Überwachungskameras ab 80 Euro: Außenleuchten mit Kamera, Flutlicht & Co.

Überwachungskameras mit Scheinwerfer

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Überwachungskameras mit zusätzlichen LEDs können bei Bewegungserkennung oder dauerhaft Licht hinzuschalten. Das verbessert die Videoqualität und erleichtert die Identifizierung ungebetener Gäste.

Licht verscheucht dunkle Gestalten. Über klassische Baustrahler mit LEDs und Bewegungsmelder für Einfahrt, Garten und Gebäuderückseite müssen wir an dieser Stelle wohl kein Wort verlieren. Erwähnenswert sind allerdings die seit einigen Jahren erhältlichen günstigen Außenleuchten mit LEDs, Solarpanel, Akku und Bewegungsmelder, die ohne aufwendige Stromversorgung am Gartenzaun oder am Schuppen für Licht sorgen.

Noch mehr Sicherheit bieten WLAN-Überwachungskameras mit LED-Leuchten. Inzwischen sind nicht nur sogenannte Floodlight-Cams im Angebot, die meist eine Überwachungskamera mit zusätzlich angebrachten LED-Strahlern kombinieren, sondern mit Spotlight-Überwachungskameras existieren auch Varianten, die die LED-Beleuchtung direkt ins Kameragehäuse integrieren. Außerdem gibt es noch LED-Außenleuchten mit integrierten Überwachungskameras. Wo genau die Unterschiede zwischen den einzelnen Produktgruppen liegen, klären wir im Folgenden.

Sogenannte Floodlight-Cams (Flutlicht-Kameras) oder Überwachungskameras mit Scheinwerfer sind wie die Ring Floodlight Cam (Testbericht) oder Google Nest Floodlight (Testbericht) mit 2000 und 2400 Lumen sehr leuchtstark. Mit 3000 Lumen strahlen Arlo Pro 3 Floodlight (Testbericht) und Eufy Floodlight Cam 2 Pro (Testbericht) sogar noch heller.

Letztere ist besonders empfehlenswert, wenn ein möglichst großer Sichtbereich überwacht werden soll. Die Eufy Floodlight Cam 2 Pro verfügt über ein schwenk- und neigbares Objektiv (Pan, Tilt & Zoom, PTZ) und deckt damit 360 Grad ab. Zudem bietet sie einen sogenannten Cruise Modus und überwacht damit vordefinierte Wegepunkte. Mit einer automatischen Bewegungsverfolgung behält sie ungebetene Gäste stets im Auge. Dank ihrer Videoauflösung von 2K sind aufgenommene Videos sehr detailreich. Helligkeit und Farbtemperatur können Anwender regulieren und das nicht nur manuell, sondern auch automatisch, je nach Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und persönlichem Zeitplan. Aufgrund ihrer Leuchtstärke und des damit verbundenen hohen Energiebedarf benötigen Floodlight-Cams einen festen Stromanschluss.

Neben den besonders leuchtstarken Floodlight-Cams gibt es noch sogenannte Spotlight-Überwachungskameras. Für den Artikel haben wir nur Modelle herangezogen, die eine Helligkeit von mindestens 100 Lumen bieten. Schwächere Varianten wie die Eufy 2C (Testbericht) mit 12 Lumen haben wir wegen der geringen Leuchtstärke nicht berücksichtigt.

Bei den Spotlight-Kameras handelt es sich um Varianten mit im Kameragehäuse integrierte LED-Lampen. Die Leuchtmittel sind also nicht wie bei Überwachungskameras mit Scheinwerfern separat vom Kameragehäuse angebracht. Damit leuchten sie zwar längst nicht so hell wie die Flutlicht-Kameras, sind dafür teilweise aber mit Akku und Solarpanel einsatzbereit und dadurch deutlich flexibler: Der Aufstellort ist nicht mehr an eine feste Stromversorgung gekoppelt und trotzdem müssen sich Anwender bei optimalen äußeren Bedingungen dank Akku und Solarpanel keine Gedanken über eine kontinuierliche Stromversorgung machen.

Pearl und Eufy integrieren in ihren Modellen Visortech IP-Kamera Solar, Solocam S40 (Testbericht) und Eufycam 3 (Testbericht) sogar das Solarpanel direkt. Die Visortech bietet dabei eine Auflösung von Full-HD, während die Solocam mit 2K und die Eufycam 3 sogar mit 4K auflöst. Letzteres beherrscht auch die Imou Knight 4K (Testbericht), deren LEDs 600 Lumen hell leuchten.

Bezüglich Flexibilität bieten Varianten mit externem Solarpanel wie die Reolink Argus 3 Pro (Testbericht) Vorteile gegenüber Modellen mit integrierter Solarpanel. Sie kann man an einem schattigen und geschützten Ort anbringen, während das Solarpanel an einem sonnigen Platz positioniert werden kann.

Und mit der Duo 2 WiFi (Testbericht) bietet Reolink zudem eine Spotlight-Überwachungskamera mit farbiger Nachtsicht, die dank zweier Objektive ein mit 170 Grad phänomenal großes horizontales Sichtfeld bietet.

Und wer neben einem breiten Sichtfeld noch an besonders hochwertigen Nachtsichtaufnahmen interessiert ist, greift zur Annke NCD800 (Testbericht), die bereits ohne eingeschaltete LEDs Aufnahmen ermöglicht, die ihresgleichen suchen. Regulär kostet das Modell im Annke-Store stolze 436 Euro – bei Amazon ist es aktuell für 360 Euro im Angebot.

Überwachungskameras getarnt als Außenleuchten sind die dritte Kategorie von Kameras mit integrierter Beleuchtung. Einige davon sind bereits seit Jahren auf dem Markt, etwa Abus PPIC36520 (Testbericht), Blaupunkt Wifi Lampcam (Testbericht), Bosch Eyes (Testbericht) und Netatmo Presence (Testbericht). Die Leuchtkraft dieser Varianten liegt zwischen 325 Lumen (Bosch Eyes) und 1500 Lumen (Netatmo Presence). Relativ neu ist die Ezviz LC3 (Testbericht). Sie bietet eine Auflösung von 2K und ein großes Sichtfeld mit 140° horizontal, 157° diagonal und 75° vertikal.

Da Außenleuchten mit integrierter Kamera häufiger als Ersatz für eine Lampe im Hof oder Garten dauerhaft zur Beleuchtung genutzt werden, ist ein fester Stromanschluss für den Betrieb erforderlich. Bis auf die Netatmo Presence verfügen die Modelle über Mikrofone und Lautsprecher, sodass sie auch als Gegensprechanlage genutzt werden können.

Die Kameras benötigen eine App für die Einrichtung. Diese sind kostenlos für Android und iOS erhältlich. Die Inbetriebnahme ist in der Regel problemlos. Oft muss man nur einen QR-Code einscannen, der sich entweder am Produkt oder auf der Verpackung befindet und die Kamera mit dem heimischen WLAN verbinden. Das bedeutet natürlich, dass die Kamera sich in der Reichweite des WLAN-Routers befinden muss. Viele Hersteller haben in ihren Apps dazu auch einen entsprechenden WLAN-Test integriert.

Die Apps der Hersteller helfen nicht nur bei der Einrichtung der Kamera inklusive Anbindung ans WLAN-Netz. Sie enthalten außerdem Tipps zur Montage sowie zum Aufstellort der Geräte, sodass Einrichtung und Montage im Handumdrehen erledigt sind. Bei den Modellen, die einen festen Stromanschluss erfordern, sollte der Anschluss ans Stromnetz wie üblich nur von fachkundigem Personal durchgeführt werden.

Montagematerial ist im Lieferumfang der Kameras in der Regel enthalten. Allerdings sind die mitgelieferten Schrauben und Dübel nur für Hauswände ohne Dämmung vorgesehen. Neuere oder energetisch sanierte Bauten erfordern Abstandsmontagesysteme und Isolierdübel. Nähere Informationen dazu bietet etwa Würth.

Videos speichern die meisten Kameras auf einem integrierten Speicher oder auf einer Speicherkarte. Oft wird dieser verschlüsselt, sodass bei Verlust der Kamera niemand die Videos ansehen kann. Optional können Anwender bei vielen Geräten ein zusätzliches und kostenpflichtiges Cloud-Abo für die Speicherung der Videos nutzen, damit sich Diebe nciht einfach mit der Speicherkarte aus dem Staub machen können. So viel Auswahl bietet nicht jeder Hersteller: Arlo und Ring knüpfen den vollen Funktionsumfang ihrer Kameras an ein Cloud-Abo. Hier sind monatliche Zusatzkosten in Höhe von 3 bis 15 Euro einzukalkulieren.

Der Vorteil einer starken Beleuchtung zeigt sich nicht nur in einer optimalen Ausleuchtung von Garten und Hofeinfahrt, sondern obendrein in einer verbesserten Videoqualität. Bei guter Ausleuchtung zeichnen Überwachungskameras LED auch nachts rauscharme und farbige Videos auf.

Für scharfe und detailreiche Videos sollte man auch die Auflösung der Kameras beachten. Bis auf wenige Ausnahmen (Ledvance und Lutec) bieten alle anderen Varianten mindestens Full-HD. Noch bessere Resultate gelingen mit Kameras, die Videos mit 2K oder mehr aufzeichnen. Von den Außenleuchten mit Überwachungskameras kann das nur die Ezviz LC3. Bei den Floodlight- und Spotlight-Cams zeichnen die Modelle von Arlo, Foscam und Reolink, sowie einige Eufy-Varianten Videos mit 2K auf.

Die Integration der Überwachungskameras in eine intelligente Haussteuerung ist ein ebenfalls wichtiges Kriterium. Hier sollten Anwender auf den Support für verschiedene Plattformen achten. Während Google Assistant und Amazon Alexa von den meisten Kameramodellen (Ausnahmen: Abus und Steinel) unterstützt werden, sieht es in Sachen Homekit oder anderen Steuerzentralen problematischer aus. Leider schweigen die Hersteller zum Thema Smart Home in vielen Fällen. Klar ist natürlich, dass das Bosch-Modell mit dem Smart-Home-System aus gleichem Hause zusammenarbeitet (Ratgeber). Und Visortech-Kameras funktionieren mit der Tuya-kompatiblen Elesion-App von Pearl (Ratgeber), aber auch mit der Original-Tuya-App. Die Eufy-Kameras lassen sich auch in Homey Pro einbinden. Modelle von Arlo, Google Nest und Ring sind kompatibel zu Smartthings (Ratgeber) von Samsung.

Ist eine Smart-Home-Anbindung gewünscht, sollte man darauf achten, dass die Kameras Verknüpfungsdienste wie IFTTT oder den Standard Open Network Video Interface (ONVIF) unterstützen. Damit können Anwender entsprechende Modelle wie die Reolink Trackmix PoE (Testbericht) in kompatible Smart-Home-Zentralen einbinden und sie für Automatisierungen auf Basis von Bewegungs- und Sabotagewarnmeldungen der Kamera nutzen.

Für eine Außenleuchte mit Überwachungskamera muss man mindestens 80 Euro hinblättern. Hierbei handelt es sich um das Osram-Modell Ledvance Smart+ HD, das Bilder in HD liefert und 900 Lumen hell leuchtet. Das einzige 2K-Modell unter den Außenleuchten mit Kamera, die Ezviz LC3 2K (Testbericht) mit 700 Lumen hellen LEDs, kostet knapp 130 Euro.

Die mit bis zu 3000 Lumen besonders leuchtstarken Floodlight-Modelle und 2K-Auflösung sind deutlich teurer. Die Arlo Pro 3 Floodlight 2K (Testbericht) kostet mindestens 170 Euro und für die Eufy Floodlight Cam 2 Pro (Testbericht) mit schwenk- und neigbarem Objektiv sind sogar knapp 300 Euro fällig. Ein lichtstarkes Full-HD-Modell gibt es für 120 Euro (Visortech NX-4602-919) deutlich günstiger.

Wird hingegen eine Spotlight-Variante mit Akku und Solarpanel bevorzugt, ist man schon mit 94 Euro dabei (Visortech NX4903-944). Dann muss man allerdings mit Full-HD vorliebnehmen. Mit 2K-Auflösung kostet die Eufy Solocam S40 (Testbericht), die ebenfalls mit Akku- und Solarpanel ausgestattet, knapp 180 Euro. Wer eine noch höhere Auflösung bevorzugt, muss deutlich mehr bezahlen. Die Eufycam 3 mit 4K kostet im Bundle mit zwei Kameras und Homebase knapp 550 Euro.

Und wer auf der Suche nach einer leistungsfähigen Pan, Tilt & Zoom-Überwachungskamera ist, sollte sich die Reolink Trackmix PoE (Testbericht) näher ansehen. Sie bietet 560 Lumen hell leuchtende LEDs und zeichnet Videos mit 4K auf. Obendrein bietet sie zwei Objektive, eines für die Totalansicht und das zweite für die Zoom-Darstellung.

Überwachungskameras und Licht schrecken Einbrecher ab. Ideal sind daher Überwachungskameras mit Beleuchtung. Sie gibt es in Form von leuchtstarken Flutlicht-Strahlern, Spotlight-Cams, die die Leuchtmittel ins Gehäuse integrieren und normalen Lampen nachempfundenen Außenleuchten mit integrierten Kameras.

Bis auf wenige Ausnahmen erfordern die meisten Modelle einen festen Anschluss ans Stromnetz. Einige Varianten sind dank Akku und Solarpanel unabhängig vom Stromnetz einsetzbar. Aus dem Angebot sollte für jeden etwas dabei sein, zumal es die günstigsten Modelle schon ab knapp 90 Euro gibt. Neben Einsatzzweck und Lichtstärke ist vor allem auch die Auflösung wichtig, wenn es um die Identifizierung ungebetener Gäste geht. Je höher diese ist, desto schärfer ist das Bild – vor allem, wenn man zoomt.

Überwachungskameras gibt es viele. Zahlreiche Tests und Ratgeber finden TechStage-Leser in unserem Themenschwerpunkt Überwachungskameras. Eine gute erste Anlaufstelle ist der Beitrag WLAN, Cloud, Solar: Überwachungskameras für innen & außen ab 30 Euro. Darin erläutern wir die wichtigsten Kaufkriterien und präsentieren die besten Überwachungskameras der verschiedenen Kategorien mit Preisen zwischen 30 und 500 Euro.

Zuletzt haben wir folgende Modelle getestet:

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