Licht im Homeoffice Aufmacher

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Gutes Licht kann bei der Konzentration helfen. Das ist gerade im Homeoffice wichtig. Wir stellen gute Schreibtischleuchten vor und geben allgemeine Tipps.

Laut einer Bitkom-Studie aus dem Dezember 2020 arbeiten Corona-bedingt 25 Prozent aller Arbeitnehmer ausschließlich im Homeoffice, weitere 20 Prozent zumindest teilweise. Doch nur selten entsprechen die Arbeitsbedingungen zu Hause denen im Büro. Das betrifft auch das Licht, welches am Arbeitsplatz gewissen Normen entsprechen muss. Wer sich als Homeoffice einfach einen Tisch ins Schlafzimmer stellt oder am Esstisch im Wohnzimmer arbeitet, hat nur selten gutes Licht. Viele Heimarbeitsplätze sind zu dunkel. Das Problem verstärkt sich noch in den dunklen Monaten, wenn die Sonne bereits früh untergeht.

Wir haben uns für diesen Vergleich Screenbar-Monitorleuchten von Benq, Blitzwolf und Yeelight sowie die Schreibtischleuchten Lightcycle Morph von Dyson, Mi Smart LED Desk Lamp 1S von Xiaomi und Serene Pro von Yeelight genauer angeschaut. Außerdem probieren wir eine Vollspektrumleuchte, das schlaue Pixel-Art-Bild Pixoo Divoom 64 und die smarten Kachelleuchten Canvas von Nanoleaf aus und geben ganz allgemein Tipps, worauf man bei der richtigen Beleuchtung für das Homeoffice achten sollte. Viele weitere essenzielle Gadgets stellen wir in unserem Ratgeber Homeoffice: Maus, Tastatur, Headset, Licht & Co vor.

In Büroräumen gilt die Vorgabe, dass der gesamte Raum mit mindestens 500 Lux ausgeleuchtet sein muss. Dies schont die Augen und hilft, Müdigkeit vorzubeugen. Je älter man ist, desto heller sollte die Beleuchtung sein.

Für das Smartphone gibt es verschiedene Luxmeter-Apps. Diese sind nicht genau, geben jedoch eine ungefähre Vorstellung davon, was 500 Lux sind: nämlich nicht viel. Wer keine gesonderte Schreibtischleuchte nutzt, erreicht diese Mindestvorgabe im Homeoffice häufig nicht. Oft sind Deckenleuchten, sollte es sich nicht gerade um leistungsstarke LED-Panels handeln, schlicht zu schwach und zu weit weg.

Um sicherzustellen, dass zumindest direkt am Homeoffice-Arbeitsplatz 500 Lux herrschen, sollte man eine helle Schreibtischleuchte nutzen. Mindestens genauso wichtig wie die Helligkeit der Leuchte ist ihre Bauform, insbesondere der Abstrahlwinkel des Lichts und ihr Aufstellungsort. Blendungen sollten unbedingt vermieden werden. Das gilt nicht nur für den Ort des Bildschirmarbeitsplatzes, welcher im besten Fall im rechten Winkel zum Fenster steht. Sondern auch für die Schreibtischlampe, deren Licht sich nicht im Bildschirm spiegeln sollte. Auch sollte man eine übermäßige Schattenbildung verhindern. Am besten gelingt das mit indirektem Licht. Insgesamt sollte das Verhältnis zwischen der Helligkeit des Bildschirms und der Helligkeit der Schreibtischleuchte angemessen sein.

Licht kann gerade in den dunklen Wintermonaten einen positiven Einfluss auf den psychischen Gesundheitszustand haben. Mehrere Studien haben gezeigt, dass Lichttherapie, auch Lichtdusche genannt, gegen leichte, saisonale Depressionen hilft. Hierbei wird der Patient bestenfalls mit einer Lichtstärke von 10.000 Lux 30 Minuten pro Tag über mehrere Wochen bestrahlt.

Welchen Einfluss dabei die spektrale Wirksamkeit der Lichtfarbe hat, ist nicht genau geklärt. Eine Studie aus dem Jahr 1997 zeigt jedoch, dass Licht mit kurzen oder mittleren Wellenlängen für einen therapeutischen Effekt gut geeignet ist. Dagegen scheint rotes Licht und UV-Licht weniger effektiv zu sein. Im Allgemeinen strahlen Lichtduschen ihr Licht mit etwa 6000 Kelvin ab, was in etwa der Lichtfarbe der Mittagsonne entspricht.

Dieser positive Effekt lässt sich teilweise auch auf die Beleuchtung im Homeoffice übertragen. So soll eine Lichtfarbe, die die der Sonne ähnelt, dabei helfen, sich länger und besser konzentrieren zu können. Wer warmweißes Licht verhindert und mit seiner Beleuchtung Tageslicht imitiert, bleibt zudem wacher. Unterschiedliche Lichtfarben sollte man vermeiden. Ebenfalls sollte man auf hochwertige Leuchten mit geringem Flimmeranteil setzen. Der Online-Shop Natur-Nah hat uns eine E27-LED mit 12 Watt zur Verfügung gestellt. Der Shop selbst bezeichnet sie als LED-Vollspektrum Tageslichtlampe. Bei einem Abstand von 30 Zentimetern messen wir per Smartphone etwa 4400 Lux.

Lichttherapiegeräte gibt es bereits ab 22 Euro. Will man jedoch eine hochwertige Lichtdusche wie das Philips HF3419/01 Energy Light Lichttherapiegerät, fallen bis zu 900 Euro an.

Eine hervorragende Alternative zur klassischen Schreibtischleuchte ist eine Screenbar. Wir haben uns Modelle von Benq, Blitzwolf und Yeelight angesehen – Kostenpunkt zwischen 20 und 100 Euro. Die Modelle sind zylindrisch, schmal und etwa 45 Zentimeter lang. Sie klemmen über eine Aufhängung direkt am oberen ein bis drei Zentimeter dicken Rand des Monitors. Ihr Licht strahlt am Display entlang nach unten und geht etwa von 0 bis maximal 45 Grad von Displayrand in Richtung des Nutzers. So erhellen diese den wichtigsten Teil des Schreibtisches, in dem sich üblicherweise Tastatur und Maus befinden. Ihr Licht ist für den Nutzer blendfrei, Reflexionen im Display des Monitors können wir im Test nicht feststellen. Auch leuchten sie dem Nutzer nicht direkt ins Gesicht.

Die Screenbar von Yeelight gibt es in zwei Ausführungen. Die Pro-Version für rund 60 Euro (Kauflink) hat eine RGB-Beleuchtung an ihrer Rückseite, welche die Wand hinter dem Monitor anstrahlt. Die Standard-Version kann nur verschiedene Weißtöne darstellen. Die Steuerung funktioniert wahlweise über die Yeelight-App oder den mitgelieferten Dimmer.

Die Benq Screenbar holt sich ihren Strom über einen USB-A-Port. So kann man sie alternativ zum Netzteil etwa über ein USB-Dock, einen USB-A-Port am Monitor oder direkt über den Rechner speisen. In unseren Fall schaltet sie sich dank Dock (Ratgeber USB-C-Docks ab 30 Euro) praktischerweise gleichzeitig mit dem Computer ein und aus. Die Yeelight funktioniert in Verbindung mit dem mitgelieferten Netzteil samt Adapter für den chinesischen Stecker oder wahlweise via USB-C-auf-USB-C-Kabel.

Beide Screenbars erkennen über einen Sensor an der Oberseite die Beleuchtung des Raumes und passen Helligkeit und Farbtemperatur automatisch an. In der Praxis funktioniert das gut. Neben der Benq Screenbar gibt es auch eine Benq Screenbar Lite für Notebooks. Wer will, kann alternativ zur Benq Screenbar Plus greifen. Diese kommt zusätzlich mit einer externen Steuerungseinheit, um etwa die Helligkeit und die Farbtemperatur mit einem Handgriff über ein auf dem Schreibtisch stehendes Drehrädchen einzustellen. Gleiches bieten die Yeelight-Modelle mit kabelloser Steuereinheit. Wir schätzen an der Benq Screenbar ihr unauffälliges Design und ihre perfekte und komplett blendfreie Ausleuchtung des Arbeitsbereiches.

Bei Yeelight gibt es die Wahl zwischen der normalen und der Pro-Version. Das normale Modell verzichtet auf RGB. Bei Banggood (Kauflink) bekommt man sie mit Gutschein-Code fc677b für 50 beziehungsweise 62 Euro.

Die Screenbar Blitzwolf BW-CML3 wurde für Curved-Monitore optimiert. Sie ist 45 Zentimeter lang, besteht zum großen Teil aus Metall und ist gebogen, um sich der Form des Monitors anzupassen. Ihre Verarbeitung wirkt hochwertig. Auf ihrer Oberseite sitzen bunte LEDs, deren farbenfrohes Spiel vor allen dann wirkt, wenn sich der Monitor nahe einer weißen Wand befindet. Nach unten auf den Tisch strahlt die Blitzwolf BW-CML3 wahlweise kaltes oder warmes Licht ab. Dabei ist sie ausreichend hell. Wir messen per App bei einem Abstand von 30 Zentimetern knapp 900 Lux.

Helligkeit, Lichtfarbe und Farb-LEDs steuert der Nutzer über die zylindrische, kabellose Fernbedienung. Deren oberer Teil aus Metall dient als Drehknopf mit Druckfunktion. Das funktioniert im Grunde zuverlässig. Allerdings ist das Justieren der Helligkeit zu umständlich. So muss man das Rädchen ganze zweieinhalbmal um die eigene Achse drehen, um von strahlend hell auf stockdunkel zu stellen. Das ist viel zu viel. Eine halbe Umdrehung wäre optimal.

Die Blitzwolf BW-CML3 kostet aktuell bei Banggood (Kauflink) als Einführungsangebot mit Code BGZIZ535 57 Euro. Verschickt wird aus China.

Wer auf Curved und Drehknopf verzichten kann, sollte sich die Blitzwolf BW-CML1 ansehen. Sie kommt mit An-/Ausschalter und liefert Licht in Warm-, Kalt- oder Tageslichtweiß. Die Screenbar kostet derzeit mit Versand aus Tschechien 20 Euro (Kauflink).

Die von uns privat erworbene Screenbar BW-CML2 ist derzeit bei Banggood ausverkauft. Das Warten lohnt sich aber. Für rund 23 Euro bietet dieses Modell nicht nur Frontbeleuchtung, sondern auch RGB-Backlight.

Die Xiaomi Mi Smart LED Desk Lamp 1S verspricht schickes Design, gleichmäßiges Licht in verschiedenen Temperaturen sowie Alexa- und Homekit-Integration für unter 50 Euro. Das wollen wir genauer wissen und schauen sie uns für diesen Ratgeber an.

Optisch macht sie so einiges her. Vom Untertassen-großen Standfuß führt ein schmales Metallbein in mattem weiß etwa 27 Zentimeter zu einem über ein Metallscharnier verbunden, ebenfalls matt-weißen Kunststoffarm, an dessen Unterseite sich das Leuchtmittel befindet. Ein rotes Kabel zwischen Bein und Arm erzeugt einen auffälligen optischen Kontrast, der clever mit dem ansonsten angenehm minimalistischen Design bricht. Der Arm legt sich über das Metallscharnier auf Wunsch an das Bein an oder streckt sich bis zum Erreichen von etwa 135 Grad nach oben. Höhenverstellbar ist die Lampe nicht. Auch ihre Achse dreht sich nur mit dem gesamten Fuß.

Am hinteren Teil des Fußes steckt der Rundhohlstecker, der bis zum mitgelieferten Netzteil führt. In unserem Fall ist die Xiaomi Mi Smart LED Desk Lamp 1S ein China-Import, ihr liegt ein entsprechender Adapter für die Steckdose bei. Allerdings führen sie auch viele deutsche Händler, dann kommt sie gleich mit dem richtigen EU-Stecker.

Gut erreichbar befindet sich auf dem Fuß ein Multifunktionsschalter. Einfaches Drücken schaltet die Lampe ein und aus, drehen regelt die Helligkeit. Hier ist die niedrigste Stufe angenehm dunkel, allerdings hätten wir uns eine höhere Gesamthelligkeit gewünscht. Per App messen wir 1350 Lux. Dies ist jedoch nur ein ungefährer Richtwert. Hält man den Schalter beim Drehen gedrückt, ändert sich die Lichtfarbe von kalt- auf warmweiß.

Die Xiaomi Mi Smart LED Desk Lamp 1S verbindet sich mit der "Xiaomi Home"-App. Dort gibt es weitere Einstellungsmöglichkeiten, etwa das Programmieren von Schaltplänen. Vor allem braucht man die App, um die Xiaomi Mi Smart LED Desk Lamp 1S in einem weiteren Schritt mit Alexa und Siri zu verknüpfen. Das funktioniert im Test auf Anhieb und zuverlässig.

Insgesamt schnürt die Xiaomi Mi Smart LED Desk Lamp 1S für ihren günstigen Preis von unter 50 Euro ein dickes Feature-Paket. Für sie spricht ihr minimalistisches Design, das schöne und perfekt individualisierbare Licht und die anstandslose Smart-Home-Integration. Schön hätten wir noch einen Höhenverstellung gefunden, denn insgesamt sitzt ihr Licht etwas zu tief. Auch dürften die LEDs gerne noch einen Ticken heller sein.

Uns stellte der Onlinehändler Banggood die Lampe zur Verfügung. Dort kann man sie über diesen Kauflink und dem Gutscheincode BGWOQM0 für 47 Euro kaufen.

Divoom hat bereits mehrere Pixel-Art-Displays im Angebot. Ihr Markenzeichen ist das sehr schicke Display mit 16x16, 32x32 oder 64x64 Pixel. Die Pixel leuchten einzeln, was für einen ähnlich guten Schwarzwert wie bei OLED-Displays führt. Egal, für welche Auflösung oder welche Größe man sich entscheidet, die Displays sehen fantastisch aus.

Die dazugehörige App ist mächtig. Sie bietet jede Menge von der großen Community entworfene Pixel-Art-Clips, welche auf das jeweilige Gerät geladen werden können. Auch das Erstellen eigener Clips ist möglich und nicht einmal besonders schwer. Diese können dann in der Community geteilt werden.

Das "Problem" aller bisheriger Pixel-Art-Displays von Divoom: Sie kennen nur Bluetooth, müssen also vom Smartphone mit App aktiv angesteuert werden, wenn man ihnen neue Inhalte zuführen will. Das ändert sich mit dem Divoom Pixoo 64. Nicht nur bietet es als Erstes eine doch mittlerweile auch für Schriften recht brauchbare Auflösung von 64x64 Pixel. Vor allem aber verbindet es sich dauerhaft mit dem lokalen WLAN-Netzwerk. Das eröffnet ihm ganz neue Möglichkeiten, die in Teilen an die LaMetric-Uhr erinnern.

Einiges davon ist richtig nützlich. So zeigt das Divoom Pixoo 64 auf Wunsch das Wetter an, verknüpft sich mit Spotify oder Amazon Music, visualisiert die Fitnessdaten von Fitbit, zeigt ausgewählte RSS-Feeds und hat sogar einen Covid-19-Tracker, der sich auf beliebige Länder anwenden lässt. Sie zeigt Aktienkurse an und sogar den aktuellen Stand vieler Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether und Dogecoin. Wer will, kann auch eine Twitter- oder YouTube-Counter laufen lassen. Auch gibt es einen Game-Counter. Hier können Käufer beliebten Spielern auf League of Legends, Overwatch, APEX Legends und Fortnite folgen.

Das Divoom Pixoo 64 ist das beste Pixel-Art-Display auf dem Markt und wertet jedes Homeoffice auf. Es ist nicht nur groß, relativ hochauflösend, leuchtstark und schick, es bietet dank WLAN-Anbindung auch endlich jede Menge Informationen in Echtzeit.

Die Dyson Lightcycle Morph ist der Porsche unter den Schreibtischleuchten. Das zeigt sich auch am Preis: Sie kostet mindestens 526 Euro. Noch teurer wird es, wenn man statt der Schreibtischvariante zur in weiten Teilen baugleichen Stehleuchte greift. Diese kostet noch mal 200 Euro mehr. Wir haben uns die Schreibtischleuchte genauer angeschaut.

Optisch scheiden sich an ihr die Geister: Die einen vergleichen sie leicht abwertend mit einem Baukran, die anderen schätzen ihr funktionelles Industriedesign. Vom Standfuß führt ein gut vier Zentimeter dicker Zylinder, an dessen unterem Ende ein USB-C-Port zum Laden von Geräten sitzt, 45 Zentimeter weit nach oben. Am oberen Ende steht ein zusammengeklappt 29 Zentimeter langer Arm im rechten Winkel ab.

In diesem zusammengeklappten Modus leuchtet die Lampe direkt in den hohlen und in weiten Teilen perforierten Zylinder. So ergibt sich ein wunderschönes Stimmungslicht, welches sanft leuchtet und entfernt an ein Feuer erinnert. Clever: Derart zusammengeklappt schließt ein Verbindungsstück magnetisch den Raum zwischen Lampe und Zylinder. Dieser Arm lässt sich frei um 360 Grad drehen. Ausgeklappt verlängert er sich auf 59 Zentimeter. Diese Länge sollte für die meisten Homeoffice-Arbeitsplätze ausreichen.

Am Ende des Arms sitzt das Leuchtmittel in Form von drei hellen LEDs, die in einem klar abgegrenzten Kegel nach unten strahlen. Auf Schreibtischhöhe messen wir per App zwischen 2700 und 2900 Lux. Diese Messung ist ungenau und soll nur einen ungefähren Anhaltspunkt liefern. Der Arm lässt sich um 360 Grad drehen, so kann man mit ihr sehr viele Beleuchtungswinkel einstellen und eine indirekte Beleuchtung wählen. Die Verarbeitungsqualität ist auf allerhöchstem Niveau. Die gewählten Materialien machen den Eindruck, viele Jahre durchzuhalten.

Dyson betont auf seiner Webseite den Einsatz einer effektiven LED-Kühlung, welche die Lichtleistung des Leuchtmittels über Jahrzehnte konstant halten soll. Tatsächlich fühlt sich das offene Kupferrohr, welches die Temperatur von der Lampe ableitet, am Anfang des Arms wärmer an als der Leuchtkopf am Ende.

Auf der Oberseite des Arms sitzen zwei Bedienelemente zum Einstellen der Farbtemperatur und der Helligkeit. Auf der gleichen Höhe auf der Unterseite sind drei Taster. Einer davon aktiviert den Bewegungsmelder. Diese Funktion empfinden wir als besonders praktisch. So schaltet sich die Leuchte sanft ein, wenn man sich ihr nähert. Nach fünf Minuten ohne Bewegung schaltet sie sich ab.

Außerdem aktiviert man über die Knöpfe den Umgebungsmodus, in dem sich die Helligkeit und die Farbtemperatur der Umgebung anpasst. In unserem Test funktioniert das jedoch nicht gut. Nach dem Einschalten des dritten Knopfes richtet die Dyson Lightcycle Morph ihre Helligkeit und Farbtemperatur nach der Tageszeit und dem Stand der Sonne des jeweiligen Ortes. Das funktioniert nur mit aktiviertem Bluetooth und nachdem man die Leuchte mit der Dyson-App gekoppelt hat. Im Test gefällt uns dieser Modus, wir haben das Gefühl, stets das richtige Licht zu bekommen. Schade finden wir jedoch, dass sich die Dyson Lightcycle Morph nicht ins Smart Home integrieren lässt. So reagiert sie zum Beispiel nicht auf Alexa, Siri oder Google Assistant.

Die Dyson Lightcycle Morph ist teuer. Viele werden sich scheuen, derart viel Geld in eine Schreibtischleuchte zu investieren. Wem das Design zusagt, der bekommt eine hervorragende Leuchte, die gerade für das Homeoffice ein fantastisches Licht erzeugt. Glaubt man den Langlebigkeitsversprechen von Dyson, könnte es sein, dass die Lightcycle Morph für lange Zeit die letzte Schreibtischleuchte ist, die man sich zulegt.

Wer im Homeoffice effizient arbeiten will, sollte sich dort auch wohlfühlen. Dabei kann Licht eine ganz besondere Rolle spielen. Wir haben die rechteckigen Lichtkacheln Nanoleaf Canvas ausprobiert. Im Starterpaket liegen insgesamt neun Lichtfliesen, eine davon ist die "Master-Kachel". In dieser steckt das Kabel vom Netzteil zur Stromversorgung. Außerdem gibt es auf ihr verschiedene Bedienelemente. An diese Master-Fliese, die wie jede andere Kachel auch an jeder Seite über einen Port verfügt, schließt man weitere Kacheln über Verbindungsstücke an. So sind praktisch beliebig viele Formen möglich. Das System ist modular mit zusätzlichen Fliesen erweiterbar.

Einmal mit der App gekoppelt, verbindet sich Nanoleaf Canvas mit dem heimischen WLAN und lässt sich nun auch über die üblichen Sprachdienste steuern. Per App stehen unzählige Farbszenen zur Verfügung, die nachträglich angepasst werden können. Einige Szenen reagieren auf Geräusche, andere auf Berührung der Muster. So gibt es etwa die Möglichkeit, eine Art Memory zu spielen. Alternativ kann man auch selbst Szenen erstellen. Alle Szenen lassen sich nach dem Download direkt über Sprachbefehle aktivieren. Die App ist sehr umfangreich, teilweise wirkt sie gar etwas überladen. Wer sich jedoch reinfuchst, findet in ihr unzählige Möglichkeiten.

Uns beeindruckt die Farbvielfalt und die Farbintensität der einzelnen Fliesen. Ihre Gesamthelligkeit ist gut, dürfte aber für unser Empfinden gerne noch etwas höher sein. Dafür schaffen es die Fliesen, auch bei sehr geringer Helligkeit nach wie vor hervorragende Farben zu erzeugen.

Insgesamt gefällt uns Nanoleaf Canvas ausgesprochen gut. Leider ist der Preis zu hoch. So kostet das Starterset mit neun Fliesen über 190 Euro. Für jede weitere Fliese kann man grob mit etwa 20 Euro rechen. Das ist zu viel, gerade, weil der Effekt erst bei mehr als neun Fliesen so richtig zur Geltung kommt.

An der Optik der Yeelight Serene Pro scheiden sich die Geister. Wir empfinden ihr Äußeres als weniger gelungen. Sie wirkt mit ihrem großen Fuß, dem filigranen Arm und dem Essteller-großen LED-Panel insgesamt eigenartig proportioniert. Den flachen, runden Fuß, auf dem die kapazitive Bedieneinheit sitzt, verkleidet Yeelight mit einem Kunststoff in Metall-Optik. Daraus ragt leicht angeschrägt ein etwa 17 Zentimeter großer, fixer Arm, ebenfalls in Kunststoff gekleidet. Der Port für den Stromeingang sitzt deutlich sichtbar am hinteren Teil der Serene Pro. Den hätte Yeelight gerne etwas besser verstecken können.

Aus dem Arm ragen zwei Metallführungen, an deren Ende das Kunststoff-LED-Panel mit einem Durchmesser von fast zwanzig Zentimeter hängt. Über die Führung kann der Nutzer die Höhe des Leuchtmittels von 30 auf 50 Zentimeter verändern. Der Schreibtischlampenkopf kann gedreht, angehoben und horizontal bewegt werden. Insgesamt besitzt die Yeelight Seren Pro eine gute Ergonomie.

Bei ihrer maximalen Höhe von etwa 50 Zentimeter messen wir am Schreibtisch helle 1800 Lux. Dabei leuchtet die Yellight Serene Pro den Schreibtisch dank ihres großen LED-Panels angenehm homogen aus. Über das kapazitive Bedienfeld am Fuß bestimmt der Nutzer recht fein die Lichthelligkeit. Dabei schafft es die Serene Pro auch eine sehr geringe Helligkeit darzustellen.

Besonders stolz ist Yeelight auf eine Zertifizierung des TÜV Rheinland (Zulassungsnummer: 2 PfG 2383/06.166) für ihren geringen Blaulichtanteil zwischen 420 und 450 nm. Das soll die Augen schonen. Auch wenn die Lichtfarbe mit 4000 Kelvin für das Arbeiten optimal sein soll, kommt sie uns gefühlt etwas zu warm vor. Anpassen kann man sie nicht. Toll finden wir, dass die Serene Pro nicht flimmert und bei geringer oder mittlerer Helligkeit kaum blendet, selbst wenn man sie direkt auf das Gesicht ausrichtet. So bietet sie sich etwa zur Ausleuchtung des eigenen Gesichts bei Videokonferenzen an.

Die Yeelight Serene Pro kommt mit einer App. Darüber verbindet sie sich über das WLAN direkt mit dem Router. So kann der Nutzer die Helligkeit der Lampe in der App steuern – das geht am Fuß der Serene Pro aber schneller und komfortabler. Allerdings erlaubt die App auch eine Integration in das Alexa-Ökosystem. Nun kann der Nutzer sie direkt ansprechen und die Lichtintensität verbal variieren. Auch fügt sie sich Lichtgruppen hinzu und versteht Rezepte.

Insgesamt gefällt uns das Licht der Yeelight Serene Pro hauptsächlich wegen des breiten Abstrahlwinkels, der hohen Helligkeit und der geringen Blendung sehr gut. Auch finden wir ihre Ergonomie gut und dass sie auf Anhieb auf Alexa hört. Weniger gefällt uns ihre massige Erscheinung und das viele Kunststoff. Das hätten wir uns bei einer Schreibtischlampe jenseits der 100-Euro-Marke besser erhofft.

Bezogen auf das Licht ist eine blendfreie und helle Ausleuchtung des Arbeitsplatzes besonders wichtig. Wenn man gewisse Regeln beachtet, reichen dafür schon preiswerte Schreibtischleuchten ab etwa 15 Euro. Mit der Xiaomi Mi Smart LED Desk Lamp 1S erhält man für etwa 50 Euro bereits ein Modell mit mehreren Lichtfarben und Smart-Home-Anbindung. Die Yeelight Serene Pro für über 100 Euro soll ein besonders gesundes Licht haben, ist uns jedoch auf einem Schreibtisch zu massig. Wer es minimalistisch und praktisch will, der sollte sich die Benq Screenbar, die Blitzwolf Screenbar BW-CML3 oder die Yeelight Screenbar genauer anschauen. Sie leuchten den Arbeitstisch hervorragend aus und bieten ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Viel teurer ist die Dyson Lightcycle Morph, die besonders dank ihrer flexiblen Einsatzmöglichkeiten und einem hellen Licht überzeugt. Toll finden wir den integrierten Bewegungsmelder. Wer seinem Homeoffice das gewissen (Leucht-)Extra verpassen will, der sollte sich die Lösungen von Nanoleaf anschauen, etwa die Nanoleaf Canvas. Ihre Lichtfarbe ist fantastisch, jedoch dürfte der Preis den meisten Nutzern zu hoch sein. Einen echten Hingucker mit Mehrwert verkauft Divoom mit de Pixoo 64. Dank WLAN können auch aktuelle Daten wie das Wetter oder Aktienkurse dargestellt werden.

Viele weitere essenzielle Gadgets stellen wir in unserem Ratgeber Homeoffice: Maus, Tastatur, Headset, Licht & Co vor.

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