Schon ab 950 Euro: So viel kostet ein gutes E-Bike mit Mittelmotor

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E-Bikes, beziehungsweise Pedelecs, machen besonders viel Spaß, wenn sie über einen Mittelmotor verfügen. Sie kosten ab 950 Euro. Wir zeigen, worauf man beim Kauf achten sollte.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes betrug der durchschnittliche Preis der in der Bundesrepublik verkauften Fahrräder bzw. Pedelecs im Jahr 2021 rund 1395 Euro und lag damit erneut höher als in den Vorjahren. Das liegt vor allem an der stetigen Zunahme des E-Bike-Anteils. Jahr 2021 wurden insgesamt rund zwei Millionen E-Bikes verkauft. Etwa 43 Prozent der im Jahr 2021 in Deutschland abgesetzten Fahrräder gehören dem Segment der E-Bikes an.

Wer sich für günstige E-Citybikes interessiert, der sollte sich unseren Ratgeber Ab 777 Euro: So viel kostet ein gutes E-Bike für die City anschauen. Wer das eigene Fahrrad umbauen möchte, kann einen Blick auf den Ratgeber Fahrrad legal zum E-Bike nachrüsten: Motor & Akku ab 300 Euro werfen. Weitere Informationen bietet der Ratgeber E-Bike-Grundlagen: Antrieb, Akku, Schaltung & Co. Wer lieber im Gelände unterwegs ist, dem legen wir den Beitrag E-Mountainbikes unter 1000 Euro: Darauf gilt es bei billigen E-MTBs zu achten ans Herz.

Ein Mittelmotor hat viele Vorteile. Der elektrische Antrieb erfolgt an der gleichen Stelle wie der muskelbetriebene Antrieb und der Schwerpunkt des Rades bleibt mittig und recht weit unten. Dadurch ist das E-Bike agiler. Zudem reagiert ein Mittelmotor meist unmittelbar auf den Pedaltritt des Fahrers. Bei einem Mittelmotor ist die Wahl der Schaltung flexibel. Er unterstützt sowohl Ketten- als auch Nabenschaltungen. Zu guter Letzt ist die Verkabelung weniger anfällig, da die Wege zwischen Akku, Sensoren und Motor kurz sind.

Ein Nachteil ist das hohe Gewicht der Mittelmotoren. In den letzten Jahren haben die Fahrradhersteller hier zwar enorme Fortschritte gemacht, schwerer als andere Lösungen sind Mittelmotoren jedoch noch immer. Ein weiterer Nachteil ist die höhere Belastung einzelner Bauteile wie der Kette und der Kurbel. Schließlich wird die komplette Kraft des Motors über die Kette an das Hinterrad übertragen. Zudem sind Mittelmotoren meistens teurer als elektrische Antriebe am Front- oder Heckrad.

Da E-Bikes überwiegend schneller beschleunigen, als es ein normal trainierter Radfahrer mit einem klassischen Fahrrad vermag, ist die Qualität der Bremsen von hoher Bedeutung. Schnelles Anfahren bedingt im Stadtverkehr manchmal auch schnelles Abbremsen. Mit einer Unterstützung bis 25 km/h sind Pedelec-Fahrer deutlich schneller unterwegs, als man es ihnen mit einem normalen Bike zutrauen würde.

An den Bremsen sollte man von daher nicht sparen. Hier haben sich mittlerweile selbst bei preiswerten Modellen Scheibenbremsen durchgesetzt, die auch bei Regen gut zugreifen – ganz im Gegensatz zu Felgenbremsen oder V-Brakes.

Bei Scheibenbremsen wird zwischen mechanischen und hydraulischen Systemen unterschieden. Die mechanischen Bremsen werden zunehmend auch im niedrigen Preissegment von hydraulischen Scheibenbremsen ersetzt. Hier wird Bremsflüssigkeit eingesetzt, die Druck auf einen Kolben erzeugt, der die Bremsbeläge auf die Bremsscheibe drücken.

Bremsen müssen grundsätzlich gewartet werden, was jede Fahrradwerkstatt macht. Markenhersteller von Scheibenbremsen sind beispielsweise Tektro, Hayes, Shimano, SRAM, Magura und Avid. Dabei ist zu bedenken, dass die Hersteller unterschiedliche Serien anbieten, die sich in ihrer Qualität und natürlich im Preis unterscheiden.

Bei E-Bikes mit Mittelmotor kommen neben einer Kettenschaltung auch eine manuelle Nabenschaltung und eine automatische Schaltung in Betracht. Welche der Schaltungen die richtige ist, hängt vom gewünschten Einsatzzweck und dem Komfortbedürfnis ab. Wer sportlich unterwegs ist und viel im Gelände fährt, der sollte auf eine Kettenschaltung mit vielen Gängen setzen. Diese sind allerdings wartungs- und damit kostenintensiv. Die Reparaturen übernimmt jede Fahrradwerkstatt.

Nabenschaltungen sind wartungsarm, die Kette kann nicht herausspringen und der Schaltkomfort ist meist hoch. Dafür sind weniger Gänge vorhanden als bei Kettenschaltungen, sodass bei sportlichen Fahrten Kompromisse eingegangen werden müssen.

Wer sich um die Schaltvorgänge überhaupt nicht kümmern will, der wählt eine Automatikschaltung. Durch diese spürt der Fahrradfahrer immer den gleichen Widerstand. Automatikschaltungen gibt es sowohl für den Ketten- als auch Nabenantrieb. Die Gangwechsel werden stufenlos geregelt. Die Technik ist allerdings aufwändig und teuer.

Die Akkugröße und damit die Reichweite sollten zum Nutzungsprofil des Fahrers und dem Höhenprofil passen. Niemand benötigt einen teuren und schweren Akku mit hoher Kapazität, wenn die geplanten Fahrten gerade einmal 20 oder 30 Kilometer lang sind – es sei denn, es müssen viele Höhenmeter überwunden werden. Bei niedriger Unterstützung sind Reichweiten von 80 Kilometer in der Ebene möglich. Das ändert sich jedoch bei hoher Unterstützung, viel Zuladung, großen Steigungen und tiefen Temperaturen etwa im Winter schlagartig. Dann wird aus einer angegebenen Reichweite von 80 Kilometern schnell einmal eine Reichweite von 30 Kilometern. Dabei sollte man immer bedenken, dass die Reichweite für den Rückweg ausreichen sollte.

Vollgefederte E-Bikes sind in der Regel teuer und in der Stadt nicht zwingend nötig. Hier lohnt sich bei erhöhtem Komfortwunsch der Einbau einer Federsattelstütze. In aller Regel sind E-Bikes mit einer Vorderrad-Federung ausgerüstet. Die Federwege bei günstigen E-Bikes liegen im Bereich von 30 bis 45 Millimetern.

Das Gewicht des Rades spielt nicht nur eine Rolle, wenn das E-Bike getragen oder gehoben werden muss. Nicht jeder hat einen Fahrstuhl für den Keller oder erreicht den Bahnsteig ohne Treppe. Das Eigengewicht entscheidet neben vielen weiteren Faktoren zudem darüber, wie weit ein Fahrer mit einer Akkuladung kommt. Zudem ist ein leichtes E-Bike agiler und kann ohne Motorunterstützung gefahren werden. Preiswertere E-Bikes bis 1500 Euro wiegen schnell über 25 kg. Wer ein leichteres E-Bike will, muss häufig tiefer in die Tasche greifen.

Apropos Gewicht: E-Bikes können unterschiedlich schwere Fahrer verkraften. Man sollte beim Kauf unbedingt auf das zulässige Gesamtgewicht achten.

Ein Fahrrad benötigt für die sichere und legale Teilnahme am Straßenverkehr vorn und hinten Licht sowie entsprechende Reflektoren an Rädern und Pedalen. Bei vielen, vor allem günstigeren Modellen ist das Licht bereits beim Kauf am Fahrrad und hängt im besten Fall am Stromkreislauf des Elektrofahrrads. Meist kann der Fahrer es dann über die Steuereinheit am Lenker ein- und ausschalten.

Hat das Fahrrad beim Kauf kein Licht, gibt es unzählige Möglichkeiten, gutes und sicheres Licht nachzurüsten. Wir empfehlen dafür unseren ausführlichen Ratgeber Fahrradleuchten: Helles Licht mit Akku oder Batterie ab 15 Euro.

Bei Einsteigermodellen bis 1500 Euro gibt es größtenteils Standardkost. Dazugehört ein Rahmen aus Aluminium, V-Brakes und ein Akku mit einer Kapazität von 374 Wattstunden. Einige Modelle sind aber trotz ihres günstigen Preises besser ausgestattet.

Wie bei klassischen Fahrrädern gibt es auch E-Bikes-Modelle mit Oberrohr und mit tiefem Einstieg. Wer häufig auf- und absteigen muss, weil er oder sie im Stadtverkehr unterwegs ist, wird sich vielleicht für eine komfortablere Lösung entscheiden. Wer sich für letzte interessiert, sollte sich unseren Ratgeber Ab 777 Euro: So viel kostet ein gutes E-Bike für die City durchlesen.

Das Telefunken RC865 Multitalent kostet nur 950 Euro. Es ist ein Tiefeinsteiger mit Mittelmotor und einem Einkaufskorb am Lenker. Es kommt mit einer 3-Gang-Schaltung, die jedoch für den Stadtverkehr ausreichen sollte. Der Akku hat eine Kapazität von gut 374 Wattstunden. Mit seinen V-Brakes hat es wie oben beschrieben jedoch einige Nachteile beim Bremsen. Dafür sieht es elegant aus, was vornehmlich an dem dünnen Rahmen liegt. Der Akku ist hinter dem Sitzrohr befestigt.

Das Telefunken RC860 für 1150 Euro ähnelt dem Telefunken RC865. Allerdings hat es eine 7-Gang-Schaltung von Shimano, mit der man deutlich flexibler fährt. Ansonsten überwiegen die Ähnlichkeiten. Auch das dritte günstige E-Bike mit Mittelmotor kommt von Telefunken. Es kostet 1200 Euro, hat wieder die 7-Gang-Schaltung, diesmal aber mit Nabentechnik. Die Kapazität des Akkus beträgt 468 Wattstunden. Er sitzt diesmal unter dem Gepäckträger.

Das Prophete Entdecker 21.EMT.10 liegt mit 1450 Euro gerade so unter der 1500-Euro-Grenze. Es hat im Gegensatz zu den Telefunken-Rädern ein Oberrohr. Der AEG-Ecodrive-Mittelmotor hat eine Nennleistung von 250 Watt bei 50 Newtonmeter. Er kommt mit Schiebehilfe und fünf Unterstützungsstufen. Das E-Bike verfügt außerdem über eine 8-Gang-Schaltung, hydraulischen Scheibenbremsen, eine Sunour-Federgabel und einen Akku mit einer Kapazität von 374 Wattstunden. Wir sind angetan von der doch recht guten Ausstattung zum günstigen Preis.

Die Preisklasse zwischen 1500 und 2000 Euro ist nicht so reich gefüllt, wie man es zunächst vermutet. Viele Hersteller tummeln sich offenbar lieber im Hochpreissegment. Dort dürften die Margen erheblich höher sein.

Ein spannender Vertreter der 2.000-Euro-Klasse ist das Haibike HardSeven 4. Das E-Mountainbike kommt mit der Federgabel Suntour XCM 32 Boost. Grobstollige Reifen, 27,5-Zoll große Felgen, hydraulische Bremsen und eine sportlichen Rahmengeometrie, die auch jüngere Leute anspricht, sind in dieser Preisklasse keineswegs selbstverständlich. Hier ist der hochwertige Mittelmotor Bosch Performance Line (2,9 kg) sowie ein Akku mit 400 Wattstunden eingebaut, der eine Reichweite von bis zu 90 Kilometer verspricht. Der Bosch-Akku ist Teil des Unterrohrs und lässt sich zum Laden entnehmen.

Fischer bietet für 2000 Euro mit dem Viator 5.0i als Herren- und Damenfahrrad ein Trekkingbike an, das eine aufrechte Sitzhaltung erlaubt, eine kleine Federung in der Vorderradgabel aufweist und mit hydraulischen Bremsen ausgerüstet ist. Als Antriebssystem kommt das Brose Drive C zum Einsatz, das aber satte 3,4 kg wiegt und zum hohen Gesamtgewicht von 27 kg beiträgt. Dafür ist der Akku mit 418 Wattstunden und einer Reichweite von 100 Kilometer gut dimensioniert und erlaubt auch etwas größere Radtouren mit Motorunterstützung.

Ein kleines, aber nicht faltbares Kompaktmodell ist das Prophete Urbanicer 22.ETU.10 mit 20 Zoll großen Rädern, hydraulischen Felgenbremsen von Magura und einer 7-Gang-Schaltung. Sein 374-Wattstunden-Akku soll eine Reichweite von 100 Kilometer erlauben. Mit 25 kg ist es jedoch für so ein kleines Rad recht schwer.

Das Eskute Wayfarer Pro für 1950 Euro hingegen ist solide Hausmannskost: Mit dem Citybike, das über Schutzbleche und einen Gepäckträger verfügt, lassen sich bequem Pendelstrecken überbrücken. Die Reichweite liegt dank 432 Wattstunden Kapazität laut Hersteller bei 80 km. Die Federgabel kann arretiert werden, was bei Fahrten in der Stadt angenehmer ist. Der Mittelmotor Bafang M200 ist recht leise und für den Einsatz in der Stadt oder über Land geeignet. Unschön: Das Rücklicht muss getrennt vom Vorderlicht eingeschaltet werden. Viele Komponenten sind mit dem Eskute Polluno (Testbericht) identisch.

Das Fischer Trekking 28" ETH 1820 kommt mit einer einfachen Federgabel mit 40 Millimeter Federweg und wird ergänzt durch eine hydraulische Scheibenbremse von Shimano. Die 9-Gang-Schaltung stammt ebenfalls von Shimano. Als Motor kommt der Fischer Silent Drive zum Einsatz, der vom chinesischen Hersteller Shengyi stammt. Mit 422 Wattstunden wurde hier ein recht großer Akku eingebaut, der eine Reichweite von 140 Kilometer erlauben soll. Das lässt das Gewicht von 26 kg verschmerzen.

Zugegeben, nicht jeder kann 2000 bis 4000 Euro für ein E-Bike ausgeben. Aber wer das Bike teilweise als Ersatz für ein Auto auf der Pendelstrecke oder für lange Touren einsetzt, der wird hohe Qualität zu schätzen wissen.

In diesem Segment gibt es viel Auswahl, diverse Marken und Design. Das solide E-Citybike KTM Macina Aera 671 LFC ist mit dem leistungsfähigen Motor Bosch Performance Line CX ausgerüstet, der 85 Newtonmeter Drehmoment bietet und mit dem 625-Wattstunden-Akku eine Reichweite von 130 Kilometer erzielt. Der tiefe Einstieg ist ideal zum häufigen Auf- und Absteigen, doch KTM hat es geschafft, dass das Rad nicht altbacken aussieht. Praktisch ist auch der Gepäckträger.

Eher in Richtung Trekkingbike geht das Focus Aventura² 6.8 mit 29 Zoll großen Laufrädern, einem Bosch Performance Line CX-Motor und einem Akku mit 625 Wattstunden. Es ist mit 24,6 kg etwas leichter und mit dem 12-mm-Steckachs-System ausgerüstet. Das sorgt für ein optimales Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht.

Mit dem Cube Stereo Hybrid 120 Pro gibt es in diesem Preisbereich auch ein vollgefedertes Mountainbike mit E-Antrieb mit 120-mm-Federweg vorn und hinten. Den Antrieb übernimmt der Bosch Performance Line CX, der Akku bietet massive 625 Wattstunden. Bei diesem Mountainbike gibt es keine Schutzbleche und keinen Gepäckträger. Wer damit pendeln will, braucht wohl einen Rucksack. Aber das Pedelec richtet sich ohnehin eher an passionierte E-Mountainbiker, welche öfter mal Offroad fahren.

Ein besonders schönes und gut ausgestattetes Hardtail ist das Cube Reaction Hybrid EXC 750. Die Magura MT-Thirty-Bremsen sorgen für einen schnellen Halt, die Federgabel RockShox Judy Silver für ein angenehmes Fahrverhalten bei einem Federweg von 120 mm. Schalthebel und Schaltwerk kommen aus der SRAM SX Eagle-Serie. Mit einem 750-Wattstunden-Akku und einem Gewicht von nur 24,4 kg gehört dieses Bike schon in die Top-Kategorie.

Ein Fully mit dem eher seltenen Motor Shimano Steps E8000 ist das Mondraker Dusk RR. Der Motor mit einem Drehmoment von 70 Nm ist mit einem Gewicht von 2,88 kg für einen Mittelmotor verhältnismäßig leicht und bietet durch seine kompakte Bauweise viel Bodenfreiheit, was gut für Geländefahrten ist. Mit 23,4 kg ist das Modell ebenfalls nicht schwer. Die Geometrie richtet sich an Fahrer, die gerne mal einen Berg hinunter heizen.

Das Haibike Sduro Trekking S 9.0 aus dem Jahr 2021 für 3200 Euro sieht zwar aus wie ein normales Trekkingbike, doch es handelt sich um ein S-Pedelec, das motorunterstützt bis zu 45 km/h fährt. Andere Pedelecs nutzen den E-Motor nur bis 25 km/h. Bei S-Pedelecs wird eine Mofaversicherung samt Kennzeichen benötigt. Dazu kommen Helmpflicht und das Verbot, auf Fahrradwegen zu fahren sowie mindestens eine Fahrerlaubnis der Klasse AM.

Das 28 Zoll große Rad ist mit hydraulischen Bremsen vom Typ Magura MT4 ausgerüstet. Als Motor kommt der Yamaha PW zum Einsatz. Der Akku mit 500 Wattstunden hält nicht sehr lange durch, doch es gibt ein Zweischienen-System, mit dem ein zweiter Akku am Rad befestigt werden kann. Die späteren Modelle bieten diese Möglichkeit durch einen Wechsel des Antriebssystems nicht mehr.

Wer 4000 Euro und mehr bei einem E-Bike anlegen kann und will, der darf auch etwas erwarten. Qualität, Reichweite, Gewicht und nicht zuletzt das Design gehören dann schon zur Oberklasse.

Fangen wir mit einem echten Schwergewicht an: Dem Specialized S-Works Turbo Creo SL Evo für stolze 11.000 Euro. Das E-Gravelbike bietet einen Carbonrahmen. Dazu kommen die präzise SRAM-Red-Schaltung und ein integrierter Akku mit 320 Wattstunden, der nicht entnommen werden kann. Das Rad muss also mit zur Steckdose. Mit laut Hersteller 120 Kilometer Reichweite können auch etwas größere Touren unternommen werden. Mit dem optionalen Range Extender wird noch einmal Power für weitere 60 Kilometer mitgeschleppt. Das S-Works Turbo Creo SL Evo bringt lediglich 12,8 kg auf die Waage.

Ein sehr ungewöhnliches Rad ist das Tern GSD R14. Es handelt sich um ein kleines Lastenfahrrad mit 20 Zoll großen Rädern und dem Motor Bosch Cargo Line Cruise mit 85 Nm. Das Rad wiegt stolze 37,26 kg und das zulässige Gesamtgewicht beträgt 200 kg. Die Reichweite wird mit 103 Kilometer bei minimaler Unterstützung angeben. Das Rad verwendet die Nabenschaltung Rohloff E14 mit 14 Gängen. Das Tern HSD S+ ist ein Kompaktrad, bei dem sich ein Teil der Lenkstange einklappen lässt, um auf ein Packmaß von 163 × 40,5 × 86 Zentimeter zu kommen. Mit 20 Zoll großen Rädern erlaubt das E-Bike ein zulässiges Gesamtgewicht von 170 kg. Die Reichweite beträgt bis zu 118 km.

Das Cannondale Tesoro Neo X Speed ist ein Touringbike mit Aluminium-Rahmen für anspruchsvolle Fahrer, das auf Wunsch zwei Akkus aufnimmt, um die Reichweite zu vergrößern. Das S-Pedelec unterstützt bis 45 km/h und erzielt eine Reichweite von 117 Kilometer mit einem Akku. Die Geometrie erinnert an ein E-Mountainbike. Hinten ist jedoch ein Gepäckträger montiert. Der Sattel sitzt auf einer gefederten Sattelstütze. Als Motor wird der Bosch Performance Line Speed eingesetzt.

Ein besonders auffälliges Rad ist das Bergamont E-Cargoville LJ Elite. Das E-Lastenrad verfügt über eine modulare Plattform vor dem Fahrer, auf der Kinderschalen, Transportbehälter und vieles mehr befestigt werden kann. Sogar für das Hinterrad gibt es Halterungen für zusätzliches Gepäck. Das Bergamont E-Cargoville LJ Elite wiegt 30,9 kg und hat ein zulässiges Systemgewicht von 220 kg. Die Kraftübertragung erfolgt nicht per Kette, sondern per Zahnriemen (Gates CDX Carbon Drive Belt). Dieser arbeitet wartungsärmer und leiser als eine klassische Fahrradkette. Gebremst wird das schwere Gefährt mit der hydraulische Scheibenbremse Magura CMe5.

Die günstigsten E-Bikes mit Mittelmotor gibt es bereits für unter 1000 Euro. Nach oben ist der Preis offen. Wichtig ist, dass das Rad zum Anforderungsprofil passt und beispielsweise kein Fully-E-Mountainbike für eine tägliche längere Pendelstrecke mit Gepäck eingesetzt wird. Vernünftige E-Treckingräder mit Mittelmotor gibt es schon für 1500 Euro, doch im Alltag kann das Ansprechverhalten des Motors, die Zuverlässigkeit der Bremsanlage und nicht zuletzt die Pannensicherheit der Reifen wichtiger sein als Design und ein exotischer Materialmix.

Wer sich für günstige E-Citybikes interessiert, der sollte sich unseren Ratgeber Ab 777 Euro: So viel kostet ein gutes E-Bike für die City anschauen. Wer das eigene Fahrrad umbauen möchte, kann einen Blick auf den Ratgeber Fahrrad legal zum E-Bike nachrüsten: Motor & Akku ab 300 Euro werfen. Weitere Informationen bietet der Ratgeber E-Bike-Grundlagen: Antrieb, Akku, Schaltung & Co. Wer lieber im Gelände unterwegs ist, dem legen wir den Beitrag E-Mountainbikes unter 1000 Euro: Darauf gilt es bei billigen E-MTBs zu achten nahe.

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