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RC-U-Boote

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Bereits für 20 Euro bekommt man ein ferngesteuertes RC-U-Boot, das nicht nur unter-, sondern auch wieder auftauchen kann. Wir zeigen, wie so ein Spielzeug funktioniert und ob die günstigen Boote Spaß machen.

Nachdem wir bereits mit RC-Booten (Ratgeber) zu Wasser und mit RC-Flugzeugen (Ratgeber) in der Luft unterwegs waren, wagen wir uns jetzt auf Tauchstation mit einem Mini RC U-Boot. Wie die Pendants aus dem echten Leben schwimmt ein solches ferngesteuertes Boot sowohl über als auch unter der Oberfläche. Wir haben uns zwei preiswerte ferngesteuerte Exemplare näher angesehen und zeigen in diesem Ratgeber, was Käufer von einem günstigen RC U-Boot ab 20 Euro erwarten können. Die Modelle eignen sich für ein Kind wie auch für einen junggebliebenen Erwachsenen.

Dieser Ratgeber ist ein Teil der Themenwelt rund um RC-Spielzeug. Eine breite Übersicht zu ferngesteuerten Gadgets und Spielereien bietet unser Ratgeber Auto, Boot, Drohne, Flieger & Roboter: Abgefahrenes RC-Spielzeug bis 50 Euro.

Die meisten ferngesteuerten U-Boote fallen winzig aus. Das trifft auch auf die beiden Modelle zu, die wir ausprobiert haben. Der T2M Sub Explorer II ist knapp über 13 Zentimeter lang und 3,5 Zentimeter breit. Es hat eine Höhe von fast 5 Zentimeter. Es wiegt knapp 80 Gramm. Das Boot ähnelt sehr stark dem Submarine von Xian und Bobx. Das RC-U-Boot von Happy Cow (Banggood-Kauflink) wiederum hat eine Länge von knapp 12 Zentimeter und eine Breite von 3,5 Zentimeter. Es ist nahezu baugleich mit den Modellen von Amewi, Invento oder A/A.

Einige U-Boote sind sogar noch kleiner. Eines der leichten RC-Einsteigermodelle von Invento ist zum Beispiel nur 10 Zentimeter lang. Damit fallen die Schiffsmodelle insgesamt sehr kompakt aus und passen problemlos auch in eine kleine Tasche. Diese Modelle kann man zum Beispiel auch im Aquarium nutzen.

Die Steuerung der Modelle erfolgt über Funk mit einer beigelegten Fernbedienung. Alle hier vorgestellten RC Schiffe sind RTR – ready to run. Das bedeutet, sie sind sofort einsatzbereit, man muss also keinen Bausatz montieren. Die Funkübertragung erfolgt im MHz-Frequenzbereich. RC-Modelle mit 2,4 GHz sind nicht darunter. Nutzen zum Beispiel zwei U-Boote in unmittelbarer Nähe die gleiche Frequenz, kommt es zu Problemen bei der Steuerung.

Das T2M Sub Explorer II nutzt eine Frequenz von 27 MHz, das Mini RC U-Boot von Banggood 40 MHz. Die Reichweite beträgt bei den meisten Exemplaren nur etwa 5 Meter. Unter der Wasseroberfläche nimmt die Reichweite drastisch ab. Aus diesem Grund sollte man das Schiff nicht zu weit weg steuern oder in zu tiefen Gewässern auf Tauchstation gehen. Unter Wasser klappt die Steuerung, allerdings haben wir das nie in größerer Tiefe als 30 Zentimeter ausprobiert.

Die Bedienung ist recht simpel. Jeweils ein Steuerknopf oder Hebel bewegt das Boot nach vorne oder hinten, der zweite Schalter dient zum Lenken. Steht das Boot auf der Stelle, dreht es sich dann im Kreis. Um den Tauchvorgang einzuleiten, befindet sich am Controller ein weiterer Schalter zum Abtauchen sowie ein Knopf zum Auftauchen. Vorsicht: Die Fernbedienung ist in der Regel nicht wasserdicht.

Ein dynamisches Fahrverhalten sollten Nutzer nicht erwarten. Das T2M Sub Explorer II bewegt sich sehr gemächlich nach vorne. Die Höchstgeschwindigkeit liegt gerade einmal bei etwa 0,4 Km/h. Es reagiert prompt auf Kommandos und steuert präzise. Nur das Abtauchen gestaltet sich weniger reibungslos. So muss man den Knopf für längere Zeit gedrückt halten – nicht immer startet das Boot den Tauchvorgang auf Anhieb. Ähnlich verhält es sich mit dem Wiederauftauchen. Leider taucht das Boot dann normalerweise ab, bis es auf Grund läuft. Es erfordert einige Übungen, um das U-Boot auf einer konstanten Tiefe zu halten – was in unserem Fall nur wenige Male wirklich funktioniert hat. Das Modell von Happy Cow ist deutlich flotter, steuert aber ungenau.

Wie ein echtes U-Boot, pumpt das T2M Sub Explorer II Wasser in das Innere, um zu tauchen. Für das Auftauchen pumpt es das Wasser wieder heraus. Das preiswerte Modell von Banggood, das Baugleich ist mit dem Mini RC U-Boot von Amewi oder Invento, nutzt hingegen nur einen vertikalen Propeller zum Abtauchen. Lässt man diese los, taucht es wieder auf. Einem richtigen Taucherlebnis entspricht das weniger. Vorsicht: Dieses RC U-Boot funktioniert erst, sobald es schwimmt. Beim T2M Sub Explorer II ist das hingegen anders – hier bewegen sich die Schrauben auch, wenn es an Land ist. Dadurch besteht eine gewisse Verletzungsgefahr.

Wir empfehlen nur ruhige Gewässer für ein ferngesteuertes U-Boot zu nutzen, etwa einen Teich, die Badewanne oder einen Swimming Pool. Hier eignet sich ein ferngesteuertes Boot dieser Art auch für ein Kind. Die Schiffe wiegen sehr wenig und könnten von einer Strömung fortgerissen werden. Zudem ist der Motor relativ schwach. Wegen der kurzen Funkreichweite hat der Besitzer dann keine Chance, das Fahrzeug zurückzuholen. Zum Tauchen kommen tiefe Stellen ebenfalls nicht infrage, idealerweise nutzt man nur stellen, bei dem man den Grund noch gut sehen kann. Das T2M Sub Explorer II etwa darf maximal 60 Zentimeter tief tauchen, sonst droht die Funkverbindung abzubrechen. Das Modell von Amewi ist bis 1 Meter Tiefe ausgelegt.

Als Antrieb dient bei allen U-Booten ein winziger elektrischer Motor. Der Akku ist jeweils fest im Boot verbaut. Im Fall des T2M Sub Explorer II liegt ein Kabel bei, das man für den Ladevorgang mit der U-Boot-Fernbedienung verbindet. Diese benötigt für den Betrieb sechs AA-Batterien. Das bietet den Vorteil, dass man das U-Boot-Spielzeug auch unterwegs mit der Funksteuerung aufladen kann. Andere U-Boote verfügen über ein Ladekabel mit USB-A-Anschluss, das entweder am PC oder über ein Netzteil mit aufgeladen wird.

Das T2M Sub Explorer II ist nach knapp 30 aufgeladen. Ähnlich lang hält der Akku beim Fahren durch – je nachdem, wie viel man taucht oder wie häufig man die Fahrtrichtung ändert. Bei den Modellen von Amewi, Banggood oder A/A dauert der Ladevorgang knapp 15 Minuten und reicht für eine ähnliche Lange Nutzung.

Bereits für unter 20 Euro bekommt man ein Mini U-Boot von Amewi, A/A, oder Invento. Diese nutzen einen vertikalen Propeller zum Tauchen. Eines unser Testexemplar stammt von Happy Cow ist bei Banggood für 20 Euro erhältlich. Ab 25 Euro bekommt man Modelle, die ohne zusätzlichen Propeller „richtig“ tauchen können. Diese Modelle würden wir eher empfehlen als die ganz preiswerten, da das Taucherlebnis realistischer ausfällt und die Steuerung präziser ist. Das von uns ausprobierte T2M Sub Explorer II liegt bei knapp unter 40 Euro.

Wer schon immer mal auf Tauchstation gehen wollte, kann das mit einem RC U-Boot ab 20 Euro tun. Allerdings raten wir eher zu Modellen ab 30 bis 40 Euro, die nicht mit einem Propeller untertauchen, sondern über ein Ventil Wasser ein- und auslassen. Damit eignet sich ein Mini RC-U-Boot gut in einem flachen Teich oder einem Swimming Pool, was es zu einem unterhaltsamen Spielzeug für das Kind macht. Die Fernbedienung sollte man niemals mit ins Wasser nehmen.

Wer auf den Geschmack gekommen ist und auch über dem Wasser fahren möchte, sollte einen Blick auf unseren Ratgeber Großer Fahrspaß mit kleinen RC-Booten ab 20 Euro werfen. Soll es lieber in die Luft gehen, zeigen wir passendes Spielzeug im Ratgeber RC Helikopter: Ferngesteuerte Hubschrauber für Anfänger ab 20 Euro sowie RC-Flugzeuge: Ferngesteuerte Flieger ab 30 Euro. Wer lieber auf dem Boden der Tatsachen bleibt, kann sich Mini-RC-Autos für die Hosentasche: Winzige Modelle mit Fernsteuerung ab 9 Euro ansehen.

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