USB-Sticks:

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USB-Sticks gibt es nicht nur in verschiedenen Designs mit unterschiedlich viel Speicher, auch Schreib-, Lesegeschwindigkeit, verfügbare Anschlüsse und sonstige Spezifikationen sollten beim Kauf bedacht werden. TechStage hat sich eine Übersicht verschafft und zeigt, welche Sticks es gibt und welche Modelle für wen geeignet sind.

USB-Sticks bieten sich vor allem für kleines bis mittleres Datenvolumen und die mobile Nutzung an. Die Sticks eignen sich wegen der niedrigen Preise zur Weitergabe von Daten, zu Archivierung oder um beispielsweise Fotos und Videos auszulagern. Deutlich mehr Möglichkeiten und Kapazität bieten natürlich große Netzwerkspeicher. Diese sind allerdings nur stationär nutzbar und zudem deutlich teurer. Mehr dazu gibt es in unserer NAS-Kaufberatung.

Da die USB-Sticks in der Regel als Datenspeicher und nicht als Betriebssystemmedium oder als Speicher für die Kamera genutzt werden, ist Geschwindigkeit zwar kein Ausschluss-Kriterium, zu langsam sollten die Speichersticks trotzdem nicht arbeiten. Dies gilt insbesondere bei der Nutzung von größeren Datenmengen mit mehreren GByte. Wir empfehlen, dass der USB-Stick mindestens den Standard USB 3.0 unterstützen sollte, da diese deutlich schneller als Sticks mit 2.0 arbeiten. USB-2.0-Sticks sind zwar für kleine Datenmengen und alte Rechner ausreichend, die Mehrkosten sind allerdings inzwischen so gering, dass man auf den aktuelleren Standard setzen sollte.

Hier ein kurzes Beispiel: Der günstigste 64 GByte-Stick mit USB 3.0 ist laut Preisvergleich ab 3,99 Euro (0,062 Euro/GByte) erhältlich. Er hat laut Datenblatt eine Lesegeschwindigkeit von 70 Mbyte/s und eine Schreibgeschwindigkeit von 20 Mbyte/s. Das günstigste Modell mit dem älteren USB-2.0-Standard kostet mit 3,66 Euro (0,057 Euro/GByte) gerade einmal 33 Cent weniger. Hier liegt die Lesegeschwindigkeit allerdings bei lediglich 13 bis 17 Mbyte/s und die Schreibgeschwindigkeit bei 6 bis 8 Mbyte/s.

Für den Ratgeber haben wir die Geschwindigkeit einiger USB-Sticks anhand des Benchmarks PCmark ermittelt. Anbei eine kleine Übersicht, die gut die Leistungsunterschiede zwischen zwei langsamen USB-2.0-Sticks und zwei aktuellen Modellen mit USB-3.0 zeigt. Dass der Standard alleine aber keine Garantie für maximale Lese- und Schreibrate ist, zeigen die Unterschiede, wenn man jeweils die schnelleren und die langsamen Sticks vergleicht.

Doch was bedeuten diese Werte in der Praxis? Wir haben einen 1,15 GByte große Videodatei von unserem Benchmark-PC auf verschiedene Sticks kopiert und die Zeit gestoppt. In der Praxis braucht der schnellste Stick nur knapp 23 Sekunden. Der langsamste Stick, ein USB-2.0-Modell, braucht fast fünf Minuten. Bei großen Datenmengen ist die Geschwindigkeit also nicht zu unterschätzen, weshalb wir auf jeden Fall den Griff zum USB-3.0-Stick empfehlen.

Anbei eine Auflistung von besonders schnellen Sticks mit einer Leserate von mindestens 400 Mbyte/s und einer Schreibrate von 350 Mbyte/s aufwärts.

USB-Sticks gibt es mit Kapazitäten zwischen 2 GByte und einem TByte Speicher. Wie viel man tatsächlich braucht, hängt dabei ganz vom gewünschten Einsatzzweck ab. Wer den Stick nur verwendet, um mal eben Daten vom Rechner auf den 3D-Drucker zu übertragen, der kommt auch mit wenig Platz aus. Wer allerdings die gesammelten Familienvideos auf USB-Stick sichern möchte, der braucht deutlich mehr Kapazität.

Hier stellt sich die Frage, welche Speichergröße ist denn am günstigsten? Klar, wenig Speicher kostet weniger, aber wie sieht es mit den Preisen pro GByte Speicher aus? Hierzu haben wir uns die günstigsten USB-3.0-Sticks der verschiedenen Kapazitätsklassen angesehen.

Anbei eine kurze Übersicht mit Preisen aus dem Preisvergleich vom 24.09.2021. Die Versandkosten wurden hier außen vor gelassen.

Kapazität Preis Preis je GByte
8 GByte 3,56 € 0,445 Euro/GByte
16 GByte 3,69 € 0,231 Euro/GByte
32 GByte 3,75 € 0,117 Euro/GByte
64 GByte 3,99 € 0,062 Euro/GByte
128 GByte 9,90 € 0,077 Euro/GByte
256 GByte 14,99 € 0,059 Euro/GByte
515 GByte 39,77 € 0,078 Euro/GByte
1 TByte 131 € 0,128 Euro/GByte

Die niedrigsten Kosten pro GByte Speicher bieten aktuell die Sticks mit 256 GByte. Hier kostet ein GByte knapp unter 6 Cent. Am teuersten sind die Speicherlösungen mit geringer Kapazität. Beim 8-GByte-Modell kostet jedes GByte mit knapp 45 Cent gut siebeneinhalb Mal mehr als beim 256-GByte-Stick.

Je nach persönlichem Anspruch und Budget empfehlen wir deshalb eine Speichergröße von zwischen 64 und 256 GByte. Anbei die günstigsten Sticks nach Kapazität geordnet.

Auch beim Design und der Größe gibt es enorme Unterschiede. Wir wollen uns allerdings nicht mit bunten oder möglichst abgefahrenen Designs auseinandersetzen, sondern lediglich die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfassen.

So halten wir es grundsätzlich für sinnvoll, wenn der USB-Stecker in irgendeiner Form gegen Staub, Fussel und Dreck geschützt ist. Am häufigsten kommen hier einfache Schutzkappen zum Aufstecken zum Einsatz. Diese gehen allerdings sehr gerne und schnell verloren. Geschickter wären deshalb Varianten mit integriertem Schutz. Beim Verbatin USB-Stick lässt sich etwa der Stecker im Gehäuse versenken. Das schützt zwar vor mechanischen Beanspruchungen, Dreck und Fussel gelangen trotzdem noch in den Port. Besser gefällt uns hier die Möglichkeit den USB-Anschluss durch einen Schwenk- oder Klappmechanismus zu schützen. Dies ist etwa bei unserem Noname-USB-Stick mit Holzgehäuse oder dem handlichen Speicher von Meco der Fall. Das zweite Modell verfügt allerdings über einen USB-C- und einen USB-A-Stecker und kann immer nur einen davon vor Dreck schützen.

Wer den mobilen Speicher an Schlüsselbund oder in der Hosentasche transportieren will, sollte einen möglichst kompakten USB-Stick kaufen. Die kleinsten erhältlichen Modelle sind kaum größer als der eigentliche USB-A-Stecker, Standardmodelle sind etwa dreimal so groß. Selbst wer den Stick im Rucksack oder der Notebooktasche transportiert und somit eigentlich genügend Platz zur Verfügung hat, sollte auf die Abmessungen des mobilen Speichers achten. Grund hierfür ist der oftmals knapp bemessene seitlich Abstand zwischen den USB-Anschlüssen an PC oder TV.

Die meisten Sticks sind nach wie vor mit dem seit 1996 bekannten USB-A-Stecker ausgestattet. Für die Verwendung an Desktop-PC oder TV ist das in der Regel ausreichend. Wer den Speicher allerdings an ein aktuelles Notebook, Smartphone oder Tablet anschließen will, bekommt bisweilen Probleme. Hier sind USB-C oder Lightning-Stecker gefragt. Eine Lösung sind geeignete Adapter oder Hubs, welche allerdings zusätzliche Kosten verursachen, Platz kosten und zudem das Tempo drosseln können.

Bequemer sind deshalb USB-Sticks mit USB-C oder Lightning-Port, oder besser noch, ein Speicher mit mehreren Anschlüssen an Bord. Diese sind in der Regel kaum größer und außerdem nur minimal teurer.

Wer nicht nur eben ein paar Urlaubsschnappschüsse oder Videos, sondern sensible Daten auf dem mobilen Speicher sichern will, sollte über eine Verschlüsselung nachdenken. Geeignete Sticks gibt es in verschiedenen Varianten. Von der Onboard-Software, über Sticks mit Fingerabdruck-Scanner oder Keypad sind zahlreiche verhältnismäßig sichere Modelle verfügbar.

Die zusätzliche Sicherheit lassen sich die Hersteller allerdings anständig bezahlen. Wie sicher diese Speicher-Sticks tatsächlich sind, haben wir bisher allerdings nicht getestet.

USB-Sticks halten viel aus, sind aber nicht unverwüstlich. Für die Verwendung unter besonders harten Bedingungen gibt es deshalb besonders widerstandsfähige Modelle, welche nach einer Militärnorm oder dem IPX-Standard zertifiziert sind. In der Regel sind diese Sticks teurer, bieten gleichzeitig aber auch eine längere Garantie.

Sollen Daten auf USB-Speicher nicht nur temporär, sondern dauerhaft gesichert werden, lohnt sich ein Blick auf die Unterschiede Garantiedauer. Zahlreiche Hersteller bieten USB-Sticks mit einer Garantie von zehn Jahren und mehr an. Diese Modelle sind zwar teurer, wer eine möglichst hohe Lebensdauer erwartet, sollte dieses Kriterium allerdings nicht außer Acht lassen.

USB-Sticks sind noch immer eine bequeme und kompakte Lösung, um Daten mobil zu transportieren. Sie eignen sich dank universeller Anschlüsse als Backuplösung, zum Auslagern von Daten aus Smartphone oder Tablet oder gar als Betriebssystem-Speicher für Ein-Platinen-Computer. Wer größere Datenmengen mit mehreren GByte auf dem USB-Stick ablegen will, sollte unbedingt auf eine möglichst hohe Schreib- und Lesegeschwindigkeit achten. Grundsätzlich empfehlen wir den Kauf eines Modells mit USB-3.0. Zwar gibt es auch hier Unterschiede, allerdings sind diese Sticks alle deutlich schneller als mit dem alten Standard.

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten derzeit die Sticks mit 64 bis 256 GByte Speicher. Schnelle, kompakte USB-Sticks gibt es zwischen 20 und 40 Euro. Wer ohne zusätzliche Adapter auskommen will, sollte gleich ein Modell mit mehreren Anschlussmöglichkeiten suchen.

Alternativ zum klassischen USB-Stick bieten sich SSD-Datenspeicher als Backuplösung an. Mehr dazu im Artikel Günstige portable SSD-Datenspeicher für unterwegs: Kaufen oder selber bauen. Muss der Speicher nicht mobil sein, empfiehlt sich die Nutzung eines NAS. Mehr dazu in unserer NAS-Kaufberatung: So findet man den perfekten Netzwerkspeicher.

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