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Kaufberatung: Das wichtigste USB-C-Zubehör für's Macbook

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Apple ist gnadenlos. Macbooks haben nur noch USB Type C; es gibt weder Kartenleser, Netzwerk, HDMI noch einen simplen USB-Type-A-Port. Wir stellen Must-Have-Zubehör vor.

USB-C ist ein praktischer und sinnvoller Standard zum Anschluss von allem, was man am Notebook braucht. Dennoch ist der komplette Verzicht auf alle anderen Schnittstellen gewöhnungsbedürftig. Nicht nur auf das „alte“ USB-A muss man verzichten, auch Kartenleser, Netzwerk, Monitor-Ausgang & Co. sind nicht mehr integriert, seit Apple im Jahr 2015 das 12 Zoll große Macbook überarbeitet hat.

Wie krass dieser Schritt ist, fällt einem spätestens nach dem Kauf eines solchen Modells im Alltag auf, wenn der erste Arbeitskollege mit einem USB-Stick oder einer SD-Karte um die Ecke kommt: Nichts passt ohne Adapter.

USB-C-Docks lösen eine ganze Reihe von Anschlussproblemen und sind ideal fürs Büro. Sie liegen preislich zwischen 200 und 400 Euro. Die Kästen sind per USB-C mit dem Macbook verbunden und bieten Buchsen für Grafik (HDMI und/oder Displayport), Netzwerk, Audio und USB. Standard-Peripherie wie Bildschirm, Tastatur und Maus kann dauerhaft verbunden bleiben. Die größeren Modelle verfügen über eine eigene Stromversorgung, die genügend Leistung liefert, um das Macbook zu betreiben und aufzuladen. Neuerdings finden sich auch Modelle mit integriertem SSD-Speicher. Diese Variante vereint das klassische USB-Dock mit einer externen Festplatte. Die Linedock Stations sind mit Preisen jenseits der 300-Euro-Marke allerdings sehr hochpreisig.

Die USB-C-Docks lohnen sich vor allem an einem stationären Arbeitsplatz mit mehreren Komponenten. Dann kann man die Kabel sauber verlegen und muss nur noch das USB-C-Kabel zum Macbook führen. Docks wie das Belkin USB-C 3.1 Express Dock HD (Testbericht) oder das Elgato Thunderbolt 3 Pro Dock im Test: 5K per USB-C (Testbericht) ermöglichen so den Anschluss von mehreren 4K- oder einem 5K-Monitor an älteren Macbooks. Wer einen 8K-Monitor anschließen will, sollte nach Docks mit Thunderbolt 4 schauen. Preislich sind sie auf einem Level mit Thunderbolt-3-Docks; liegen also zwischen 200 und 350 Euro. Weitere Geräte, auch in kleineren Formaten, zeigen wir im Artikel „Sechs USB-C Dockingstationen im Vergleich “.

Achtung: Neue Mac-Modelle mit M1-Chip verbinden sich nur mit einem externen Bildschirm, wie Apple auf seiner Support-Seite erklärt.

Zudem übertragen nicht alle Docks und Adapter 4K mit 60 Hz. Wer einen UHD-Monitor sein Eigen nennt, muss vor dem Kauf unbedingt auf die entsprechende Angabe achten – ansonsten wird das Bild in voller Auflösung nur mit 30 Hz aktualisiert. Beim Arbeiten oder bei einer Powerpoint-Präsentation fällt das nicht weiter auf; bei Videoschnitt oder Computerspielen ist das aber sehr nervig.

Gegenüber Docks haben All-in-One-Adapter mehrere Vorteile: Sie sind portabler und deutlich billiger. Die Geräte haben allerdings keine Stromversorgung für das Macbook integriert, entsprechend braucht man das externe Netzteil. Wer aus Kostengründen lieber einen solchen Adapter statt eines Docks einsetzen möchte, sollte auf einen integrierten USB-C-Port achten, an dem man das MacBook-Netzteil anschließen kann – dann reicht auch hier die Verbindung eines einzelnen Kabels.

Diverse Hersteller haben All-In-One-Adapter zu Preisen von etwa 60 bis knapp 100 Euro im Angebot. Sie verbinden sich über einen oder zwei USB-C-Stecker mit dem Macbook und multiplizieren die Anschlüsse. Mit Glück gibt es entsprechende Produkte auch schon für 30 bis 40 Euro, allerdings hat bei uns das günstigste Modell nach einem knappen Jahr den Geist aufgegeben. Diagnose: Kabelbruch zwischen Gehäuse und USB-C-Port. Daher würden wir zu hochwertigeren Produkten raten und um die Billigheimer einen Bogen machen. Außnahme bildet Anker. Persönlich haben wir gute Erfahrungen mit den Produkten des Herstellers gemacht – Kostenpunkt etwa 30 Euro. Das Anker Powerexpand+ 7-in-1 hält bei uns mittlerweile seit zwei Jahren ohne Mängel. Es bietet zwei USB-A-3.0-Anschlüsse, zwei USB-C-3.0-Anschlüsse, einen HDMI-Eingang mit maximal 30 Hz, einen SD-Kartenleser und einen Micro-SD-Kartenleser. Letzteren benutzen wir auch für unsere Tests in der Themenwelt Speicherkarten, da er mit UHS-I-Standard Daten mit bis zu 104 MByte/s überträgt.

Weitere Adapter mit ähnlichen Spezifikationen starten in der preislichen „Oberklasse“, also etwa ab 60 Euro. Hier gibt es HDMI mit 60 Hz als Anschluss für Monitor und Beamer, zwei bis drei USB-A-Ports, SD- und/oder Micro-SD-Kartenleser, USB-C zum Anschluss des Macbook-Netzteils sowie in manchen Fällen auch noch Gigabit-Ethernet (Netzwerk) und eine Klinkenbuchse für Mikrofon, Lautsprecher und Kopfhörer. Letzteres ist vor allem für die 12-Zoll-Macbooks interessant; die Pro-Modelle haben zusätzlich zu USB-C ohnehin einen Klinkenanschluss.

Für einen einfachen Adapter sind 60 Euro und mehr viel Geld. Wir haben drei verschiedene Modelle ausprobiert. Zu unserer Überraschung entsprechen Design, Verarbeitung und Haptik dem Preis: Alle sind aus Alu gefertigt, weder billig gemacht noch schlecht verarbeitet. Wer Kritik sucht, kann sich über die teilweise minimal schief eingebauten Kartenleser beschweren.

Auffällig ist maximal noch die Wärmeentwicklung: Während das Dock, das sich über zwei USB-C-Ports direkt seitlich mit dem Notebook verbindet, gerade mal handwarm wird, heizen sich die beiden externen All-in-Ones mit Kabelverbindung zum Macbook spürbar auf. Vor allem dann, wenn die Stromversorgung des Notebooks ebenfalls über den Adapter läuft. In der Praxis würden wir aber jede Ausführung wieder kaufen. Welche man nimmt, hängt vom konkreten Angebot ab, denn die Preise schwanken. Außerdem ist noch wichtig, ob die Klinkenbuchse nötig ist oder nicht.

Neben den teuren und überraschend hochwertigen Modellen oben gibt es noch diverse kleinere und deutlich günstigere Lösungen. Einfache USB-C- auf USB-A-Adapter bekommt man im Doppelpack für ein paar Euro, die sollte man immer dabei haben. Achtung, nicht alle unterstützen USB 3.0 – für den Anschluss von Tastatur, Maus und Handy zum Laden ist das egal, wer eine externe Festplatte verbindet, sollte darauf aber achten.

Diverse andere Helferlein im Bereich von 10 bis 20 Euro verknüpfen zumindest mehrere praktische Dinge miteinander. Einige haben wir ausprobiert: Die Verarbeitungsqualität ist kein Vergleich zu den Alu-Modellen oben, aber die Funktionalität war in allen Fällen ohne Einschränkungen gegeben. Ach ja: Wer ohnehin neue Peripherie für sein Notebook sucht, kann in vielen Fällen direkt auf kabellose Modelle wie Bluetooth-Tastaturen und -Mäuse zurückgreifen, um Kabel und Adapter zu sparen.

Weitere USB-Sticks mit Anschlüssen für USB A, USB C und Micro USB zeigen wir an anderer Stelle.

Hybride USB-Sticks, also Modelle mit mehreren Anschlüssen, sind in der Regel kaum teurer als "klassische" Produkte, die nur USB A bieten. Wer beispielsweise einen USB-Stick mit Type-C-Stecker sucht, wird schon ab 10 Euro mit 64 GByte Speicher fündig.

Wer zudem ein iPad oder iPhone nutzt, kann zu einem dualen USB-Stick mit einem Anschluss für Lightning und USB-A oder USB-C greifen. Das bietet sich an für das Kopieren von Videos oder Fotos zwischen iPhone/iPad und einem Mac. Duale Sticks für Lightning und USB-A sind deutlich teurer als die Pendants für USB-A und USB-C. So kostet ein Stick mit 128 GByte rund 45 Euro. Die Auswahl bei Datenträgern für USB-A und Lightning ist recht groß, bei dualen Sticks für USB-C und Lightning sieht es eher mau aus. Ein Stick mit Anschluss für Lightning und USB-C mit 128 GByte kostet gut 60 Euro.

Es gibt spezielle Ladekabel, die direkt vom USB-C-Port des Macbooks auf USB-C von Android-Smartphones oder den Lightning-Anschluss beim iPhone gehen. Sie bieten sich vor allem zum Laden des Smartphones oder zum Übertragen von Dateien wie Videos und Fotos an. Besonders günstig sind USB-C-auf-USB-C-Kabel. Sie starten bei rund 3 Euro. Varianten mit Lightning kosten ab 10 Euro. Idealerweise sollten Lightning-Kabel durch Apple MFI-zertifiziert sein. MFI – kurz "Made for iPad/iPhone/iPod" – ist eine Zertifizierung von Apple, damit Drittanbieter ihr Zubehör als "offizielles Apple-Zubehör" verkaufen dürfen. Zertifizierte Kabel tragen einen Chip, der iPhone, iPod oder iPad sagt, dass das Zubehör gefahrlos verwendet werden kann. Vor allem billige Kabel für ein paar Cent haben keine Zertifizierung und sind uns in der Praxis auch schon angeschmort. Außerdem kann es vorkommen, dass Kabel ohne Zertifizierung nicht korrekt erkannt werden und dann mehrfach ab- und wieder angestöpselt werden müssen - bestenfalls nervt das nur. Andernfalls können sie die Zusammenarbeit mit Apple-Smartphone oder Tablet komplett verweigern.

Nachteil ist der deutlich höhere Preis durch die Zertifizierung. Außerdem unterbindet Apple durch den Chip und die Probleme bei dessen Fehlen erfolgreich, dass Billighersteller günstiges und zuverlässiges Zubehör herstellen - Apple freut das Klingeln in der Kasse, der Nutzer muss für erwartungsgemäße Funktion draufzahlen. Dennoch unser Tipp: Lieber zu MFI-zertifizierten Kabeln greifen, sie müssen ja nicht gleich teuer von Apple direkt stammen. Es gibt sie beispielsweise auch von Amazon Basics oder Anker und kosten dann immerhin nur noch gut die Hälfte vom originalen Apple-Kabel.

Zum Laden des Macbooks eignen sich günstige USB-C-Kabel von Drittanbietern zudem als Ersatzteil zum teuren Original von Apple. Hier gibt es auch keine Hürden durch Apple-Zertifizierungen. Empfehlen können wir Produkte von CableTex und Anker, die wir an anderer Stelle getestet haben. Passende Netzteile listen wir im Absatz weiter unten auf.

Für externe Festplatten oder ältere Android-Smartphones kann beispielsweise der Kauf eines USB-C- auf Micro-USB-Kabels lohnen. Passende Kabel, gibt es für wenige Euros.

Apple-Netzteile scheinen mit Gold gefüllt zu sein – zumindest nimmt der Macbook-Hersteller für das 87-Watt-Ladegerät des 15-Zoll-Macbooks mal eben 90 Euro (Straßenpreis ab circa 60 Euro), dazu kommt das zwei Meter lange Ladekabel für 25 Euro. Da liegt es nahe, eine günstige Alternative zu kaufen. Amazon listet optisch identische Nachbauten schon ab 34 Euro – inklusive Kabel, das entspricht einer Ersparnis von krassen 70 Prozent!

Allerdings zeigen unsere eigenen Erfahrungen der letzten Jahre: Wer billig kauft, kauft zweimal. Ein Netzteil-Nachbau aus China hat bei uns keine vier Wochen funktioniert, bevor er sich mit einem leisen Knall zu einem Briefbeschwerer umgewandelt hat. In anderen Fällen liefern die China-Netzteile nicht die angegebene Leistung; dann leert sich der Notebook-Akku also trotz angestecktem Ladekabel weiter. Von den billigen Nachbauten im Look des Originals würden wir also die Finger lassen. Wer dennoch zugreifen will, sollte sich die Bewertungen genau durchlesen. Einige Nachbauten scheinen mittlerweile gut zu funktionieren.

Es gibt zwar auch Marken-Netzteile mit USB-C-Anschluss, allerdings nicht in der höchsten Leistungsklasse von 87 Watt. Diese wären unter Umständen einen Versuch wert, ausprobiert haben wir sie allerdings nicht.

Im folgenden Preisvergleich listen wir daher nur die Original-Netzteile von Apple sowie einen Nachbau, um vergleichen zu können. Um es noch einmal klar zu sagen: In diesem Punkt würden wir immer zum Original greifen! Das 29-Watt-Modell ist für das Macbook (ab 2015) gedacht. Das 61-Watt-Netzteil passt zum Macbook Pro mit 13-Zoll-Display, die 87-Watt-Version für die 15-Zoll-Modelle. Natürlich funktionieren stärkere Netzteile auch immer mit kleineren Geräten, andersrum wird die Leistung aber nicht ausreichen, um das Notebook zu laden und gleichzeitig zu betreiben. Alle Apple-Ladeadapter mit USB-C sind mit passendem Lightning-Kabel auch zum Schnellladen von iPads und iPhones geeignet. Eine brauchbare, aber ebenfalls teure Alternative sind die anfangs erwähnten USB-C-Docks mit integriertem Netzteil. Weitere Details zu diesem Thema haben wir im Artikel „Günstige Alternativen zu Apples Macbook-Netzteilen“ veröffentlicht.

Die Magsafe-Anschlüsse der alten Macbooks waren mehr als praktisch. Sie waren einfach einzustecken und flogen leicht aus den Steckern, wenn man über das Kabel stolperte. Mit USB-C gibt es diesen Komfort nicht mehr. Doch hier helfen kleine Adapter, die sich zwischen das Macbook und das USB-C-Kabel stecken lassen.

Perfekt sind diese Adapter aber nicht. Vor allem bei der Übertragung von Daten gibt es aufgrund der nicht immer perfekten Verbindung häufiger mal Probleme. Wer mit so einem Adapter lediglich den Akku des Macbooks laden will, sollte aber keine Probleme haben. Bei der Ladeleistung geben die meisten Anbieter 60 bis 100 Watt an. Ob das in der Realität stimmt, konnten wir bisher noch nicht prüfen.

Von Drittanbietern gibt es darüber hinaus Adapter von Magsafe auf USB-C, die das Weiternutzen alter Apple-Netzteile ermöglichen sollen. Wir haben ein Modell ausprobiert und waren nicht zufrieden: Die Stromaufnahme eines MacBook Pros ist zu hoch, es gab immer wieder Probleme. Daher: Finger weg.

Zu jedem neuen Macbook gehören Adapter. Mit USB-C spitzt sich das Thema noch mal zu und wir müssen dabei immer an einen alten Werbespot von Lenovo denken:

Unterm Strich fahren wir beim Macbook mit günstigen USB-C- auf A-Adaptern und einer Universal-Box sehr gut. Von billigen Ladegeräten würden wir die Finger lassen – und im Zweifelsfall in den sauren Apfel beißen und das teure Original kaufen.

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