Tablets mit Stift: Android, iPad, Windows und Alternativen

Lenovo Tab P11 Pro

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Ein Stylus erlaubt es, ein Tablet wie ein Zeichenbrett zu nutzen. TechStage zeigt Endgeräte, die über einen Stift verfügen sowie preiswerte Alternativen im Vergleich.

Ein Eingabestift ist ein beliebtes Werkzeug zum Bedienen eines Tablet-PC. Diese ermöglichen die Eingabe auf einem kapazitiven Touchscreen. Anders als bei den in die Jahre gekommenen resistiven Touchscreens, die auf Druck reagieren, erkennt der kapazitive Vertreter die Veränderung des elektrischen Feldes durch Berührung mit Finger oder einem Stift. Bei Kontakt verändert sich das elektrische Feld, wodurch das Gerät erkennt, wo eine Berührung erfolgt.

Wir stellen in diesem Ratgeber aus der Themenwelt Tablet Geräte vor, die über einen Bedienstift verfügen sowie Modelle, die kompatibel zu einem Stylus sind. Weiterhin zeigen wir auch preiswerte Alternativen im Vergleich zu den Stiften der Markenhersteller.

Bei einem Stift, häufig Stylus oder Pencil genannt, ist grundsätzlich zu unterscheiden zwischen einem passiven und aktiven Modell. Der passive kapazitive Stift funktioniert dank einer leitfähigen Spitze prinzipiell mit jedem kapazitiven Display. Er benötigt zudem keine eigene Stromquelle oder Funkverbindung zum Endgerät. Dadurch ist er zumeist günstiger, allerdings ungenau und deshalb für filigrane Zeichnungen oder präzise Eingaben nicht zu empfehlen.

Aktive kapazitive Eingabestifte erlauben deutlich präzisere Eingabe, was etwa beim Zeichnen oder Schreiben wichtig ist. Die Stifte erkennen 1024 bis 4096 verschiedene Druckstufen. Dafür benötigen sie allerdings eine eigene Stromquelle, um ein leichtes elektrisches Feld zu erzeugen, das der Touchscreen erkennt. Aufgeladen wird der Stift in der Regel über ein USB-Kabel oder per Induktion, es gibt auch Varianten mit einer Batterie. Eine Funkverbindung ist nicht erforderlich. Unterschiedliche Winkel erkennt diese Form aber nicht.

Noch wesentlich präziser, aber teurer sind Stifte mit Bluetooth-Verbindung. Zudem bieten sie Funktionstasten, die individuell belegt werden, etwa mit einem Kommando für „zurück“ oder den Werkzeugwechsel. Die eingebaute Sensorik erlaubt die Lageerkennung des Stifts. Das bietet Vorteile beim Schreiben mit Kalligrafie-Apps oder für Künstler, die mit dem Stift zeichnen oder malen wollen. Die Erkennung der Druckempfindlichkeit erlaubt es, unterschiedlich dicke oder dunkle Striche aufs Display zu zaubern. Hier ist es wichtig, dass der aktive Stift auch zum verwendeten Gerät kompatibel ist.

Es gibt eine Reihe an Tablets von Samsung mit Android, die zusammen mit einem Stift ausgeliefert werden. Bei Endgeräten von Samsung kommt je nach Modell eine Variante des S-Pen zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen aktiven Eingabestift, der magnetisch am Gehäuse haftet, mit induktiver Ladefunktion, 4096 Druckempfindlichkeitsstufen und einer Taste. Den günstigsten Einstieg bei Tablets mit Stift macht das Samsung Galaxy Tab S6 Lite (Testbericht), das über ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis verfügt. Es ist mit knapp über 300 Euro derzeit das preiswerteste Markenmodell inklusive Stylus. Die Verarbeitung ist tadellos, allerdings bietet die CPU nicht sonderlich viel Leistung und liegt eher auf dem Niveau eines Einsteiger-Smartphones.

Bei den übrigen Tablets mit Stifteingabe von Samsung handelt es sich um Modelle der gehobenen Mittel- sowie Oberklasse. Dazu gehört das Samsung Galaxy Tab S7 FE (Testbericht) mit Snapdragon 778G ab 440 Euro. Die „Fan Edition“ des Premium-Geräts Galaxy Tab S7 setzt auf ein großes 12,4-Zoll-Display mit LCD-Technik. Mehr Leistung sowie ein OLED-Display bieten das Samsung Galaxy Tab S7 ab 600 Euro, Samsung Galaxy Tab S6 (Testbericht) ab 740 Euro sowie das größere Samsung Galaxy Tab S7+ (Testbericht) ab 825 Euro. Das brandneue High-End-Tablet Samsung Galaxy Tab S8 und Tab S8+ kommen ebenfalls mit Stylus zum Kunden. Eine Sonderrolle nimmt das Samsung Galaxy Tab Active 3 (Testbericht) ein: Es gehört zu den ganz wenigen Outdoor-Tablets, die wasserdicht und vor Stürzen geschützt sind.

Xiaomi, Huawei und Lenovo bieten ebenfalls Tablets an, die einen Eingabestift nutzen können. Dieser gehört aber in der Regel abgesehen von Bundle-Angeboten nicht zum Lieferumfang. Unser Preis-Leistungs-Sieger ist das Lenovo Tab P11 Plus (Testbericht) für 265 Euro. Das Upgrade des Lenovo Tab P11 (Testbericht) bietet einen stärkeren Prozessors und Android 11. Beide Modelle sind kompatibel zum Lenovo Precision Pen 2 für 46 Euro. Der aktive Stift erkennt bis zu 4096 Druckstufen.

Das Gleiche gilt für das Media-Tablet Lenovo Yoga Tab 11 (Testbericht) für 330 Euro. Technisch entspricht es weitgehend dem Tab P11 Plus, bietet allerdings einen praktischen integrierten Ständer und stärkere Lautsprecher fürs Streaming von Filmen oder zum Musikhören. Eher für den produktiven Einsatz ist das Lenovo Tab P11 Pro (Testbericht) gedacht. In Verbindung mit dem Precision Pen 2 und einer in einer Schutzhülle integrierten Tastatur wandelt sich das Android-Tablet zu einem kleinem Netbook.

Für das Xiaomi Pad 5 (Testbericht) ab 360 Euro gibt es ebenfalls einen Stylus. Das erste Tablet von Xiaomi überzeugte uns mit einem 120-Hertz-Display und starkem Prozessor. Damit erreicht es in unserer Bestenliste: Die Top 10 der Tablets bis 500 Euro den ersten Platz. Der Xiaomi Smart Pen mit Bluetooth ist als Zubehör allerdings derzeit nur bei Xiaomi direkt zu bekommen und mit 100 Euro nicht gerade günstig.

Starke Hardware bietet zudem das Huawei Matepad 11 (Testbericht), das kompatibel ist zum Huawei M-Pencil (2. Generation) für 83 Euro. Der aktive Stift bietet 4096 Druckempfindlichkeitsstufen und Bluetooth. Allerdings verfügt das schicke Gerät mit 120-Hertz-Display nur über ein eingeschränktes App-Angebot. Ähnlich verhält es sich mit dem Huawei Matepad Pro (Testbericht), das mit dem M-Pencil der ersten Generation funktioniert. Samsung bietet den S-Pen zudem für die älteren Modelle Galaxy Tab S3, Tab S4 sowie Tab A 9.7 an.

Die Unterstützung von einem Stylus gehört standardmäßig zu einem iPad, gehört aber abseits von Bundle-Angeboten nicht zum Lieferumfang. Der aktive Stylus Apple Pencil (2. Generation) mit Bluetooth ist kompatibel zum iPad mini (6. Generation), iPad Pro 12,9" (3., 4. und 5. Generation), iPad Pro 11" (1., 2. und 3. Generation), iPad Air (4. Generation) (Testbericht) sowie zum neuen iPad Air (5. Generation). Besitzer des iPad (6., 7., 8. und 9. Generation), iPad Air (3. Generation), iPad mini (5. Generation) iPad Pro 12,9" (1. und 2. Generation), iPad Pro 10,5" und iPad Pro 9,7" greifen zum Apple Pencil (1. Generation).

Speziell für professionelle Ansprüche bietet sich das Apple iPad Pro 12.9" (Testbericht) an. In Verbindung mit dem Stift ist das Gerät eine gute Option für kreativ Schaffende, wie etwa Grafiker. Dank M1-Chip verfügt das iPad Pro über sehr viel Rechenleistung. Diese CPU kommt zudem auch bei den neuen Modellen des Macbook zum Einsatz. Das lässt für die Zukunft auf noch mehr Synergien und Kompatibilität bei Apps zwischen MacOS und iPadOS hoffen. Das neue iPad Air 5 bekommt ebenfalls den M1-Chip.

Für den Einsatz bei einem Tablet oder 2-in-1-Laptop mit Windows 11 kann ein Stylus eine große Hilfe sein. Anders als Android oder iOS ist das Betriebssystem unserer Einschätzung nach weniger gut für die Touchbedienung ausgelegt. Speziell bei kleinen Fenstern oder Buttons kann die Präzision eines Stylus nützlich sein. Dieser kann praktisch sein, um Dokumente mit Anmerkungen zu versehen.

Das neue Huawei Matebook E bietet der chinesische Hersteller zum Marktstart ab 649 Euro inklusive Huawei M-Pencil (2. Generation) und Anstecktastatur an. Damit wandelt sich das 12,6-Zoll-Tablet mit Windows 11 zu einem Mini-Laptop. Dasselbe gilt für eine weitere Reihe an Detachable-PCs, etwa dem Lenovo IdeaPad Duet 3, Lenovo Yoga Duet 7, Lenovo ThinkPad X12 Detachable, Lenovo ThinkPad X1 Tablet G3, Lenovo ThinkPad X1 Fold G1 sowie HP Elite x2 und Dell Latitude Detachable 7320.

Ebenfalls für die Stifteingabe geeignet sind das Microsoft Surface Pro 8, Surface Pro 7 (Testbericht) und Surface Go 3. Hier kommt der aktive Eingabestift Microsoft Surface Pen ab 65 Euro zum Einsatz, der für alle Modelle ab Surface Pro 3 sowie auch das Microsoft Surface Book 3 (Testbericht) und Surface Studio geeignet ist. Dieser verfügt über zwei Tasten, einen virtuellen Radierer und braucht eine AAAA-Batterie.

Der Lenovo Active Pen 2 ab 48 Euro nutzt Bluetooth und funktioniert beim Lenovo ThinkPad X1 Tablet, Yoga 720 und Yoga 920 und Ideapad Miix 720. Bei PCs von Asus kommt der Asus Pen SA200H und SA201H Active Stylus zum Einsatz. Dieser ist kompatibel mit dem Asus Transformer Mini, Asus ​ZenBook Flip sowie den Touch-Versionen des Asus ZenBook oder Asus Vivobook. Für Geräte von Dell kommt der Premium Active Pen zum Einsatz.

Passive Stifte funktionieren mit jedem Display und kosten teilweise nur ein paar Euro. Deren Präzision lässt aber zu wünschen übrig. Eine preiswerte Alternative für das iPad sind die aktiven Eingabestifte von Adonit sowie der Logitech Crayon. Weitere günstigere Varianten zu Apple-Produkten als Eingabestift zeigen wir im Ratgeber Stifte fürs iPad: Günstige Alternativen zum Apple Pencil.

Ein Eingabestift kann eine hilfreiche Unterstützung bei der Bedienung eines Tablets sein. Am günstigsten sind passive kapazitive Stifte, die nur wenige Euro kosten und auf nahezu jedem Display funktionieren. Dafür bieten sie nur eine ungenaue Bedienung, weshalb sie sich zum Beispiel nicht fürs Schreiben oder Zeichnen eignen.

Deutlich mehr Präzision bieten aktive Stifte, die aber eine eigene Stromquelle benötigen. Hier müssen Käufer bereits darauf achten, dass das Modell kompatibel zum jeweiligen Tablet ist. Am besten, aber auch am teuersten, ist ein Stylus mit Bluetooth. Speziell für das iPad gibt es günstigere Alternativen von Drittanbietern.

Mehr zum Thema iPad und Eingabestifte erklären wir im Ratgeber Stifte fürs iPad: Günstige Alternativen zum Apple Pencil. Weitere Tablets zeigen wir in der Bestenliste: Die Top 10 der Tablets bis 500 Euro sowie iPad Pro, Samsung Galaxy Tab & Co.: Die besten High-End-Tablets. Empfehlenswert für Serienfans ist zudem der Ratgeber Netflix & Co.: Die besten Tablets und Chromebooks fürs Streaming.

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