Top 5: Das sind die besten Saugwischer mit Akku im Test

Dreame H11 Max

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Was sind Saugwischer und wofür braucht man sie? Wir klären das in diesem Artikel und zeigen die besten fünf Wischsauger mit Akku aus den Tests.

Die Müslischale mit Milch ist übergeschwappt und die Hälfte ist auf den Küchenfliesen gelandet? Der Hund ist nach dem Gassigehen im Regen schön durch Schlammpfützen und anschließend über den Laminatboden gejagt? Oder sieht der Flur im Eingangsbereich in Herbst und Winter dank eingetrockneter Schmutzreste mal wieder „wie Hulle“ aus? Dann ist wohl Wischen angesagt.

Also Eimer, Wischlappen und Schrubber raus. Dann Wasser in den Eimer, den Lappen auswringen, über den Schrubberkopf legen und loswischen, was das Zeug hält – da kommt man schon beim Lesen außer Atem. Aber es gibt eine wesentlich einfachere und deutlich weniger anstrengende Alternative: Saugwischer mit Akku.

Saugwischer oder Wischsauger – diese Gerätegattung ist noch recht neu und wenig verbreitet, entsprechend hat sich noch kein Name so richtig durchgesetzt. Grundsätzlich gibt es diese Geräte mit Kabel zum Anschluss an die 230-V-Steckdose und mit Akku. Sie ersetzen Wassereimer, Schrubber und Wischtuch. Mit Akku ähneln sie vom Aufbau her Akkusaugern (Themenseite) wie Dyson V15 Detect (Testbericht) oder Samsung Jet 90 (Testbericht), doch es gibt entscheidende Unterschiede.

Denn statt eines Schmutzbehälters gibt es einen Abwassertank, hinzu kommt außerdem ein Frischwassertank. Aus dem Frischwassertank wird die weiche Rollenbürste im Bürstenkopf des Gerätes oder der Boden davor mit Wasser befeuchtet, die Absaugfunktion entfernt im gleichen Arbeitsschritt das schmutzige Wasser wieder und zieht es in den Abwassertank.

Dadurch, dass Frischwasser normalerweise in einem Schritt auf den Boden gegeben und direkt wieder als Abwasser abgesaugt wird, entfällt das lästige, regelmäßige Auswaschen und anschließende Auswringen des Wischtuches, wie man es beim manuellen Wischen hat. Das schont den Rücken und spart Zeit. Gleiches gilt für die Wischvorbereitung: Einfach den Akku-Saugwischer aus dem Schrank nehmen und loslegen. Minimaler Reinigungsaufwand entsteht nur nach dem Wischen, hier sollte hin und wieder der Abwassertank ausgespült und der Frischwassertank wieder aufgefüllt werden.

Die schnell drehende Wischrolle eines Saugwischers ersetzt zudem die anstrengende Schrubb-Bewegung, Wischen wird zum Kinderspiel. Selbst eingetrockneter Schmutz stellt normalerweise kein Problem dar, eventuell muss man mehrfach oder besonders langsam über hartnäckigen Schmutz wischen. Was dem Saugwischer an Anpressdruck fehlt, macht er durch die schnelle Drehung der Wischrolle wett.

Saugwischer kosten deutlich mehr als die herkömmliche Eimer-Schrubber-Lappen-Kombo. Da muss eine alte Frau lange für wischen, wie ein altes Sprichwort (abgewandelt) so schön sagt. Dafür spart der Einsatz viel Zeit und Kraft. Unserer Erfahrung nach liegt die Zeitersparnis beim Wischen mit einem Saugwischer bei gut 50 Prozent, die Anstrengung wird bestimmt um 80 Prozent oder eher noch mehr reduziert.

Wer schon einmal über die Anschaffung von Saugroboter (Themenseite) oder Akkusauger nachgedacht hat, hat eigentlich bereits den ersten richtigen Schritt gemacht: Er denkt über eine Vereinfachung der täglichen Arbeiten nach. Denn sowohl Saugroboter als auch Akkusauger erledigen die Bodenreinigung nicht ganz so gut wie ein herkömmlicher, kabelgebundener Sauger, aber sie bieten für sich betrachtet dennoch deutliche Vorteile. Genau so ist das mit Saugwischern: Sie lösen kein komplettes Problem, aber sie vereinfachen es enorm. Wischen wird damit zum Kinderspiel.

Neben dem bereits erwähnt höheren Preis ist hauptsächlich die relative Unhandlichkeit ein Problem bei Wischsaugern. Sie müssen ausreichend große Frisch – und Abwassertanks aufnehmen. Dadurch entfällt ein frei stehendes, schlankes Saugrohr wie beim Akkusauger, mit dem man bequem unter Möbel käme. Der vergleichsweise klobige Korpus eines Saugwischers verhindert daher einfaches Wischen unter Möbeln, zumal bei den meisten Modellen der Wischkopf nicht um 90 Grad oder mehr gestreckt werden kann, sondern eher um 60 bis 70 Grad. Geht man mit dem Griff doch weiter runter, um etwa unter die Couch zu kommen, hebt sich der Wischkopf einfach ab und verliert dann seine Reinigungswirkung. Im Extremfall kann Wasser aus den Tanks auslaufen, im Normalfall muss man davor aber keine Sorge haben.

Außerdem wiegen Saugwischer größtenteils 4 bis 5 Kilo und fühlen sich beim ersten Ausprobieren viel steifer als ein Schrubber an. Das legt sich aber, man gewöhnt sich schnell daran. Das Gewicht ist dann auch darum kein Nachteil mehr, weil die meisten Geräte durch die Rollendrehung wie von allein nach vorn gezogenen werden. Ein weiterer Nachteil von Saugwischern: Sie sind laut wie ein Akkusauger und verbrauchen Strom. Beides ist beim manuellen Wischen anders.

Es gibt noch einen Nachteil: Aktuell können die meisten Wischsauger nicht ganz bis an den Rand wischen. Wegen der Aufhängevorrichtungen der Wischrolle und der Kunststoffabdeckung des Wischkopfes bleiben dann normalerweise 1 bis 2 Zentimeter bis zum Rand ungewischt. Es gibt aber auch Modelle wie den Roborock Dyad (Testbericht), die bis wenige Millimeter an den Rand wischen können.

Saugwischer sind für die Reinigung von Hartboden wie Fliesen, Beton, Laminat oder Parkett ausgelegt. Wie bei manuellem Wischen mit Eimer, Schrubber und Wischlappen ist von einem Reinigungsversuch auf Teppich abzusehen. Wer Teppich reinigen will, sollte zu speziellen Teppich-Nasssaugern oder herkömmlichen (Akku)Staubsaugern greifen. Generell gilt: Kleine Krümmelansammlungen oder wenig Sand kann ein Saugwischer durchaus aufnehmen, er ersetzt aber keinen Sauger.

Saugwischer verfügen normalerweise über (HEPA)-Filter, die die aufgesaugte Luft reinigen. Zudem geben viele Hersteller ihren Produkten spezielle Reinigungszusätze mit, die nicht nur gut riechen, sondern auch antibakteriell wirken. Da in den meisten Modellen aber nur kaltes oder leicht warmes Wasser eingesetzt wird, kann eine Keimbildung letztendlich nicht ganz ausgeschlossen werden – wie beim normalen Wischen von Hand auch. Im Gegensatz dazu wird bei Wischsaugern allerdings schmutziges Wasser nicht mehrfach oder über einen längeren Zeitraum verwendet, da es sofort wieder in den Abwassertank abgesaugt wird. Das sorgt für einen gleichbleibend hohen Sauberkeitslevel.

Die größten Probleme sehen wir bei der Wischrolle. Wird sie nicht nach dem Wischen entnommen, gereinigt und im Optimalfall getrocknet, können hier durch die langsame Trocknung Bakterien und unangenehme Gerüche entstehen. Wer schon einmal eine Waschmaschinenladung in der Trommel vergessen hat, kennt das. Inzwischen gibt es aber Modelle wie den Jashen F16 (Testbericht), der die Wischrolle per Luftzug in unter 1,5 Stunden trocknet. Das verhindert unserer Erfahrung nach Geruchsbildung effektiv.

Die meisten Hersteller geben Wischzeiten von um 30 Minuten mit einer Ladung bei Akku-Saugwischern an. Durch die Zeitersparnis der Geräte reicht das unserer Erfahrung nach locker für ein normales Einfamilienhaus. Wer mehr braucht, sollte auf die Möglichkeit zum Akkuwechsel achten und darauf, ob ein Ersatzakku im Lieferumfang enthalten ist. Das hilft außerdem, wenn es später zu Ermüdungserscheinungen beim Akku oder gar zu einem Defekt kommen sollte. Die Akkus selbst sollten dank Lithium-Ionen-Technologie mehrere Jahre ohne spürbar nachlassende Leistung halten.

Im Folgenden haben wir die Modelle mit Akku, die wir bereits im Test hatten, in eine Reihenfolge gebracht, in der wir sie leistungstechnisch sehen. Wegen der bislang geringen Verbreitung dieser Geräteart gibt es hierzulande aber nur eine Handvoll weiterer Modelle zu kaufen, daher ist die Auswahl durchaus repräsentativ.

Der Roborock Dyad (Testbericht) punktet mit der höchsten Reinigungsleistung. Er erreicht das durch seine doppelte Wischrolle, die zudem einen weiteren Vorteil bietet: Der Dyad ist der einzige Wischsauger in dieser Bestenliste, der nahezu bis an den Rand wischen kann. Grund ist die zweite Wischrolle: Sie ist zweigeteilt, damit am Rand keine spezielle Halterung mehr Platz wegnimmt.

Kleine Nachteile gibt es dadurch aber auch. So erzeugen die gegenläufig drehenden Rollen keinen Vorwärtsdrang und der Wischkopf ist klobiger als bei den anderen Modellen. Der Handlichkeit tut das aber überraschenderweise kaum Abbruch, allerdings klingt er beim Wischen etwas klapprig. Größte Einschränkung in der Praxis ist aber unserer Meinung nach die alibiartig implementierte Aufstellmöglichkeit. Statt wie bei den anderen Modellen ein „steifes Knickgelenk“ zu integrieren, durch das die Geräte selbstständig stehen können, baut Hersteller Roborock einen kurzen Ausstellarm ein – das ist bestenfalls eine Notlösung.

Der Jashen F16 (Testbericht) bietet zwar weitestgehend die gleiche Leistung wie die anderen Modelle auf den folgenden Plätzen, allerdings hebt er sich durch zwei Add-Ons ab: Er bietet eine aktive Trockungsfunktion für die Wischrolle und kommt mit einem zweiten Wechselakku im Lieferumfang zum Kunden. Die Lüftung sorgt für schnelleres und dadurch hygienischeres Trocknen als bei der Konkurrenz, der Wechselakku ist nicht nur für doppelte Wischzeit gut, sondern hilft auch im Falle des Defekts eines Akkus. Bei den meisten anderen Modellen sind die durch den Kunden nicht zu wechseln. Dafür bietet das große Display eher rudimentäre Informationen an. Zusammen mit dem niedrigen Preis macht das für uns die Nummer Zwei.

Der Dreame H11 Max (Testbericht) hat uns optisch am besten gefallen. Er punktet mit modernem, monolithischem Design, bringt ordentliche Wischleistung mit automatischer Schmutzerkennung und leistet sich einfach in keinem Punkt echte Schnitzer. Praktisch ist das große Farbdisplay mit genauer Anzeige der restlichen Akkuleistung. Wer eine sachliche Unterhaltung schätzt, darf sich auf die Sprachausgabe des Saugwischers freuen. Zum Artikelzeitpunkt kostete das vergleichsweise handliche Dreame-Modell knapp unter 300 Euro und ist jeden Cent wert.

Eigentlich ist der Tineco Floor One S3 (Testbericht) sogar das modernste Gerät in dieser Bestenliste – und das, obwohl es das älteste ist. Denn im Gegensatz zu den anderen Saugwischern verbindet sich das Modell mit dem Smartphone und dem Sprachassistenten Amazon Alexa, um zusätzliche Features anzeigen und einstellen zu können. Das Problem dabei: Bis auf die Angabe, wie lange das Modell wohl noch laden wird, ist alles im Alltag ziemlich überflüssig – wenn auch cool. Beim Rest gibt es weder Vor- noch Nachteile. Die Verarbeitung ist genauso gut, die Reinigungsleistung ebenfalls, lediglich das Handling kam uns etwas steifer als bei den zuvor platzierten Modellen vor. Seine Aufgabe verrichtet das Tineco-Modell dennoch richtig gut.

Der Xiaomi Jimmy PowerWash HW8 Pro (Testbericht) ist optisch und auch technisch das älteste Modell – und daher preislich mit Abstand das Günstigste. Er sieht am ehesten wie ein alter Beutelstaubsauger aus und verlangt manuelles Sprühen des Wischwassers vor den Wischkopf des Gerätes. Das klappt zwar einfach per Druckknopf in Zeigefingernähe aus dem wechselbaren Frischwassertank, die anderen Modelle machen das aber automatisch und intern. Beim Jimmy braucht die richtige Dosierung der Wasserzufuhr wortwörtlich Fingerspitzengefühl und wer zu nah an Möbeln sprüht, befeuchtet auch die. Bei der reinen Wischleistung muss sich der Saugwischer aber nicht verstecken, hier liegt er richtig gesprüht auf Augenhöhe mit den drei besser platzierten Modellen mit einer Wischrolle. Einen anderen Vorteil hat das „ältere“ Design: Der Akku ist auch hier wechselbar, auch wenn kein Zweiter im Lieferumfang enthalten ist. Wie die anderen Modelle verfügt der HW8 Pro über eine Selbstreinigungsfunktion.

Deutlich günstiger als bei deutschen Händlern ist der HW8 Pro etwa bei Geekmaxi mit dem Code QVpe9iF4. Zum Artikelzeitpunkt war er hier für 233 Euro zu haben.

Trotz unserer Tipps noch nichts Passendes gefunden? Ein großes Angebot an Waschsaugern aller Art hat Amazon, hier gibt es auch Zubehör und Ersatz- oder Verbrauchsmaterialien nachzukaufen. Günstige Saugwischer mit Akku und Kabel haben wir außerdem in folgender Auflistung zusammengestellt.

Saugwischer lösen das „Problem“ Wischen nicht vollständig, aber sie erleichtern den Vorgang wesentlich. Denn mit ihnen geht Wischen so einfach und schnell wie Saugen. Natürlich ist die Frage, ob es denn schon wieder ein neues Gerät für ein paar hundert Euro sein muss, berechtigt. Wer aber ohnehin schon mal über einen Saugroboter (Themenseite) oder Akkusauger (Themenseite) nachgedacht hat, ist schon auf dem richtigen Weg: Arbeitserleichterung. Und für die sorgt ein Saugwischer auf jeden Fall.

Wer lieber gleich ganz wischen lassen will, sollte einen Blick auf Wischroboter wie Dreame Bot W10 (Testbericht) oder Hobot Legee 7 (Testbericht) werfen. Tipps zum Kauf von Saugrobotern haben wir hier zusammengefasst und die Top 10 Saugroboter gibt es ebenfalls.

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