Schimmel bekämpfen, Gesundheit schützen: Smarte Technik für gutes Raumklima ab 20 Euro

Raumklima optimieren

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Schadstoffe in der Luft sind ungesund und eine zu hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt die Bildung von Schimmel. Letzteres schädigt nicht nur die Gesundheit, sondern gefährdet auch die Bausubstanz. Doch dagegen kann man etwas tun. Was genau, verrät unser Ratgeber zum Thema Raumklima.

Ein Aufenthalt im Wald stärkt laut Forschern die Abwehrkräfte, hilft bei Herzkrankheiten, Bluthochdruck und Diabetes. Bereits ein einstündiger Waldspaziergang verbessert die Lungenfunktion und die Beweglichkeit der Arterien stärker als ein Rundgang durchs Stadtviertel. Die gesunde Waldluft (siehe auch Gerüche und Feinstaub beseitigen: Luftreiniger für Wohn- und Schlafzimmer) hat den Forschern zufolge eine beruhigende und entzündungshemmende Wirkung auf Organe im menschlichen Organismus. In Wäldern ist die Luft so staubarm, wie sonst nur im Gebirge oder am Meer (siehe auch Staubfrei atmen: Luftreiniger Xiaomi Smart Air Purifier 4 im Test). Das Problem: Laut WHO lebten im Jahr 2019 rund 99 Prozent der Weltbevölkerung an Orten, an denen die Luftqualitätsrichtwerte der Gesundheitsbehörde nicht eingehalten wurden – von Waldluft keine Spur. Neben der Luftverschmutzung im Freien stellt aber auch die Schadstoffbelastung in Innenräumen ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko dar. Schließlich halten sich nach Angaben des Umweltbundesamts die Menschen in Mitteleuropa durchschnittlich 90 Prozent ihrer Zeit in Innenräumen auf. Die Frage ist nun: Lässt sich das Klima in Innenräumen so beeinflussen, dass es die Qualität von Waldluft annähernd erreicht? Und kann dabei auch die Gefahr von Schimmelbildung vermieden werden? Letzteres schädigt nicht nur die Gesundheit von Menschen, sondern beeinträchtigt auch die Bausubstanz der eigenen vier Wände.

Laut Weltgesundheitsbehörde (WHO) zählt die Luftverschmutzung zu einem der größten Umweltrisiken für die Gesundheit. Durch eine Verringerung der Schadstoffe lässt sich die Krankheitslast durch Schlaganfall, Herzerkrankungen, Lungenkrebs und chronische und akute Atemwegserkrankungen, einschließlich Asthma, reduzieren.

Studien belegen, je geringer die Luftverschmutzung ausfällt, desto besser ist die kardiovaskuläre und respiratorische Gesundheit der Bevölkerung, sowohl langfristig als auch kurzfristig. Schätzungen zufolge verursachte die Luftverschmutzung (Außenluftverschmutzung) in Städten und ländlichen Gebieten im Jahr 2016 weltweit 4,2 Millionen vorzeitige Todesfälle. Zur Verbesserung der Luftqualität existieren daher schon seit Jahren Grenzwerte für verschiedene Luftschadstoffe und Empfehlungen für ein besonders gesundheitsverträgliches Raumklima.

Kohlenmonoxid entsteht bei unvollständiger Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Materialien. Der Fahrzeugverkehr ist der Hauptverursacher von CO. Das Gas ist farb- und geruchslos sowie geschmacksneutral und wirkt in höheren Konzentrationen als starkes Atemgift.

In Ländern wie Großbritannien und den USA sind entsprechende Sensoren bereits häufig fester Bestandteil in vielen Haushalten. Diese warnen die Bewohner bei einem erhöhten CO-Gehalt in der Luft. Seit 2005 gibt es hierzulande einen CO-Leitwert, der laut Bundesumweltamt 10 mg/m3 für den 8-Stunden-Mittelwert nicht überschreiten darf. Für 15 Minuten liegt dieser bei 100 mg/m3, für 1 Stunde bei 35 mg/m3 und für einen Tag bei 4 mg/m3.

CO₂ ist geruchs- und geschmacksneutral, der Mensch kann es also nicht erkennen – zumindest nicht ohne Hilfsmittel. Da Menschen und Tiere CO₂ ausatmen, kann dieser Wert schnell steigen, hauptsächlich in der kalten Jahreszeit, wenn Fenster und Türen überwiegend geschlossen bleiben. Die Harvard School of Public Health hat ermittelt, dass eine zu hohe CO₂-Menge in der Raumluft direkte Auswirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit hat und deshalb zu vermeiden ist.

Kohlenstoffdioxid-Werte können in schlecht gelüfteten Büros und Klassenzimmern schnell ansteigen. Beispielsweise steigt in einem kleinen geschlossenen Raum bereits bei einer einzigen Person der CO₂-Gehalt in nur 45 Minuten von 500 ppm auf über 1000 ppm. Bis zu 1000 ppm hält das Umweltbundesamt CO₂ für unbedenklich. Werte zwischen 1000 und 2000 ppm sind auffällig und ab einer CO₂-Konzentration von mehr als 2000 ppm gelten sie als inakzeptabel.

Feinstaub wirkt sich negativ auf den Gesundheitszustand des Menschen aus. Während in Außenbereichen häufig Autoabgase, Kraftwerke oder Industrie für den Feinstaub verantwortlich sind, treiben in Innenräumen Emissionsquellen wie Rauchen, Kerzen, Staubsaugen, Drucker und Kochen, respektive Braten den Feinstaubwert nach oben.

Auch wenn es für die Feinstaubbelastung in Innenräumen keinen festgelegten Wert gibt, ab dem Feinstaub als gesundheitsschädigend gilt, geht die WHO davon aus, dass es keine Feinstaubkonzentration gibt, bei der es keine negativen Auswirkungen auf den Menschen gibt.

Laut Umweltbundesamt gibt es für Feinstaub der Klasse PM10 einen Tagesgrenzwert von 50 µg/m³. Dieser darf lediglich an 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Allgemein gilt ein maximaler Jahresmittelwert von 40 µg/m³. Für die kleineren Partikel PM2.5 gibt es von der EU nur einen unverbindlichen Zielwert von 25 µg/m³. Die WHO hingegen hat 2005 einen Grenzwert von 10 µg/m³ festgelegt und diesen im letzten Jahr auf 5 µg/m³ abgesenkt. Für die kleineren und noch gefährlicheren Partikel PM1 existieren aktuell noch keine Grenzwerte. Für Innenräume gilt ein Leitwert im Tagesdurchschnitt von 25 µg/m³ für PM 2.5.

Mit den flüchtigen organischen Verbindungen VOC (Volatile Organic Compounds) sind zahlreiche Stoffe gemeint, die bei bestimmten Temperaturen in die Gasphase übergehen, sich also in der Luft befinden und eingeatmet werden. Sie können bei zu hoher Konzentration Beschwerden wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlafstörungen und Reizungen der Atemwege hervorrufen. Die Gesamtzahl aller in der Luft befindlichen Stoffe wird als TVOC (Total Volatile Organic Compounds) bezeichnet.

Dabei ist es gar nicht so einfach, hohe VOC-Konzentrationen zu vermeiden. Die dafür ursächlichen Verbindungen sind unter anderem in Möbeln, Farben, Stoffen und Reinigungsmitteln enthalten. Das Bundesumweltministerium empfiehlt, Produkte mit dem Siegel „Blauer Engel“ zu kaufen und Materialien zu verwenden, die laut AgBB-Bewertungsschema geprüft wurden.

Bei Radon handelt dies sich um ein radioaktives Gas, das aus dem Erdboden oder aus Baumaterialien entweichen kann. In Deutschland gibt es je nach Region eine unterschiedlich starke Radon-Konzentration im Boden, welche von dort in Innenräume gelangen kann. Radon ist unsichtbar sowie geschmacks- und geruchsneutral. Sensoren können das Gas erkennen. Das Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor hohen Radon-Konzentrationen, da es auf lange Sicht das Lungenkrebsrisiko erhöht. Etwa fünf Prozent der Lungenkrebstoten sollen auf zu hohe Radon-Belastung zurückzuführen sein. In den USA sterben durch Radon mehr Menschen als im Straßenverkehr durch alkoholisierte Fahrzeuglenker oder durch Haushaltsunfälle.

Gegen eine hohe Belastung von Schadstoffen wie Feinstaub, VOC, Kohlenmonoxid und Kohlendioxid in Innenräumen hilft regelmäßiges Stoßlüften von mindestens fünf Minuten im Winter und 25 Minuten im Sommer. Den Boden nass abzuwischen, ist ebenfalls nützlich. Wenn allerdings die Außenluft bereits mit Feinstaub belastet ist, hilft auch kein Lüften, um die Feinstaubkonzentration in Innenräumen zu senken. In diesem Fall sind Luftreiniger (Ratgeber) erste Wahl. Sie können bei richtiger Dimensionierung die Feinstaubkonzentration in Innenräumen innerhalb von wenigen Minuten absenken.

Bei der Auswahl eines Luftreinigers sollte man auf Geräte achten, die auch einen Ionisator beinhalten. Negative Ionen, die etwa im Wald und bei Wasserfällen in besonders hohen Konzentrationen auftreten, helfen bei der Reinigung der Luft. Laut Forschern beeinflussen sie die Gesundheit des Menschen positiv: Sie stärken die Abwehrkräfte und können Allergien, Kopfschmerzen, Depressionen und andere Krankheiten verhindern.

Während an Wasserfällen bis zu 80.000 Ionen pro cm³ Luft enthalten sind, sind es in der Stadt nur bis zu 750 und in geschlossenen Räumen zwischen 0 und 250. Andererseits kann bei der Freisetzung von negativen Ionen auch Ozon entstehen, das in höheren Konzentrationen auch gesundheitsschädlich ist. Im Test mit dem Xiaomi Smart Air Purifier 4 ist das aber nicht der Fall. Messungen mit dem leistungsfähigen Luftqualitätssensor Air-Q zeigen keinen Anstieg von Ozon durch die Luftionisation des Smart Air Purifier 4. Ist die Ionisierung aktiv, bemerkt man das relativ schnell am veränderten Duft der Luft: Man kann die frische Luft förmlich riechen.

Doch nicht nur technische Geräte können die Luftqualität verbessern. Auch Zimmerpflanzen beeinflussen das Raumklima positiv. Tests zeigen, dass vor allem Bogenhanf und Drachenbaum nicht nur Schadstoffe aus der Luft filtern, sondern durch Photosynthese Kohlendioxid in Sauerstoff umwandeln. Bogenhanf ist ab etwa 5 Euro, auch Drachenbaum ist zu diesem Preis erhältlich.

Zu trockene Luft belastet die Schleimhäute und lässt sie austrocknen. Das führt zu gereizten Atemwegen und kann Krankheiten begünstigen. Zu hohe Luftfeuchtigkeit kann zu Schweißausbrüchen führen und Schimmel verursachen. Vor allem bei energetisch sanierten Wohnungen ist aufgrund der Dämmung die Schimmelgefahr hoch, wenn nicht regelmäßig gelüftet wird. Experten empfehlen für die Luftfeuchtigkeit Werte zwischen 40 und 60 Prozent.

In der Praxis ist vorwiegend das richtige Lüften und Heizen ein probates Mittel, um die Luftfeuchtigkeit im grünen Bereich zu halten. Beim Heizen könnten smarte Thermostate für Heizkörper (Bestenliste) und Fußbodenheizungen (Ratgeber) helfen. Dabei ist es einfacher, einen passenden Wert zu halten, als Extremwerte umzukehren. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, können Luftbe- und entfeuchter und Luftreiniger mit integrierter Luftbefeuchtung helfen. Auch Zimmerpflanzen sind hilfreich in Sachen Luftfeuchtigkeit. Sie wandeln über das Chlorophyll in ihren Blättern mithilfe von Sonnenlicht Kohlendioxid (CO₂) unter anderem in Sauerstoff um (Fotosynthese). Das Gießen von Zimmerpflanzen sorgt für eine natürliche Luftbefeuchtung, da mehr als 90 Prozent des Gießwassers wieder an die Umgebung abgegeben wird.

Smarte Geräte wie Luftreiniger, Luftbe- und entfeuchter sowie Klimaanlagen und Luftkühler können dabei helfen, das Raumklima optimal zu beeinflussen. Eine effiziente Steuerung der smarten Alltagshelfer setzt allerdings voraus, dass genügend Messwerte über die Luftqualität zur Verfügung stehen. Diese liefern smarte Luftgütesensoren, die es mittlerweile von zahlreichen Herstellern gibt, wobei die Preisspanne von rund 20 Euro für einfache Sensoren, die meist nur Temperatur und Luftfeuchte messen, bis über 500 Euro für Lösungen mit bis zu 14 Sensoren reicht. Wir klären auf, was es auf dem Markt gibt, wo die Unterschiede liegen und wie die Einbindung in ein Smart Home helfen kann, das Raumluftklima deutlich zu verbessern.

Der Air-Q Pro stammt von der deutschen Corant GmbH und ist einer der leistungsfähigsten Luftqualitätsmesser. Das in Deutschland gefertigte Gerät bietet 14 Sensoren, die den Gehalt von Sauerstoff, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Feinstaub der Klassen PM1, PM2.5 und PM10, Stickstoffdioxid, Ozon, Schwefeldioxid, VOC-Gase sowie Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchte und Lärm erfassen. Zusätzlich werden aus Teilen dieser Werte noch die relative Luftfeuchte und der Taupunkt ermittelt.

Der Air-Q Pro wird über ein USB-Netzteil mit Strom versorgt. Als Energiezufuhr kann aber auch eine Powerbank dienen. Das erleichtert den mobilen Einsatz, wenn man etwa in einem anderen Raum die Luftqualität überprüfen möchte. Gesteuert wird der Luftqualitätssensor mit der Air-Q-App. Sie erfasst sämtliche Daten der Sensoren und stellt diese übersichtlich grafisch dar. Zu jedem einzelnen Wert liefert die App zusätzliche Informationen wie Beschreibung, Grenzwerte, Folgen, Entstehung und Sensorhardware. Auch bei der Überschreitung von Grenzwerten bietet die App nützliche Informationen zu Konsequenzen für Gesundheit und Leistung. Exemplarisch sind hier die Informationen bei einer zu niedrigen Luftfeuchte aufgeführt:

Leistung: Die relative Luftfeuchtigkeit-Konzentration beeinflusst Ihre Leistungsfähigkeit negativ.

Was sind mögliche Folgen?Die relative Luftfeuchtigkeit hat 30 % unterschritten. Das kann die Schleimhäute austrocknen, was zu störendem Kratzen im Hals und trockener Nase führt.

Was sind mögliche Ursachen?Die relative Luftfeuchtigkeit im Innenraum ist im Winter oft zu gering, da die kalte Luft von draußen eine geringe absolute Luftfeuchtigkeit besitzt. Beim Aufheizen im Innenraum sinkt dann die relative Luftfeuchtigkeit stark. Auch können Gipswände o.ä. der Luft viel Feuchtigkeit entziehen.

Was kann ich dagegen tun? Durch die Verwendung von Luftbefeuchtern oder Pflanzen im Raum kann die Luftfeuchtigkeit und damit das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit gesteigert werden.

Ferner stehen die erfassten Daten auch online unter my.air-q.com zur Verfügung, wenn der Nutzer dem Datenupload in die Air-Q-Cloud zugestimmt hat. Zudem gibt es noch ein Online-Forum, in dem sich nicht nur Nutzer untereinander austauschen können, sondern auch die Mitarbeiter der Firma bei Problemen den Anwendern hilfreich zur Seite stehen.

Die Einbindung in ein Smart-Home-System ist etwa über IFTTT möglich. Auch Homey Pro unterstützt den Air-Q. Durch die Einbindung in ein Smart-Home-System können Anwender eigene Grenzwerte definieren, die bestimmte Aktionen auslösen. So lassen sich unter anderem die Werte des Air-Q zur Steuerung des Philips-Luftreinigers 2000i AC2889/10 (Ratgeber) verwenden, um das Gerät effizienter zur Verbesserung des Raumklimas zu nutzen. Zwar bieten smarte Luftreiniger ebenfalls eine automatische Steuerung, doch basiert diese meist nur auf einem einzigen Sensorwert. Mit den umfassenden Messwerten des Air-Q lassen sich smarte Geräte wie Luftreiniger wesentlich effizienter steuern, sodass damit eine schnellere Verbesserung der Luftqualität erzielt wird. Zudem kann an eine optimale Steuerung des Luftreinigers auch zu einer Senkung der Nutzungszeit führen, sodass Filter länger halten. Dank der umfangreichen Messwerte können Anwender diese auch zur Steuerung von anderen smarten Geräten wie Luftbe- und entfeuchter, Klimaanlagen und Luftkühler verwenden.

Die Messtechnologie des Air-Q hat Hersteller Corant eigenen Angaben zufolge mit wissenschaftlichen Partnern nach Laborstandard entwickelt. Speziell für die Wissensschafts-Community gibt es noch den Air-Q Science, auf den Entwickler über eine API vollständig zugreifen können. Bis auf den Air-Q-Light können alle anderen Varianten mit zusätzlichen Sensoren erweitert werden. Der Air-Q-Science ist aktuell für 629 Euro im Angebot. Der Air-Q Pro, der mit 14 Sensoren die Werte CO₂, VOC, Lärm, Luftfeuchtigkeit (relativ, absolut), Temperatur, Taupunkt, Feinstaub (PM10, 2.5, 1), Kohlenmonoxid, Stickstoffdioxid, Luftdruck, Sauerstoff, Ozon und Schwefeldioxid erfasst, kostet 539 Euro und der Air-Q Basic mit elf Sensoren zur Erfassung von CO₂, VOC, Lärm, Luftfeuchtigkeit (relativ, absolut) Temperatur, Taupunkt, Feinstaub (PM10, 2.5, 1) Kohlenmonoxid, Stickstoffdioxid und Luftdruck wechselt für 419 Euro den Besitzer. Und das Einstiegsmodell Air-Q Light, der mit fünf Sensoren die Werte CO₂, VOC, Lärm, Luftfeuchtigkeit (relativ, absolut) Temperatur und Taupunkt erfasst, ist ab 299 Euro erhältlich.

Der kreisrunde Sensor ohne Bildschirm, aber mit LED-Punkt, misst neben der Temperatur auch die Luftfeuchtigkeit und VOC, aber kein CO₂. Über diese Werte ermittelt der aktuell für 60 Euro erhältliche Airthings Wave Mini auch das Schimmelrisiko. Die Verbindung zum Smartphone erfolgt via Bluetooth, die Auswertung über eine App für iOS und Android. Die LED auf dem Gerät aktivieren Nutzer, indem sie vor dem Gerät winken. Sie zeigt mit einem Farbcode die Raumluftqualität an und rät zum Lüften.

Der für gut 190 Euro verfügbare Sensor kann im Vergleich zum Airthings Wave Mini zusätzlich den Luftdruck, die Kohlendioxid- und die Radon-Konzentration in der Luft messen. Die Anbindung ans Smartphone erfolgt via Bluetooth. Auf der Vorderseite befindet sich ein LED-Leuchtring, der die Luftqualität anhand von drei Farben signalisiert. Dazu muss der Nutzer nur mit der Hand vor dem Sensor winken. In der Smartphone-App werden die Daten archiviert und grafisch ausgewertet.

Der knapp 300 Euro teure View Plus ist Airthings’ leistungsstärkstes Produkt. Der Luftgütesensor warnt vor den Luftschadstoffen Radon, Feinstaub (PM2.5), Kohlendioxid (CO₂) und luftgetragene Chemikalien (VOC). Außerdem informiert er über Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Luftdruck. Wie beim Wave Plus bietet das Gerät eine Gestensteuerung für die Anzeige von Daten zur Luftqualität.

Der View Plus kann mit sechs AA-Batterien (im Lieferumfang enthalten) oder direkt per USB-Kabel betrieben werden. Wenn das Gerät über USB mit Strom versorgt wird und mit Wi-Fi verbunden ist, fungiert es als Hub für andere Airthings-Geräte wie Wave Mini, Wave Plus, Wave Radon 2nd gen. Die Konfiguration erfolgt über die App.

Im Test der Stiftung Warentest hat der View Plus als Testsieger bei den smarten Luftsensoren abgeschnitten. Insbesondere war die CO₂-Messung sehr genau.

Dank Support für Amazon Alexa, Google Assistant und IFTTT können Anwender die Airthings-Geräte in ihr Smart Home integrieren und auf Basis der gemessenen Werte etwa einen Luftreiniger steuern. Apple Homekit unterstützt Airthings nicht.

Seit Ende 2021 hat auch Amazon einen smarten Raumluftsensor für etwa 80 Euro im Portfolio. Der Amazon Smart Air Quality Monitor hat die Maße 65 × 65 × 45 Millimeter, wiegt 120 Gramm und hängt dank mitgeliefertem Netzteil dauerhaft am Strom. Die Einrichtung des Sensors, der die kabellosen Verbindungsstandards WLAN und Bluetooth unterstützt, gelingt Amazon-typisch mithilfe der Alexa-App.

Der Amazon Smart Air Quality Monitor misst Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Kohlenmonoxid, VOC und Feinstaub. Aus den fünf gemessenen Werten erstellt das Gerät einen Luftqualitätswert zwischen 0 und 100, wobei 100 der beste zu erreichende Wert ist. Am Amazon Smart Quality Monitor selbst befindet sich eine in der App deaktivierbare LED, die farbig anzeigt, wenn die Luftqualität nachlässt und man lüften sollte.

Das Gerät kann als Aktor für Routinen agieren. So kann man etwa beim Überschreiten eines bestimmten Feinstaubwerts eine smarte Lampe aufleuchten lassen, ein smartes Heizkörperthermostat (Bestenliste) aufdrehen oder eine smarte Steckdose (Ratgeber) aktivieren. Es ist auch möglich, einzelne Werte in die Routinen einzubeziehen. Das ist sinnvoll, um etwa einen Luftreiniger (Ratgeber) beim Unterschreiten eines bestimmten Luftwertes zu aktivieren.

Der 36 × 36 × 9 Millimeter kleine Aqara-Sensor kann mit Zigbee über den optionalen Aqara Hub in Apple HomeKit, in Amazon Alexa und Google Assistent integriert werden und misst Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Ihm fehlt eine Anzeige und die Möglichkeit, VOC zu erkennen. Dafür ist der Sensor mit einem Preis von unter 20 Euro einer der günstigsten smarten Raumluftsensoren am Markt.

Der für etwa 45 Euro teure TVOC Air Quality Monitor von Aqara informiert auf einem jederzeit gut ablesbaren Dot-Matrix-E-Ink-Display über den aktuellen Status von TVOC (Total Volatile Organic Compounds), den Gesamtwert aller flüchtigen organischen Verbindungen in der Raumluft, sowie Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

Insgesamt stehen Nutzern mit Sensoren und Aktoren von Aqara viele Möglichkeiten offen. Vor allem Homekit-Nutzer freuen sich über eine günstige Möglichkeit, mit Aqara-Produkten ihr Smart Home zu erweitern. Mehr Informationen zu diesem Thema bietet unser Ratgeber Günstig, gut & Homekit: Aqara Smart Home im Test.

Der etwa 50 Euro teure Eurotronic-Luftgütesensor arbeitet mit dem Kommunikationsstandard Z-Wave und ist kompatibel zu Smart-Home-Zentralen wie Hornbach, Smartthings und Homey. Er misst neben VOC-Werten auch CO₂, die Temperatur sowie die Luftfeuchtigkeit und den Taupunkt. Mit 6,8 × 6,8 × 1,7 Zentimetern ist das Gerät angenehm klein, einen Bildschirm gibt es nicht. Allerdings signalisiert eine kleine LED, wenn es an der Zeit ist, zu lüften.

Der mit seinen Maßen von 15 × 54 × 54 Millimeter große Sensor Eve Room kann Temperatur, Luftfeuchtigkeit und VOC messen. Das Gerät steht auf dem Tisch oder hängt an der Wand. Der Akku erlaubt einen Betrieb von sechs Wochen, danach wird er über Micro-USB wieder aufgeladen. Ein monochromes E-Ink-Display zeigt die gemessenen Werte an. Die Eve-App bildet alle Messwerte in Diagrammen nach Stunden, Tagen, Wochen, Monaten und Jahren ab. Eve Home kostet etwa 100 Euro und versteht sich nur mit Apples Homekit und gelangt so ins Smart Home. Was mit Apple Homekit alles möglich ist, zeigen wir im Ratgeber Apple Homekit: Endlich gute Smarthome-Steuerung.

Die kupferfarbene Röhre mit den Maßen von 45 × 155 Millimetern von Netatmo kann neben der Luftfeuchtigkeit auch die Temperatur, den CO₂-Gehalt der Raumluft und als Besonderheit die Lautstärke messen. Ausgewertet werden diese Daten in der App des Herstellers. Der aktuell für 100 Euro erhältliche Raumluftsensor hat keinen Akku, muss also stets am Stromnetz hängen. Auf Wunsch verbindet er sich mit Homekit. Alexa und den Google Assistant unterstützt er nicht. Die App versendet Warnungen, wenn die vom Hersteller eingegebenen Grenzwerte überschritten werden und gibt Tipps zur Verbesserung des Raumklimas. Bis auf die Lärmmessung informiert auch die Netatmo Wetterstation (Testbericht) mit Innenmodul für 149 Euro über Luftfeuchtigkeit, Temperatur und CO₂-Gehalt.

Einfache Raumluftsensoren wie den Aqara-Sensor gibt es schon für unter 20 Euro. Dieser misst zwar lediglich Temperatur und Luftfeuchtigkeit, lässt sich aber über Zigbee und einem Gateway in Apple Homekit (Ratgeber) einbinden. Mehr zum System erläutern wir im Ratgeber Günstig, gut & Homekit: Aqara Smart Home im Test.

Wer zusätzlich den TVOC-Wert oder den CO₂-Gehalt messen will, muss tiefer in die Tasche greifen. Hier bietet sich etwa der Eurotronic-Luftsensor für 50 Euro an, der beide Werte abbildet. Er bindet sich über Z-Wave in Samsung Smartthings (Ratgeber), Homey (Testbericht) oder Smart Home by Hornbach (Testbericht) ein. Wer einen guten Sensor für Homekit sucht, kann zum Netatmo-Luftqualitätsmesser greifen, dieser kostet rund 100 Euro. Der gut 190 Euro teure Airthings Wave Plus und der für knapp 300 Euro erhältliche Airthings View Plus sind die einzigen Raumluftsensoren in unserer Übersicht, die auch das gefährliche Radon erfassen.

Und wer an einer möglichst umfangreichen Erfassung von Schadstoffen in der Luft und auf möglichst genaue Messwerte interessiert ist, greift zum Air-Q Basic oder zum Air-Q Pro. Mit 11 und 14 Sensoren standardmäßig ausgestattet, erfassen sie mit Abstand die allermeisten Werte.

Die Sensoren können ihre Messwerte in Apps und teilweise auch in Smart-Home-Systeme von Apple, Google, Amazon und Co. einspielen. Diese unterstützen meist auch Sprachbefehle und erlauben es beispielsweise, den CO₂-Wert oder die Luftfeuchtigkeit abzufragen oder andere Aktoren anzusteuern. Ohne Smart-Home-Anbindung tauchen Benachrichtigungen auf Smartphone und Tablet auf.

In jedem Fall helfen schon allein die Luftgütesensoren die Sensibilität für gesunde Luft zu steigern, sodass man häufiger lüftet, als das bislang geschehen ist.

Aber ist das schon der Weisheit letzter Schluss? Eher nicht. Mit smarten Fensteröffnern, Klimaanlagen, Luftbe- und Entfeuchtern, Ventilatoren (Ratgeber), Luftreinigern (Ratgeber) und smarten Heizkörperthermostaten (Bestenliste) und Fußbodenheizungen (Ratgeber) lässt sich auf Basis von Raumluftsensoren ein automatisches System zur Steuerung des Raumklimas schaffen.

Doch das ist leichter gesagt als getan. Noch immer muss man beim Ausbau seines Smart Home auf Kompatibilität zur verwendeten Zentrale achten. Das gilt auch auf die zahlreichen Geräte zur Erfassung und Steuerung des Raumklimas. Oft ist etwa eine Verknüpfung der Sensorhardware mit einer bestimmten Smart-Home-Plattform nicht oder nur über Umwege wie IFTTT möglich.

Besonders Ventilatoren, Luftkühler und Klimageräte lassen sich nur selten über eine Smart-Home-Zentrale (Themenwelt Smart Home) steuern. Es gibt aber auch Ausnahmen: Einige Geräte von Bomann, Be Cool, Inline, Klarstein und Sichler (Pearl) sind Teil der Smart-Home-Plattform Tuya (Test) und können mit den Apps Elesion, Smart Life und Tuya gesteuert werden. So kann man auf Basis externer Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren die Geräte optimal steuern und auch aus der Ferne verwalten.

Wer Ventilatoren oder Klimageräte ohne App-Steuerung im Einsatz hat, kann versuchen, diese mit einer smarten Steckdose ins Smart-Home-System einzubinden. Das gelingt aber nicht mit jedem Modell, da viele Geräte nicht automatisch starten, sobald Strom auf der Steckdose aktiviert wird.

Alternativ gibt es von einigen Herstellern Nachrüst-Kits, die über ein Infrarot-Gateway die Fernbedienung der Klimageräte und Ventilatoren anlernen und damit fernsteuern können. Einige davon, wie die Tado Smarte Klimaanlagen-Steuerung, lassen sich auch in Smart-Home-Systeme wie Homey (Testbericht), Home Connect Plus und Hornbach (Testbericht) einbinden. Im Test funktioniert die Tado-Lösung in Verbindung mit dem AEG-Klimagerät AXP26U558HW zuverlässig. Obwohl AEG nicht offiziell als unterstützter Hersteller in der Tado-App gelistet ist, hat das Anlernen der AEG-Fernbedienung funktioniert, sodass das Klimagerät smart gesteuert werden kann.

Durch eine kontinuierliche Luftqualitätsmessung und Benachrichtigungen bei Ausschlägen können Anwender durch einfaches Lüften für ein verbessertes Raumklima sorgen. Das tut nicht nur der Gesundheit gut, sondern schützt auch vor Schimmelbefall der Bausubstanz. Und wenn sich auf Basis dieser Werte noch Geräte wie smarte Fenster, Luftreinigern (Ratgeber) und Luftbefeuchter steuern lassen, verbessert sich das Raumklima in einem Smart Home ganz automatisch. Das ist aber nur dann möglich, wenn sich Sensoren und Aktoren wie Luftreiniger, Be- und Entfeuchter nahtlos in die verwendete Smart-Home-Zentrale einbinden lassen.

Leider ist das nur selten der Fall. Generell bietet die Tuya-Plattform (Testbericht) mit über 400.000 kompatiblen Geräten die größte Auswahl. Hier sind sämtliche Gerätegruppen vorhanden, mit denen sich eine Steuerung des Raumklimas automatisieren lässt. Wer allerdings bei der Auswahl von Luftreinigern und Co. auf Markengeräte wie von Philips oder von Xiaomi setzt und leistungsfähige Luftgütesensoren wie Air-Q Pro und Airthings View Plus bevorzugt, kommt mit der Tuya-Plattform nicht weit, weil diese zu diesen Geräten nicht kompatibel ist.

Einen guten Kompromiss zwischen Auswahl und Kompatibilität bieten neben Open-Source-Lösungen wie ioBroker, Open HAB und Home Assistant noch Homey Pro. Mit letzterem haben wir im Test den Luftgütesensor Air-Q Pro eingebunden und damit den Philips-Luftreiniger 2000i AC2889/10 zuverlässig und effizient steuern können. Das gelang auch mit der smarten Klimasteuerung von Tado, mit der wir über Homey Pro die AEG-Klimaanlage betreiben konnten.

Immerhin sind sämtliche in diesem Ratgeber genannten Produkte (siehe auch Tabellen) per App steuerbar, manche davon kommen sogar mit einer Fernbedienung. Wenn sich die Geräte nicht in die Smart-Home-Zentrale einbinden lassen, kann man sie immerhin noch bequem aus der Ferne manuell steuern und so für ein optimales Raumklima sorgen, wenn die Sensorik entsprechende Warnungen liefert. Last but not least sollten für ein gesundes Raumklima auch Pflanzen wie Bogenhanf und Drachenbau berücksichtigt werden.

Ein Smart Home bietet generell viele Komfortfunktionen und muss nicht unbedingt teuer sein. Welche Möglichkeiten es gibt, Leuchten, Heizung, Steckdosen und Co. zu vernetzen und anschließend per Routinen und per Sprache zu steuern, zeigen wir in unserem Ratgeber Smart Home: Mit wenig Geld zum Erfolg. Wer gerade dabei ist, ein Haus zu bauen, dem könnte unser Ratgeber Tipps für Bauherren: Smart-Home-Grundlagen für den Neubau weiterhelfen.

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