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Testsieger Überwachungskameras

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Cloud oder lokaler Speicher, Akku oder Kabel, innen oder außen: Wir zeigen unsere Überwachungskamera-Testsieger aus den verschiedenen Kategorien.

Überwachungskameras gibt es in den unterschiedlichsten Formen: Als Türklingel, Außenleuchte, Outdoor-Kamera mit Akku oder diskrete Innenraumüberwachung können sie bei Bedarf jeden Bereich überwachen. Selbst für Mieter sind manche Lösungen geeignet.; sie lassen sich ohne Bohren befestigen oder schwärzen komplette Bildbereiche aus, sodass sich der Datenschutz gewährleisten ließe. Aber welche Kamera ist die Beste? Wir fassen unsere Testsieger der einzelnen Kategorien in diesem Beitrag zusammen.

Die Kameras haben wir nach den folgenden Kriterien getestet:

  • Montage: Kleben, stellen oder bohren? Wer Kameras aufbaut, muss im Zweifelsfall Bohren und Schrauben. Damit das Modell am Schluss nicht schief an der Wand hängt, schauen wir uns jeweils das mitgelieferte Montagematerial und Anleitung genau an. So findet man bei einigen Modellen professionelle Schablonen und Optionen zur Nachjustierung vor, bei anderen ist das Montagematerial samt billigster Plastikdübel ein Fall für die Mülltonne.
  • Einrichtung: Erfüllt die Kamera den europäischen Datenschutz? Ist die Einrichtung der Kameras leicht verständlich? Außerdem testen wir, ob die App leicht zu bedienen ist.
  • Funktionsumfang: Benachrichtigungen auf das Smartphone schicken alle Kameras. Aber welche unterscheidet bei der Bewegungserkennung zwischen Mensch und Tier und welche lässt sich in Smart-Home-Systeme wie Alexa, Apple Homekit oder Google Assistant integrieren? Wir schauen uns an, welche Kamera die meisten Funktionen hat.
  • Bild- & Tonqualität: Gute Videoaufnahmen, kräftige Lautsprecher und ausgewogene Mikrofone – nicht jeder Hersteller bietet das. Entsprechend testen wir, welche Kamera jeweils den besten Job macht.
  • Datensicherung: Cloud oder lokaler Speicher? Rechenzentrum in Deutschland, USA oder gar China? Wir klären zu den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Datensicherungsoptionen auf.

Nicht berücksichtigt haben wir Alarmanlagen, Türsensoren & Co. – hierzu gibt es mehr Informationen in unserem Beitrag: Technik gegen Dämmerungseinbrüche.

Akkubetriebene Cams sind besonders flexibel beim Einsatz in Garten oder Außenbereich; sie sind alle nach IP-Zertifizierung ausreichend gegen Wasser und Staub geschützt. Eine Stromversorgung per Kabel ist nicht nötig – lediglich die Montage in WLAN-Reichweite. Einige Modelle holen sich den Strom zudem aus einem Solarmodul und sind somit (fast) dauerhaft autark. Wer sich das Bohren zur Montage sparen will, kann viele Outdoor-Kameras auch mit Kabelbindern an Zaun, Balkon oder anderen Gegenständen fixieren. Das spart Ärger beim Auszug aus Mietwohnungen.

Wir haben dreizehn Outdoor-Cams mit Akku von 60 bis 500 Euro verglichen. Alle Produkte haben Nachtsicht, Personenerkennung und Zwei-Wege-Audio hingegen nur manche. Ausführliche Informationen zu den jeweiligen Produkten gibt es in den zugehörigen Einzeltests:

Zu den Top-Outdoor-Cams mit Akku zählen nach wie vor die Eufycam 2 und Eufycam 2c. Beide Produkte bieten lange Akkulaufzeiten zwischen einem halben und ganzen Jahr, gute Bildqualität, zuverlässige Personenerkennung und leichte Handhabung der App. Zudem ist die lokale Speicherung von Aufnahmen aus unserer Sicht ein Pluspunkt, weil die Daten auf der Bridge im Haus und nicht auf der Kamera oder in der Cloud gespeichert werden.

Eufycam 2 / 2c – Pro:

  • Leichte Einrichtung
  • Komfortable App
  • Genaue Erkennung

Eufycam 2 / 2c – Contra:

  • Bewegungssensor leicht kratzempfindlich
  • Teuer

Bei anderen Modellen wie Arlo Pro 2m Arlo Ultra 2 oder Blink Outdoor werden zwar monatliche Gebühren für die Cloud-Nutzung fällig, doch dafür liegen die Videoaufnahmen sicher auf einem Server im Netz. Bei der Amazon-Marke Blink kann man wahlweise sogar einen lokalen Speicher via USB-A koppeln.

Modelle wie die Ezviz C3A oder Heimvision HMD2 speichern Aufnahmen direkt auf einer Micro-SD-Karte im inneren der Kamera. Bedeutet: Wird die Kamera entwendet, sind auch alle Aufnahmen weg.

Outdoor-Leuchten mit integrierter Kamera gehören zu den komfortabelsten Lösungen. Sie ersetzen klassische Außenleuchten, schrecken ab, sichern Beweise und kommen an die vorhandenen Anschlüsse von Außenleuchten. Vor der Montage sollte man aber mit dem Vermieter klären, ob er mit einem Austausch einverstanden ist. Außnahme bildet die Arlo Pro 3 Floodlight. Sie ist das bisher einzige Modell, dass per Akku betrieben wird.

Die Montage klappt bei allen getesteten Geräten problemlos, denn die Hersteller liefern passendes Montagematerial gleich mit. Sechs Outdoor-Leuchten haben wir getestet. Hersteller Steinel war leider nicht in der Lage, uns ein Testgerät zur Verfügung zu stellen. Somit muss der Vergleich mit den aktuell sechs in Deutschland verfügbaren smarten WLAN-Leuchten mit Kamera dienen. Ausführliche Informationen zu den jeweiligen Produkten gibt es in den zugehörigen Einzeltests:

Das beste Ergebnis in allen Bereichen liefert Bosch Eyes. Die Kamera schießt klare Aufnahmen, erkennt zuverlässig Bewegungen, bietet eine komfortable App und sichert Daten in der deutschen Cloud. Zudem ist das Ausschwärzen von Bildbereichen möglich, sodass die Kamera auch ohne Bedenken im Außenbereich Platz findet. Netatmo Presence folgt auf Platz zwei. Sie zeichnet sich vor allem durch die hervorragende Unterscheidung von Menschen, Tieren und Gegenständen sowie die Datensicherung aus – ganz ohne Cloud. Abus Lichtkamera, Blaupunkt Lampcam, Ring Floodlight und Arlo Pro 3 Floodlight belegen den dritten Platz. Alle drei sind umständlich bei der Montage. Bei Blaupunkt und Abus überzeugt die App nicht. Ring und Arlo verlangen dauerhaft Geld für ein Cloud-Abo. Wer kein Problem damit hat, sollte sich aber die Ring Floodlight oder Arlo Pro 3 Floodlight ansehen. Sie zählen, neben den Modellen von Bosch und Netatmo, zu den nutzerfreundlichsten Kameras.

Bosch Eyes – Pro:

  • Einstellbares Kameramodul
  • Leicht zu bedienende App
  • Gute Nachtsicht
  • Schwärzen von Bildbereichen

Bosch Eyes – Contra:

  • Keine Personenerkennung

Nachrüstlösungen für die Türklingel erweitern diese um nützliche Features wie Gegensprechanlage und Videoüberwachung. Klingelt ein Postbote, erhält der Bewohner eine Push-Benachrichtigung auf sein Smartphone und kann via VoIP sogar eine Sprachverbindung herstellen. Viele eignen sich allerdings nur als Zweitklingel und ersetzen selten die vorhandene Klingel, weil die Verkabelung zum existierenden Gong beispielsweise nicht möglich ist. Eine Übersicht und ausführliche Informationen zu den jeweiligen Produkten gibt es in unserer Bestenliste: Video-Türklingeln und in unseren Einzeltests:

Zu den nachrüstbaren Türklingeln mit den meisten Funktionen mit Kamera zählt die Eufy Video-Türklingel (Testbericht). Im Testbericht erhielt sie die Note 1 für ihre hervorragende Bild- und Tonqualität, die vielen Einstellungsmöglichkeiten und die Datensicherung ohne Cloud. Ein Schwärzen von Bildbereichen ist hier allerdings nicht möglich, sodass die Klingel nicht dort montiert werden darf, wo sie öffentlichen Raum filmt. Billig-Klingeln unter 80 Euro wie von ACME Doorbell (Testbericht) eignen sich vorzugsweise für Einliegerwohnungen & Co. oder als Zweitklingel für Partyraum oder Kinder. Sie bieten keinen vollwertigen Klingelersatz, sondern behelfen sich über einen Gong für die Steckdose; der ist leise und ersetzt nicht den bestehenden Hausgong. Für Mieter können solche Zweitklingeln dennoch interessant sein, da sie kein bestehendes System ersetzen, sondern rückstandslos bei einem Auszug entfernt werden können.

Produkte wie die Ring Doorbell 2 (Testbericht) ersetzen hingegen die bestehende Klingel vollständig – einschließlich Anschluss zum Gong im Haus. Somit ist die Ring Doorbell 2 unser Testsieger. Sie ist deutlich günstiger als die aktuelle Doorbell 3 Plus (Testbericht) und bietet kaum Nachteile zur neueren Version. Ein Ausschwärzen von Bildbereichen ist möglich, sodass man keinen öffentlichen Raum filmt. Aber Achtung: Die Doorbell 2 ist im Ausverkauf, der Bestand ist irgendwann also weg. Dann lohnt sich der Griff zur Doorbell 3 Plus.

Ring Doorbell 2 – Pro:

  • hervorragende Video-Qualität
  • einfache Einrichtung und Installation
  • Gegensprechanlage zum Nachrüsten

Ring Doorbell 2 – Contra:

  • groß und klobig
  • Registrierungszwang
  • kostenpflichtige Cloud

Ob man sich auf eine Cloud verlässt und dem jeweiligen Anbieter trauen kann, ist persönliche Ansichtssache. Eines ist aber klar: Die Cloud bietet viele Vorteile. Beispielsweise muss man sich nicht um Betrieb und Sicherung der Videoaufnahmen kümmern, sodass der Nutzer nicht erst selbst einen eigenen Server oder einen Netzwerkspeicher (NAS) einrichten muss. Cloud-basierte WLAN-Kameras für Innenräume richten sich entsprechend an Nutzer, die sich nicht groß mit der Inbetriebnahme einer IP-Cam auseinandersetzen wollen. Wer so eine Lösung vorzieht, muss eines wissen: Cloud-Dienste sind in aller Regel kostenpflichtig und erst bei monatlicher Zahlung kommt man den Genuss des vollen Funktionsumfangs. Folgende Modelle haben wir Stand September 2021 getestet:

Fast alle von uns getesteten Kameras machen bezüglich Bewegungserkennung und Benachrichtigungsfunktion einen guten Job, melden also ans Smartphone, wenn sich etwas tut. Vor allem bei Funktionsumfang und Ausstattung gibt es aber Unterschiede.

Als Testsieger löst die Eufy Indoor Cam 2K die Somfy One+ ab. Die Eufy-Kamera ist mit rund 34 Euro knapp zehnmal günstiger als die Somfy-Kamera. Neben sehr guter Personen-, Tier- und Babygeräusch-Erkennung bietet sie lokalen Speicher via Micro-SD-Karte (in der Kamera) oder NAS (extern). Nachtsicht und Aufnahmen bei Tag sind sehr scharf und detailreich. Darüber hinaus kann man sie per App oder Web-Interface bedienen. Die Kamera ist zu Amazon Alexa, Google Assistant und Apple Homekit kompatibel sowie mit allen Kameras und Homebase der Eufy-Security-Reihe. Bedeutet: Die Kamera kann man ohne Probleme in ein zentral gesteuertes Smart-Home-Überwachungssystem integrieren und etwa auch Sirenen oder weitere Kameras hinzuschalten. Der obligatorische Cloud-Dienst kostet zwar auch monatlich Geld, kann aber getrost weggelassen werden.

Eufy Indoor Cam 2K – Pro:

  • Top Preis
  • lokaler Speicher
  • Sehr gute Bildqualität
  • Zuverlässige Erkennung von Personen, Tieren & Babyweinen
  • Kompatibel zu Amazon Alexa, Google Assistant & Apple Homekit

Eufy Indoor Cam 2K – Contra:

  • 24/7-Aufnahmen nicht mit NAS kombinierbar

Kameras für Innen- und Außenbereiche müssen in erster Linie in WLAN-Reichweite montiert werden. Gerade in Gärten oder Kellerräumen, wo die Netzstärke meist nicht gut ist, helfen Repeater oder Mesh-Systeme (Ratgeber) für eine bessere Verbindung. Zudem muss man entscheiden, ob man seine Videoaufnahmen einer Cloud anvertrauen will oder sie lokal sichert. Cloud-Dienste erfordern kaum persönliches Engagement, man muss dem Anbieter allerdings vertrauen – und bereit sein, jeden Monat ein paar Euro springen zu lassen. Sitzt das Rechenzentrum in China, sollte man zweimal überlegen, ob man die Cloud wirklich nutzen will. Bei einigen Datenschutzerklärungen der Hersteller, darunter Yi, konnte zum Testzeitpunkt keine Konformität mit der DSGVO gewährleistet werden. Lokale Sicherung von Aufnahmen erfolgt bei den meisten Modellen über eine Speicherkarte in der Kamera. Nachteil: Wird die Kamera geklaut, sind die Aufnahmen weg. Nur wenige Modelle, darunter die Eufy-Kameras, speichern die Aufnahmen in der Bridge, die irgendwo im Wohnzimmer oder Router-Nähe steht. Das ist eine bessere Absicherung. Bei einigen Modellen ist die Verbindung mit einem NAS möglich. Wer hier einen passenden Speicher sucht, findet an anderer Stelle den optimalen Netzwerkspeicher.

Überwachungskameras dürfen im privaten Umfeld keinen öffentlichen Raum filmen. Zeichnet eine Outdoor-Cam beispielsweise noch im oberen Bildbereich eine Straße oder einen Bürgersteig auf oder den Privatgrund eines Nachbarn, muss das über die Software geschwärzt werden. Ist das nicht möglich, darf die Kamera an dieser Stelle nicht montiert werden.

Die Entscheidung darüber obliegt dem Nutzer. Für Gärten empfehlen wir Modelle mit Akku und gegebenenfalls Modelle wie die Ring Stick Up Cam Battery mit Solar-Panel. Das bietet eine nahezu autarke Stromversorgung. Irgendwann muss aber der Akku nachgeladen werden; etwa, wenn länger keine Sonne scheint oder die Kamera zu oft Alarm auslöst und somit mehr Strom benötigt. Einige Produkte schaffen mit reinem Akku-Betrieb ein gutes Jahr ohne Akkuwechsel. In Innenräumen bieten sich kabelgebundene Cams an. Hier sollte man darauf achten, dass die mitgelieferten Kabel lang genug sind, damit man sie gut verlegen kann. Ist das nicht der Fall, empfehlen wir den Kauf eines Ersatzkabels mit entsprechender Länge, statt Stückelung.

Zuletzt geht es um individuelle Feinheiten: Soll die Kamera eine integrierte Sirene haben? Braucht man einen Lautsprecher, um potenzielle Paketdiebe anzusprechen? Oder soll die Cam zwischen Mensch und Tier unterscheiden, damit keine häufigen Fehlalarme bei der Bewegungserkennung aufkommen?

Überwachungskameras bieten mehr Sicherheit und können Einbrecher abschrecken. Das ist aber eher ein gefühlter Mehrwert. Der Autor dieses Textes konnte immerhin beim Test der Netatmo Presence (Testbericht) eine unerwünschte Person aus dem Garten dank Bewegungserkennung und Scheinwerfer abschrecken.

Aber auch bei anderen Gelegenheiten bieten sich Kameras an: Wer klingelt eigentlich an der Tür? Hat der Lieferant das Paket auch wirklich auf die Terrasse gestellt? Und liegt der Hund tagsüber auf dem Sofa, wenn man bei der Arbeit ist?

Weiterführende Informationen zu den einzelnen Kategorien bieten unsere Vergleichstests und Bestenlisten. Dort behandeln wir beispielsweise Outdoor-Kameras mit Akku, Überwachungskamera-Sets , WLAN-Kameras für Innenräume sowie Outdoor-Leuchten mit WLAN-Kamera und Video-Türklingeln zum Nachrüsten.

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