Stromgenerator mit Benzin oder Diesel: Autark ab 180 Euro

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Mobile Stromerzeuger eignen sich für Camping, Festival, Gartenarbeit oder als Notstromversorgung beim Stromausfall. Wir zeigen, worauf es bei der Wahl des richtigen Generators ankommt.

Egal, ob fernab des Stromnetzes oder bei einem Stromausfall: Stromgeneratoren ermöglichen eine unabhängige Stromversorgung. Neben den noch sehr teuren Solargeneratoren bieten sich hier Stromgeneratoren mit Verbrennungsmotor an. Diese sind günstig und in verschiedensten Varianten erhältlich.

Dieser Artikel gehört zu unseren Themenwelten Outdoor und Werkstatt. Hier testen wir etwa Powerstations oder zeigen, wie PV-Anlagen mit Ersatzstrom in der Praxis funktionieren oder erklären, welcher Hochdruckreiniger am besten geeignet ist.

In diesem Ratgeber geht es nun um die Unterschiede bei der mobilen Stromerzeuger mit Verbrennungsmotor.

Generatoren mit Verbrennungsmotoren gibt es für Benzin, Diesel und Gas. Gas und Dieselgeneratoren sind zwar sparsam, allerdings sind diese Stromerzeuger für einen sehr hohen Stromverbrauch auf Baustelle oder als Notstromaggregat ausgelegt. Für die private Nutzung, insbesondere unterwegs, kommen deshalb hauptsächlich Stromerzeuger mit Benzinmotor infrage.

Gegenüber Solargeneratoren (Themenwelt), die Strom per Photovoltaik erzeugen und per Akku speichern, haben Benzin-Inverter trotz der Lautstärke und der anfallenden Abgase einige signifikante Vorteile. So steht der Strom jederzeit und spontan zur Verfügung. Der Solargenerator muss vor der Nutzung geladen werden – im Notfall ist das nicht umsetzbar. Der zweite Aspekt ist der Preis. Im Vergleich zu leistungsstarken Solargeneratoren ab 1000 W sind benzinbetriebene Generatoren erschwinglich.

Bei den benzinbetriebenen Generatoren finden sich sowohl Zweitaktmotoren als auch Viertaktmotoren. Viertakter werden mit in der Regel mit herkömmlichem Benzin betrieben und sind im direkten Vergleich etwas leistungsstärker. Zweitakter benötigen hingegen ein Gemisch aus Benzin und Öl. Dieses wird im in einem Verhältnis zwischen 1:50 bis runter auf 1:25 betankt. Welches Öl verwendet werden soll und wie das Mischverhältnis sein muss, erfährt man in der Regel aus der Anleitung – die bei unserem privaten Gerät, zusammen mit einem Teil des Zubehörs, gefehlt hat. Grundsätzlich ist ein Mehrbereichsöl für Stromerzeuger die beste Wahl, da der Stromgenerator jederzeit, also Winter wie Sommer, einsatzfähig sein sollte. In Deutschland und den hier herrschenden Temperaturen reicht für den Betrieb etwa das mineralische Öl 15W 40 aus. Auch teilsynthetisches Motoröl 10W 40 eignet sich. In wärmeren Gefilden, etwa im Sommerurlaub bei Temperaturen von mehr als 35 Grad, sollte ein 10W 50 Motoröl verwendet werden. Je nach Motor sollte man natürlich die dafür vorgesehenden Öle kaufen. Die Motorenöle sind als 2-Takt oder 4-Takt gekennzeichnet. Es ist ratsam bei einem 2-Takt Motor auch entsprechendes Öl zu kaufen. Beim Blick auf die angebotenen Modelle würden wir heute aber grundsätzlich zu einem Viertakter raten – Zweitaktmotoren sind nur noch bei sehr günstigen No-Name-Generatoren zu finden.

Doch es gibt noch einen wichtigen Unterscheidungspunkt. So gibt es Generatoren zur Stromerzeugung und sogenannte Benzin-Inverter oder Wechselrichter. Diese geben eine reine Sinuswelle aus, was bei der Verwendung von empfindlicher Technik, etwa Messgeräten und Computern wichtig ist. Geht es um den Einsatz von Gartengeräten, Kühlschrank oder Werkzeug, kann man darauf verzichten. Weitere Vorteile der Inverter sind die in der Regel kompaktere Bauform und die etwas niedrigere Lautstärke.

Neben dem Generator gehören in der Regel ein Erdungskabel, ein Öl-Messbecher und ein Blindstecker zum Lieferumfang. Der Stecker wird benötigt, da sich der Generator ohne eingesteckten 230-V-Stecker nicht starten lässt. Das Erdungskabel wird mit dem Generator verbunden und mit einem Erdnagel in den Boden gesteckt.

Je nachdem, wo und wie der Stromerzeuger genutzt wird, spielen Abmessungen und Gewicht eine mehr oder weniger wichtige Rolle. Grundsätzlich sollte man sich hier aber Gedanken machen. Der zweite wichtige Faktor ist die Dauerleistung der Generatoren. Diese muss hoch genug sein, um alle angeschlossenen Verbraucher zu versorgen. Das ist bei Smartphone, Laptop, LEDs oder Bohrmaschine unproblematisch, hier tun es schon schwache Inverter unter 1000 W. Bei verbrauchshungrigem Werkzeug, Garten- oder Küchengerät, ist das in der Regel zu wenig. Hier kommen erst starke Stromerzeuger ab mindestens 2000 bis 2500 W Dauerleistung infrage.

Die Generatoren sollten außerdem gegen die Witterung geschützt gelagert werden, dürfen aber auch nicht in Innenräumen betrieben werden. Wer seinen Generator täglich vom Wohnmobil aus- und einladen will, sollte deshalb unbedingt auf Größe und Gewicht achten, was allerdings die maximale Leistung einschränkt. Kompakte Inverter sind in der Regel auch etwas teurer als die ausladenden Modelle. Wer plant, das Gerät lediglich für den Notfall anzuschaffen, kann deshalb ebenso auf ein sperrigeres und schweres Modell setzen und so Geld sparen.

Bei den Stromerzeugern unter 15 kg sind im Preisvergleich aktuell acht Modelle für 187 bis 800 Euro gelistet. Bei den angebotenen Generatoren handelt es sich ausnahmslos um Inverter mit leiseren Viertaktmotoren und so sind diese Generatoren auch für empfindliche Elektronik geeignet. Die Dauerleistung der Modelle liegt zwischen 700 und 1100 W. Das günstigste Modell, Zipper-ZI-STE1100IV leistet 1100 W. Ausgerechnet das mit Abstand teuerste Markengerät von Honda schafft „nur“ 900 W.

Wenn es auch etwas schwerer sein darf, sollte allerdings auch gleich mehr Leistung zur Verfügung stehen. Bei den Generatoren ab 1500 W Dauerleistung und einem Gewicht bis maximal 25 kg findet der Preisvergleich aktuell 17 verschiedene Modelle zwischen 414 und über 1000 Euro. Auch hier handelt es sich ausschließlich um Viertakt-Inverter mit einem Gewicht zwischen 17 und 23 kg. Das günstigste Modell Stier SNS-200 für 415 Euro ist mit den Abmessungen von 28 x 27 x 40 cm ordentlich sperrig, bietet dafür auch einen großen Tank (10 L). Das zweitgünstigste Modell Scheppach SG2500i für 440 bis 490 Euro ist mit seinen 44 x 27 x 52 cm spürbar kompakter, bietet aber nur einen kleinen Tank. Beide Geräte leisten dauerhaft 1600 W. Die beiden teuersten Generatoren schaffen auch nicht mehr. Das stärkste Modell in dieser Klasse ist der Champion Power Euipment 92001i mit 1900 W Dauerleistung für 650 Euro.

In der Leistungsklasse (Dauerleistung) ab 2500 W sind die Generatoren schon deutlich schwerer. Unter 35 kg gibt es hier nur die Inverter Zipper ZI-STE2800IV (3800 W, 34 kg) für 365 Euro und Güde ISG 3200-2 (3200 W, 32 kg) für 833 Euro. Dürfen es auch bis 40 kg sein, kommen immerhin vier weitere Modelle hinzu. Allerdings ist auch hier nicht mehr Leistung geboten. Das günstigste Modell mit mindestens 3500 W Dauerleistung ist der Denqbar DQ-4200 Inverter mit 3800 W und einem Gewicht von 42 kg für rund 1000 Euro. Vergleichbar ist hier sonst noch das Modell Könner & Söhnen KS4000iE S mit 3500 W und einem Gewicht von knapp über 43 kg.

Neben Leistung und Gewicht gibt es noch einige Extras, die nur ein Teil der Geräte an Bord hat. Einen besonders bequemen Start der Stromerzeuger verspricht etwa eine Elektrostartfunktion. Diese gibt es allerdings erst in der gehobenen Preisklasse ab 550 Euro.

Soll der Generator nicht nur geschleppt werden, sondern für den Transport mit Laufrollen ausgestattet sein, geht es bei knapp unter 300 Euro los. Ein zusätzliches Status-Display gibt es ab 139 Euro, eine 400-V-Steckdose ab 679 Euro und einen integrierten 12-V-Anschluss ab 399 Euro.

Die Vorteile von Stromgeneratoren mit Verbrennungsmotor sind deren hohe Leistung im Verhältnis zum Anschaffungspreis und die Tatsache, dass der Strom bei Bedarf sofort zur Verfügung steht. Auch das für den Betrieb notwendige Benzin/Diesel und das benötigte Öl sind fast rund um die Uhr flächendeckend verfügbar. Mit einem Preis ab knapp unter 300 Euro bei 3000 W Dauerleistung sind benzinbetriebene Stromgeneratoren eine deutlich günstigere Möglichkeit Strom zu erzeugen als etwa Solargeneratoren.

Wer sich heute für einen Stromerzeuger mit Verbrennungsmotor entscheidet, sollte auf einen Inverter mit Viertaktmotor setzen. Ab 187 Euro gibt es bis zu 1000 W Leistung. Ab knapp unter 300 Euro gibt es 2500 Watt und ab 500 Euro sind auch 3000 W möglich.

Soll der Strom nachhaltig erzeugt und auch gespeichert werden, ist diese Lösung natürlich ungeeignet. Hier empfehlen wir einen Blick auf unsere Themenwelt Solargeneratoren: Powerstations für Photovoltaik.

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