. Denn ja, USB-C-Stecker gibt es für USB 2, USB 3 und das kommende USB 4.

Für das Laden sind diese Einschränkungen zum Glück weniger interessant. Denn jedes USB-C-Kabel lädt das Endgerät. Für ein schnelles Laden sollte das USB-C-Kabel allerdings Power Delivery (USB PD) unterstützen. Mit dieser Technik handeln Ladegerät und Verbraucher aus, wie viel Leistung maximal fließen kann. Können beide Geräte keine höhere Ladespannung aushandeln, fällt das Ladegerät auf sichere Ladeströme zurück und liefert zwischen 2,5 Watt und 7,5 Watt.

Wer ein reines USB-C-Kabel kaufen und auch bei der schnellen Datenübertragung auf Nummer sicher gehen möchte, dem empfehlen wir ein Kabel mit Thunderbolt 3. Wenn es lediglich ums Laden geht, dann reicht auch ein günstigeres Kabel. Mehr dazu in USB-C, Thunderbolt 4 oder USB 4: Das muss man bei Kauf eines USB-C-Kabel wissen.

USB-C ist zwar der aktuelle Standard bei vielen Endgeräten, tatsächlich kommen die meisten Produkte aber mit dem Ladestrom einer USB-A-Buchse locker aus. Gerade Geräte, denen ein USB-A auf USB-C-Kabel im Lieferumfang beiliegt, dann reicht wahrscheinlich eine USB-A-Buchse locker. Konkrete Beispiele sind neben Smartphones oder Bluetooth-Kopfhörern auch Smart-Home-Geräte wie ein Echo Dot 4 (Testbericht) oder Überwachungskameras wie die Aqara G3 (Testbericht) oder Google Nest (Testbericht).

Was macht man also, wenn man möglichst viele USB-Geräte mit niedrigem Strombedarf anschließen möchte? Man nimmt ein Netzteil wie das Blitzwolf BW-S15 60W, das zum Zeitpunkt des Artikels knapp 23 Euro kostet. Es liefert sechs USB-A-Buchsen, zwei davon mit Qualcomm Quickcharge 3.0. Insgesamt liefert es 60 Watt und wir konnten im Test damit fünf Geräte wie Webcams oder Smart-Displays mit USB-Stecker betreiben. Es spricht zudem nichts dagegen, billige USB-C-auf-USB-A- oder USB-A-auf-Apple-Lightning-Kabel anzuschließen. Die meisten Verbraucher mit Akku dürften darüber problemlos laden, einzig für Notebooks ist die Leistung zu schwach.

Wäre es nicht praktisch, wenn klassische Unterputzdosen oder Mehrfachstecker gleich mit USB-Ports kommen würden? Die gute Nachricht: Solche Produkte gibt es, sogar zu ziemlich guten Preisen. Eine Unterputz-Dose mit zwei USB-A-Buchsen bekommt man ab etwa 10 Euro. Alternativ gibt es Steckdosen mit USB-C-Ports, sie kosten ab etwa 14 Euro.

Günstiger sind Steckdosenleisten mit USB-Ports. Solche mit USB-A kosten ab etwa 7 Euro. Wer mag, kann solche Steckdosenleisten mit WLAN kaufen, um damit Ports und Dosen kabellos schalten zu können. Solche Steckdosenleisten kosten etwa 25 Euro.

Mehr Informationen dazu und welche Einschränkungen es gibt, zeigen wir im Artikel Darum sollten Mehrfachsteckdosen und Unterputz-Steckdosen immer USB-Ports haben.

Strom über USB ist fantastisch. Wer früher verzweifelt nach speziellen Netzteilen suchen musste, deren Rundstecker hoffentlich den richtigen Adapter dabeihatten, weiß, wie nervig das sein kann. Da ist ein USB-C-Netzteil mit einem Kabel einfach fantastisch. Das gilt vorwiegend dann, wenn man unterwegs ist. Statt mehrerer Netzteile einzupacken, reicht eins der hier vorgestellten Geräte, vielleicht noch mit ein paar alternativen USB-Kabeln.

Mit den GaN-Netzteilen ist zudem genügend Leistung möglich, um gleich mehrere Geräte zu betreiben oder zu laden. Das ist hauptsächlich für Laptops spannend, oder wenn gleichzeitig Strom für Smartphone, Tablet und Computer geliefert werden soll. In unserem Test konnten wir zwei Notebooks und ein Smartphone problemlos gleichzeitig laden.

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