Mini-Handys mit Android: Die kleinsten Smartphones bis 4 Zoll

Soyes XS11 Mini

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Die kleinsten Smartphones sind kaum größer als eine EC-Karte und dennoch läuft auf ihnen Android. TechStage zeigt kuriose Mini-Handys von 2,4 bis 4 Zoll.

Wer heute ein richtig kleines Smartphone sucht, hat keine große Auswahl. Denn während in den Nullerjahren die Handys immer kleiner wurden, gilt heute bei den Smartphones das Gegenteil. Große Displays dominieren das Angebot bekannter Hersteller. Kleine Geräte finden sich dagegen vorwiegend eher unbekannte Anbieter.

Doch es ist nicht alles verloren. Wir sind in die Tiefen der Android-Welt eingetaucht und haben sie gefunden: winzige Smartphones, die kleiner sind als eine Tempo-Packung. Wie gut die Technik gemessen am Standard aktueller Smartphones ist, zeigt unser Ratgeber.

Ein Blick auf die Display-Diagonale verrät nur die halbe Wahrheit, eigentlich könnten Smartphones immer kleiner werden. Das liegt an der fortschreitenden Miniaturisierung der Technik. Dadurch werden unter anderem Ränder um Displays immer schmaler und gefühlt passen inzwischen 6-Zoll-Displays in Gehäuse, die früher höchstens 5-Zoll-Displays beherbergten. Zum Leidwesen derer, die kleine Smartphones bevorzugen, nutzen die Hersteller den zusätzlichen Platz aber nicht. Stattdessen bauen sie lieber größere Displays, anstatt Geräte zu verkleinern. Unter den aktuellen Android-Smartphones mit finden sich kaum noch Bildschirme mit weniger als 6 Zoll. Dazu gehören etwa die nicht mehr ganz aktuellen Modelle Google Pixel 4a (Testbericht), Google Pixel 5 (Testbericht) und Samsung Galaxy S10e (Testbericht). Relativ neu hingegen ist das Sony Xperia 10 III (Testbericht).

Es gibt sie dennoch: Mini-Handys mit Android-Betriebssystem, die garantiert in jede Hosentasche passen. Die kleinsten Vertreter in diesem Ratgeber haben einen Bildschirm von 2,4 Zoll. Die größten Modelle kommen auf 4 Zoll. Der Großteil dieser Handys ist eher im niedrigen Preisbereich angesiedelt. Mehr als HD-Auflösung (1280 x 720 Pixel) ist bei den winzigen Mobiltelefonen aber nicht drin, genauso wenig ein AMOLED-Display. Wichtiger als die Frage der reinen Auflösung ist die Pixeldichte in ppi (Pixel pro Zoll) – also das Verhältnis von Pixel zu Displaygröße. Bei Smartphones gilt ab 300 ppi das Bild als scharf genug, damit das menschliche Auge keine Pixel mehr wahrnehmen kann. Eine entsprechende Pixeldichte bringen aber nur wenige Modelle mit. Die meisten winzigen Handys liegen bei 200 bis 250 ppi.

Beim Kauf sollte man darauf achten, ob eine physische Tastatur vorhanden ist bei Geräten mit kleinem Bildschirm. Ist das der Fall, sind diese nicht mehr so klein, wie vielleicht erhofft. Wir beschränken uns daher auf reine Touchscreen-Modelle. Das Kleinste, das wir finden konnten, hat gerade einmal eine Länge von 8 Zentimetern. Größere Modellkommen auf eine maximale Länge von 13 Zentimeter.

Kleine Smartphones mit Spitzenausstattung gibt es abgesehen vom Apple iPhone 13 Mini so gut wie gar nicht mehr. Das kompakte iPhone SE bietet nicht mehr den neuesten Stand der Technik. High-End-Smartphones mit Android sind in dieser Größe kaum vertreten. Ausnahmen wären das Asus Zenfone 8 (Testbericht) mit 6-Zoll-Display und High-End-Prozessor sowie das Foldable Samsung Galaxy Z Flip 3 5G (Testbericht). Zusammengefaltet ist es nur halb so groß wie ein herkömmliches Smartphone, ausgeklappt bietet es ein 6,7-Zoll-Display.

Allzu viel Leistung sollte man von besonders kleinen Smartphones nicht erwarten. Häufig kommen veraltete Quad-Core-Prozessoren zum Einsatz, nur wenige Modelle nutzen eine stärkere Octa-Core-CPU. Die Hauptkameras lösen in der Regel zwischen 5 und 48 Megapixel auf. Full-HD-Display findet man hier keine. Der Arbeitsspeicher erstreckt sich von mickrigen 1 GByte bis 3 GByte RAM. Der Speicher reicht von 4 GByte bis 32 GByte.

Technisch sind die 4-Zoll-Smartphones mit größeren Geräten der Einsteigerklasse vergleichbar, wie wir sie in der Top 10: Die besten Smartphones 2022 bis 150 Euro zeigen. Viele der kompakten Mobiltelefone sind zudem als Outdoor-Smartphone (Bestenliste) ausgelegt und bieten in Ausnahmefällen sogar bis zu 6 GByte RAM und 128 GByte Speicher, ein stabiles Gehäuse und leistungsstärkere Akkus. 5G darf in dieser Klasse aber nicht erwartet werden.

Die Auswahl der kleinsten Geräte ist nicht sonderlich groß. Die winzigen Modelle Unihertz Jelly 2 sowie Unihertz Atom und Unihertz Jelly Pro sind derzeit nicht mehr erhältlich. Beide Handys hatten wir in der Redaktion schon ausprobiert.

Das Soyes XS11 Mini gehört zu den derzeit kleinsten Android-Smartphones, die man kaufen kann. Bei Banggood kostet das Handy aktuell 49 Euro. Die Ausmaße fallen mit 8,5 x 4,3 x 0,9 Zentimeter extrem kompakt aus, damit ist es in etwa so groß wie ein Benzinfeuerzeug und kleiner als eine Packung Tempos. Es wiegt zudem nur 94 Gramm.

Blickt man auf die Technik, unternimmt man zwangsläufig eine Reise in die Vergangenheit. Als Betriebssystem läuft noch Android 6 aus dem Jahr 2015. Das 2,5-Zoll-Display löst mit 432 x 240 Pixel auf – das entspricht einer Pixeldichte von knapp unter 200 ppi. Der winzige Bildschirm wird dann zur Herausforderung, wenn man Nachrichten schreiben oder Texte lesen will. Wer an Alterssichtigkeit leidet, kommt hier schnell an seine Grenzen.

Die übrige Hardware-Ausstattung ist ebenfalls „mini“: 1 GByte RAM, 8 GByte interner Speicher sowie maximal 3G-Netzwerke. Diese werden in Deutschland gegen Jahresende vermutlich nicht mehr verfügbar sein. Aliexpress bietet das Soyes XS11 Mini mit LTE für 48 Euro an. Die Mediatek-MT6580M-CPU im Inneren ist für einfache Tätigkeiten ausgelegt. Einen Kopfhörerausgang gibt es nicht, als Anschluss dient ein Micro-USB-Slot. Die Kamera löst nur mit 2 Megapixel auf, die vordere Kamera für Selfies leistet 0,3 Megapixel. Bluetooth-Support ist möglich.

Das Gerät eignet sich aufgrund des niedrigen Preises und der winzigen Größe gut als Notfallhandy. Für den täglichen Einsatz als Smartphone ist es allerdings nicht mehr zeitgemäß.

Etwas größer, besser ausgestattet und dank 4G-Support zukunftssicherer ist das Soyes XS12 Mini mit 3 Zoll. Bei Banggood kostet das kleine Smartphone derzeit knapp 98 Euro. Dieses Modell ist die bessere Wahl und bietet immerhin Android 9, 3 GByte RAM und 32 GByte Speicher, eine Auflösung von 854 x 480 Pixel mit 320 ppi, einen USB-C-Steckplatz sowie eine 5-Megapixel-Kamera. Das Ruggear RG360 kostet zwar 140 Euro, bietet aber dafür Android 10. Das Bea-fon SL880 ist ein klassisches Klapphandy mit Touchscreen und Android 8.

Das Angebot bei 4-Zoll-Smartphones ist größer. Hier bekommen Käufer schon bessere technische Features. Zu den Herstellern kleiner Mobiltelefone gehören neben Unihertz, Cubot, Cyrus und Ruggear auch Palm. Emporia und Bae-fon bieten kompakte Klapphandys mit Android an, die sich an Senioren richten.

Das Cubot J10 kommt bereits mit Android 11 und ist mit 70 Euro verhältnismäßig günstig. Die Hardware ist allerdings recht einfach: 4-Zoll-Display mit 854 x 480 Pixel, 5-Megapixel-Kamera, 2-Megapixel-Front-Kamera, 1 GByte RAM und 32 GByte Speicher. Eine deutlich bessere Hardware bietet das Outdoor-Handy Unihertz Atom XL: Hauptkamera mit 48 Megapixel, Selfiekamera mit 8 Megapixel, 6 GByte RAM, 128 GByte Speicher, Mediatek MT6771 Helio P60 mit acht Kernen sowie ein wasserfestes und robustes Gehäuse nach IP68. Das hat mit fast 300 Euro aber auch seinen Preis. Die Geräte von Cyrus und Ruggear sind ebenfalls für den Outdoor-Einsatz gedacht.

Zu den besonders kompakten Smartphones gehören weitere Import-Geräte von No-Name-Anbietern. Das Melrose 4G Mini Smartphone etwa nutzt einen 3,4-Zoll-Display und Android 8 und ähnelt sonst einem älteren und kleinerem iPhone. Bei Aliexpress kostet das Handy etwa 95 Euro. Etwas moderner ist das Soyes S10-H 4G Mini Smartphone für 130 Euro bei Banggood. Hier kommt Android 9 sowie 3 GByte RAM und bis zu 64 GByte Speicher zum Einsatz.

In die Kategorie der Outdoor-Smartphones gehört auch das kompakte Cubot King Kong Mini 2. Die Kanten sind verstärkt, das Display schützt eine Panzerglasfolie. Es bietet zudem einen 4-Zoll-Bildschirm mit einer Auflösung von 1080 x 540 Pixeln. Die Bilddarstellung ist damit für kleine Schriften ausreichend scharf. Trotz der robusten Bauweise misst es nur 12 x 5,8 x 1,2 Zentimeter und wiegt nur 123 Gramm.

Das erst 2021 veröffentlichte Gerät kommt mit Android 10. Der Vierkernprozessor mit 2 GHz kann auf 3 GByte RAM zurückgreifen. Der 32 GByte große Speicher ist erweiterbar. Die Hauptkamera kann 13 Megapixel darstellen, die Frontkamera kommt immerhin auf 8 Megapixel. Die Akku-Kapazität liegt bei 3000 mAh. Das ist für die schlanken Maße des Cubot King Kong Mini 2 erstaunlich viel.

Es gibt sie wirklich: winzige Android-Handys. Trotzdem sind derartig kleine Geräte Mangelware, bisher hat sich kein großer Hersteller in diese Nische gewagt. Geräte bis 3 Zoll bekommt man derzeit nur über Importe. Bis 4 Zoll ist das Angebot etwas besser, so bietet das Cubot J11 sogar Android 11 – sonst aber eher einfache Hardware. Interessanter sind hier die kompakten Outdoor-Smartphones wie das Cubot King Kong Mini 2 oder das Unihertz Atom XL.

Wir hoffen darauf, dass sich auch namhafte Hersteller wieder trauen, kompakte Smartphones anzubieten wie damals Sony mit der Compact-Reihe. Apple hat das erkannt und bietet mit dem iPhone 12 Mini und iPhone 13 Mini Oberklassentechnik mit kompaktem 5,4-Zoll-Display an.

Dass es noch viel, viel kleiner geht, zeigt unsere Marktübersicht: Die kleinsten Handys ab 20 Euro. Android sucht man hier jedoch vergeblich. Vernünftige Technik in akzeptabler Größe findet sich in unserer Top 5: Handliche Smartphones bis 5,8 Zoll. Wer nur ein kompaktes Gerät für Anrufe bei Notfällen sucht, kann einen Blick auf den Ratgeber Klein, billig, praktisch: Notfallhandys zwischen 10 und 20 Euro werfen.

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