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Streaming-Boxen im Vergleich: Die beliebtesten TV-Sticks
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Amazon Fire TV, Apple TV, Google Chromecast, Xiaomi Mi TV Stick & Nokia Streaming Box 8000 – Streaming Sticks machen für wenige Euro dumme Fernseher schlau. Wir vergleichen die beliebtesten TV-Boxen.

Aktuelle Fernseher werden immer günstiger. Einige UHD-TVs gibt es sogar schon ab 250 Euro (Kaufberatung) . Selbst die großen werden bezahlbar, wie unser Ratgeber große TVs: ab 70 Zoll unter 700 Euro zeigt. Eines haben sie fast alle gemein: Sie lösen mit 4K auf und verbinden sich mit dem Internet, sind also smart. Dadurch laden sie unter anderem populäre Streaming-Apps wie Netflix und Amazon Prime. Auch die Mediatheken der großen Fernsehsender, TV-Streaming von Waipu.tv, Magine oder Zattoo und einfache Spiele sind meist mit dabei.

So lockt fast jeder Fernsehhersteller mit seinem eigenen Betriebssystem. Diese funktionieren meist zunächst relativ gut. Probleme treten erst mit der Zeit auf. So werden einige nur stiefmütterlich gepflegt. Es gibt nur selten Updates, häufig sind neue Apps wie Disney+ (Ratgeber) dann nicht mehr nachinstallierbar. In anderen Fällen ist der TV-Prozessor zu schwachbrüstig und das Navigieren durch die Menüs wird zur langwierigen Geduldsprobe oder 4K-Inhalte beginnen zu ruckeln. Dann wiederum wirken die Menüs gelegentlich angestaubt und wenig modern. Einen guten Überblick bietet unser Ratgeber Zukunftsfähige Smart TVs: Android TV vs. WebOS & Co .

Dem Veralten der Betriebssysteme kann man mit Streaming-Sticks entgegenwirken. Sie kosten nur wenige Euro, stecken meist direkt im HDMI-Port und kommen mit einer eigenen Fernbedienung, die meist außerdem den TV ein- und ausschaltet und die Lautstärke reguliert. Auch sind sie in der Regel sehr flott, erfahren häufig Updates und bieten eine große Auswahl an Apps und Streaming Diensten (Die besten Video-Streaming-Anbieter ). Wir haben uns für diesen Vergleich die beliebten Lösungen von Amazon, Apple, Google, Nokia und Xiaomi angeschaut.

Amazon ist mit seiner Fire-TV-Reihe einer der beliebtesten Anbieter von TV-Streaming-Lösungen. Das hat mehrere Gründe. Zum einen sind Fire-TV-Sticks und-Boxen zu Aktionen wie der Black-Friday-Week Ende November meist stark reduziert. Sie kosten dann teilweise unter 20 Euro, in seltenen Fällen gar unter 10 Euro. Zum anderen sind sie perfekt in den Amazon-Kosmos integriert und deshalb gerade für Amazon-Prime-Mitglieder interessant. Noch dazu sind sie flott, bieten sehr viele Apps und haben Alexa integriert. Aktuell gibt es vier verschiedene Fire-TV-Lösungen, die allesamt ihre Vor- und Nachteile haben. Wir zeigen, für wen sich welcher anbietet.

Der Fire TV Stick Lite ist der günstigste Einstieg in die Streaming-Welt von Amazon. Er kostet regulär 30 Euro und bietet die gleiche sehr gute Nutzeroberfläche wie die Premium-Fire-TV-Modelle. Das heißt alle Apps wie Prime Video, Netflix, YouTube, Disney+, ARD, ZDF, ProSieben, DAZN, Spotify und viele mehr sind enthalten. Wir vermissen jedoch Sky Ticket, Sky Go und Apple TV+.

Die Einrichtung klappt mit dem Amazon-Konto innerhalb weniger Minuten. Zunächst steckt man ihn an den HDMI-Port. Dank mitgeliefertem etwa 15 Zentimeter langem Zwischenkabel gelingt dies auch bei engen Platzverhältnissen hinter dem Fernseher. Zur Stromversorgung liegt ein Netzteil bei.

Die Fernbedienung bietet alle wichtige Knöpfe, um komfortabel durch die Menüs zu navigieren. Über einen Aktivierungsknopf schaltet sich Alexa dazu und nimmt über das Mikrofon in der Fernbedienung Sprachbefehle entgegen. Allerdings ist es mit ihr nicht möglich, den Fernseher ein- und auszuschalten oder die Lautstärke zu regulieren. Hierfür muss stets zur Fernbedienung des TVs gegriffen werden. Das nervt auf Dauer. Auch bietet sich der Amazon Fire TV Stick Lite wegen seiner Full-HD-Auflösung nur für ältere TVs ohne 4K-Auflösung oder kleinere Fernseher an.

Der Fire TV Stick kostet regulär 40 Euro und ähnelt dem Fire TV Stick Lite in weiten Teilen. Den Hauptunterschied bilden zusätzliche Taste auf der Fernbedienung. Dank ihnen kann der Nutzer die allermeisten Fernseher ein- und ausschalten sowie die Lautstärke regulieren. Das ist sehr praktisch und minimiert das Fernbedienungschaos auf dem Couchtisch. Allzu weit sollte man die Remote des Fernsehers dennoch nicht weglegen. Wer etwa den Eingangskanal wechseln will, braucht sie.

Außerdem bietet er im Gegensatz zum Fire TV Stick Lite eine Dolby-Atmos-Unterstützung. Ob die jedoch jemand braucht, der keinen 4K-Fernseher hat oder auf keine Bildübertragung in UHD-Qualität Wert legt, ist fraglich. Schließlich benötigt man für Dolby Atmos ein hochmodernes und perfekt aufeinander abgestimmtes Hardware-Paket. Mehr dazu im Ratgeber Soundbars: Fetter Klang für flache TVs .

Der Fire TV Stick 4K kostet regulär knapp 60 Euro. Er ähnelt optisch seinen günstigeren Verwandten und bietet wie sie 8 GByte internen Speicher, einen GByte RAM und einen Quad-Core-Prozessor mit 1,7 GHz. Auch bei ihm gelingt die Installation kinderleicht. Allerdings unterscheidet er sich bezüglich der Übertragungsqualität doch deutlich. Denn er überträgt entsprechende Streaming-Inhalte in 4K-, beziehungsweise UHD-Qualität und 60 Bildern pro Sekunde an den Fernseher.

Außerdem unterstützt er Dolby Vision, HDR und HDR10+, was gerade bei modernen Fernsehern einen deutlichen Unterschied machen kann. Wie beim Amazon Fire TV Stick kann er Dolby Atmos. Außerdem soll er ein verbessertes WLAN-Antennendesign besitzen und 802.11ac Wi-Fi unterstützen. Alles Infos im Testbericht des Amazon Fire TV Stick 4K .

Der Fire TV Cube bildet zusammen mit dem Fire TV Stick 4K die Speerspitze der Fire-TV-Lösungen. Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich bei ihm nicht um einen Stick, der direkt im HDMI-Port steckt und sich so hinter dem Fernseher versteckt. Der Fire TV Cube will vor dem Fernseher platziert werden. Er bietet die gleichen Vorteile wie der Fire TV Stick 4K, hat jedoch einen etwas leistungsfähigeren Prozessor und mit 16 GByte doppelt so viel internen Speicher. Auch kommt er mit einem Ethernet-Port.

Den Hauptunterschied bildet die vollumfängliche Alexa-Unterstützung. So fungiert er nicht nur vergleichbar mit einem Smart-Speaker wie dem Amazon Echo 4 2020 (Testbericht) oder dem kleinen Amazon Echo Dot 4 2020 (Testbericht) . Über ihn kann der Nutzer auch den Fernseher per Sprachbefehl steuern. Verbal ändert dieser dann auf Wunsch den HDMI-Port oder navigiert durch die Menüs. Alles Infos im Testbericht des Amazon Fire TV Cube .

Das Apple TV kommt wie bei Apple üblich in einer schlichten weißen Box mit einem Foto des Streaming-Modells auf der Front. Öffnet man den Karton, finden sich das Gerät selbst und daneben eine kleine schwarze Fernbedienung. Darunter sind das Netz- und ein Lightning-Kabel für das Laden des Akkus in der Fernbedienung verpackt. Ein Netzteil fehlt.

An der Rückseite sitzen drei Buchsen – für das Netzkabel, das HDMI-Kabel und ein Ethernet-Kabel. Daneben sind WLAN in ac-Version und Bluetooth für die Verbindung zur Fernbedienung, Maus und Tastatur integriert.

Die Nutzeroberfläche ähnelt dem Erscheinungsbild auf iPhone und iPad. Vorinstalliert sind der iTunes-Store für Apple eigenes Streaming-Angebot an Filmen, Serien und Sendungen, die hauseigene Fotos-App und natürlich der App-Store für die Installation der Apps. Hier ist auch Sky Ticket dabei.

Apple TV versteht auch Siri. Allerdings sind wir mit der Performance von Siri im Test nicht besonders zufrieden, Siri versteht uns unzuverlässig. Letztendlich geht die Bedienung mit der Fernbedienung und der Nutzung per iOS-Gerät schneller und komfortabler.

Die Bildqualität des Apple TV ist hervorragend. Die UHD-Wiedergabe mit und ohne HDR zeigt brillante Qualität mit bester Bildschärfe, satten Farben und einer guten räumlichen Darstellung. Dabei testen wir die UHD-Performance mit dem Angebot von Amazon Prime, um die Bildqualität eines Fremdanbieters zu überprüfen. Aber auch das normale Fernseh-Programm in HD-Qualität der Live-Streams und Mediatheken lässt nichts zu wünschen übrig.

Das Apple TV ist mit UHD-Wiedergabe mit 60 Hz ein rundum gelungenes Streaming-Gerät. Die Bildqualität überzeugt mit scharfer und farbenfroher Wiedergabe und HDR-Unterstützung. Auch das Upscaling von HD-Inhalten klappt gut. Das Angebot an Inhalten ist umfassend, wenn auch nicht perfekt.

Wie häufig bei Apple: Gegenüber der Konkurrenz ist Apple TV 4K ziemlich teuer. Wir empfehlen Apple TV 4K allen, die ohnehin bereits im Apple-Universum unterwegs sind, Musik per Apple Music hören oder viele Filme in ihrer iTunes-Bibliothek haben. Hier geht es zum ausführlichen Testbericht des Apple TV 4K .

Googles Chromcast war bisher eigentlich kein Streaming-Stick, sondern spiegelte hauptsächlich den Inhalt von Android-Geräten auf den großen Bildschirm. 2020 war es dann so weit: Google greift mit seinem aktuellen Chromecast für knapp 70 Euro den Streaming-Stick-Pionier Amazon an. Auf ihm läuft die neu entwickelte Nutzeroberfläche Google TV zunächst exklusiv. Später soll sie auch Einzug auf Android-TV-Geräte halten.

Die Hardware gefällt uns sehr gut. So baumelt der ovale und recht flache Stick unsichtbar am HDMI-Port des Fernsehers. Ein Netzteil versorgt ihn mit Strom. Die beiliegende Fernbedienung positioniert ihre Knöpfe logisch, alles ist gut zu ertasten. Wie bei den meisten Fire-TV-Sticks erkennt auch der Chromecast den Fernseher und die Soundbar und steuert diese direkt über die Remote an. Ungewöhnlich, aber sinnvoll: Die Lautstärketasten sitzen an der Seite der Fernbedienung. Sie besitzt außerdem ein Mikrofon für Google-Assistant-Sprachbefehle. Wir vermissen jedoch Tasten zum Spulen sowie eine Pausetaste.

Die Nutzeroberfläche gefällt uns. Sie wirkt ähnlich aufgeräumt wie die von Amazon, bindet jedoch als Anhaltspunkt bezüglich der Qualität des Contents eine Bewertung von Rotten Tomatoes ein. Auffällig: Das Menü reagiert deutlich langsamer auf die Eingaben des Nutzers als alle Fire-TV-Sticks, die wir getestet haben. Ein klarer Punkt für Amazon. Trotzdem wirkt Google TV an einigen Stellen noch nicht ganz ausgereift. So nervt es etwas, alle Filme und Serien neu bewerten oder als bereits gesehen markieren zu müssen. Auch gibt es keine Profile. Eines der größten Probleme hat uns überrascht: Der Chromecast hat über die verbale Suche Verständnisschwierigkeiten oder zeigt unsinnige Ergebnisse an. Auch gibt es beim manuellen Tippen keine automatische Textvervollständigung. Das hätten wir vom Suchspezialisten Google besser erwartet.

Einer der größten Vorteile von Chromecast gegenüber Fire TV ist seine Möglichkeit, unkompliziert Inhalte von Smartphone auf den Fernseher zu übertragen. Befinden sich alle Geräte im gleichen WLAN kann man mit einem Knopfdruck den gesamten Bildschirminhalt spiegeln. Außerdem zeigen fast alle Bewegtinhalte am Smartphone den Chromecast-Button, der das Video dann nahtlos anschließend am TV weiterlaufen lässt. So ist es dann trotz fehlender App auch möglich, Sky Ticket oder Sky Go auf den großen Fernseher zu bringen.

Beim aktuellen Shield TV verabschiedet sich Nvidia vom Tablet- oder Konsolenformfaktor und wählt stattdessen einen Zylinder. Links und rechts sind die spärlichen Anschlüsse für HDMI, Strom sowie Ethernet. Alternativ kommuniziert das Gerät per WLAN mit dem Netzwerk. Als Kontrast zum runden Shield TV hat die beiliegende Bluetooth-Fernbedienung die Form eines Dreiecksprismas. Gerade einmal 13 Buttons zieren die Fernbedienung – darunter auch die omnipräsente Netflix-Taste. Die Fernbedienung hat am oberen Ende ein Mikrofon, mit dem man etwa Suchen diktieren kann.

Das Shield TV ist dabei recht offen: Per Bluetooth 5.0 lassen sich sowohl Tastaturen wie auch Gamepads oder Headsets mit dem Multimedia-Center verbinden. Diese Offenheit geht bei den Apps weiter. Neben den vorinstallierten Programmen kann das Nvidia Shield TV aus dem Vollen des Google Play Stores schöpfen. Dazu gehören neben nahezu allen Streaming-Diensten (mit Ausnahme von Sky Go/Ticket) weitere Apps, etwa der Media Player VLC, Benchmark-Tools, Programme zum Datenaustausch oder Mediatheken. Sideloading ist ebenfalls möglich.

Nvidia packt eine vergleichsweise ordentliche Leistung ins Shield TV. Im Inneren arbeitet ein Tegra X1+ mit vier 1,9 GHz-Kernen. Dazu gibt es eine Maxwell-GPU. Dem System stehen 2 GByte RAM zur Verfügung. In der Praxis ist das System flüssig und schnell. Man merkt keine Ruckler, keine Denkpausen. Das gilt auch beim Vor- und Zurückspulen von Filmen, das arbeitet einfach alles sauber.

Das Shield TV kommt mit so ziemlich allen Formaten zurecht, die man herumfliegen hat. Schön wäre hier allerdings ein USB-Port am Gerät, um direkt eine externe Festplatte anzuschließen. Ein Verkaufsargument des Media Centers ist Geforce Now. Im Grunde gibt es drei verschiedene Spieletypen: Android-Games, in Shield TV integrierte Spiele und Games, die der Nutzer im Epic Games Launcher oder in Steam besitzt.

Im Test funktionierten Spiele wie Darksiders II oder Saints Row IV überraschend gut. Wir hatten allerdings mit dem Xbox-Controller ab und an einen kleinen Input-Lag. Bei den meisten Spielen sollte das wenig Probleme verursachen, pixelgenaue Spiele könnten allerdings darunter leiden. Im Test kam es aber regelmäßig zu langen Ladezeiten. Geforce Now lässt sich in der kostenlosen Variante für jeweils eine Stunde am Stück nutzen.

Neben Cloud-Gaming ist eine AI-basierte Upscaling-Funktion für Inhalte das zweite große Verkaufsargument von Nvidia. Die soll Bilder in drei Stufen verbessern, etwa, damit 1080p-Inhalte auf 4K-TVs besser aussehen. In der Redaktion hat das Feature zu gemischten Gefühlen geführt. Die eine Hälfte sieht die Verbesserung in Realfilmen auf Netflix oder Youtube, andere bemerkten nichts. Am besten funktioniert das Feature bei alten Zeichentrick-Serien auf Disney+. Die harten Kanten der alten TV-Serien werden deutlich weniger eckig.

Für Nvidia ist das Shield TV eine interessante Möglichkeit, um nicht nur im PC von Zockern, sondern auch im Wohnzimmer einen festen Platz zu besetzen. Sollte das die Käufer interessieren? Ja, allerdings mit Einschränkungen: Das Shield TV ist ein sehr guter Media-PC, der eine vernünftige Leistung mitbringt. Dazu kommt die breite Unterstützung durch Apps und die Möglichkeit, APKs per Sideloading aufzuspielen. Das AI-Upscaling dagegen fällt in den Bereich "nett". Man sieht kleine Verbesserungen, es ist aber nicht so, dass ein 420p-Film plötzlich perfekt in UHD aussieht.

Hier geht es zum ausführlichen Testbericht des Nvidia Shield .

Xiaomi mausert sich zum universellen Hersteller von Geräten aus allen Bereichen. Dazu gehören neben Smartphones, Aktivitäts-Trackern (Xiaomi Mi Band 5 im Test ) und vielem mehr auch Fernseher (Xiaomi Mi TV 4S im Test ) und Streaming-Sticks. Der Xiaomi Mi TV Stick kostet etwa 35 Euro und setzt dabei vergleichbar mit dem Fernseher voll auf Android. Auch die Nutzeroberfläche von TV und TV Stick ähneln sich.

Zur Installation steckt der Käufer zunächst den Stick direkt in den HDMI-Port des Fernsehers. Unschön: Dem Xiaomi Mi TV Stick liegt kein Verlängerungskabel bei. So steht er starr acht Zentimeter aus dem HDMI-Port hervor. Noch dazu ist er recht breit und könnte so etwa den benachbarten HDMI-Port blockieren. Ein Netzteil liegt bei, doch das Kabel misst nur magere 80 Zentimeter. Im Gegensatz zum Chromecast und den Fire TV Sticks läuft der Mi TV Stick auch, wenn die Stromzufuhr über einen USB-Port am Fernseher kommt.

Als Betriebssystem nutzt Xiaomi Android TV, nicht zu verwechseln mit dem neuen Chromecast-Betriebssystem Google TV. Es wirkt aufgeräumt und bietet eine große Auswahl an Apps. Leider fehlt jedoch auch hier Apple TV+ und Sky Ticket. Jedoch bietet der Xiaomi Mi TV Stick ähnlich wie Googles Chromecast die Möglichkeit, Inhalte wie eben Sky Ticket über WLAN auf dem TV wiederzugeben.

Bezüglich der Hardware und der Bildqualität spielt der Xiaomi Mi Stick in einer Liga mit den günstigen Fire TV Stick Lite und Fire TV Stick. Er bietet einen GByte RAM und acht GByte Speicher. Das reicht für seine maximale Auflösung von Full-HD und ein paar einfache Spiele. Doch am Prozessor hat Xiaomi gespart: Insgesamt ist der Mi TV Stick deutlich langsamer als die Fire TV Sticks.

Nokias auf Android basierende Streaming Box 8000, die in Kooperation mit dem österreichischen Unternehmen Streamview entstand, präsentiert sich als universeller Alleskönner. Für einen Preis von etwa 100 Euro bietet sie so viele Anschlüsse wir kaum eine andere Streaming-Box. Neben HDMI, USB-3.0-Buchse, Ethernet und 8-Millimeter-Klinkenport bietet sie außerdem einen optischen Ausgang und einen USB-C-Anschluss. Das ist ein echtes Novum in der Anschluss-armen Streaming-Boxen-Welt.

Eine weitere Besonderheit betrifft die Bluetooth-Fernbedienung. Nicht nur sind ihre Tasten hintergrundbeleuchtet, sie bietet außerdem vergleichbar viele Tasten wie die Fernbedienung eines Fernsehers. Darunter auch eine Wiedergabesteuerung, Direkttasten für Netflix, Amazon Video, Youtube und den Playstore sowie Zahlentasten und eine Lautstärkensteuerung mit Mute-Taste. Gerade die direkte Wiedergabesteuerung hilft, die Bedienunterschiede verschiedener Apps zu egalisieren. Als überflüssig empfinden wir die Zahlentasten. Ohne den Block wäre die Fernbedienung deutlich übersichtlicher geworden.

Im Test funktioniert das Installieren und Aufrufen von Netflix, Amazon Video, DAZN, Disney+, Youtube und der ZDF-Mediathek auf Anhieb, sehr flott und ohne Probleme. Als Oberfläche setzt Nokia im Gegensatz zum Chromecast noch auf die alte Android-TV-Optik. Die neue Oberfläche soll da auch auf der Nokia Streaming Box 8000 ausgerollt werden. Einen Termin gibt es dafür jedoch nicht.

Sky Ticket funktioniert auf der Nokia Streaming Box 8000 nicht, auch gibt es keinen Browser. Sideloading ist jedoch möglich. Auch externe Geräte wie Maus und Tastatur erkennt die Nokia-Kiste.

Amazon nimmt im Markt der Streaming-Lösungen zu Recht eine Vormachtstellung ein. Selbst ihr günstigster Streaming Stick Amazon Fire TV Stick Lite, der im Angebot für unter 20 Euro zu haben ist, ist deutlich schneller und flexibler als alle anderen in dem Preissegment. Größter Vorteil des Xiaomi Mi TV Sticks ist seine Chromecast-Fähigkeit. So können Nutzer etwa Sky-Ticket-Inhalte oder die Bilder des letzten (Nicht-)Urlaubs kabellos über das heimische WLAN auf den Fernseher werfen. Toll finden wir die Nokia Streaming Box 8000. Für einen vernünftigen Preis präsentiert sie sich sehr durchdacht und anschlussfreudig.

Der Amazon Fire TV Stick 4K (Testbericht) ist mit 60 Euro einer der günstigsten Streaming Sticks, welche die hohe UHD-Auflösung und viele Bildverbesserer unterstützen. Der Google Chromecast ist mit knapp 70 Euro kaum teurer, aber etwas langsamer und mit einem weniger ausgereiften Betriebssystem. Dafür kann er Inhalte vom Android-Gerät auf den TV werfen. Der gut 100 Euro teure Amazon Fire TV Cube (Testbericht) könnte für alle interessant sein, die ihren Fernseher komplett per Sprache steuern wollen. Auf Wunsch ersetzt er auch gleich einen Smart Speaker wie den Amazon Echo 4 2020 (Testbericht) .

Wer sich überwiegend im Apple-Universum bewegt, für den ist Apple TV 4K vielleicht die richtige Lösung. Wer dagegen gerne ab und an mal zockt, sollte den Nvidia Shield eine Chance geben.

Wer zum Streaming-Stick noch den passenden Fernseher sucht, sollte einen Blick in unseren Kaufberatung UHD-TVs ab 250 Euro werfen. Selbst die großen werden bezahlbar, wie unser Ratgeber große TVs: ab 70 Zoll unter 700 Euro zeigt.

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