Screenbars ab 20 Euro: Die besten Schreibtischlampen, die niemand kennt

Screenbars Aufmacher Vergleich

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Für die meisten gilt: Wer einmal eine Screenbar hat, gibt sie nie wieder her. Denn die Schreibtischlampen für den Monitor sind hell, unauffällig und günstig. Darauf sollte man beim Kauf achten.

Egal, ob im Büro oder zu Hause: Wer viel Zeit am Monitor verbringt, sollte auf die richtige Beleuchtung achten. Gerade im Homeoffice ist oft zu wenig Licht, denn an Arbeitsplätze sollten mindestens 300 Lux leuchten. Worauf man dabei allgemein achten sollte und welche Lösungen es gibt, zeigen wir in unserem Ratgeber Smart, hell & schick: Das richtige Licht fürs Homeoffice.

Neben klassischen Schreibtischlampen, welche auf dem Schreibtisch stehen, rücken Screenbars zunehmend in den Fokus. Diese zylindrischen Lampen sitzen auf dem Monitor und strahlen ihr Licht direkt auf den Arbeitsplatz. Das hat einige Vorteile. Zum einen nehmen sie keinen Platz auf dem Schreibtisch ein und sind insgesamt deutlich unauffälliger als normale Lampen. Dazu ist ihr Licht gerichtet, blendfrei, dimmbar und meist in der Lichtfarbe anpassbar.

Noch vor wenigen Monaten kosteten solche Lampen mindestens 60 Euro, überwiegend deutlich mehr. Doch mittlerweile gibt es sie ab 20 Euro. Wir zeigen, worauf man beim Kauf einer Monitorlampe achten sollten.

Bezüglich ihrer Verarbeitung überraschen uns sogar die sehr günstigen Screenbars. Die Lichtzylinder sind fast ausnahmslos aus Metall gefertigt. Und selbst wenn sie „nur“ aus Kunststoff sind, ist das kein Ausschlusskriterium. Größtenteils sieht man den unauffälligen Monitorlampen ihr Material nicht sofort an.

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist dagegen das Befestigungssystem. Ein gutes Beispiel ist die knapp 100 Euro teure Screenbar Benq. Sie nutzt für den sicheren Halt auf dem Monitor ein überraschend schweres Gegengewicht. Dabei hält sie auf dem dünnen Display eines Notebooks genauso gut wie auf einem über vier Zentimeter dicken Monitor. Andere sehr günstige Monitorlampen sind weniger flexibel. Sie nutzen eine Klammer. Diese hält nur an recht kantigen Monitoren mit einer bestimmten Dicke.

Es gibt Screenbars wie die 60 Euro teure Blitzwolf BW-CML3 (Banggood Kauflink), die dank ihrer geschwungenen Form besonders gut auf Curved-Monitore passen sollen. Im Grunde eine gute Idee, so hat die gebogenen Screenbar im besten Fall an jeder Stelle den gleichen Abstand zum Screen. Doch die BW-CML3 zeigt Schwächen bei der Befestigung. Hier ist das Gegengewicht zu leicht, die Lampe tendiert dazu, nach vorne wegzukippen.

Die Benq Halo geht einen anderen Weg. Die 170 Euro teure Premium-Screenbar kommt mit einem Adapterstück für Curved-Monitore. So hat sie eine etwas größeren Abstand zum Display. Ganz perfekt ist diese Lösung jedoch nicht, da nun die Lichtleiste leicht nach vorne überkippt. Auf das Adapterstück sollte man verzichten. Unserer Erfahrung nach funktionieren auch ganz normale Screenbars an Curved-Monitoren.

Wenn der Monitor nicht gerade an der Wand steht, sollten man auf eine möglichst unauffällige Kabelführung achten. Darauf legen tatsächlich nur wenige Hersteller Wert. Sehr gut löst dies die Benq Screenbar Halo. Dort kommt das Kabel aus dem unteren Teil der Befestigung. Unauffälliger geht es kaum. Leider kann man das Kabel jedoch nicht lösen. Wenn es also mal zu einem Kabelbruch kommt, kann man nicht einfach das Kabel tauschen. Weniger gut gefiel uns der Ansatz der ansonsten sehr verarbeiteten Xiaomi Mi Computerleuchte (Banggood Kauflink). Dort steht das Kabel deutlich sichtbar und unschön nach oben ab.

Selbst die sehr günstigen Monitorlampen erlauben in den meisten Fällen das Anpassen der Lichttemperatur von Kühlweiß bis Warmweiß. Erreicht wird dies durch den Einsatz verschiedenfarbiger LEDs. Wählt der Nutzer eine Mischfarbe, aktiviert die Lichtleiste alle eingebauten LEDs. Nur dann erreicht sie ihre maximale Helligkeit.

Wir haben über eine einfache Lux-App nachgemessen, wie viel Licht bei 50 Zentimeter Abstand auf dem Schreibtisch ankommt. Dieser Wert ist nicht genau. Jedoch wenden wir bei allen Leuchten das gleiche Messverfahren an. So können wir sagen, welche der Monitorlampen die hellste ist. Die folgende Tabelle zeigt die maximale und die minimale Helligkeit der Leuchten, wenn alle nach unten gerichtete LEDs aktiviert sind.

Produkt Preis in Euro Lux min. (50cm) Lux max. (50cm)
BenQ Screenbar Halo 170 270 1500
Xiaomi Mi Screenbar 40 400 1400
Xlayer LED Monitor Lamp 30 250 1100
Yeelight YLTD003 Pro 65 150 1050
Benq Screenbar 95 300 1030
Notebook-Leiste 15 200 960
Blitzwolf BW-CML3 60 160 760

Für eine möglichst blendfreie Nutzung empfehlen wir Lichtleisten, die eine scharfe Lichtabgrenzung bieten. Tatsächlich gibt es hier große Unterschiede. Um das zu verdeutlichen, halten wir ein weißes Blatt Papier in den Lichtkegel. Die meisten Leuchten grenzen das Licht klar ab. Dazu sind die Lichtleisten alle in ihrem Winkel zum Display variabel. So erwischt kaum ein Lichtstrahl den Displayinhalt, unschöne Lichtreflexionen sind fast ausgeschlossen.

Doch auch wenn Licht direkt auf das Display scheint, ist dies selten störend. So ist etwa die Lichtabgrenzung bei der Yeelight YLTD003 Pro eher verwaschen und strahlt in weitem Winkel ab. Dennoch stört das in der Praxis kaum. Wichtiger ist, dass der Nutzer nicht direkt geblendet wird. Das war bei keiner ausprobierten Screenbars der Fall.

Ein Nachteil, den alle Screenbars mit sich bringen, ist ihre Reflexion in Dingen, die auf dem Schreibtisch liegen. So ist die Lichtleiste etwa in einem liegenden Smartphone deutlich sichtbar. Smartphone-Inhalte können so nur bedingt gelesen werden. Auch andere reflektierende Dinge auf dem Schreibtisch wie eine Tastatur aus Metall, ein Tablet oder ein glänzendes Maus-Pad können stören. In der Praxis gewöhnt man sich jedoch schnell daran, und legt etwa das Smartphone etwas mehr auf die Seite.

Einige Screenbars kommen mit einem zusätzlichen Licht an deren Ober- oder Rückseite. So haben die Blitzwolf BW-CML3 und die Yeelight YLTD003 Pro einen Streifen bunter, steuerbarer LEDs an deren Oberseite.

Die Benq Screenbar Halo setzt auf weißes Licht im Gegengewicht. Diese Stimmungslichter ergeben meist nur dann Sinn, wenn der Monitor vor einer Wand steht. Aber auch sonst sollte eine Monitorleuchte nicht die einzige Lichtquelle im Raum sein. Um Ermüdungserscheinungen entgegenzuwirken, sollte auch das periphere Sichtfeld ausgeleuchtet sein.

Wer einen breiten Monitor hat, sollte auch darauf achten, dass die Screenbar lang genug ist. Eine lange Screenbar hat meist auch mehr LEDs und leuchtet den Schreibtisch besser aus. Eine gute Monitorleuchte sollte 45 Zentimeter lang sein. Einige wenige Modelle erreichen gar 50 Zentimeter. Wer sie etwa für ein Notebook nutzen will, findet jedoch auch deutlich kürzere Varianten.

Selbst bei den sehr langen Modellen mit 50 Zentimeter ist am Monitor meist noch genug Platz für eine Webcam (Kaufberatung). Allerdings hängt sie dann nicht mehr zentral, sondern eher am Rand des Bildschirms. Alternativ kann man eine Webcam mit Stativgewinde kaufen und sie auf ein Stativ hinter oder neben den Bildschirm platzieren.

Aufpassen sollte man bei der Befestigung darauf, dass die Screenbar den Bildschirm nicht zerkratzt. Benq legt dafür bei ihrem Halo-Modell einen dünnen, schwarzen Schaumstoffaufkleber bei. Dieser soll die empfindliche Auflagefläche schützen. Wer bei Screenbars anderer Hersteller bedenken davor hat, sollte sich einen entsprechenden Aufkleber besorgen.

Die allermeisten Screenbars nutzen für ihren Energiebedarf einen USB-A-Stecker. Steckt dieser etwa in einem Monitor oder einer Docking-Station (Ratgeber), schaltet sie sich mit dem Rechner/Notebook/Monitor ein und wieder aus. Das macht die Nutzung der praktischen Schreibtischlampen ganz besonders bequem.

Für das Einstellen von Helligkeit, Lichtfarbe und weiteren Features gibt es im Grunde vier verschiedene Ansätze. Bei besonders günstigen Modellen wie der Anpro Laptop Monitor LED (Amazon Kauflink) für 17 Euro bauen die Hersteller eine kleine Steuereinheit am Kabel ein. Dort sitzen dann überwiegend ein paar Taster. Für diese Lösung muss das Kabel stets in erreichbarer Nähe sein. Wer jedoch ohnehin überwiegend die gleiche Einstellung verwendet, und die Leuchte über das Notebook ein- und ausschaltet, dem sollte das egal sein.

Andere Screenbars wie die Benq Screenbar nutzen Taster an der Lichtleiste. Eleganter ist jedoch eine Fernbedienung. Diese ähnelt meist einem kurzen Zylinder und steht dank Gummifuß sicher auf dem Schreibtisch. Die Bedienung der Screenbar erfolgt durch Drehen und Drücken.

Wer seine Screenbar ins Smart Home einbinden will, findet auch hier Lösungen. So reagiert die 65 Euro teure Yeelight YLTD003 Pro (Banggood Kauflink) auf Alexa. Ihre Einbindung in bestehende Lichtrezepte ist dank des farbigen LED-Streifens besonders effektvoll.

Benq ist wohl der Vorreiter der Monitorlampen. Die Benq Screenbar ist mittlerweile seit über vier Jahren am Markt und hat sich in ihrer Nutzung bewährt. Leider gehört sie mit einem Kaufpreis von knapp 100 Euro zu den teureren Vertretern. Ihr Nachfolger ist die seit Anfang 2022 erhältliche Benq Screenbar Halo. Sie verbessert das Konzept an vielen Punkten, kostet ab mit etwa 170 Euro auch deutlich mehr.

Zum Glück geht das auch günstiger – viel günstiger. Zu den billigsten uns vorliegenden Monitorleuchten gehört die Anpro Laptop Monitor LED (Amazon Kauflink) für 17 Euro. Schaut man etwa bei Banggood, dann fallen weitere Leuchten in dem Preissegment auf, die teilweise sogar mehr bieten:

Die Xlayer LED Monitorleuchte ist eine der günstigste 45-Zentimeter-Screenbars mit einer guten Befestigung, einer scharfen Lichtkegelabgrenzung und einer hohen Helligkeit. Sie kostet nur 30 Euro. Wer seine Screenbar smart will um sie etwa mit Alexa steuern zu können, kann zur Yeelight YLTD003 Pro (Banggood Kauflink) für etwa 65 Euro greifen.

Screenbars sind wenig verbreitet. Doch warum nicht so ziemlich jeder für die Beleuchtung seines Schreibtisches eine Screenbar nutzt, ist uns ein Rätsel. Denn diese Lampe leuchtet blendfrei den Schreibtisch aus, schaltet sich mit dem Notebook oder Monitor ein, beziehungsweise aus und nimmt dabei keinen wertvollen Platz auf dem Schreibtisch weg. Noch dazu sind sie mittlerweile sehr bezahlbar. Waren sie in der Vergangenheit kaum unter 100 Euro zu haben, zahlen Sparfüchse aktuell für einfache Modelle teilweise unter 20 Euro.

Trotzdem sollte man beim Kauf einige Punkte beachten. Zu den wichtigsten gehört die Befestigung, die zum eigenen Monitor-Setup passen sollte. Aber auch die Helligkeit, der Abstrahlwinkel und die Art der Steuerung sind wichtig. Dimmbar sind sie alle. Auch die Lichttemperatur lässt sich selbst bei den sehr günstigen Modellen variieren.

In den kommenden Wochen folgen Einzeltests der Screenbars. Im Anschluss kommt für einen schnellen Überblick eine Bestenliste Screenbars. Alle Beiträge zum Thema sammeln wir auf unserer Themenseite Screenbars.

Wer sich ganz allgemein für gute Beleuchtung interessiert, dem empfehlen wir unseren Ratgeber Smart, hell & schick: Das richtige Licht fürs Homeoffice. Doch es gibt viele weitere Faktoren für einen ergonomischen Arbeitsplatz. Mehr dazu in Ergonomie im Homeoffice: Ab 15 Euro Rückenschmerzen, Mausarm und Kopfschmerzen vorbeugen. Auch das Sitzen ist wichtig. Den perfekten Bürostuhl ab 150 € finden: Ergonomisch sitzen im Homeoffice.

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