Samsung-Galaxy-A52

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

RC-Nutzfahrzeuge: Ferngesteuerte Bagger, Kräne und Traktoren ab 10 Euro

RC-Nutzfahrzeuge: Ferngesteuerte Bagger, Kräne und Traktoren ab 10 Euro

Gopro Hero Actioncam im Vergleich: Welche Gopro kaufen?

Gopro Hero Actioncam im Vergleich: Welche Gopro kaufen?

Nicht nur für Nerds: Schneiden und Gravieren mit dem Laser

Nicht nur für Nerds: Schneiden und Gravieren mit dem Laser

Ratgeber: die besten 3D-Drucker und Zubehör zu Weihnachten

Ratgeber: die besten 3D-Drucker und Zubehör zu Weihnachten

Samsung hat seinen beliebten Mittelklasse-Modellen Galaxy A51 und A71 Nachfolger spendiert: Galaxy A52, A52 5G und Galaxy A72. Wir verraten, was die Neuvorstellungen können und ob vielleicht doch der Griff zum Vorgänger lohnt.

Samsungs A-Serie gehört zu den erfolgreichsten Modellen des koreanischen Herstellers. Zu Recht, denn die Modelle sind schick, technisch ordentlich aufgestellt und bieten gelegentlich sogar Neuerungen, die es bis dato nicht mal in Flaggschiff-Geräten gab. Außerdem sind sie gerade im Vergleich zur S-Reihe geradezu günstig - los geht’s bei den neuen Modellen mit 349 Euro für die kleineste Speicherkonfiguration des A52, das 5G-Modell kostet 80 Euro mehr. Das Galaxy A72 liegt bei 449 Euro. Noch günstiger sind natürlich die Vorgänger Galaxy A51 (Testbericht) und A71 (Testbericht) - aber lohnt das wirklich?

Beim Aussehen gibt es bis auf die Größe kaum Unterschiede – weder zwischen alten und neuen Modellen noch zwischen A52 und A72. Für alle Geräte verwendet der Hersteller offenbar wieder Kunststoff als vorrangigen Werkstoff für Rahmen und Gehäuse, die Kameraeinheit auf der Rückseite steht leicht hervor. Selfies werden mit der Frontkamera geknipst, die durch eine Punchhole-Notch lugt – also alles wie gehabt. Die neuen Modelle sind allerdings etwas dicker und schwerer, erhalten im Gegenzug aber größere Akkus und sind nun wasserdicht nach IP67 – ein richtiger Schritt.

Bei der Display-Größe gibt es keinen Unterschied zwischen den Generationen und auch die Auflösung bleibt gleich. So kommen die Geräte der A5-Reihe auf 6,5 Zoll und 2400 x 1080 Pixel, bei den A7-Modellen sind es 6,7 Zoll bei ebenfalls 2400 x 1080 Pixel. Die Bildschärfe ist mit um 400 Pixel pro Zoll im Alltag absolut ausreichend. Dank OLED-Technologie überzeugen die Screens mit hohen Kontrasten, intensiven Farben und hervorragendem Schwarzwert. Die Helligkeit für die Screens der neuen Modelle A52 (5G) und A72 gibt Samsung mit 800 cd/m2 an, im Test der Vorgänger kamen wir auf bis zu 700 Candela.

Und noch einen Unterschied gibt es beim Thema Display: Die neuen Modelle A52 und A72 bieten OLEDs mit 90 Hertz, die Bildwiederholungsrate beim Galaxy A52 5G liegt sogar bei 120 Hertz und damit auf Spitzenniveau. Grund ist die Verwendung unterschiedlicher Chipsätze - dazu später mehr. Die Vorgänger A51 und A71 bieten nur 60 Hertz.

Das neue Samsung Galaxy A52 setzt wie auch das 5G-Modell auf eine Kamera, die bis auf die Megapixelzahl die dem Vorgänger Galaxy A51 (Testbericht) stark ähnelt. Wichtiger als der Anstiegt von 48 Megapixel (A51) auf 64 Megapixel dürfte gerade bei Aufnahmen bei schwachem Umgebungslicht aber die Verwendung eines optischen Bildstabilisators (OIS) beim neuen A52 sein. Er erlaubt zusammen mit der lichtempfindlicheren Blende von f/1.8 statt f/2.0 mehr Licht in gleicher Zeit und zusätzlich längere Verschlusszeiten ohne Verwackler und somit höhere Lichtempfindlichkeit. Der Weitwinkel mit 12 Megapixel ist nahezu identisch, ähnliches gilt für Makro- und Tiefensensor mit je 5 Megapixel.

Der größte Unterschied beim neuen Samsung Galaxy A72 ist der Verzicht auf den Tiefensensor. Er wurde stattdessen durch ein Teleobjektiv mit 8 Megapixel ersetzt, das wie die Hauptkamera ebenfalls einen OIS aufweist. Das dürfte insgesamt dafür sorgen, dass die Kameras von A52 und A72 noch einmal eine Spur besser als in den ohnehin starken Vorgängern werden, das A72 wird dank Telelinse in der Handhabung beim Fotografieren flexibler. Die Selfiecams erlauben Fotos wie gehabt mit einer Maximalauflösung von 32 Megapixel.

Nachdem das Samsung Galaxy A51 (Testbericht) im vergangenen Jahr noch mit einem Exynos-Chipsatz ausgestattet war, setzt Samsung bei A52 und A72 nun auf den gleichen Snapdragon-Chipsatz, nämlich den Snapdragon 720G. Abweichung gibt es allerdings beim A52 5G, denn das kommt mit dem etwas stärkeren Snapdragon 750G, der bereits den Datenfunk 5G beherrscht. Neben etwas besserer Performance – auch im Grafikbereich - unterstützt der 750G im Gegensatz zum Snapdragon 720G auch eine Display-Wiederholungsrate von 120 Hertz – daher der bereits weiter oben angesprochene Unterschied in diesem Punkt bei A52 und A52 5G.

Beim RAM gibt es einen Aktuallitätszuschlag: Das Galaxy A51 aus dem Vorjahr begann bei 4 GByte, das A52 (5G) kommt mit mindestens 6 GByte RAM. Die Speicherkonfiguration beginnt wie in 2020 bei 128 GByte internem Speicher, die Version mit 256 GByte verfügt außerdem über 8 GByte RAM. Auf der deutschen Samsung-Seite wird aber nur die Version mit 6/128 GByte angeboten.

Beim Samsung Galaxy A72 steht in Deutschland ebenfalls offiziell nur die Version mit 6/128 GByte Speicher zur Verfügung, auch im Preisvergleich Geizhals.de wird keine andere Version aufgeführt. Der Rest ist ansonsten identisch – und zwar von Vorgänger zur aktuellen Version, als auch von A52 zu A72. Zur gleichen Ausstattung gehören Bluetooth 5.0, NFC, 3,5-Millimeter-Anschluss, WLAN ac, ein Fingerabdrucksensor im Display und eine Erweiterungsmöglichkeit des Speichers per Micro-SD-Karte.

Bei der Akkuleistung legt Samsung nach: Hatte das Galaxy A51 (Testbericht) noch 4000 mAh, so leistet das A52 (5G) nun 4500 mAh. Auch beim A72 ist der Akku größer, hier sind es 5000 statt 4500 mAh. Zudem laden die Akkus der neuen Modelle schneller: Samsung spricht hier von 25 Watt Schnellladen, bei den 2020er-Modellen lag die maximale Ladegeschwindigkeit noch bei 15 Watt. Einschränkung: Wer mit 25 Watt laden will, muss ein schnelleres Ladegerät dazukaufen. Das im Lieferumfang enthaltene lädt nur mit 15 Watt – wie im Vorjahr. Das empfinden wir als absolut unpassend.

Die UVP der in Deutschland erhältlichen Varianten mit 6/128 GByte Speicher liegt beim Galaxy A52 bei 349 Euro, das 5G-Modell kostet 429 Euro. Das A72 liegt bei 449 Euro. Als Farben bietet Samsung Schwarz und Weiß (wie bei den Vorgängern) sowie Blau und Lila an. Beim Kauf direkt bei Samsung bekommen Interessenten so lange verfügbar kostenlos Galaxy Buds+ (Testbericht) dazu, die aktuell rund 80 Euro kosten.

Zusammengefasst sind die größten Vorteile der neuen Modelle höhere Bildwiederholungsfrequenz des Displays, IP67-Zertifizierung, neuere Prozessoren, stärkere Akkus und verbesserte Kameras. Besonders das A72 dürfte vom zusätzlichen Teleobjektiv profitieren, die neu hinzugefügten optischen Bildstabilisatoren helfen hingegen beiden Modellen im Vergleich zu den Vorgängern. Von der höheren Ladegeschwindigkeit profitieren nur Käufer eines schnelleren Ladegerätes. Insgesamt sind das viele Detailverbesserungen, die aus den ohnehin schon guten Modellen Galaxy A51 (Testbericht) und A71 (Testbericht) noch bessere Smartphones machen dürften.

Wegen der Aktualität der Modelle ist der Straßenpreis bislang nicht nennenswert gesunken. Entsprechend klingt der Griff zum Vorgänger verlockend – und ist es auch. Zwar beherrschend A51 und A71 die oben aufgezählten Dinge nicht, dennoch handelt es sich bei den Vorjahresmodellen um sehr gute Smartphones – nicht ohne Grund wurden sie in 2020 so oft verkauft.

Aktuell spart man beim Kauf eines Galaxy A51 im Gegensatz zum neuen A52 rund 120 Euro, beim A71 anstelle des neuen Galaxy A72 sind es etwa 140 Euro. Zieht man hiervon die 80 Euro für die kabellosen Kopfhörer ab, die Samsung als Aktion kostenlos dazulegt, ist der Preisunterschied allerdings nicht mehr so groß. Wir raten daher zu den neuen Modellen. Kühle Rechner, die mit dem Kabel-Headset im Lieferumfang auskommen, sparen aber viel Geld und machen euch mit den Vorjahresmodellen alles richtig.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.