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Sechs Staubsauger-Roboter im Vergleichstest
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Staubsauger-Roboter gibt es in allen Farben und Formen. Manche Geräte beherrschen neben dem Saugen auch das Wischen, andere wiederum entleeren sich selbst. TechStage hat sechs aktuelle Geräte getestet.

Mit einem Startpreis von 269 Euro ist das Eufy Robovac 30C des Zubehörspezialisten Anker das günstigste Modell im Test. Darüber hinaus ist die Lautstärke mit 57 dB am niedrigsten. Im Schnitt liegt der Pegel aller sechs Geräte bei 66 dB. Ein großer Nachteil von den günstigsten Staubsauger-Robotern ist die fehlende Navigation zur präzisen Raumbestimmung, welche eine deckende Reinigung hervorbringt. Der Eufy Robovac 30C saugt blind und fährt so lange, bis der Akku ausgeschöpft ist. Die Laufzeit mit 93 Minuten ist zwar etwas geringer als der Schnitt von 100 Minuten, dafür immer noch mehr, als bei manchen 1200-Euro-Geräten.

Das zweitgünstigste Modell heißt Deebot Ozmo Slim 10 vom US-amerikanischen Hersteller Ecovacs Robotics und kostet 299 Euro. Der Deebot-Staubsauger hat zwei Besonderheiten: Erstens, mit 5,7 mm Bautiefe kommt er fast unter jedes Möbelstück. Zweitens, hinter dem Sauger sitzt ein Mopp mit einem Wassertank, dessen Wasserfluss sich steuern lässt. Gleich nachdem Saugen wischt der Roboter nass durch. Auch dem Ozmo Slim 10 fehlt eine Navigation, weshalb er sich zum Reinigen von großen Flächen kaum eignet. Außerdem beträgt die Saugleistung 1000 Pa, der größte Teil der getesteten Geräte saugt mit bis zu 2000 Pa. Der Unterschied ist deutlich: Ecovacas‘ Sauger lässt hier und da mal etwas liegen, während die leistungsstärkeren Modelle intensiver saugen. Ein weiterer Nachteil des Deebot Ozmo Slim 10 ist das geringe Fassungsvermögen von 0,3 l. Da muss man häufig den Staubbehälter reinigen.

Aus dem Traditionshaus Vorwerk gibt es gleich zwei Modelle: einmal unter der eigenen Marke Vorwerk und einmal von der Silicon-Valley-Tochter Neato Robotics. Im Grunde unterscheiden sich der Botvac D7 Connected für 899 Euro und der Kobold VR300 für 949 Euro nur wenig voneinander. Optisch sehen beide Sauger ziemlich ähnlich aus, auch die App mit der sie sich verwalten und steuern lassen, ist bis aufs Detail identisch. Kleine und feine Unterschiede gibt es dann doch: Der Kobold VR300 ist mit einem Gewicht von 4,2 kg am schwersten in der Testreihe, der amerikanische Bruder wiegt dagegen nur 3,2 kg. Das liegt unter anderem am größeren Akku: 5830 statt 4200 mAh. Dennoch spricht die Laufzeit nicht für den Vorwerk, sondern für Neato: Im Test saugte der Botvac D7 Connected rund 110 Minuten, bevor er wieder zur Ladestation zurückfuhr. Der Kobold der dritten Generation kam in derselben Disziplin auf 83 Minuten. Ein anderer möglicher Grund für das höhere Gewicht könnte auch das leistungsstärkere Fahrwerk des Kobold VR300 sein: Sein Kletterniveau beträgt 2 statt 1,6 cm. Dafür sammelt der Behälter des Neato am meisten Staub ein: 0,7 l. Beide Geräte navigieren über einen Laser und bilden über das Slam -Prinzip die Wohnfläche digital in der App ab. Etwas unschön am Neato-Roboter ist die Verarbeitung sowie der Gesamteindruck der Konstruktion: Während der Fahrt klappert das Gehäuse etwas.

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bringt der S5 Robot Vacuum Cleaner des chinesischen Startups Roborock mit. Trotz einer Premium-Ausstattung und einer Wischfunktion kostet der Staubsauger-Roboter nur 399 Euro. In nahezu allen Disziplinen schlägt der Roborock die bisher genannten Modelle. Darüber hinaus bietet er weitere Sondereigenschaften, wie eine Sprachausgabe oder einen Live-Standort in der App. Mit einer Laufzeit von 147 Minuten bietet der Roborock S5 die längste Akkulaufzeit in der Testreihe, das liegt hauptsächlich an dem 5200 mAh großen Akku und an seiner leichten, aber dennoch hochwertigen Bauweise. Außerdem hat der Roborock S5 eine Teppicherkennung und ruft somit automatisch seine volle Saugkraft mit bis 2000 Pa ab. Der einzig negative Punkt: Es fehlt eine physische Fernbedienung zur manuellen Steuerung.

Das teuerste Gerät im Test ist der Roomba i7+ von iRobot. Der Staubsauger-Roboter mit seiner Ladestation und der automatischen Entleerungsfunktion kostet 1199 Euro. Der iRobot ist der Einzige im Test, der eine Kamera in der Froschperspektive nutzt, um seine Umgebung abzubilden. Technisch ist der Roomba i7+ ähnlich aufgestellt, wie der Roborock S5. An einigen Stellen gibt es aber ein Defizit, wie etwas bei der Laufzeit, die mit 78 Minuten nur knapp halb so lange ausfällt. Außerdem saugt der Amerikaner mit 1800 Pa, statt 2000. Dafür gibt es vor dem Sauger eine Doppelwalze, in sich deutlich weniger Haare verfangen, als beim Roborock S5. Doch die Besonderheit des Roomba i7+ ist und bleibt die Ladestation, in der sich noch einmal ein Sauger mit einem nicht wiederverwendbaren Müllbeutel befindet, der den aufgesaugten Schmutz des Roboters entleert. Damit gewinnt der Roomba i7+ mehr Autonomie und dem Anwender bleibt zuhause eine Staubwolke beim Leeren erspart.

ModellEcovacs RoboticsAnkerNeato RoboticsVorwerkiRobotRoborock
HerstellerDeebot Ozmo Slim 10Eufy Robovac 30CBotvac D7 ConnectedKobold VR300Roomba i7+S5 Robot Vacuum Cleaner
Preis in Euro299,00 €269,99 €899,00 €949,00 €1.199,00 €399,00 €
Gewicht in Gramm2,50 kg2,70 kg3,40 kg4,20 kg3,38 kg3,20 kg
Bauhöhe in Zentimeter5,7 cm7,2 cm10,0 cm9,0 cm9,4 cm9,7 cm
Kletterniveau1,4 cm1,6 cm1,6 cm2,0 cm1,9 cm2,0 cm
Verarbeitungsqualitätgutgutgutsehr gutsehr gutsehr gut
Lautstärkepegel in Dezibel68 dB57 dB69 dB71 dB66 dB66 dB
Akkukapazität in Milliamperestunden2600 mAh2600 mAh4200 mAh5830 mAh3300 mAh5200 mAh
Akkulaufzeit in Minuten90 min93 min110 min83 min78 min147 min
Ladezeit in Stunden4,0 h5,5 h3,5 h3,5 h3,0 h3,0 h
Saugleistung in Pascal1000 Pa1500 Pa2000 Pa2000 Pa1800 Pa2000 Pa
Fassungsvermögen in Liter0,30 l0,60 l0,70 l0,53 l0,45 l0,48 l
App
Kartendarstellung
Reinigungsprotokoll
Mehrere Benutzer
Zonenreinigung
Zeitprogrammierung
Automatisches Laden
Display / LED✖ / ✔✖ / ✔✖ / ✔✖ / ✔✖ / ✔✖ / ✔
Fortsetzungsmodus
Seitenbürste links/rechts✔ / ✔✔ / ✔✖ / ✔✔ / ✖ ✖ / ✔✖ / ✔
Smart-Home-Integration
Sprachausgabe
Teppicherkennung
Treppenerkennung
Wischfunktion
SensorikInfrarot, StoßleisteInfrarot, StoßleisteInfrarot, LDS, StoßleisteInfrarot, LDS, Stoßleiste, UltraschallInfrarot, Kamera, StoßleisteInfrarot, LDS, Stoßleiste

Von günstig bis teuer: TechStage hat sechs Modelle verschiedener Hersteller getestet und gibt folgendes Fazit: Die Staubsauger-Roboter bis 300 Euro sind ideal für Kleinstwohnungen mit einer Fläche bis rund 50 m2. Alles darüber und/oder ein komplizierter Schnitt der Wohnfläche, benötigt eine Navigation – entweder per Laser (LSD) oder per Kamera. In diesem Segment schneiden Neato und Vorwerk mittelmäßig ab, weil der aufgerufene Preis zu hoch ist. Sowohl den Kobold VR300 als auch den Botvac D7 Connected bekommt man mittlerweile etwas günstiger, als die oben genannten Preise. Dennoch ist das Preis-Leistungs-Verhältnis des Roborock S5 am besten: bessere Ausstattung, günstiger Preis. Wenn das Geld zweitrangig ist und wer möchte, dass der Sauger den aufgesaugten Schmutz selbstständig entleert, kauft das Luxus-Modell von iRobot.

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