TechStage | Tests, Ratgeber und Kaufberatungen zu Smartphones, Smart Home, Computer und Technik, die Spaß macht

Bestenliste: Security-WLAN-Kameras mit Cloud-Speicher

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Strom für draußen: Verlängerungskabel, Gartensteckdose oder Solar?

Licht, Alarm & Heizhandschuhe: Herbst-Gadgets für das Fahrrad

Universelle USB-C Docking Stationen ab 30 Euro: Bequem Monitore & Co anschließen

Überflüssig oder genial: Kuriose China-Gadgets unter 30 Euro

Bewegungserkennung, Nachtsicht, Cloud-Speicher oder NAS-kompatibel – WLAN-Kameras sind so unterschiedlich wie ihr Einsatzzweck. Wir zeigen die zehn besten Modelle für Zuhause.

Cloud-basierte WLAN-Kameras richten sich in erster Linie an Nutzer, die sich nicht groß mit der Inbetriebnahme einer IP-Cam auseinandersetzen wollen. Ein wichtiger Punkt ist das Speichern von Aufnahmen in der Cloud des Betreibers, sodass der Nutzer nicht selbst einen eigenen Server oder einen netzgebundenen Speicher (NAS-Ratgeber) einrichten muss; bei einigen Modellen ist das aber möglich. Cloud-Dienste beim Hersteller der Security-Kameras sind allerdings in der Regel mit Einschränkungen versehen: Nur, wer ein kostenpflichtiges Abo abschließt, bekommt den vollen Funktionsumfang.

Fast alle von uns getesteten Kameras leisten bei der Bewegungserkennung und Benachrichtigungsfunktion einen guten Job. Bei einigen Geräten sind Bild- und Tonqualität minderwertig. Einige Modelle, darunter Smartfrog, Logitech Circle 2 oder Yi Home Camera 2020 sind nur noch eingeschränkt erhältlich.

In dieser Bestenliste gehen wir vor allem auf die Indoor-Geräte ein, mit denen man Innenbereiche wie Wohnung, Laden oder Restaurant überwachen kann. In anderen Ratgebern sehen wir uns die Outdoor-Kameras mit Akku an oder helfen mit der Kaufberatung: Smarte Türklingeln mit Video und VoIP bei der Auswahl einer neuen Türklingel.

Auf Platz 1 löst die Eufy Indoor Cam 2K (Testbericht) die Somfy One+ ab. Sie kostet gerade einmal 30 statt über 300 Euro. Neben sehr guter Personen-, Tier- und Babygeräusch-Erkennung, bietet sie lokalen Speicher via Micro-SD-Karte (in der Kamera) oder NAS (extern). Nachtsicht und Aufnahmen bei Tag sind sehr scharf und detailreich.

Die Steuerung ist via App oder Web-Interface sowie via Sprachassistenten Amazon Alexa, Google Assistant und Apple Homekit möglich. Somit kann man die Kamera ohne Probleme in ein zentral gesteuertes Smart-Home-Überwachungssystem integrieren und etwa Sirenen oder weitere Kameras hinzuschalten. Der obligatorische Cloud-Dienst kostet zwar monatlich Geld, kann aber getrost weggelassen werden.

Die Somfy One+ (Testbericht) bietet ein hervorragendes Gesamtpaket; trotz des sehr hohen Preises. Dabei handelt es sich nicht nur um eine WLAN-Security-Cam, sondern um eine All-in-One-Sicherheitslösung fürs Zuhause. Das Gerät integriert eine 90 db laute Sirene und lässt sich mit Bewegungsmeldern und weiteren Sensoren des Herstellers vernetzen. Außerdem arbeitet Somfy One mit Amazon Alexa, Google Nest und TaHoma zusammen.

Somfy One+ zeigt sich im Test als die professionellste Security-Kamera. Nicht zuletzt, weil der Nutzer der Kamera für 9,99 Euro monatlich sogar seinen eigenen Sicherheitsdienst bekommt, der im Alarmfall nachschaut, was los ist. Das Betrachten und Herunterladen der Videos von Ereignissen vor der Linse kostet nichts, für den kompletten Videoverlauf des Tages kommen Kosten von 4,99 Euro monatlich auf den Besitzer zu.

Die IN-8015 (Testbericht) von Instar belegt Platz 3 unserer Bestenliste. Es handelt sich dabei um eine schwenkbare Kamera für den Inneneinsatz, für Draußen hat das Unternehmen ebenfalls diverse Kameras im Angebot. Gefallen hat uns unter anderem die gute Bildqualität und die schnelle Ansprache beim Drehen der Kamera. Auch die Latenz beim Livebild war so niedrig wie bei keinem anderen Modell unserer Testreihe.

Die Instar IN-8015 ist zwar nicht so intuitiv zu bedienen wie manch andere IP-Cams, dafür bietet sie neben einem großen Funktionsumfang tiefergehende Einstellungsmöglichkeiten. Zudem ist die Kamera via Amazon Alexa ansteuerbar. Was zusätzliche Kosten angeht, wird der Nutzer nicht zu einem monatlichen Cloud-Abo genötigt. Wer seine Daten allerdings auf einem deutschen Server verwahren will, zahlt beispielsweise 5 Euro pro Monat für 10 GByte. Wer kein Abo abschließen will, kann auch auf SD-Karte in der Kamera oder auf einem FTP-Server seine Aufnahmen speichern.

Nachtsicht, Bewegungserkennung und so klein wie eine Nektarine – die Überwachungskamera Blink Mini (Testbericht) kostet gerade einmal 35 Euro. Die Einrichtung und Bedienung der Kamera sind kinderleicht. Der Funktionsumfang ist üppig und die Bildqualität herausragend.

Wermutstropfen sind dafür die schlechte Qualität der Audioaufzeichnungen sowie der Cloud-Abo-Zwang. Denn nur wer monatlich zahlt, kann Blink auch in vollem Umfang nutzen. Bei Tonaufnahmen ist ein dauerhaftes Rauschen in jeder Aufzeichnung enthalten. Zwar hört man Stimmen noch einigermaßen deutlich, aber das Rauschen überdeckt viel. Eine lokale Sicherung von Aufnahmen etwa über Micro-SD-Karte ist nicht möglich. Stattdessen muss man sich das Blink-Sync-Modul 2 separat kaufen, will man seine Videoaufnahmen lokal sichern. Wer das nicht macht, ist auf die Cloud angewiesen. Wie bei Arlo oder Ring zahlt man hier monatlich 3 Euro, damit man seine Aufnahmen speichern kann.

Die Arlo Essential (Testbericht) ist eine gute Überwachungskamera für Innenräume. Im direkten Vergleich mit der Blink Mini (Testbericht) oder der Eufy Indoor Camera 2K (Testbericht) ist die Arlo Essential Indoor Camera aber einfach zu teuer. Eine Option zum lokalen Speichern von Aufnahmen gibt es nicht, nur ein Cloud-Abo, das mindestens 3 Euro im Monat kostet. Funktionen wie Personen- oder Tiererkennung gibt es auch erst, wenn man ein Abo bezahlt.

Wer bereits andere Produkte aus dem Arlo-Ökosystem nutzt, sollte sich auch die Essential ansehen. Sie punktet vor allem mit guter Bild- und Tonqualität sowie mechanischer Klappe, die sich zum Schutz der Privatsphäre vor die Linse schiebt.

Die Ring Indoor Cam (Testbericht) überzeugt vor allem mit Leistung und Bedienung. Lautsprecher, Nachtaufnahmen sowie die generelle Bildqualität gefallen uns im Test. Wir empfehlen die Cam als Ergänzung für existente heimische Ring-Systeme. Als einziger Speicher für die Aufnahmen steht leider nur die Ring-Cloud zur Verfügung. Leider, weil sie in der kostenfreien Variante wie bei der Arlo Essential nur Live-Stream und Benachrichtigungen auf dem Smartphone bietet. Wer einen Speicher will, zahlt 3 Euro pro Gerät im Monat. Zudem kommt Ring immer wieder in Negativschlagzeilen, was Datenpannen angeht, wie auch die Kollegen bei heise online berichten. Das verschafft ihr dann auch nur den sechsten Platz in unserer Bestenliste.

Gute Bildqualität, hervorragende Geräusch- und Bewegungserkennung sowie Speicheroptionen auf Micro-SD-Karte, NAS oder kostenloser Cloud machen die D-Link DCS-8526LH (Testbericht) zu einer wirklich guten Kamera. Eigentlich, denn die Nutzung stellt sich als sehr umständlich heraus. Die App stürzt bei uns im Test immer wieder ab – das nervt. Zudem sind eingebautes Mikrofon und Lautsprecher viel zu schwach, um damit sinnvoll zu kommunizieren.

Kein Abo-Zwang, gute Bildqualität und optimale Geräuscherkennung – das sind die Pluspunkte bei der Hama Wifi Camera (Testbericht). Die unzureichende Bewegungserkennung und die minderwertige Gegensprechfunktion sind aber dicke Minuspunkte. Wer sein Google- oder Amazon-Smart-Home erstmals mit einer günstigen Indoor-Cam ausstatten will, sollte lieber gleich zur Eufy Indoor Camera 2K (Testbericht) greifen. Amazon-Kunden, die bereits ein Blink-Abo abgeschlossen haben, sind bei der Blink Mini (Testbericht) besser aufgehoben. Gleiches gilt für Anwender, die bereits ein Ring-Abo bezahlen – hier ist die Ring Indoor Cam (Testbericht) eine bessere Alternative. Die Hama-Kamera ist aus unserer Sicht Mittelmaß und ist nur sinnvoll, wenn man kein Cloud-Abo bezahlen will.

Dass die Canary Flex (Testbericht) bei uns auf dem neunten Platz landet, ist vor allem der schlechten Bildqualität geschuldet. Während alle anderen IP-Kameras diesbezüglich zumindest zufriedenstellend waren, ist die Qualität hier enttäuschend – obwohl der Hersteller sogar einen 1080p-Image-Sensor verspricht. Die Auflösung bei unseren Videos betrug allerdings nur 720p. Auch die Latenz bei der Übertragung des Livebildes war bei der Canary Flex sehr hoch.

Die sowohl für den Innen- als auch Außeneinsatz gedachte Kamera hat uns bezüglich Funktionsumfang und Leistung zwar gefallen, allerdings gibt es nur wenige Einstellungsmöglichkeiten. Es gibt etwa keine Option, manuell ein Video aufzunehmen. Videos der von der Kamera festgestellten Aktivitäten kann der Nutzer bis zu 24 Stunden nach Aufnahme herunterladen, für monatlich 9,99 US-Dollar bis zu 30 Tage.

Die Yi Home Camera (Testbericht) war günstig und lieferte ein gutes Ergebnis bei Tag und Nacht. Das war es leider aber auch schon. Digitale Bewegungs- und Geräuscherkennung sind unbrauchbar – sie funktionieren schlicht nicht. Größtes Problem aber: Der Datenschutz wird bei der Kamera nicht gewährleistet. Sie speichert Aufnahmen unter anderem in den USA, aber auch in anderen Ländern, in denen Yi tätig ist; also auch China. Mittlerweile ist die Kamera allerdings glücklicherweise fast vollständig aus deutschen Shops verschwunden, die Preise sind zudem deutlich gestiegen. Wir raten zu anderen Produkten.

Die Cloud bezieht sich in diesem Zusammenhang üblicherweise auf Online-Speicher, auf dem die Kameras ihr Material ablegen. Je nach Hersteller läuft das komplette Video auf die Server des Anbieters; hat die Kamera eine Bewegung erkannt, wird der entsprechende Clip markiert. Bei anderen Modellen landen nur die Aufnahmen, auf denen etwas passiert ist, im Online-Speicher.

Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Hat die Bewegungserkennung nicht zuverlässig gearbeitet, ist das Material wie bei der Yi Home Camera 2020 (Testbericht) weg. Und wenn alles ins Netz geladen wird, kostet das nicht nur Datenspeicher, den sich der Anbieter wie bei der Ring Indoor Cam (Testbericht) oder Arlo Pro 2 (Testbericht) gut bezahlen lässt, sondern auch eigenes Datenvolumen.

Vorteil der Cloud-Lösung: Man muss nicht am Aufnahmeort für Speicherplatz sorgen und die Aufnahmen sind geschützt. Kein Einbrecher wird die Festplatten aus den Servern am anderen Ende der Welt klauen – bei Kameras mit integrierter SD-Karte wie der Yi Home Camera geht das viel einfacher. Außerdem muss man sich nicht um die Konfiguration eines Netzwerkspeichers kümmern oder mit IP-Adressen und Port Forwarding auseinandersetzen. Auch darum, dass man jederzeit und von überall an seine Aufnahmen oder das Live-Bild kommt, kümmert sich der Cloud-Anbieter.

Das Ganze hat aber natürlich auch Nachteile. Neben der bereits erwähnten Bandbreite, die für die Uploads benötigt wird, kostet es häufig Geld wie im Fall von Ring, Blink, Smartfrog, Logitech und Arlo. Aus der einmaligen Investition in eine Überwachungskamera wird ein dauerhafter Kostenblock. Meist geht es nur um wenige Euros im Monat, doch im Laufe von Jahren summiert sich das. Und zum Anderen begibt man sich in die Hände des Kamera-Herstellers. Ob seine Netze und sein Online-Speicher richtig und sicher konfiguriert sind, weiß nur der Hersteller selbst.

Lokale Sicherung von Aufnahmen erfolgt bei den meisten Modellen über eine Speicherkarte in der Kamera. Nachteil: Wird die Kamera geklaut, sind die Aufnahmen weg. Nur wenige Modelle, darunter die Eufy-Kameras, speichern die Aufnahmen in der Bridge, die im Wohnzimmer oder Router-Nähe steht. Das ist eine bessere Absicherung. Bei einigen Modellen ist die Verbindung mit einem NAS möglich. Wer hier einen passenden Speicher sucht, findet an anderer Stelle den optimalen Netzwerkspeicher.

Beste Qualität kostet auch viel? Das beweisen zumindest die Kameras von Arlo oder Ring. Eufy hält mit der Indoor Camera 2K aber ordentlich dagegen und belegt verdientermaßen den ersten Platz dieser Bestenliste.

Letztlich kommt es aber auf die individuellen Anwendungsgebiete an. Hat man etwa bereits ein Blink-Abo, lohnt sich die Blink Mini. Will man auf jeden Fall einen Cloud-Speicher mit deutschem Standort, dann ist die Instar eine Alternative.

Alternative Kameras und Kamerasysteme haben wir in unserem Beitrag Testsieger: Überwachungskameras für innen und außen zusammengefasst.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.