Überwachungskameras: Außenleuchten mit Kamera, Spotlight- und Floodlight-Cams ab 90 Euro

Überwachungskameras mit Scheinwerfer

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Überwachungskameras mit zusätzlichen LEDs können bei Bewegungserkennung oder dauerhaft Licht hinzuschalten. Das verbessert die Videoqualität und erleichtert die Identifizierung ungebetener Gäste.

Licht verscheucht dunkle Gestalten. Über klassische Baustrahler mit LEDs und Bewegungsmelder für Einfahrt, Garten und Gebäuderückseite müssen wir an dieser Stelle wohl kein Wort verlieren. Erwähnenswert sind allerdings die seit einigen Jahren erhältlichen günstigen Außenleuchten mit LEDs, Solarpanel, Akku und Bewegungsmelder, die ohne aufwendige Stromversorgung am Gartenzaun oder am Schuppen für Licht sorgen.

Noch mehr Sicherheit bieten WLAN-Überwachungskameras mit LED-Leuchten. Inzwischen sind nicht nur sogenannte Floodlight-Cams im Angebot, die meist eine Überwachungskamera mit zusätzlich angebrachten LED-Strahlern kombinieren, sondern mit Spotlight-Überwachungskameras existieren auch Varianten, die die LED-Beleuchtung direkt ins Kameragehäuse integrieren. Außerdem gibt es noch LED-Außenleuchten mit integrierten Überwachungskameras. Wo genau die Unterschiede zwischen den einzelnen Produktgruppen liegen, klären wir im Folgenden.

Sogenannte Floodlight-Cams (Flutlicht-Kameras) oder Überwachungskameras mit Scheinwerfer sind wie die Ring Floodlight Cam (Testbericht) oder Google Nest Floodlight (Testbericht) mit 2000 und 2400 Lumen sehr leuchtstark. Mit 3000 Lumen machen es Arlo Pro 3 Floodlight (Testbericht), Willcrew 3000LM und Eufy Floodlight Cam 2 Pro sogar noch heller. Letztere ist besonders empfehlenswert, wenn ein möglichst großer Sichtbereich überwacht werden soll. Die Eufy Floodlight Cam 2 Pro verfügt über ein schwenk- und neigbares Objektiv und deckt damit 360 Grad ab. Dank ihrer Videoauflösung von 2K sind aufgenommene Videos sehr detailreich. Helligkeit und Farbtemperatur können Anwender regulieren und das nicht nur manuell, sondern auch automatisch, je nach Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und persönlichem Zeitplan. Aufgrund ihrer Leuchtstärke und des damit verbundenen hohen Energiebedarf benötigen Floodlight-Cams einen festen Stromanschluss.

Neben den besonders leuchtstarken Floodlight-Cams gibt es noch sogenannte Spotlight-Überwachungskameras. Für den Vergleich (Tabelle) haben wir nur Modelle herangezogen, die eine Helligkeit von mindestens 300 Lumen bieten. Schwächere Varianten wie die Eufy 2C (Testbericht) mit 12 Lumen haben wir wegen der geringen Leuchtstärke nicht berücksichtigt.

Bei den Spotlight-Kameras handelt es sich um Varianten mit im Kameragehäuse integrierte LED-Lampen. Die Leuchtmittel sind also nicht wie bei Überwachungskameras mit Scheinwerfern separat vom Kameragehäuse angebracht. Damit leuchten sie zwar längst nicht so hell wie die Flutlicht-Kameras, sind dafür teilweise aber mit Akku und Solarpanel einsatzbereit und dadurch deutlich flexibler: Der Aufstellungsort ist nicht mehr an eine feste Stromversorgung gekoppelt und trotzdem müssen sich Anwender bei optimalen äußeren Bedingungen, dank Akku und Solarpanel keine Gedanken über eine kontinuierliche Stromversorgung machen.

Pearl und Eufy integrieren in ihren Modellen Visortech IP-Kamera Solar und Solocam S40 sogar das Solarpanel. Die Visortech bietet dabei eine Auflösung von Full-HD, während die Eufy sogar mit 2K auflöst.

Überwachungskameras getarnt als Außenleuchten sind die dritte Kategorie von Kameras mit integrierter Beleuchtung. Einige davon sind bereits seit Jahren auf dem Markt, etwa Abus PPIC36520 (Testbericht), Blaupunkt Wifi Lampcam (Testbericht), Bosch Eyes (Testbericht) und Netatmo Presence (Testbericht). Die Leuchtkraft dieser Varianten liegt zwischen 325 Lumen (Bosch Eyes) und 1500 Lumen (Netatmo Presence). Relativ neu ist die Ezviz LC3. Sie bietet eine Auflösung von 2K und ein großes Sichtfeld mit 140° horizontal, 157° diagonal und 75° vertikal.

Da Außenleuchten mit integrierter Kamera häufiger als Ersatz für eine Lampe im Hof oder Garten dauerhaft zur Beleuchtung genutzt werden, ist ein fester Stromanschluss für den Betrieb erforderlich. Bis auf die Netatmo Presence verfügen die Modelle über Mikrofone und Lautsprecher, sodass sie auch als Gegensprechanlage genutzt werden können.

Die Kameras benötigen eine App für die Einrichtung. Diese sind kostenlos für Android und iOS erhältlich. Die Inbetriebnahme ist in der Regel problemlos. Oft muss man nur einen QR-Code einscannen, der sich entweder am Produkt oder auf der Verpackung befindet und die Kamera mit dem heimischen WLAN verbinden. Das bedeutet natürlich, dass die Kamera sich in der Reichweite des WLAN-Routers befinden muss. Viele Hersteller haben in ihren Apps dazu auch einen entsprechenden WLAN-Test integriert.

Die Apps der Hersteller helfen nicht nur bei der Einrichtung der Kamera inklusive Anbindung ans WLAN-Netz. Sie enthalten außerdem Tipps zur Montage sowie zum Aufstellort der Geräte, sodass Einrichtung und Montage im Handumdrehen erledigt sind. Bei den Modellen, die einen festen Stromanschluss erfordern, sollte der Anschluss ans Stromnetz wie üblich nur von fachkundigem Personal durchgeführt werden.

Montagematerial ist im Lieferumfang der Kameras in der Regel enthalten. Allerdings sind die mitgelieferten Schrauben und Dübel nur für Hauswände ohne Dämmung vorgesehen. Neuere oder energetisch sanierte Bauten erfordern Abstandsmontagesysteme und Isolierdübel. Nähere Informationen dazu bietet etwa Würth.

Videos speichern die meisten Kameras auf einem integrierten Speicher oder auf einer Speicherkarte. Oft wird dieser verschlüsselt, sodass bei Verlust der Kamera niemand die Videos ansehen kann. Optional können Anwender bei vielen Geräten ein zusätzliches und kostenpflichtiges Cloud-Abo für die Speicherung der Videos nutzen. So viel Auswahl bietet nicht jeder Hersteller: Arlo und Ring knüpfen den vollen Funktionsumfang ihrer Kameras an ein Cloud-Abo. Hier sind monatliche Zusatzkosten in Höhe von 3 bis 15 Euro einzukalkulieren.

Der Vorteil einer starken Beleuchtung zeigt sich nicht nur in einer optimalen Ausleuchtung von Garten und Hofeinfahrt, sondern obendrein in einer verbesserten Videoqualität. Bei guter Ausleuchtung zeichnen die Überwachungskameras auch nachts rauscharme und farbige Videos auf.

Für scharfe und detailreiche Videos sollte man auch die Auflösung der Kameras beachten. Bis auf wenige Ausnahmen (Ledvance und Lutec) bieten alle anderen Varianten mindestens Full-HD. Beste Resultate zeigen Kameras, die Videos mit 2K aufzeichnen. Von den Außenleuchten mit Überwachungskameras kann das nur die Ezviz LC3. Bei den Floodlight- und Spotlight-Cams zeichnen die Modelle von Arlo, Foscam und Reolink, sowie einige Eufy-Varianten Videos mit 2K auf. Höhere Auflösungen wie sie etwa

Die Integration der Überwachungskameras in eine intelligente Haussteuerung ist ein ebenfalls wichtiges Kriterium. Hier sollten Anwender auf den Support für verschieden Plattformen achten. Während Google Assistant und Amazon Alexa von den meisten Kameramodellen (Ausnahmen: Abus und Steinel) unterstützt wird, sieht es in Sachen Homekit oder anderen Steuerzentralen problematischer aus. Leider schweigen die Hersteller zum Thema Smart Home in vielen Fällen. Klar ist natürlich, dass das Bosch-Modell mit dem Smart-Home-System aus gleichem Hause zusammenarbeitet (Ratgeber). Und die Visortech funktionieren mit der Tuya-kompatiblen Elesion-App von Pearl (Ratgeber), aber auch mit der Original-Tuya-App. Die Eufy-Kameras lassen sich auch in Homey Pro einbinden. Modelle von Arlo, Google Nest und Ring sind kompatibel zu Smartthings (Ratgeber) von Samsung.

Für eine Außenleuchte mit Überwachungskamera muss man mindestens 87 Euro hinblättern. Hierbei handelt es sich um das Pearl-Modell Visortech ZX-5036-919, das im 2er-Pack jeweils nur 85 Euro kostet. Das einzige 2K-Modell unter den Außenleuchten mit Kamera, die Ezviz LC3 2K, kostet knapp 150 Euro.

Die lichtstärksten Floodlight-Modelle mit 3000 Lumen und 2K-Auflösung sind deutlich teurer. Die Arlo Pro 3 Floodlight 2K kostet mindestens 170 Euro und für die Eufy Floodlight Cam 2 Pro mit schwenk- und neigbarem Objektiv sind sogar knapp 300 Euro fällig. Ein lichtstarkes Full-HD-Modell gibt es für 97 Euro (Visortech NX-4602-919) deutlich günstiger.

Wird hingegen eine Spotlight-Variante mit Akku und Solarpanel bevorzugt, ist man schon mit knapp 100 Euro dabei (Visortech NX4903-944). Dann muss man allerdings mit Full-HD vorliebnehmen. Mit 2K-Auflösung kostet die Eufy Solocam S40, die ebenfalls mit Akku- und Solarpanel ausgestattet, ist für knapp 180 Euro erhältlich.

Überwachungskameras und Licht schrecken Einbrecher ab. Ideal sind daher Überwachungskameras mit Beleuchtung. So spart man sich ein Produkt. Sie gibt es in Form von leuchtstarken Flutlicht-Strahlern, Spotlight-Cams, die die Leuchtmittel ins Gehäuse integrieren und normalen Lampen nachempfundenen Außenleuchten mit integrierten Kameras.

Bis auf wenige Ausnahmen erfordern die meisten Modelle einen festen Anschluss ans Stromnetz. Einige Varianten sind dank Akku und Solarpanel unabhängig vom Stromnetz einsetzbar. Aus dem Angebot sollte für jeden etwas dabei sein, zumal es die günstigsten Modelle schon ab knapp 90 Euro gibt. Neben Einsatzzweck und Lichtstärke ist vor allem auch die Auflösung wichtig, wenn es um die Identifizierung ungebetener Gäste geht. Je höher diese ist, desto schärfer ist das Bild – vor allem, wenn man zoomt.

Überwachungskameras gibt es viele. Zahlreiche Tests und Ratgeber finden TechStage-Leser in unserem Themenschwerpunkt Überwachungskameras. Eine gute erste Anlaufstelle ist der Beitrag WLAN, Cloud, Solar: Überwachungskameras für innen & außen ab 30 Euro. Darin erläutern wir die wichtigsten Kaufkriterien und präsentieren die besten Überwachungskameras der verschiedenen Kategorien mit Preisen zwischen 30 und 500 Euro. Zuletzt haben wir die Modelle Aqara G3 (Testbericht), Arlo Ultra 2 (Testbericht), Reolink Argus PT (Testbericht), Google Nest Cam (Testbericht) und Reolink Go 4G/LTE (Testbericht) getestet.

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