Solar-Außenbeleuchtung: Licht unabhängig von einer Steckdose ab 10 Euro

Solar-Außenbeleuchtung

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LED-Strahler und Lampen mit Solar-Panel sorgen für Licht, ganz unabhängig vom Stromnetz. TechStage hat sich Solar-Lampen für den Einsatz im Freien angesehen und verrät, worauf man beim Kauf achten muss.

Lampen mit Solar-Panel und Akku sind günstig und funktionieren ohne aufwendige Verkabelung auch abseits vom Stromnetz. Trotz niedriger Preise und einfacher Montage, gibt es hier einige Dinge, auf die man achten muss. Wer Fehlkäufe und Frust vermeiden will, sollte im Vorfeld genau überlegen, was benötigt wird.

In diesem Artikel geht es deshalb um alle wichtigen Punkte rund um das Thema Solar-Außenleuchten. Dieser Ratgeber gehört zur Themenwelt Beleuchtung, in der wir uns auch mit smarter Gartenbeleuchtung oder Lounge-Beleuchtung im Garten beschäftigt haben.

Außenleuchten mit Stromversorgung per Akku und Solar-Panel gibt es in unzähligen Formen und Größen. So gibt es die Lampen etwa im klassischen Baustrahler-Design, im flachen Design-Gehäuse oder etwa im Überwachungskamera-Look. Neben schwarzen Gehäusen gibt es die auch Lampen in Weiß oder Aluminium-Look. Während günstige Lampen aus Kunststoff bestehen, kommt bei hochpreisigen Lampen meist ein Metallgehäuse zum Einsatz. Auch bei der Befestigung oder Aufstellung gibt es zahlreiche Unterschiede, sodass hier für jede Anwendung ein passendes Modell zu finden ist. Es gibt etwa Lampen zur Wandmontage, mit Erdspieß, mit Haltearm oder integriert in ein Dekoelement, Pflasterstein oder speziell zur Beleuchtung der Hausnummer.

Wasserdicht müssen die Leuchten für den Außeneinsatz unbedingt sein. Das sind zwar auch günstige Lampen, allerdings sind bei den Dichtungen und der Verarbeitung große Qualitätsunterschiede vorhanden. Wer die Lampe direktem Regen und Schnee aussetzt, sollte erfahrungsgemäß etwas tiefer in die Tasche greifen, da billige Lampen häufig nicht richtig abgedichtet sind und dementsprechend schnell kaputtgehen.

Das zu den Lampen zugehörige Solar-Panel lädt bei genügend Licht den Akku auf und sorgt so für eine dauerhafte Stromversorgung fernab der Steckdose. Damit die Stromversorgung in der Praxis zuverlässig funktioniert, muss das Panel ausreichend stark sein und genügend Sonnenlicht abbekommen. Dank verbesserter Effizienz sind die Panels inzwischen ausreichend kompakt, um auch direkt in die Lampengehäuse integriert zu werden. Damit gibt allerdings die Bauform vor, wie die Lampe montiert werden müsste. Bei Deko-Lichtern ist das in Ordnung, für die Beleuchtung von Terrasse, Carport & Co. braucht es aber flexiblere Lösungen.

Soll die Lampe an einem schattigen Ort für Licht sorgen, sind Lampen mit externem Panel geeignet. Reicht ein auf der Lampe aufgesetztes und flexibel einstellbares Panel nicht aus, greift man zu einem Modell mit einer Zuleitung zwischen Solar-Modul und Lampe. Diese Leitungen sind in der Regel zwei bis fünf Meter lang, was in der Praxis ausreichend ist.

Neben einfachen Panels gibt es auch Lampen mit mehreren Solar-Modulen. Diese ermöglichen eine noch effizientere Lichtausbeute und können die Zeit, in der Strom produziert wird, verlängern. Solche Mehrfach-Module kommen in der Regel bei kraftvollen Lampen mit großen Akkus zum Einsatz.

Die allermeisten Solar-Lampen arbeiten mit effizienten LEDs, die strahlend hell sind und trotzdem wenig Strom verbrauchen. Die zum Teil mehr als hundert Einzel-LEDs sind je nach Modell mit einem großen Reflektor oder mehreren bis vielen Einzelreflektoren ausgestattet. In der Praxis bedeutet ein gemeinsamer Reflektor eine hohe Reichweite mit einem schmalen Lichtkegel. Für eine gleichmäßige und großflächige Ausleuchtung sind Lampen mit mehreren Reflektoren besser geeignet.

Einige Solar-Strahler sind gleich mit zwei, drei oder mehr getrennten Leuchtelementen ausgestattet. Dies ermöglicht eine gleichmäßigere Ausleuchtung, wenn die Lampe etwa an der Ecke eines Gebäudes hängt.

Soll die Solar-Leuchte nicht nur für optische Akzente, sondern für gut ausgeleuchtete Flächen sorgen, muss die Leuchtkraft der Lampen ausreichend stark sein. Da die Herstellerangaben zur Helligkeit oft stark geschönt sind oder gar ganz fehlen, sollte man pauschal nicht zu den günstigsten Lampen greifen, wenn es um größere Flächen geht. Ein anschauliches Beispiel für eine eher schwache Lampe, die sich nur als dezente (Not)Beleuchtung oder Akzent-Licht anbietet, ist die Feob-Solarlampe bei Amazon im Sechser-Pack für 43 Euro. Der Hersteller wirbt zwar mit satten 1000LM, das erscheint uns allerdings sehr hoch gegriffen. Da die 150 LEDs je Lampe ohne Reflektor auskommen müssen, fehlt hier die Tiefenwirkung,

Soll die Lampe in mehreren Metern Höhe montiert sein, müssen mehrere Reflektoren wie bei der Dreifach-Solarleuchte von Benma für 27 Euro vorhanden sein. Selbst ein großer Reflektor wie beim No-Name-Modell für knapp 20 Euro ist hier deutlich besser geeignet als das günstige Strahler Set.

Der Akku ist ein entscheidendes Kriterium für die Stromversorgung fernab des Stromnetzes. Je mehr Power die Lampe hat, desto größer muss die Kapazität des Akkus sein. Hinzu kommt die Tatsache, dass der Akku auch genügend Reserven für wolkenverhangene und düstere Tage braucht. Leider kann man den Produktbeschreibungen hier häufig nicht vertrauen. So ist es sinnvoll, sich etwa Kundenbewertungen genauer anzusehen.

Die Leuchtdauer der bisher getesteten Solar-Lampen fällt nämlich höchst unterschiedlich aus. Während günstige Deko-Lampen aus dem Discounter häufig nur einige Stunden durchhalten, leuchten Marken-Strahler die ganze Nacht hindurch. Das Markenmodell Steinel XSolar L-S für rund 155 Euro etwa, hat so viel Reserven, dass die Lampe laut Hersteller bis zu 50 Tage ohne Sonnenlicht funktioniert.

Da auch Solar-Akkus einem Verschleiß unterliegen, sollten sie bei hochwertigen Lampen unbedingt austauschbar sein. Zudem sollte man die Akkus vor der Inbetriebnahme immer erst einmal voll aufladen. Je nach Sonnenstunden, Akkukapazität und Solar-Panel-Leistung, kann dies zwei bis drei Tage Zeit brauchen. Dann aber sollte eine Leuchtdauer von mindestens sechs bis acht Stunden möglich sein.

Damit die Lampen tagsüber keinen Strom verbrauchen, setzen die Hersteller auf einfache Helligkeitssensoren, die in der Regel im Solar-Panel integriert sind. Sobald es dunkel wird, schalten sich die Lampen dann automatisch ein. Sobald es wieder hell wird, gehen die Lampen aus, sofern der Akku bis dahin überhaupt noch voll ist. Häufig verlieren die Lampen schon massiv an Helligkeit, sobald die Akkukapazität nachlässt.

Wenn es um zuverlässige Ausleuchtung geht, ist es deshalb sinnvoller, die Lampen nur bei Bedarf zu aktivieren, um den Akku zu schonen und bei Bedarf die volle Helligkeit zur Verfügung zu haben. Das funktioniert am bequemsten per Bewegungssensor. Einige Hersteller setzten alternativ auf fernsteuerbare Lampen oder eine Kombination aus Fernsteuerung und Bewegungserkennung.

Der größte Unterschied zwischen günstigen und hochpreisigen Lampen ist hier die Möglichkeit, Einfluss auf die Steuerung zu nehmen. Während günstige Lampen lediglich ein- und ausgeschaltet werden können, stehen bei Markengeräten verschiedene Helligkeiten, Empfindlichkeitsstufen des Bewegungssensors und Timer-Einstellungen zur Verfügung. In der Regel kommt man mit Standardeinstellungen gut zurecht, es gibt allerdings Ausnahmen. Soll ein Solar-Strahler mit externem Panel etwa die Garage oder das Gartenhaus ausleuchten, so muss der Helligkeitssensor deaktiviert werden können oder im Lampenmodul integriert sein. Ansonsten wird die Garage nur nachts beleuchtet und bleibt tagsüber dunkel.

Die günstigsten Solarlampen gibt es bereits für weniger als 15 Euro. Solche Lampen eignen sich für Licht-Akzente, als Notbeleuchtung oder für die Ausleuchtung von Türklingel und Hausnummer. Soll ein Weg, eine Einfahrt, ein Innenhof oder eine Terrasse ausgeleuchtet werden, müsste man etwas mehr investieren. Im Preisbereich von etwa 25 bis 40 Euro finden sich viele geeignete No-Name-Modelle, welche für die allermeisten Anwendungen ausreichend sind. Wer in Sachen Haltbarkeit auf Nummer Sicher gehen will, sollte allerdings lieber gleich zu einem Markengerät ab etwa 50 bis 150 Euro greifen. Neben den zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten sind hier in der Regel auch größere und austauschbare Akkus integriert.

Bei günstigen No-Name-Lampen ist die Haltbarkeit leider ein Glücksspiel. So haben wir einige günstige Solar-Strahler, die bereits seit drei bis vier Jahren sehr zuverlässig funktionieren. Andere Lampen, teils des gleichen Typs, sind bereits nach wenigen Monaten kaputtgegangen, was entweder auf einen defekten Akku oder das Eindringen von Feuchtigkeit zurückzuführen ist. Wer keine Lust hat, seine Lampe alle zwei bis drei Jahre auszutauschen, sollte deshalb lieber zu einer Markenlampe ab etwa 50 Euro greifen. Diese bieten die insgesamt bessere Verarbeitung und in der Regel mehr Einstellungsmöglichkeiten.

Solar-Außenleuchten müssen nicht teuer sein und sorgen für ausreichend Licht, ohne die Stromrechnung zu belasten. Zu günstig sollte man allerdings nicht kaufen, da hier die Tiefenwirkung fehlt und die Akkus häufig nur wenige Stunden durchhalten. Ordentlich helle Lampen für die Beleuchtung von Weg, Innenhof oder Vorplatz, sind ab etwa 25 bis 30 Euro erhältlich. Wer lediglich Licht-Akzente setzen will und die Akkulaufzeit und Helligkeit zweitrangig sind, kann auch zu günstigeren Modellen greifen.

Vor dem Kauf sollte man grundsätzlich einige Punkte abwägen. Soll die Lampe dauerhaft leuchten, so kann man auf einen Bewegungsmelder verzichten. In der Regel hält der Akku von günstigen Lampen allerdings nur bis in die Nachtstunden und nicht bis zum Sonnenaufgang. Wer immer die volle Helligkeit benötigt, sollte deshalb eine Lampe mit Fernsteuerung oder mit Bewegungssensor kaufen. Je nach Einsatzort, kann es zudem sinnvoll sein, eine Lampe mit externem Solar-Panel zu kaufen. Dieses kann unabhängig von der eigentlichen Lampe im direkten Sonnenlicht montiert werden.

Wer für die Außenbeleuchtung einen Stromanschluss zur Verfügung hat, der sollte einen Blick in unseren Ratgeber smarte Gartenbeleuchtung werfen. Die Kombination aus Strahler und WLAN-Kamera zeigen wir etwa im Einzeltest der Ring-Floodlight. Geht es lediglich um eine schöne Lichtatmosphäre im Garten, empfehlen wir den Ratgeber Lounge-Beleuchtung im Garten. Effektvolle Innenbeleuchtung haben wir ebenfalls bereits in einer eigenen Kaufberatung vorgestellt. Weitere ähnliche Artikel zeigen wir in unserer Themenwelt Beleuchtung.

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