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Sechs Sportkopfhörer im Vergleich: Sound fürs Training

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In unserem Vergleichstest zeigen wir sechs Kopfhörer, die unserer Meinung nach perfekte Begleiter für den Sport sind. Ab knapp 20 Euro geht es los.

Vernünftige Kopfhörer gehören für die meisten Sportler zur Grundausstattung. Wer nicht gerade einen Teamsport macht, der möchte beim Training seine Ruhe haben. Das geht so weit, dass man von den restlichen Sportlern abgekapselt sein möchte, um sich auf die eigene Routine zu konzentrieren. Gute Kopfhörer sind dabei Werkzeuge, um die Musik vom Smartphone oder einem anderen Zuspieler zuverlässig und in guter Qualität zum Ohr zu bringen. Und sie unterscheiden sich dabei vor allem baulich von „normalen” Kopfhörern. Die Geräte für Sportler müssen stabil im Ohr sitzen, selbst bei ruckartigen Bewegungen. Und sie sollten gegen Schweiß oder Spritzwasser geschützt sein.

In den letzten Jahren haben wir zahlreiche Sportkopfhörer in unterschiedlichsten Preisklassen und Bauformen in unserer Themenwelt Sportkopfhörer getestet. Das reicht von klassischen Bluetooth-Kopfhörern wie den Soundbuds Flow von Anker (Testbericht) über die Bose Frames Tempo (Testbericht) bis zu den JBL Reflect Flow (Testbericht) . In diesem Vergleichstest zeigen wir, welche Funktionen ein guter Sportkopfhörer erfüllen muss und warum der Klang selbst bei günstigen Geräten gut ist. Dazu küren wir unsere aktuellen Testsieger, zeigen günstige Alternativen und stellen alternative Konzepte vor.

Sportkopfhörer sind inzwischen größtenteils als In-Ear-Geräte zu bekommen. Sie sitzen direkt im Ohr, meist durch spezielle Silikonflügel festgehalten. Gegenüber anderen Bauformen wie Over-Ear oder On-Ear haben In-Ears den Vorteil, dass man unter den Kopfhörern nicht schwitzt. Allerdings gibt es viele, denen die Stöpsel unbequem sind. Eine Option ist es da beispielsweise, Geräte wie die Airpods mit einem speziellen Silikonbügel am Ohr festzuhalten. Mehr dazu in unserem Ratgeber Das wichtigste Zubehör für Apple Airpods .

Neben den klassischen Formen gibt es immer wieder Experimente. Bekannt ist Aftershokz. Die Firma nutzt Vibrationen, um den Klang über den Schädelknochen ins Innenohr zu übertragen. Das funktioniert gut und lässt die Ohren frei, allerdings leidet die Soundqualität vor allem bei Podcasts oder Hörbüchern, wie wir im Test zum Aftershokz Trekz Air (Testbericht) zeigen. Die Frames-Serie von Bose setzt auf Sonnenbrillen mit Lautsprechern in den Ohrbügeln. Das funktioniert bei der Sportbrille Bose Frames Tempo (Testbericht) sehr gut.

Gleichzeitig Vor- und Nachteil der In-Ear-Kopfhörer ist die Abschottung gegen die Außenwelt. Ein gutes Beispiel sind dafür die JBL Reflect Flow (Testbericht) . Die sitzen so bombenfest im Ohr, dass man die Welt um sich herum leicht vergisst. Das ist super bei Trainings in einer sicheren Umgebung, etwa beim Bouldern oder beim Joggen in einem abgeschiedenen Bereich. Allerdings ist es ein Problem, wenn man im Straßenverkehr unterwegs ist. Wer auf oder neben der Straße radelt, der muss den Verkehr um sich herum mitbekommen. Ja, man kann in Geräten wie den Reflect Flow und anderen In-Ears einen Umgebungsmodus aktivieren, dann werden die Geräusche von außen durchgeleitet. Das hört sich allerdings sehr künstlich an. Geräte wie die Bose Sport Earbuds (Testbericht) haben eine bessere Balance, schotten den Nutzer beim Sport aber nicht so krass ab.

Alle Kopfhörer für Sportler sollten gegen Wasser geschützt sein. Dabei geht es weniger darum, dass man mit ihnen Schwimmen oder tauchen geht. Es geht vielmehr um den Schutz gegen Schweiß und die Möglichkeit, die Geräte kurz unter fließend Wasser zu spülen.

Der Schutz gegen Wasser lässt sich am einfachsten an der IP-Schutzklasse ablesen. Die Faustregel ist: Je höher die IPXX-Zahl, desto besser sind die Kopfhörer gegen Wasser geschützt. Die Tabelle zeigt, was die einzelnen Zahlen aussagen. Unser Tipp ist, dass die Kopfhörer mindestens IPX2 besitzen sollten.

1. ZifferSchutz gegen Berührung / Fremdkörper2. ZifferSchutz gegen Wasser
0ungeschützt0ungeschützt
1Schutz gegen Fremdkörper > 50 mm / Schutz gegen Berührung mit dem Handrücken1Schutz gegen Tropfwasser
2Schutz gegen Fremdkörper > 12 mm / Schutz gegen Berührung mit dem Finger2Schutz gegen Tropfwasser < 15 °C
3Schutz gegen Fremdkörper > 2,5 mm / Schutz gegen Berührung mit Werkzeugen3Schutz gegen Sprühwasser
4Schutz gegen Fremdkörper > 1 mm / Schutz gegen Berührung mit Draht4Schutz gegen Spritzwasser
5Schutz gegen Staub / Schutz gegen Berührungen5Schutz gegen Strahlwasser
6staubdicht, Schutz gegen Berührung6Schutz gegen schweres Strahlwasser
7Schutz gegen zeitweises Untertauchen
8Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen
Quelle: Heise.de

In der letzten Version unseres Vergleichs von Sportkopfhörern in 2018 dominierten die klassischen Bluetooth-Kopfhörer mit Kabel zwischen den Lautsprechern. Diese Bauform bekam seitdem massiv Konkurrenz vom True-Wireless-Ansatz. Dabei haben die jeweiligen Kopfhörer keine Kabel mehr, sie verbinden sich per Bluetooth untereinander und mit dem Wiedergabegeräte, etwa einem Smartphone. In den letzten Jahren hat sich diese Technik massiv weiterentwickelt. Wo man früher teilweise große Audioverzögerungen hatte, etwa bei Filmen oder Spielen, ist der Sound inzwischen ohne Latenz hörbar. Die Akkulaufzeit hat sich zudem enorm verbessert. Der große Vorteil der In-Ears ist aber ihre Ladeschale. Bei klassischen Bluetooth-Kopfhörern kommt es immer wieder vor, dass sie leer sind, wen man sie braucht. True-Wireless-Geräte liegen dagegen meist in der Ladeschale und haben so immer ausreichend Ladung, dass man sie für eine Sport-Session nutzen kann.

Die gute Nachricht: Der Klang der meisten Sportkopfhörer, auch von günstigen Geräten wie den RF-BTK-300 von Renkforce (Testbericht) oder den Anker Soundbuds Flow (Testbericht) ist inzwischen so gut, dass man sie problemlos für den Sport nutzen kann. Gerade die günstigen Geräte tendieren allerdings häufig zu einem starkem bis überzogenen Bass. Die Formel teuer = guter Sound gilt dabei schon lange nicht mehr.

Bei den klassischen Audiomarken merkt man aber, dass die Nuancen teilweise besser sind. Zudem ist es so, dass etwa Bose oder Jabra oft auf AAC als zusätzlichen Codec zur Übertragung von verlustfreien Inhalten setzen. Das fehlt bei günstigeren Kopfhörern häufig. Wer beim Sport auf solche Inhalte wert legt, der sollte seine Auswahl entsprechend anpassen. Fürs Streaming von Spotify & Co oder für Podcasts taugen auch die günstigen Kopfhörer gut. Mehr zum Klang der jeweiligen Kopfhörer schreiben wir in den verlinkten Einzeltests.

Unsere Testsieger sind die Bose Sport Earbuds (Testbericht) und die JBL Reflect Flow (Testbericht) . Beide Sportkopfhörer bieten ein sehe ausgewogenes Klangbild, sitzen solide im Ohr und bringen genügend Akkuleistung mit, um selbst längere Sport-Sessions durchzuhalten. Sie sind zudem beide angenehm zu tragen. Die JBL Reflect Flow empfehlen wir allen, die sich beim Sport komplett abkapseln wolle. Sie gehören zu den wenigen Kopfhörern, die das Prädikat „Passive Geräuschunterdrückung” wirklich verdienen. Die Bose Sport Earbuds lassen hier mehr Umgebung durch, ohne dass darunter aber die Soundqualität leidet. Eine gute dritte Alternative sind die Jabra Active 65t (Testbericht) . Im Test gefiel, dass sie leicht zu bedienen sind, gute gegen Wasser und Schweiß gesichert sind und tolle Zusatz-Features bieten. Der Preis hat sich inzwischen auch in vernünftigen Regionen eingependelt.

Bei den Preis-Leistungs-Siegern sehen wir vor allem die günstigen Kopfhörer Anker Soundbuds Flow (Testbericht) und die Renkforce RF-BTK-300 (Testbericht) . Beide sind gegen Wasser geschützt (IPX4 und IPX5), gut verarbeitet und haften magnetisch aneinander. So kann man sie vor dem Körper zusammenklicken, wenn man sie nicht in den Ohren hat.

Die besondere Erwähnung geht an die Bose Frames Tempo (Testbericht) . Wie bei den Aftershokz Trekz Air (Testbericht) bleiben auch hier die Ohren komplett frei, man bekommt die Umgebung also problemlos mit. Doch der Sound der Frames Tempo ist deutlich besser als bei den Knochenschallkopfhörern. Gerade bei Sprache, etwa Hörbüchern, Podcasts oder Audio-Ansagen des Navis hört man mit den Frames Tempo einfach besser. Der Nachteil der Frames Tempo ist allerdings, dass man sie nicht einfach so nutzen kann. Trotz gutem Klang und geringer Latenz, man sieht einfach dämlich aus, wenn man damit Netflix streamt.

Wer einmal mit dem Kopfhörerkabel beim Sporteln irgendwo hängen geblieben ist, der weiß, warum man nur noch auf Bluetooth-Kopfhörer setzen sollte. Die gute Nachricht ist, dass gerade auch die günstigen Geräte von Anker oder Renkforce durchaus vernünftigen Klang liefern. Für knapp 20 Euro bekommt man schon gute kabellose Headsets.

Wer mehr ausgeben möchte, der sollte zu einem True-Wireless-System greifen. Nicht nur verheddert sich kein Kabel in der Tasche, dank der Transportbox mit Akku sind die Kopfhörer in den meisten Fällen so weit geladen, dass man zum Sport genügend Saft hat.

Noch mehr zum Thema Kopfhörer zeigen wir in unseren Einzeltests in der Themenwelt True-Wireless-Kopfhörer . Auch hier sieht man gut, wie die Preise in den letzten Jahren nach unten gehen. Ein passender Ratgeber dazu ist True-Wireless-Kopfhörer unter 100 Euro im Vergleichstest , der Ratgeber True-Wireless-Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung oder der Artikel zu den günstigsten True-Wireless-Kopfhörern .

Wer neben einem Kopfhörer auch seinen Trainingsfortschritt vernünftig tracken möchte, dem empfehlen wir einen Blick in unsere Themenwelt Sportuhr oder in unsere getesteten Fitness-Tracker.

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