Smarte Masturbatoren im Test: High-Tech-Sexspielzeug für Männer ab 25 Euro

Smartes Sexspielzeug

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Masturbatoren kneten, reiben und vibrieren an der erogensten Stelle des Mannes. Wir haben neun Geräte von simpler Einstiegsklasse bis Premium-Masturbator mit App-Steuerung ausprobiert.

Wer als Mann gerne Sexspielzeug nutzt oder ausprobieren will, wird von der schieren Masse am Markt geradezu erschlagen. Sie massieren, rütteln, pumpen und vibrieren am guten Stück im besten Fall bis zum Höhepunkt. Je nach Gerät werden erogene Stellen wie der Schaft, der Damm, der Hodensack oder die Eichel bearbeitet. Aber welche Geräte bringen einen wirklich zur Ekstase und welche reiben nur das Glied wund?

Matthias und Lenz von TechStage haben insgesamt neun elektrische Geräte von Anbietern wie Eis, Wish und Dildoking ausprobiert. Hier teilen wir die Erfahrungen der Autoren und zeigen, welche Geräte eine Überlegung wert sind.

Nicht nur, wer keine Gelegenheit zum Geschlechtsverkehr hat, masturbiert. Denn sich selbst zum Höhepunkt zu bringen macht Spaß und ist gesund. Das geht mit der Hand oder eben mit speziell dafür entwickelten Geräten – den sogenannten Masturbatoren. Der Begriff umschreibt Geräte, die Männern bei der Ejakulation helfen sollen. Dabei bezieht sich das Wort Masturbator ausschließlich auf Masturbationshilfen für Männer.

Wer sich neben Masturbatoren für smartes Sexspielzeug für Sie und Ihn interessiert, findet in unserem Einsteiger-Ratgeber Sextech eine Übersicht zu weiteren Modellen.

Die einfachste Gerätekategorie sind Masturbatoren mit Vibration. Dabei werden eine oder mehrere Partien des männlichen Glieds mit Vibrationen in Schwingung gesetzt. Einfache Geräte besitzen einen Vibrationsmotor, hochwertige Modelle umschließen den gesamten Penis mit mehreren Motoren oder bearbeiten Abschnitte ganz gezielt; etwa das Frenulum, den Hoden oder den Damm. Die Geräte starten ab 25 Euro.

Danach folgen aus unserer Sicht Masturbatoren mit Bewegung. Sie gibt es in zwei Ausführungen; mit Ringen, die sich entlang des Glieds auf- und abbewegen oder mit einer beweglichen Hülle, die den gesamten Penis umschließt und bearbeitet. Die Geräte sind in aller Regel recht groß und können an Gegenstände angebracht werden ­­– also etwa per Saugnapf an einen Tisch. Damit muss man die bis zu 1,5 Kilogramm schweren Masturbatoren nicht halten und kann sich auf die Ent- beziehungsweise Anspannung im Leistenbereich konzentrieren. Los geht es ab 60 Euro.

Einige wenige Masturbatoren arbeiten mit einer Pumpe. Sie bläst den inneren Bereich auf und erhöht so den Druck auf den Penis. Dieser Druck kann meist individuell bestimmt werden.

Zuletzt sehen wir Masturbatoren mit App-Steuerung. Das sind nicht nur die teuersten Geräte, sondern auch jene, die am meisten Funktionen bieten. Man kann sie mit dem Smartphone synchronisieren und fernsteuern. Die günstigsten Modelle starten ab 100 Euro.

Alle Geräte lädt man per USB-C, Micro-USB oder proprietären Anschluss. Letzteres ist vor allem bei den ausdrücklich wasserfesten Modellen zu finden. Hier halten die Ladekabel magnetisch am Gerät, es gibt keine offenen Anschlüsse.

Die meisten Masturbatoren sind nach IP-Standard zertifiziert. Somit sind Komponenten beziehungsweise das gesamte Gerät spritzwassergeschützt oder komplett wasserfest. In vielen Fällen besitzen Masturbatoren Inlays aus Silikon. Diese kann man per Hand entfernen und unter fließendem Wasser abwaschen. Manche Modelle, darunter etwa die Produkte von Satisfyer, sind vollständig wasserfest. Diese kann man im Ganzen abwaschen.

Modelle, in die man den Penis einführt, müssen in der Regel angefeuchtet werden. Hier bietet sich Gleitgel als geruchsneutrale Option an. Es lässt sich einfach entfernen und ist unbedenklich in Verbindung mit dem Silikon des Masturbators.

Wer will, kann einen Masturbator auch ohne Gleitmittel nutzen. In manchen Fällen kann dies zu wunden Stellen am Glied führen. Masturbatoren, die nur Vibration bieten und keine beweglichen Komponenten haben, kann man komplett ohne Gleitmittel nutzen. Hier liegt der Penis nur auf beziehungsweise im Gerät; eine Bewegung ist nicht erforderlich.

Ein Kondom spart in vielen Fällen die Reinigung eines Masturbators. Doch das Kondom vermindert das Erfolgserlebnis. Die Bewegungen und Vibrationen der Geräte fallen nicht so stark aus wie bei der Nutzung ohne Kondom.

Masturbatoren mit App-Steuerung können sich synchron zu pornografischen Inhalten bewegen, reagieren auf Klatschgeräusche oder folgen einer individuellen Konfiguration via Smartphone. Sogar die Bedienung aus der Ferne ist hier möglich. Wer also ein sexuelles Erlebnis mit einem weit entfernten Partner teilen will, kann so die Steuerung abgeben.

Die Kopplung zwischen Smartphone und Masturbator erfolgt per App. Hier nutzen wir vor allem zwei Apps, die nahezu alle ausprobierten Geräte ansteuern. Sie nennen sich FeelConnect (ab iOS 13 und Android 8) und LovenseRemote (ab iOS 11 und Android 4.4). Beide Programme findet man in den App-Stores sowie für Smartwatches kostenfrei. Die Einrichtung erfordert grundsätzlich keine Registrierung, Nutzer können die Masturbatoren auch ohne Anmeldung mit den Apps verbinden. Ohne Registrierung kann man per App die Bewegung steuern, einen Fernzugriff erlauben und Muster festlegen. Wer mehr will, muss sich registrieren.

Wer bestimmte pornografische Inhalte – meist gegen Aufpreis – mit dem Masturbator synchronisieren will, muss sich registrieren. Wenn man das tut, sollte man möglicherweise Klarnamen vermeiden, um eine Rückverfolgbarkeit zu minimieren, falls die Daten geleakt werden. Entsprechende Webseiten mit Inhalten gegen Aufpreis kosten gut 30 Euro pro Monat und sind nötig, wenn man zum Video passende Vibrationen und Bewegungen auf den Masturbator übertragen will. Es gibt aber auch kostenfrei und ohne Registrierung entsprechende Angebote über einschlägig bekannte Porno-Websites. Hier gibt es einen Filter, der nur Videos anzeigt, die mit den smarten Geräten funktionieren. Unter den Videos gibt es einen Button, der die Übertragung aus der App heraus startet. Dann bewegt sich der Masturbator zu den Geschehnissen im Video.

Für diesen Ratgeber haben wir folgende Produkte ausprobiert:

Matthias und Lenz haben insgesamt neun Masturbatoren mit und ohne App-Steuerung getestet. Matthias testet das Männerspielzeug mit seiner Partnerin, Lenz nutzt die Geräte alleine. So möchten wir herausfinden, in welchen Situationen die verschiedenen Modelle die größte Befriedigung liefern.

Lenz stülpt sich die Produkte Svakom Alex Neo, Lelo F1S V2, Kiiroo Onyx+, Lovense Calor, No-Name von Wish sowie Satisfyer Vibrator und Wand über. Matthias gönnt sich Lovense Max 2, Kiiroo Titan und Kiiroo Keon. Nicht alle Geräte haben dabei zum Orgasmus verholfen.

Unter den smarten Modellen überzeugt vor allem der Alex Neo von Svakom. Das Gerät umschließt den Penis vollständig mit engem und weichem Silikon. Ein Motor bewegt das Silikon vor und zurück und massiert das gesamte Glied sehr angenehm. Der Alex Neo von Svakom erlaubt eine Fernsteuerung per App sowie eine Synchronisation mit pornographischen Videos. Beides ist sehr abwechslungsreich, wobei die Bewegung zum Porno mechanisch und nicht sehr individuell wirkt. Dennoch reicht das Gesamtkonzept für eine Befriedigung.

Der Lovense Max 2 ist unser zweiter Favorit. Das liegt vor allem daran, der er nicht nur kräftig und dank App mit unzähligen Mustern vibriert. Der Max 2 ist der Einzige im Test, der dank einer integrierten Pumpe den Druck auf den Penis individuell erhöht. Hier sollte wirklich jeder zum Höhepunkt kommen. Danke Anbindung an die App LovenseRemote kann auch der Partner mitwirken, selbst wenn er nicht im Raum ist. Ein anonymer Link führt ganz ohne Registrierung auf ein Webinterface, welches Vibration und Pumpendruck bestimmt. Gut gefällt uns auch sein dezentes Äußeres, welches wenig Schmuddel-Flair versprüht.

Der Kiiroo Titan kann lediglich vibrieren – dank drei Motoren immerhin besonders kräftig. Über die App können die Motoren einzeln angesprochen und bestimmte Vibrationsmuster erzeugt werden. Das ist tatsächlich ganz nett, wenn die Partnerin (oder der Partner) an der App herumspielt, während man(n) selbst mit dem Masturbator beschäftigt ist. Trotzdem finden wir den Kiiroo Titan nicht so richtig geil. Die Reinigung gestaltet sich recht schwierig, da beim Wiederzusammensetzen die drei Stränge der Motoren in das Silikoninnenteil gefummelt werden müssen.

Der Kiiroo Keon ähnelt bezüglich seiner smarten Funktionen dem Kiiro Titan – schließlich nutzen die Masturbatoren dieselbe App. Allerdings vibriert der Keon nicht, sondern er bewegt dank Motoren die gesamte Einheit, die den Penis umschließt, auf und ab. Auch das kann per App etwa vom Partner bestimmt werden. Sich selbst mit dem Keon befriedigen und dabei die App nutzen, ist schwierig. Schließlich muss man stets den schweren Keon auf dem besten Stück halten. Einen Saugnapf oder ähnliche Befestigungsmöglichkeiten gibt es nicht. Auch der Keon führt nicht bei jedem zum gewünschten Höhepunkt. Dafür ist die Stimulation zu schwach. Wir hätten uns gewünscht, dass der Keon zusätzlich noch vibriert und im allerbesten Fall sogar noch eine Pumpe hat. Sicherlich Geschmackssache: Der Eingang für den Penis kommt in Form und Optik einer Vagina. Das hätten wir uns dezenter gewünscht.

Die smarten Geräte Kiiroo Onyx+, Lovense Calor sowie Lelo F1S V2 führen nicht zum Orgasmus. Sie umschließen das Glied vollständig und führen mit Massageringen beziehungsweise Vibrationselementen eine Erektion herbei. Das Gefühl ist bei allen drei Modellen angenehm, aber nicht kraftvoll genug, um zur Befriedigung zu führen. Hier hilft auch keine Fernsteuerung. Für unseren Autoren verbleibt es ein unbefriedigendes Erlebnis.

Ganz ohne App, aber dafür mit überwältigender Vibration haben sich die Modelle Satisfyer Wand und Vibrator herausgestellt. Der Vibrator umschließt die Eichel und massiert zudem das Frenulum per Vibration. Hier massiert nichts, hier knetet nichts. Dennoch reicht die Standardvibration aus, um zum Orgasmus zu führen; und das auch bei wiederholter Nutzung. Die insgesamt 13 weiteren Vibrationsmodi sind eine nette Abwechslung. Der Standardmodus mit gleichbleibender, kraftvoller Vibration reicht uns aber komplett aus.

Komplett befriedigend ist auch der Wand von Statisfyer. Er umschließt nicht den gesamten Penis, sondern bearbeitet ausschließlich die Unterseite von Schaft bis Damm. Hier gibt es sogar 50 Vibrationsmodi zur Auswahl. Auch beim Wand reicht die Standardvibration, um einen Orgasmus herbeizuführen.

Wenn Sextoys mit App und Cloud sprechen, gehen bei IT-Profis und Datenschützer die roten Warnlampen an. Viele Gadgets sind dafür bekannt, es bei diesem Thema nicht sonderlich genau zu nehmen. In der Vergangenheit gab es Ärger bei Smartwatches für Kinder, die jedermann orten kann. Überwachungskameras, die man kapern kann. Fernseher, die Daten über das Verhalten der Bewohner sammeln. Oder Drucker, die böse Buben kapern können, um eine Software auf ihnen auszuführen.

So gravierend diese Beispiele schon sind – hinter der geschlossenen Schlafzimmertür sollte Privatsphäre noch größer geschrieben werden. Kein Spielzeug in diesem Artikel bringt eine Kamera mit. Aus gutem Grund, denn auch solche Produkte konnten in der Vergangenheit nicht unbedingt mit vorbildlicher IT-Sicherheit dienen – schon vor fünf Jahren gab es einen Vibrator mit elektronischem Auge, bei dem einfach jeder mitschauen konnte, der in Reichweite war.

Auch die Steuerung von Partner-Vibratoren ist nicht unbedingt vorbildlich abgesichert. Die Produkte von Lovense in diesem Artikel waren in der Vergangenheit von Sicherheitsproblemen betroffen. Dabei war es beispielsweise möglich, die Produkte zu orten – „dezent tragen im Alltag für den gewissen Reiz“ klappt dann eben nicht, wenn jeder mit einem Bluetooth-Scanner weiß, wer gerade mit solchem Spielzeug ausgestattet ist. Auch das Kapern von Smartphones und das Auslesen von Fotos und Videos wäre theoretisch möglich gewesen. Immerhin: Diese Lücke ist gestopft. Es wird aber nicht die letzte bleiben. Daher: Wer solches Spielzeug kauft und einsetzt, sollte sich der Gefahren bewusst sein, lieber Markenware als No-Name-Produkte aus China kaufen – und vielleicht gelegentlich mal googeln, ob man die Produkte noch sicher einsetzen kann.

Masturbatoren führen zum Orgasmus; zumindest einige Modelle. In vielen Fällen kommt es auf den individuellen Geschmack an. Smarte Geräte wie der Alex Neo oder Max 2 haben spannende Funktionen, die beim Onanieren für zusätzlichen Spaß sorgen. Das funktioniert in der Praxis gut; etwa mit Fernsteuerung oder Synchronisation mit pornographischen Videos.

Letztlich kommt es aber auf die persönlichen Vorlieben an. Nicht jeder mag eine Massage des Dammes, nicht jeder weiß eine integrierte Pumpe zu schätzen. Deshalb gibt es auch so viele Geräte am Markt. Wer ganz ohne Schnickschnack auf seine Kosten kommen will, der dürfte auch schon mit einem Satisfyer Wand zufrieden sein.

Wer sich neben Masturbatoren für smartes Sexspielzeug für Sie und Ihn interessiert, findet in unserem Einsteiger-Ratgeber Sextech eine Übersicht zu weiteren Modellen.

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