DachbildStromimGarten

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Laufen im Winter: Klappbare Laufbänder und Sport-Zubehör für die kalte Jahreszeit

Laufen im Winter: Klappbare Laufbänder und Sport-Zubehör für die kalte Jahreszeit

Weihnachtsbeleuchtung für innen und außen: smart steuern ab 10 Euro

Weihnachtsbeleuchtung für innen und außen: smart steuern ab 10 Euro

Ratgeber Dashcam: Rechtliche Fragen, technische Details und Modelle ab 40 Euro

Ratgeber Dashcam: Rechtliche Fragen, technische Details und Modelle ab 40 Euro

Praktische und kuriose Gadgets für Smartphones: Alkoholmessgerät, Geigerzähler und Laser-Gravierer

Praktische und kuriose Gadgets für Smartphones: Alkoholmessgerät, Geigerzähler und Laser-Gravierer

Im Garten benötigt man oft Strom. TechStage zeigt, wie man vernünftige Verlängerungskabel und Gartensteckdosen findet oder Kameras und Co direkt mit Solar betreiben kann.

Die Outdoor-Leuchten am Beet (Ratgeber), die Basisstation zum Rasenmähroboter (Themenwelt), Kameras und Lampen für draußen, der Hochdruckreiniger (Ratgeber) oder einfach nur fürs Werkzeug zum Pflegen von Rasen und Hecke – Strom kann man überall brauchen. Sicher, die eleganteste Option ist ein Erdkabel samt Verteilerkasten, dann muss man aber einen Graben ausheben und ist auf bestimmte Punkte festgelegt (die man vorab definieren sollte).

Einfacher, günstiger und flexibler sind Verlängerungskabel, Kabeltrommel oder Gartensteckdosen, die oberirdisch verlegt sind. Wir zeigen, worauf man beim Kauf achten sollte und wie man mit Solar Orte mit Strom versorgt, die fernab des Stromnetzes sind.

Ein Wort zunächst: Wer sich draußen dauerhaft Steckdosen setzen lassen möchte, der sollte sich dazu einen Elektriker kommen lassen. Strom ist kein Spaß, draußen erst recht nicht. Eine Außensteckdose oder Feuchtraumsteckdose muss andere Anforderungen an den Schutz gegen Wasser und Staub erfüllen.

Elektrische Heckenschere, der Vertikutierer oder ein Rasenmäher, viele Geräte zur Gartenpflege laufen mit Strom. Das macht sie leiser als Benzinprodukte und wer sie mit dem Stromnetz verbinden kann, der zahlt beim Kauf weniger, als wenn er ein Akku-Modell verwendet.

Diese Geräteklasse zeichnet aus, dass man sie nicht ständig nutzt, sondern alle paar Wochen oder Monate hervorholt, um damit spezielle Aufgaben zu erledigen. Da man meist an einem trockenen Tag mit ihnen arbeitet, kann man beim notwendigen Verlängerungskabel etwas großzügiger sein. Ja, es sollte stabil und extra gegen Feuchtigkeit geschützt sein, etwa durch Verschlusskappen, aber es muss im Normalfall keinen Dauerregen aushalten. Wer eine Verlängerung für draußen sucht, der sollte auf eine IP44-Zertifizierung achten. Diese schützt vor Dreck “mit einer Größe von über 1 mm” und vor “allseitigem Spritzwasser”. Bei der Länge sollte man ruhig etwas großzügiger sein, lieber hat man 5 Meter mehr als 5 Meter zu wenig.

Eine Kabeltrommel steht eine Stufe über dem einfachen Verlängerungskabel. Sie liefert Strom über weite Strecken und besitzt normalerweise mehrere Verteilerdosen, an denen man mehrere Verbraucher anschließen kann - etwa die Heckenschere und einen Häcksler (Ratgeber). Neben den klassischen 230-V-Schukosteckern gibt es die Trommeln auch mit CEE-Stecker, wahlweise am Kabel oder an der Trommel. Das macht die Trommeln etwa auf der Baustelle oder beim Camping interessant.

Für den Einsatz im Außenbereich sollte die Kabeltrommel nach IP44 gegen Schmutz und Wasser geschützt sein, die Steckdosen selbst sollten über selbstschließende Deckel verfügen. Bei Kabeltrommeln sollte man auf die Maximalangaben für Watt und Volt achten. Diese unterscheiden sich stark, je nachdem ob die Trommel aufgewickelt oder komplett abgewickelt ist.

Denn die eng gewickelten Kabel können sonst die entstehende Wärme beim Stromdurchfluss nur schlecht abgeben, im schlimmsten Fall droht eine Überhitzung. Hochwertige Kabeltrommeln haben zwar einen Überhitzungsschutz, der im Notfall die Stromzufuhr unterbricht, soweit sollte man es aber nicht kommen lassen. Es schadet nicht, die Trommel im Zweifel immer komplett abzuwickeln.

Die meisten Kabeltrommeln für die Baustelle haben für den Garten allerdings ein Problem: Es geht zwar ein langes Kabel bis zur Kabeltrommel, danach muss man aber ein Verlängerungskabel verwenden oder die Trommel umständlich mitschleppen. Hier helfen spezielle Gartenkabeltrommeln. Diese sind mehr oder weniger ein Verlängerungskabel, das um eine Kabeltrommel gewickelt ist. Sie eignen sich primär dann, wenn nur ein Gerät betrieben werden soll, etwa der Rasenmäher.

Verlängerungskabel und Kabeltrommel eignen sich für die kurze Nutzung, mit den Gartensteckdosen schafft man flexible Steckdosen im Garten, die Wind und Wetter trotzen. Damit kann man etwa die Weihnachtsbeleuchtung betreiben, schafft Außensteckdosen im Gartenhäuschen oder versorgt die Basisstation des Rasenmähroboters (Themenwelt) samt einem Outdoor Access Points fürs WLAN (Ratgeber) mit Strom.

Die Geräte sind einfach aufgebaut. Sie unterscheiden sich vom Verlängerungskabel durch ein meist deutlich dickeres, da stärker geschütztes Kabel sowie eine oder mehrere Schuko-Steckdosen. Hier ist ebenfalls IP44 der mindestens notwendige Schutz, oft sind die Steckdosen zusätzlich gesichert. Bekannt sind etwa die Erdspieße von Brennenstuhl, die in den Boden getrieben werden. Alternativ gibt es schön anzusehende Säulen oder Verteilerkasten in Stein-Optik.

Praktisch ist, dass viele der Geräte mehr können, als nur den Strom zu verteilen. Gartensteckdosen von REV oder die Kopp Energiestation besitzen etwa eine Zeitschaltuhr, mit der man eine oder mehrere Steckdosen automatisch ein- oder ausschalten kann. Das ist ideal für Anwendungen, die nicht dauerhaft Strom benötigen, etwa die abendliche Beleuchtung oder einen Brunnen im Garten. Andere Produkte, etwa die Royal Gardineer Gartensteckdose, bringen eine Leuchte mit. Wieder andere Geräte, etwa von Brennenstuhl oder Meross, sind per WLAN mit dem heimischen Netzwerk verbunden und können über Sprachassistenten wie Alexa geschaltet werden.

Wer sich so einen Stromverteiler zulegt, der sollte erneut auf die Kabellänge achten. Lieber etwas mehr, damit man das Kabel sauber verlegen kann, damit niemand darüber stolpert. Idealerweise sollte man den Stecker außerdem geschützt aufstellen, selbst wenn eine IP44-Zertifizierung vorhanden ist. Je weniger die Elemente direkt auf das Gerät einstürmen können, desto besser ist es.

Was, wenn man partout keinen Strom legen kann oder möchte? Dann können Kameras oder Leuchten mit Solar in die Bresche springen. Bei einfachen Wegleuchten etwa gibt es zahlreiche Optionen, die man einfach in den Boden steckt und vergisst. Gleiches gilt für Leuchten, die die Hausnummer anstrahlen und so auch bei Dunkelheit einfach auffindbar machen.

Wandleuchten mit Solar und integriertem Akku sind ebenfalls inzwischen kein Problem mehr. Diese bringen meist Dämmerungssensoren mit, tagsüber sind die Lampen deaktiviert und laden die Batterie auf. Dazu kommt meist eine Bewegungserkennung, sodass die Lampe nur dann angeht, wenn sich konkret etwas im Sensorbereich der Lampe tut. Das spart Strom. Dennoch sollte die Lampe so aufgestellt oder befestigt sein, dass sie tagsüber genügend Sonnenstunden abbekommt, um den Akku zu laden.

Richtig spannend sind IP-Kameras mit Solarpaneelen, etwa die Ring Spotlight (Testbericht) oder die Reolink Argus 2 (Testbericht). Damit kann man Bereiche im Garten im Blick behalten, die normalerweise nicht einsehbar sind – zumindest, solange es dort WLAN gibt. Wichtig ist dabei allerdings, dass die Solarpaneele nicht direkt an der Kamera sitzen, sondern diese idealerweise über ein Kabel mit Strom versorgen. Dann ist man deutlich flexibler, wenn es um die Positionierung von Kamera und Solar-Panel geht.

Wer die Kameras komplett autark einsetzen möchte, etwa um das Schrebergartenhaus ohne WLAN zu überwachen, der findet auch Solar-taugliche Kameras mit LTE-Modul. Diese bieten Platz für eine LTE-SIM und können Bilder, Videos und Sound übers Mobilfunknetz übertragen. Dazu ist allerdings ein separater Vertrag notwendig, passende Optionen zeigen wir im Ratgeber LTE-Router: Die besten und günstigsten Tarife für mobiles Surfen.

Strom im Garten ist essenziell, sei es zum Spaß oder zur Gartenarbeit (was sich nicht ausschließen muss). Wer nur ab und an mäht, der ist mit einer Verlängerung oder einer Gartenkabeltrommel gut beraten. Bei größeren Gärten oder wenn das kleine Grillhäuschen im Garten länger mit Strom versorgt werden soll, lohnt sich eine Outdoor-Kabeltrommel. Für die Leuchten oder um eine feste Anlaufstelle für Strom im Garten zu haben, ist eine Gartensteckdose eine sinnvolle Erweiterung.

Wo immer möglich sollte man Stromkreise nutzen, die durch eigene FI-Schalter von den anderen Kreisläufen im Haus oder Wohnung getrennt sind. Das sorgt für zusätzlichen Schutz, falls die integrierten Sicherheitsfunktionen versagen. Und, wie erwähnt, Außensteckdosen sollte in jedem Fall der Fachmann setzen.

Der Artikel ist Teil unserer Themenwelt rund um den Garten. Dort sind noch weitere Artikel erschienen, etwa unser Ratgeber zu kleinen Hand und -Kettensägen, unser Testbericht zu günstigen Häckslern, unsere Topliste zu smarten Bewässerungsanlagen sowie der große Pool-Ratgeber.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.