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Überwachungskameras für Haustier, Stall und Vogelhaus

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Wer Haustiere oder Wildtiere beobachten will, braucht geeignete Technik. TechStage zeigt, welche WLAN-, Überwachungs- und Wildkameras am besten dazu geeignet sind.

Digitale Kameras mit kabelloser Bildübertragung eignen sich nicht nur zur Überwachung der eigenen vier Wände oder der Kinder auf dem Rücksitz. Sie bieten sich darüber hinaus zur Beobachtung von Wild- und Haustieren an.

Dieser Ratgeber erscheint in der Themenwelt Überwachungskameras. Hier sind bereits folgende Artikel erschienen:

In diesem Ratgeber schauen wir uns die Anforderungen von Kameras zur Tierbeobachtung an. Dabei zeigen wir Möglichkeiten zur stationären Überwachung und wie man sein Tier auch im Anhänger, Campingwagen oder Kofferraum im Blick behält.

Der Einzug digitaler Überwachungstechnik in Stall, Vogelhaus oder Ähnliches sorgte schon bei unserem Ratgeber: Nistkasten mit Kamera bei einigen Lesern für Verstimmung. Muss das sein? Schadet das nicht? Ganz allgemein kann man diese Frage leider nicht beantworten.

Fakt ist allerdings, dass die meisten Tiere keinerlei Probleme mit der Videoüberwachung haben. Dies gilt sowohl für Hund und Katze, die sonst weite Bögen um klassische Überwachungskameras machen müssten und auch für die meisten Wildtiere. Unsere Nachfrage beim bayrischen Vogelschutzbund hat beispielsweise ergeben, dass aus Sicht der Vogelkundler keinerlei Bedenken gegen den Einsatz einer Nistkasten-Kamera bestehen. Im Gegenteil: Der Vogelschutzbund hat selbst solche Kameras im Einsatz. Außerdem ist es generell wichtig, mehr Brutmöglichkeiten für Vögel zu schaffen. Unser Nistkasten erfreut sich auch mit integrierter Kamera großer Beliebtheit.

Bei der Überwachung in dunkler Umgebung sollte man sich im Vorfeld schlaumachen, ob das zu überwachende Tier Probleme mit der dazu nötigen IR-Lichtquelle haben könnte. Bei der Beobachtung von Katze, Hunde, Pferd und Vogel ist der Einsatz der Technik allerdings unbedenklich.

Die wichtigste Frage, insbesondere bei Wildtieren und scheuen Artgenossen: Gibt die Kamera Geräusche von sich? Die Erfahrung zeigt, dass einige Kameras beispielsweise bei der Anmeldung im WLAN laut piepsen. Wird die Kamera nur bei Bedarf aktiviert oder verliert regelmäßig die Verbindung, kommt es so zu einer wiederholten Lärmbelästigung. Bei schreckhaften Tieren führt dies zu unnötigem Stress und im schlimmen Fall zu gefährlichen Situationen. Gleiches gilt für die in vielen Kameras integrierte Gegensprechfunktion. Diese sollte sich deaktivieren lassen und dann auch keinerlei Geräusche von sich geben. Im Zweifel hilf hier der Griff zur Zange: Lautsprecher und Status-Piepser sind schnell ausgebaut.

Bei Überwachungskameras sollte man generell den Datenschutz im Auge behalten – wobei dies bei reiner Tierbeobachtung auf den ersten Blick nicht nötig wäre. Letztlich kommt es aber ganz darauf an, was eigentlich überwacht wird. Bei der Kamera im Nistkasten (Ratgeber), Hühnerstall oder im Terrarium spielt der Datenschutz eine untergeordnete Rolle. Hängt die Kamera aber so, dass auch Personen oder das Nachbargrundstück zu sehen sind, sollte man sich gut überlegen, was mit den Daten eigentlich passiert. Insbesondere bei besonders günstigen Kameras sind die Videos und Fotos häufig nicht ausreichend vor dem Zugriff Dritter geschützt. Bei der Überwachung sensibler Bereiche wie der eigenen Wohnung oder dem Garten sollte man zu einem Datenschutz-konformen Gerät greifen.

Letztlich hängt die Wahl der Kamera aber vor allem vom geplanten Einsatzort ab. Der Verwendungszweck bestimmt, welcher Kameratyp geeignet ist.

Die größte Auswahl und die niedrigsten Preise gibt es im Bereich der WLAN-Kameras für Innenräume. Letztlich funktionieren hier auch No-Name-Kameras mit eingeschränkter Reichweite. Wer solch ein einfaches Modell kauft, muss insbesondere auf die Stromversorgung achten, da gerade die Mini-Kameras hier ausschließlich auf Akkubetrieb setzen. Für die dauerhafte Überwachung ist dies natürlich ungeeignet. Besser sind Kameras mit einer Stromversorgung via Netzteil.

Insbesondere billige Spion-WLAN-Kameras bietet häufig nur eine direkte WLAN-Verbindung zur Sichtung des Livebildes an. Dies klappt zwar in unmittelbarer Umgebung, eine Überwachung von Unterwegs ist dann allerdings nicht möglich. Klassische Überwachungskameras sind hingegen auch mobil abrufbar. Die besten Modelle haben wir im Artikel Testsieger: Überwachungskameras für innen und außen ab 40 Euro aufgelistete.

Soll die Kamera nicht nur einen begrenzten Raum, wie etwa Futternapf, Katzenklappe oder Terrarium beobachten, bieten sich motorisierte Modelle mit Schwenk- und Neigefunktion an. Diese steuerbaren Dome-Kameras gibt es ab etwa 30 Euro.

Bei unseren Recherchen sind wir auf speziell für Katzen und Hunde gedachte Kameras gestoßen. Diese bieten neben der Bildübertragung noch zusätzliche Funktionen. Die Pawbo Plus für 103 Euro verfügt beispielsweise über einen integrierten Leckerli-Spender und einen beweglichen Laserpointer. Zusammen mit der in diesem Fall praktischen Gegensprechfunktion kann man sein Tier nicht nur beobachten, sondern regelrecht damit interagieren. Die Modelle Puppy Kitty, Dogness Futterautomat und der Pet-Feeder arbeiten nach einem fast identischen Prinzip. Ob dieses in der Praxis tatsächlich von jedem Tier angenommen wird, können wir mangels Erfahrung nicht beurteilen.

Sinnvoller erscheint uns das Konzept des smarten Futterautomaten mit Kamera und App-Anbindung. Das Modell von Moxnice bietet etwa Platz für 8 Liter Trockenfutter und stellt dieses in einstellbaren Portionsgrößen nach einem festen Zeitplan zur Verfügung. Das Füllen des Futternapfes per App ist ebenso möglich, wie die Fernüberwachung mithilfe der integrierten Kamera. Für gerade einmal 62 Euro erscheint uns dieses praktische Gadget sehr interessant.

Für die Kleintierbox auf Terrasse oder Balkon, den Nistkasten an der Hauswand und ähnliche Anwendungen kommen ebenfalls WLAN- und Überwachungskameras infrage. Ist eine Überwachung in unmittelbarer Nähe ausreichend, reicht die WLAN-Variante. Sollen Hase und Igel auch unterwegs beobachtet werden, sind Überwachungskameras mit Fernzugriff die richtige Wahl. Die besten Modelle aus unseren Tests haben wir im Ratgeber Testsieger: Überwachungskameras für innen und außen ab 40 Euro zusammengefasst.

Ist der Standort der Kamera ausreichend vor Wind und Wetter geschützt, unter anderem direkt im Nistkasten, muss diese erfahrungsgemäß nicht zwingend wasserdicht sein. Grundsätzlich empfehlen wir für den Außeneinsatz trotzdem entsprechend zertifizierte Kameras, um Probleme auszuschließen.

Für die Beobachtung des kompletten Gartens bieten sich motorisierte Kameras mit Schwenk- und Neigefunktion an. Für zuverlässige Nachtsichtfunktion auf großen Flächen sollte man auf die Herstellerbeschreibung achten, da die maximale Reichweite der IR-Ausleuchtung sehr unterschiedlich ausfällt.

Bei Outdoor-Kameras ist es häufig nicht oder nur sehr kompliziert möglich, diese dauerhaft mit Strom aus der Steckdose zu versorgen. Wer sich kein Verlängerungskabel zum Vogel- oder Igel-Haus legen möchte, braucht eine andere Lösung. Am bequemsten ist die Nutzung einer Überwachungskamera mit integriertem Akku. Dieser sollte allerdings so ausgelegt sein, dass man ihn nicht alle paar Tage tauschen muss. Konkrete Modelle zeigt unser Vergleichstest: Outdoor-Kameras mit Akku.

Die Kamera von Visor Tech für 90 Euro hält laut Hersteller mit einer Akkuladung bis zu sechs Monate durch. Ob das in der Praxis klappt, zeigt der Testbericht zur Kamera von Heimvision. Andere Kameras wie die von Heimvision (Testbericht) haben lediglich Akkulaufzeiten von ein paar Tagen. Wer sie allerdings an das optional erhältliche Solar-Panel anschließt, muss sie in der Regel gar nicht händisch nachladen. Mehr Informationen finden sich im Ratgeber: Solarzellen-Überwachungskameras mit WLAN.

Wild-Kameras mit WLAN bieten sich für so einen Anwendungsfall ebenfalls an. Diese Kameras zeichnen automatisch auf und erlauben einen Zugriff per App. Modelle wie die Campark WiFi Wildkamera gib es ab circa 85 Euro. In der Regel arbeiten solche Wild-Kameras mit herkömmlichen Batterien und haben eine Laufzeit von mehreren Wochen.

Alternativ bieten sich Insel-Solar-Anlagen (Ratgeber) für die Stromversorgung an. Diese bestehen aus einem Solarpaneel, einer Regeleinheit und einem Akku. Wer solch eine Solar-Anlage im Gartenhaus integriert, kann damit nicht nur die Überwachungskamera, sondern auch andere Geräte mit Strom versorgen. Auch eine USB-Powerbank mit Solarpaneel (Ratgeber) kann ausreichen.

Wer seinen Hund im Kofferraum oder die Pferde im Anhänger beobachten will, kann auf kompakte WLAN-Kameras mit Akku zurückgreifen. Diese haben zwar nur eine überschaubare Akkulaufzeit und eine verhältnismäßig niedrige Reichweite, für diesen Zweck sind sie aber gut geeignet und zudem günstig in der Anschaffung. Bei einer Montage im Inneren müssen die Geräte nicht mal IPX zertifiziert sein.

Die Einheitspreise für solche Akku-WLAN-Kameras beginnen bei unter 20 Euro. Zu viel sollte man sich hier aber nicht erlauben. Neben einer niedrigen Bildqualität ist vor allem die kurze Akkulaufzeit von unter zwei Stunden kritisch. Modelle wie die Mcstree Mini Kamera für 70 Euro schaffen immerhin Akkulaufzeiten von bis zu sechs Stunden.

Alternativ empfehlen wir Kameras wie die 1080p-Wifi-Cam von Astibym für 34 Euro, welche zwar über keinen Akku verfügt, aber dafür mit jeder regulären Powerbank zusammenarbeitet. Steht im Kofferraum eine 12V-Steckdose zur Verfügung, kann diese mit USB-Adapter ebenfalls zur Stromversorgung dienen.

Wer die Überwachung auch bei Nachtfahrten nutzen will, muss allerdings darauf achten, dass die Kameras über eine Nachtsichtfunktion verfügen.

Bei der Überwachung von Stall, Weide oder Bienenkasten sind Überwachungskameras wegen der fehlenden WLAN-Verbindung allerdings ungeeignet. Hier bieten sich entweder eine Kombination aus Insel-Solar-Anlage, Überwachungskamera und LTE-Modem oder eine Wildkamera (Ratgeber) mit 4G-Übertragung an. Bequemer, günstiger und deutlich kompakter ist die zweite Variante. Wild-Kameras mit SIM-Karten-Einschub sind ab etwa 170 Euro erhältlich. Passende Tarife finden sich beispielsweise im Ratgeber LTE-Router: Die besten Tarife für mobiles Surfen.

Wer Tiere in Haus und Garten überwachen will, findet zahlreiche geeignete Kameras. Vor dem Kauf sollte man sich folgende Fragen beantworten: Besteht am Aufstellort eine WLAN-Verbindung? Falls nicht, kommen nur Wildkameras (Ratgeber) mit LTE oder Bastellösungen infrage.

Bei bestehender WLAN-Verbindung muss man klären, ob ein lokaler Zugriff ausreicht, oder ob die Daten auch mobil von unterwegs abrufbar sein müssen. Wenn die Überwachung innerhalb der eigenen vier Wände ausreicht, ist eine WLAN-Kamera mit Direktzugriff in der Regel am günstigsten. Sollen die Daten auch unterwegs zur Verfügung stehen, bieten sich klassische Überwachungskameras mit Internet-Anbindung an. Konkrete Modelle zeigt unsere Bestenliste: Security-WLAN-Kameras mit Cloud-Speicher.

Welche Kamera geeignet ist, hängt dann noch von der Frage ab, wie die Kamera mit Strom versorgt werden soll. Am günstigsten sind Kameras mit Stromversorgung per Netzteil. Fehlt eine Steckdose in unmittelbarer Nähe, eignen sich Überwachungskameras mit Akku und/oder Solarpaneel (Ratgeber). Alternativ kommen auch kleine Insel-Solar-Anlagen oder Solar-Powerbanks infrage. Der Aufwand und die Kosten dieser Lösung sind allerdings unverhältnismäßig hoch.

Zusätzlich sollte man klären, ob die Kamera eine Nachtsichtfunktion braucht. Diese ist nämlich häufig, aber keinesfalls immer vorhanden. Bei der Beobachtung von scheuen und wilden Tieren, sollte man unbedingt sicherstellen, dass die Kamera stumm arbeiten und die beobachteten Tiere nicht von der IR-Strahlung irritiert werden.

In der Praxis macht uns unsere Nistkasten-Kamera (Ratgeber) viel Freude. Letztes Jahr konnten wir insgesamt drei Meisen-Generationen aufwachsen sehen. Wer wissen möchte, welche Kameras in unseren Einzeltests besonders gut abgeschnitten haben, sollte einen Blick auf den Artikel Testsieger: Überwachungskameras für innen und außen ab 40 Euro werfen.

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