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USB-C-Docks ab 30€: Bequem Monitore & Co anschließen

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Egal, ob Macbook oder Windows-Notebook: Anschlüsse für LAN, USB 3.0 oder HDMI sind Mangelware oder fehlen komplett. Abhilfe schafft USB-C und passende Docking Stationen. Wir zeigen Geräte aller Preisklassen, für mehr Komfort im Homeoffice.

Mit dem zunehmenden Arbeiten im Homeoffice stellte sich schnell die Frage: Muss ich wirklich immer alles umstecken? Geht das nicht auch einfacher? Kein Wunder, die meisten haben im Büro ein Dock, in das sie ihr Notebook einsetzen. Zu Hause sind diese Geräte aber eher Mangelware, schließlich sind sie vergleichsweise teuer, sehen unschön aus und nehmen Platz weg. Dabei gibt es eine einfache Lösung, zumindest für alle, die einen USB-C oder Thunderbolt-3-Anschluss an ihrem Notebook haben. Universelle USB-C Docking Stationen sind meist kleiner als die klassischen Docks, lassen sich bequem hinter dem externen Monitor verbergen und beginnen preislich ab etwa 30 Euro. Zum Notebook geht dann nur ein Kabel, das Bildschirm und USB-Endgeräte mit dem PC verbindet. In diesem Artikel stellen wir universelle USB-C-Docks vor und zeigen, für welchen Einsatzzweck welche Docking Stationen taugen.

In diesem Artikel geben wir einen allgemeinen Überblick zu den verschiedenen Arten von USB-C-Docks. Wer genauer in die Materie einsteigen und die Geräte vergleichen will, dem empfehlen wir die Einzeltests in unserer Themenwelt USB-C-Docks. Dort haben wir etwa das Elgato Thunderbolt 3 Pro Dock (Testbericht), die HP Thunderbolt Dockingstation 120W G2 (Testbericht), das Raidsonic Icy Box USB-C Dock (Testbericht) oder das Dell WD15 USB-C Dock (Testbericht) getestet.

Der Ratgeber erscheint als Teil unserer Themenwelt zum Arbeiten im Homeoffice. Wer mehr dazu lesen möchte, dem empfehlen wir unseren Ratgeber: Maus, Tastatur, Docks, Headsets & Co fürs Homeoffice, zu mobilen Zweitmonitoren oder zu Gaming-Displays.

USB-C sollte alles einfacher machen, tatsächlich ist es inzwischen aber ein Mischmasch aus unterschiedlichsten Standards, Funktionen und Bezeichnungen. Das bedeutet für die Anwender: Vorsicht, was man kauft. Es kann sein, dass der Stecker zwar USB-C ist, die Geschwindigkeit des Anschlusses aber deutlich geringer ist, als man meint. Das kommt gerade bei Smartphones häufig vor. Mehr Details zu USB-C zeigen die Kollegen von heise online im Artikel USB-C: Der Alleskönner. Die Verwirrung setzt sich bei den Kabeln fort. Wie wir im Artikel „Kaufberatung USB-C-Kabel: Nicht jedes kann alles” zeigen, bedeutet der Stecker noch relativ wenig. Es kommt immer darauf an, wie viel Technik in dem Kabel steckt.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte zu einem Dock und einem Kabel mit Thunderbolt-Zertifizierung greifen. Anders als reinem USB Type C gibt es hier klare Vorgaben von Intel. Dazu gehört etwa eine hohe Geschwindigkeit oder Power Delivery. Thunderbolt 3 erkennt man meist an einem Blitz und einer aufgedruckten 3, aktuelle Macbooks und die meisten Intel-basierten Notebooks haben mindestens eine solche Schnittstelle. Und obwohl der Standard von Intel kommt, gibt es ihn auch für immer mehr Mainboards und Notebooks mit AMD-Innenleben.

Die günstigste Art der Docks sind passive Docks. Diese flachen Geräte sind per USB-C mit dem Notebook verbunden und benötigen keine eigene Stromversorgung. Sie verfügen meist über einen oder mehrere USB-A-Anschlüsse, meist sogar mit USB 3.0, HDMI und LAN. Der erste Vorteil der passiven USB-C-Docks ist ihre Größe. Sie brauchen wenig Platz, sodass man sie einfach in die Laptop-Tasche werfen kann und auch unterwegs alle wichtigen Anschlüsse dabei hat. Wie schon erwähnt benötigten diese Geräte kein eigenes Netzteil, sie erhalten den notwendigen Strom aus dem Laptop oder dessen Akku.

Allerdings haben diese Docks auch Grenzen. Diese liegen in erster Linie bei der maximal möglichen Auflösung und der Bildwiederholfrequenz angeschlossener externer Monitore. Für den Test haben wir den GC-Hub 2 von Green Cell ausprobiert. Der USB-C-Hub liefert eine Full-HD-Auflösung mit maximal 60 Hz oder eine UHD-Auflösung mit maximal 30 Hz. Das ist der Standard für die meisten günstigsten USB-C-Docks. Dazu kommt, dass lediglich ein HDMI-Ausgang zur Verfügung steht, DisplayPort fehlt in den meisten Fällen. Das ist in der Praxis aber nicht schlimm, die meisten (günstigen) Monitore oder Beamer beherrschen HDMI. Ein anderer Punkt ist, dass man bei vielen Geräten den USB-C-Anschluss verliert. Selbst wenn die Docks so einen besitzen, so ist er in vielen Fällen nur zur Stromversorgung des Laptops gedacht, er schleift den Strom des Netzteils nur durch.

Einen letzten Kritikpunkt gibt es aber noch: Gerade bei günstigen Adaptern ist das USB-C-Verbindungskabel fest in das Dock integriert. Im letzten halben Jahr wurden mehrere solcher Geräte unbrauchbar, weil das Kabel an der Verbindung einen Defekt oder Wackelkontakt hat. Das trat bei uns vor allem bei den günstigen Geräten auf, die täglich in der Laptop-Tasche mitwandern.

Die passiven USB-C-Docks ersetzen vor allem die Port-Replikatoren oder USB-Adapter für LAN und HDMI. Sie sind praktisch, um sich vom Laptop aus schnell mit anderen Geräten zu verbinden und sie sind klein genug, um sie stets dabeizuhaben. Sie lohnen sich auch, wenn man ein einfaches Homeoffice einrichtet und etwa Maus, Tastatur und Monitor mit dem Notebook verbinden will.

Teurer, dafür aber auch mit mehr Funktionen, das sind die USB-C-Docks mit aktivem Netzteil. Sie sind deutlich größer als die passiven Docking Stationen, laden dafür den jeweiligen Rechner dank Power Delivery auf.

Für den Ratgeber hatten wir zwei Geräte genauer im Test: Das Lenovo USB-C Mini Dock und das 7-in-1 Thunderbolt 3 Mini Dock von Anker. Preislich rangieren die Geräte zwischen 100 Euro (Lenovo) und 199 Euro (Anker). Dafür bekommt man nicht zwingend mehr Anschlüsse als bei passiven USB-C-Docks, hat aber dennoch Vorteile. Neben der bereits angesprochenen Stromversorgung stellen diese Docks mindestens eine USB-C-Ports zur Datenübertragung zur Verfügung. Sprich, wer eine schnelle externe SSD hat, kann diese damit problemlos nutzen. Darüber hinaus geben viele Docks in dieser Preisklasse DisplayPort-Signale über USB-C aus und können Bildschirme mit bis zu UHD-Auflösung bei 60 Hz ansteuern. Dazu ist in den Geräten Platz für unterschiedliche weitere Schnittstellen: Das Anker-Dock etwa besitzt einen Leser für Speicherkarten, Lenovo liefert einen VGA-Anschluss für ältere Beamer oder Ähnliches mit.

Wo sind die Nachteile? Die Docks sind bei der Auflösung und Bildrate limitiert, auch wenn UHD/60Hz für die meisten Anwender reichen sollten. Gegenüber den passiven Docks sind diese Geräte weniger transportabel. Sie sind zwar noch lange nicht so groß wie ein klassisches Notebook-Dock, aber die meisten sind dafür gedacht, dass sie fest an einem Ort aufgestellt bleiben.

Hier kommen wir zu den Docks, die wir allen empfehlen würden, die aktuell vermehrt im Homeoffice arbeiten. Die Geräte sind klein und vergleichsweise günstig, dennoch bekommt man solide Geräte bekannter Hersteller mit zahlreichen Funktionen. Dank USB-C muss man nicht mehr darauf achten, ein spezielles Dock eines bestimmten Anbieters zu kaufen. Im Gegenteil, man steckt die aktuellen Geräte ein und es funktioniert einfach.

Ab 200 Euro beginnt die Oberklasse der USB-C-Docks. Hier sollte Thunderbolt 3 in jedem Gerät zur Ausstattung gehören. Die meisten Docks bieten eine eigene Stromversorgung über einen Hohlstecker. Da gehört USB-C-Power-Delivery zum guten Ton, um auch stromhungrige Notebooks zu laden. Wie so etwas in der besten Ausführung aussieht, zeigt das knapp 370 Euro teure Elgato Thunderbolt 3 Pro Dock (Testbericht).

Damit lassen sich zwei Displays mit UHD-Auflösung und 60 Hz ansteuern oder alternativ ein Bildschirm mit 5K-Auflösung (5120 × 2880 Pixel). Das zeigt schon, dass diese Art von Dock für den stationären Einsatz bei hohen Ansprüchen gedacht ist. Doch auch die günstigeren Geräte bieten viele Funktionen. DisplayPort-Anschlüsse gehören fast überall zum Standard, ebenso wie zahlreiche USB-A und USB-C-Anschlüsse.

Die hohe Leistung und die vielen Anschlüsse schlagen sich im Gewicht nieder. Viele dieser High-End-Docks haben ein Netzteil, das fast so groß und schwerer ist wie das Dock selbst. Damit sind sie für den mobilen Einsatz weniger sinnvoll, aber sehr gut, um einen lokalen Arbeitsplatz mit höheren Anforderungen an Bildschirmauflösung oder Anzahl der Anschlüsse auszustatten.

Mit der elften CPU-Generation von Intel und den M1-Chips von Apple hält Thunderbolt 4 Einzug in die Geräte. Der Standard macht keinen so großen Sprung wie Thunderbolt 3, sorgt aber für einen besseren Unterbau. Denn während die maximale Transferrate bei 40 Gbit/s bleibt, sollen die einzelnen Lanes jetzt mindestens 32 GBit/s schaffen. Damit möchte Intel vor allem die Leute ansprechen, die mehr als einen Monitor nutzen. Mit Thunderbolt 4 kann man entweder ein 8K-Display oder zwei 4K-Displays mit bis zu 60 Hz ansteuern. Vorsicht: Der M1-Chip von Apple (im Macbook und iPad) kann derzeit nur einen externen Monitor mit maximal 5K-Auflösung ansteuern.

Es gibt aber noch ein paar weitere kleine Veränderungen mit teilweise großen Auswirkungen: Thunderbolt 4 kann bis zu 85W Strom liefern, damit lassen sich auch sehr stromhungrige PCs betreiben. Zudem soll jede der Downstream-Ports in einem Dock bis zu 15W liefern.

Wir haben für einen ersten Test das Anker Power Expand 5-in-1 Thunderbolt 4 Mini Dock (Testbericht) ausprobiert. Das USB-C-Dock bietet einen Thunderbolt-Port im Upstream, also für die Verbindung zu Notebook oder PC, drei Thunderbolt-Ports im Downstream und einen USB-A-Port. Im Alltag ist das vor allem für die Leute spannend, die bereits voll auf Thunderbolt in ihrer Arbeitsumgebung umgestiegen sind. Denn es fehlen Dinge wie ein HDMI-Ausgang, ein LAN-Anschluss oder ein Kartenleser. Wer also diese Anschlüsse regelmäßig braucht, der sollte noch nicht auf Thunderbolt 4 upgraden.

Moderne USB-C-Docks haben nichts mehr mit ihren riesigen Vorgängern gemein. Dank USB-C hat man nur noch ein Kabel, um das Notebook mit Strom zu versorgen oder Daten zu übertragen. Zugleich kann man selbst entscheiden, wie viel Geld man wo investieren möchte und welche Features wirklich wichtig sind. Wer nur HDMI mit Full-HD und ein paar USB-Buchsen benötigt, dem reicht wahrscheinlich ein einfaches passives Dock. Wer aber mehrere 4K-Monitore ansteuern möchte, der sollte etwas mehr investieren.

USB-C hat, trotz des Versions-Wirrwarrs, einen weiteren Vorteil: Anders als früher ist das Dock nicht mehr an einen Hersteller oder eine Produktserie gebunden. Im Gegenteil, oft kann man etwa ein Android-Smartphone einstecken und beispielsweise auf einem Beamer oder einem Display ein Dokument lesen oder eine Präsentation zeigen. Das macht die Investition in diese Produkte deutlich nachhaltiger.

Wer vor allem seinen Arbeitsplatz zu Hause aufrüsten will, dem empfehlen wir zusätzlich einen Blick in unseren Ratgeber: Maus, Tastatur, Docks, Headsets & Co fürs Homeoffice. Dort zeigen wir, wie man sich günstig zu Hause einen vernünftigen Ersatz zum Büro schafft. Einzeltests zu verschiedenen USB-C-Docks haben wir in der Themenwelt USB-C-Docks gesammelt.

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