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CAT S62 Pro

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Stabil und widerstandsfähig heißt nicht immer klobig und schwer: Wir vergleichen acht Outdoor-Smartphones auf ihre Tauglichkeit für den Außeneinsatz und zeigen, was sie zu bieten haben.

Outdoor-Smartphones bestechen durch ein robustes und wasserdichtes Gehäuse. Damit sind sie ideale Begleiter bei der nächsten Wander- und Radtour sowie bei der Gartenarbeit oder auf der Baustelle. Zwar sind immer mehr „normale“ Smartphones gegen Spritzwasser oder das Eintauchen unter Wasser geschützt, allerdings versprechen Outdoor-Smartphones eine große Widerstandsfähigkeit gegen Stürze und bieten zusätzliche Qualitäten wie ein Display, das man mit Handschuhen bedienen kann oder eine Wärmebildkamera.

Wer viel draußen unterwegs ist oder bereits häufiger durch Ungeschicktheit ein Smartphone beschädigt hat, braucht ein robustes Handy. Im gewerblichen Bereich können für den Outdoor-Einsatz optimierte Handys ebenfalls sehr nützlich sein, zum Beispiel im Baugewerbe, Gartenwesen, in Fabriken oder bei Hilfs- und Rettungskräften.

In diesem Vergleichstest nehmen wir acht verschiedene Outdoor-Smartphones näher unter die Lupe. Unter den Herstellern findet sich mit Cat eine Marke von Caterpillar, dem Spezialisten für Baumaschinen. Zudem zeigen wir Geräte von Experten für Outdoor-Handys wie Doogee und Crosscall sowie Samsung oder dem deutschen Hersteller Gigaset. Diese Geräte haben wir getestet:

Outdoor-Smartphones versprechen Robustheit und bringen eine entsprechende Optik mit. Das Gehäuse wirkt in der Regel klobig und schwer, als könnte man mit dem Auto darüberfahren, ohne einen Schaden anzurichten. Das Design des Handys folgt dabei in erster Linie einem Ziel: ausreichende Stabilität bei Stürzen und Schutz vor Wasser. Als Materialien kommen vorwiegend weicher und gummierter Kunststoff und Metall zum Einsatz.

Ein Outdoor-Smartphone sollte in jedem Fall über eine IP68-Zertifizierung verfügen. Damit ist gewährleistet, dass es staubdicht ist und den Kontakt mit Wasser sicher übersteht. Das IP steht dabei für „International Protection“. Hersteller von Smartphones können ihre Geräte dafür zertifizieren lassen.

Die erste Stelle bezieht sich auf den Schutzgrad gegen Staub und Fremdkörper, die zweite Zahl auf den Schutz vor Wasser. Die 6 bedeutet, dass das Gerät staubdicht ist, die 8 steht dafür, dass das Smartphone gegen dauerhaftes Untertauchen in Wasser bis zu einer Tiefe von einem Meter geschützt ist, außer der Hersteller macht andere Angaben. Allerdings bezieht sich das immer nur auf Süßwasser, nicht auf Salzwasser oder Badewasser mit Zusätzen. Wir raten deshalb davon ab, das Outdoor-Smartphone zum Schwimmen mitzunehmen, schon gar nicht ins Meer oder in einen gechlorten Swimming Pool. Eine Auflistung aller IP-Zertifizierungen zeigt unsere Übersicht der wasserdichten Smartphones.

Der Begriff „dauerhaft“ ist zudem recht schwammig. Das bedeutet nicht, dass man ein Handy stundenlang in ein Aquarium liegen sollte. Meistens geben die Hersteller einen empfohlenen Zeitraum an, der häufig bei 30 bis 60 Minuten liegt. Zudem sollte man bedenken, dass mit der Zeit durch Abnutzung des Geräts auch der Schutz vor Wasser oder Staub nachlassen kann. Zu beachten ist, dass viele Hersteller keine Garantie auf Wasserschäden geben. Eine Ausnahme ist Cat, das sich sehr kulant in Bezug auf unbeabsichtigte Schäden durch Wasser zeigt. Alle acht der hier getesteten Smartphones erfüllen mindestens die IP68-Zertifizierung. Das Cat S62 Pro (Testbericht) und Cat S52 (Testbericht) erfüllen den IP69-Standard, das Doogee S90 (Testbericht) ist sogar für IP69K zertifiziert. Diese Schutzgrade schließen zusätzlich die Wassereinwirkung von Hochdruckreinigern und Dampfstrahlern mit ein.

Viele Outdoor-Smartphones bringen zudem eine Zertifizierung für den Militärstandard MIL-810G oder MIL-810H mit. Letzter ist der aktuelle Standard. In der Norm ist eine Reihe von Tests zur Ermittlung der Widerstandsfähigkeit der Geräte bei extremen Temperaturen, Luftdrücken, Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit, Chemikalien, Beschleunigungskräften und Vibrationen zusammengefasst. Hersteller nutzen häufig den Militärstandard zu reinen Marketingzwecken, denn er sagt nichts darüber aus, welche Prüfungen der Norm tatsächlich durchgeführt und bestanden wurden. Diese Angaben muss der Hersteller einzeln machen.

Alle Hersteller der hier getesteten Smartphones werben damit, den MIL-STD 810G oder MIL-STD 810H zu erfüllen. So erklärt Cat an, dass das Cat S52 (Testbericht) und das Cat S62 Pro (Testbericht) geschützt sind gegen Thermoschock, Vibration und hohe Luftfeuchtigkeit sowie Stürze auf Beton bis 1,5 Meter. Samsung gibt für das Galaxy Xcover 5 (Testbericht) ebenfalls einen Schutz vor Stürzen aus 1,5 Meter Höhe an. Ähnliches gilt beim Gigaset GX290 (Testbericht) und Doogee S90 (Testbericht). Das Crosscall Trekker X4 (Testbericht) soll sogar einen Sturz aus zwei Meter Höhe überstehen.

Der Bildschirm eines Smartphones stellt eine besondere Schwachstelle bei Stürzen dar. Die meisten Outdoor-Smartphones verfügen deshalb über eher kleinere Bildschirme, die sich in einem dicken Rahmen befinden. Das fördert die Bruchsicherheit eines Displays. Zusätzlich schützt das sogenannte Gorilla Glass der Firma Corning die Touchscreens von Smartphones vor äußeren Einflüssen. Die neueste und stabilste Variante ist Gorilla Glass 6, die bis zu 15 Stürze in Folge aus über einem Meter Höhe überstehen soll. Die Version 6 kommt bei beiden Geräten von Cat sowie den Samsung Galaxy Xcover 5 zum Einsatz. Das Samsung Xcover Pro und das Crosscall Trekker X4 nutzen noch Gorilla Glass 5. Beim Modell von Doogee ist es Gorilla Glass 4, beide Geräte von Gigaset verwenden nur Gorilla Glass 3.

Viele Outdoor-Handys verfügen zudem über besonders berührungsempfindliche Touchscreens, die die Bedienung auch mit Handschuhen oder bei Nässe ermöglichen. Einen besonders berührungsempfindlichen Modus aktiviert man bei Bedarf beim Cat S62 Pro, Cat S52 sowie beim Samsung Galaxy Xcover 5 und Xcover Pro.

Bei einem Outdoor-Gerät ist zudem ein helles Display wichtig, damit man es bei direkter Sonneneinstrahlung noch ausreichend ablesen kann. Besonders helle Bildschirme bieten die hier getesteten Geräte leider nicht. Am besten funktioniert das Ablesen des Displays bei Sonnenlicht noch beim Cat S52, Gigaset GX290, Doogee S90 und Samsung Galaxy Xcover 5. Bei den anderen Geräten ist noch Luft nach oben. Schade, denn ein heller Bildschirm gehört neben der Widerstandsfähigkeit zu den wichtigsten Faktoren bei einem Outdoor-Gerät.

Viele Hersteller von Outdoor-Smartphones sparen gerne beim Display, weshalb seltener hohe Auflösungen zu erwarten sind. Eine Auflösung jenseits von Full-HD bieten beispielsweise nur das Cat 62 Pro, das Samsung Galaxy Xcover Pro, das Crosscall Trekker X4 und das Doogee S90 an. Die übrigen Handys nutzen nur eine HD+-Auflösung. Die Größe der Displays reicht dabei von 5,3 beim Galaxy Xcover 5 bis 6,3 Zoll beim Galaxy Xcover Pro.

Hier wird ebenfalls oft gespart und nur eine Standard-Kamera mitgeliefert. Das ist schade, denn gerade bei einer Wanderung bietet es sich an, schöne Landschaftsaufnahmen zu machen. Lediglich das Crosscall Trekker X4 und das Samsung Galaxy Xcover Pro stechen hier positiv hervor. So bietet das Handy von Crosscall gleich zwei Kameras mit 12 Megapixel. Die eine Linse ermöglicht Aufnahmen mit einem Sichtfeld von über 170 Grad in stark verzerrter Fischaugenoptik, die andere verfügt über ein Teleobjektiv und erlaubt 88-Grad-Weitwinkel-Aufnahmen. Ein elektronischer Bildstabilisator bietet zudem Funktionen, die einer Action-Cam ähneln.

Das Samsung Galaxy Xcover Pro setzt eine 25-Megapixel-Hauptkamera sowie eine Ultraweitwinkellinse von 8 Megapixel ein. Die Qualität der Bilder zeigt aber trotzdem Schwächen. Die übrigen Smartphones in diesem Vergleich eignen sich nur für gelegentliche Schnappschüsse.

Besonders erwähnenswert ist das Cat S62 Pro. Dieses verfügt über eine Wärmebildkamera mit einem Bildsensor von Flir. Damit kann man beispielsweise prüfen, wo in den eignen vier Wänden zum Beispiel Wärme mangels Isolation verloren geht. Zudem erkennt man damit auch, welche Wasserleitung für Warmwasser zuständig ist und ob es ein Leck gibt.

Outdoor-Smartphones sind nicht gerade bekannt dafür, besonders schnell zu arbeiten. Das liegt daran, dass häufig an der CPU-Ausstattung gespart wird. Meistens kommen etwas ältere Prozessoren mit mäßiger Leistungsfähigkeit zum Einsatz. Keines der hier getesteten Geräte entpuppt sich als besonders schnell. Am ehesten bieten noch das Cat S62 Pro und das Doogee S90 an, wobei das Samsung Galaxy Xcover Pro eine solide Mittelklasse-Power bietet. Ähnlich sieht es beim Arbeitsspeicher aus. Nur das Cat S62 Pro und das Doogee S90 bieten 6 GByte RAM, der Rest begnügt sich mit 4 GByte RAM. Beim Gigaset GX290 sind es nur 3 GByte. Etwas besser sieht es bei der Speicherausstattung aus, diese reicht von 128 GByte beim Cat S62 Pro und Doogee S90 über 64 GByte bei den übrigen Modellen – bis auf das GX290, das nur 32 GByte Speicher hat.

Bis auf das Samsung Galaxy Xcover 5 bieten alle Outdoor-Smartphones in diesem Vergleich einen Fingerabdrucksensor. Dieser funktioniert beim Doogee S90 aber nur mittelmäßig. Alle Geräte haben einen USB-C-Anschluss und NFC. Bei den Android-Versionen gibt es größere Unterschiede. So laufen das Crosscall Trekker X4 und das Doogee S90 noch mit Android 8.1. Nur die Smartphones von Samsung verfügen bereits über Android 11. Android 10 kommt beim Cat S62 Pro und den beiden Smartphones von Gigaset zum Einsatz. Eine besondere Erwähnung verdienen die Xcover-Geräte, die Samsung hierzulande in der Enterprise Edition anbietet. Damit bekommen die Smartphones eine Update-Garantie für die nächsten fünf Jahre.

Auffällig ist die modulare Bauweise des Doogee S90. Durch zusätzliche Bausteine erweitert man auf Wunsch die Features dieses Outdoor-Smartphones. Getestet haben wir ein Kameramodul für Nachtsicht sowie ein Akkumodul zur Erweiterung der Laufzeit.

Bei einem Outdoor-Smartphone würde man eigentlich eine lange Akkulaufzeit voraussetzen. Die Unterschiede bei den hier verglichenen Geräten sind allerdings recht groß. Als besonders ausdauernd erweisen sich nur die Handys von Gigaset, die auf eine Laufzeit von über 16 Stunden kommen. Auch das Gerät von Doogee dürfte zwei Tage durchhalten. Die restlichen Smartphones kommen gerade einmal auf einen knappen Arbeitstag.

Das Doogee S90 verfügt dank seiner modularen Bauweise über die Möglichkeit, die Laufzeit mit einem Zusatzakku zu verlängern. Das halten wir für eine spannende Idee. Allerdings ist das ohnehin schon recht klobige Handy dann doppelt so dick. Schnellladefunktionen findet man bei Outdoor-Smartphones eher weniger, die hier getesteten Geräte unterstützen Netzteile zwischen 10 und 18 Watt. Kabelloses Laden mittels Qi erlauben nur die Handys von Gigaset und das Doogee S90. Eine Besonderheit bieten die beiden Xcover-Geräte: Der Akku kann herausgenommen werden. Sollte der Akku mit der Zeit an Leistung einbüßen oder während einer Tour leer gehen, tauscht man diesen einfach aus.

Das Cat S62 Pro (Testbericht) gehört zu den besonders robusten Outdoor-Smartphones. Das Highlight ist die Wärmebildkamera. Darüber hinaus liefert der Bildschirm eine hohe Auflösung. Die Ausstattung und Geschwindigkeit kann sich im Vergleich mit den anderen Geräten hier sehen lassen – lediglich die Akkulaufzeit enttäuscht. Mit einem Preis von 500 Euro ist es kein Schnäppchen.

Das Cat S52 (Testbericht) ist die Sparvariante des Cat S62 Pro. Das merkt man leider auch bei der Ausstattung. Es bietet keine Wärmebildkamera, eine schwache Performance, mittelmäßige Akkulaufzeit und niedrige Display-Auflösung. Dafür ist es ähnlich robust wie das Cat S62 Pro und kostet mit 280 Euro fast nur die Hälfte.

Das Gigaset GX290 (Testbericht) gehört zu den Ausdauerwundern in diesem Vergleich – was es dem gigantischen Akku mit über 6200 mAh zu verdanken hat. Es bietet zudem eine gute Alltagsleistung und ein ordentliches Display. Die Speicherausstattung ist eher mau, dafür kostetet es nur knapp über 230 Euro.

Beim Gigaset GX290 Plus (Testbericht) handelt es sich um eine aufgebesserte Variante des GX290. Diese bietet jetzt 4 statt 3 GByte RAM und 64 statt 32 GByte Speicher. Sonst bleibt alles weitgehend gleich. Die Plus-Variante kostet 310 Euro.

Samsung versucht mit dem Samsung Galaxy Xcover 5 (Testbericht) möglichst viel Mittelklasse in ein Outdoor-Handy zu packen. Das funktioniert nur bedingt. Es ist zwar weniger klobig und aufdringlich als andere Geräte und dennoch sehr stabil, bietet zudem einen Wechselakku und Sicherheitsupdates für fünf Jahre. Das Preisleistungsverhältnis enttäuscht aber bei einem Preis von 360 Euro.

Das Samsung Galaxy Xcover 5 (Testbericht) ist endlich wieder ein Smartphone im 5-Zoll-Format. Der kleine Bruder des Galaxy Xcover Pro erinnert an vergangene Zeiten, ist schön kompakt und leicht – aber trotzdem widerstandsfähig und wasserdicht. Display und Leistungsfähigkeit enttäuschen aber. Dafür kostet es nur 260 Euro.

Das Crosscall Trekker X4 (Testbericht) ist schon sehr speziell. Es bietet für ein Smartphone eine interessante Action-Cam und eine gute Gesamtleistung. Zudem ist es äußerst widerstandsfähig. Nicht alle Features sind aber durchdacht, die Android-Version veraltet. Zudem könnte der Bildschirm heller und die Akkulaufzeit besser sein. Mit fast 700 Euro ist es das teuerste Gerät in diesem Vergleich.

Das Doogee S90 (Testbericht) ist sehr robust – dafür aber auch ziemlich klobig und schwer. Es bietet mit die beste Hardware-Ausstattung und ein gutes Display. Die modulare Erweiterung ist zudem sehr spannend. Der Fingerabdrucksensor hat jedoch seine Schwächen und die Android-Version ist veraltet. Mit einem Preis von 240 Euro ist es überraschend günstig.

Ein Outdoor-Smartphone muss robust und wasserfest sein. Diese Kriterien erfüllen alle Geräte in diesem Vergleich – auch wenn das eine oder andere Handy über eine stabilere Verglasung verfügen sollte. Was Geschwindigkeit und Ausstattung angeht, kann man nicht mehr als Mittelklasse-Niveau erwarten, die Akkulaufzeit enttäuscht zudem bei einigen Handys.

Das beste und modernste Outdoor-Smartphone in diesem Vergleich ist das Cat S62 Pro, das mit seiner Robustheit, dem Full-HD-Display und der Wärmebildkamera überzeugt. Das Gerät hat mit 500 Euro aber seinen Preis. Unser Preisleistungstipp ist das Gigaset GX290, das sich als sehr ausdauernd entpuppt, aber ein paar Schwächen bei der Hardware-Ausstattung hat. Wer ein besonders kleines Smartphone will, kann über das Samsung Galaxy Xcover 5 nachdenken.

Wenn es kein Outdoor-Smartphone sein muss, das Gerät aber wasserdicht sein soll, empfehlen wir einen Blick in unsere Top 10: Wasserdichte Smartphones bis 400 Euro zu werfen. Mehr über Outdoor-Smartphones zeigen wir zudem in unserem Ratgeber Handys für draußen.

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