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Tablets für Homeschooling und Lernportale
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Egal ob Sofatutor, die Studienkreis Online-Lernbibliotek oder Schulminator – Lernportale können für Schulkinder aller Altersklassen eine sinnvolle Alternative zu herkömmlicher Nachhilfe sein. Wir zeigen die besten Tablets dafür.

Wenn das Kind in der Schule schwächelt, gibt es mehrere Alternativen. Neben Eigeninitiative gehören dazu in erster Linie Nachilfestunden in Lerngruppen wie dem Studienkreis oder Einzelnachhilfe, wie sie viele ältere Schüler oder auch Studenten anbieten. Gerade in Epidemie-Zeiten müssen Kontakte zu Fremden aber weitestgehend eingeschränkt werden, die klassische Nachhilfe scheidet also meist aus.

Neben Homeschooling (Ratgeber: PCs für Homeschooling ab 150 Euro ) gibt es auch für die Nachhilfe digitale Lösungen in Form von Lernportalen. Die bieten je nach Anbieter meist Hilfe für die Klassen 5 bis 10 an, die in Text- und Videoform meist für mehrere Fächer vorliegt. Einige Unternehmen gehen weit darüber hinaus und haben Angebote für alle Klassen und Schulformen sowie die meisten der an den unterschiedlichen Schulformen angebotenen Fächer.

Hinzu kommen bisweilen Lernspiele und in den meisten Fällen Übungsaufgaben, um das gelernte zu überprüfen und zu festigen. Darüber hinaus bieten einige Portale zudem persönliche Betreuung per Chat, Hausaufgabenhilfe oder gleich kompletten Einzelunterricht per Videochat.

Anbieter wie Lernwerk, Schulinator oder Studyhelp bieten ihr Angebot sogar kostenlos an, die meisten anderen verlangen auf den Monat umgerechnet zwischen 5 und 25 Euro. Kostenlose Testphasen oder auch einige bei Youtube veröffentlichte Videos bieten erste Einblicke in Art und Qualität des Angebots. Gezahlt wird meist für mehrere Monate im Voraus oder gleich im Jahresabo, mancher Anbieter gibt sogar eine Geld-zurück-Garantie im Falle ausbleibenden Lernerfolges.

Nicht immer ist ein PC nötig, gerade für Lernvideos reicht ein deutlich günstigeres Android-Tablet dafür locker aus. Dabei sollten aber einige Kriterien erfüllt sein, damit die Nachhilfe auch auf der technischen Seite Spaß macht. So sehen wir Tablets mit einer Display-Größe unter 10 Zoll (ca. 25 cm) kritisch und auch eine Display-Auflösung von 1920 × 1080 Pixel sollte für ausreichend scharfe Darstellung nicht unterschritten werden. Damit Eingaben ohne Wartezeit direkt umgesetzt und Videos flüssig abgespielt werden, sollten die Geräte mindestens einen Quad-Core-Prozessor und 2, besser 3 GByte Arbeitsspeicher haben. Intern ist eine Speichergröße von 32 GByte oder größer optimal, damit Apps und Videos auch mal im Speicher Platz finden und so auch ohne direkten Internet-Zugang verwendet werden können.

WLAN als Internet-Zugang dürfte in den meisten Fällen reichen, teure LTE-Module dürfen Eltern daher getrost außen vorlassen. Für junge Schüler lohnt sich eventuell der Griff zu besonders robusten, aber kaum vorhandenen Kinder- oder Outdoor-Varianten. Alternativ bieten sich hier entsprechende Schutzhüllen oder Tablets für Kinder an. Amazon bietet dafür etwa die Kids-Edition seiner Fire-HD-Tablets an. Die halten nicht nur mehr aus, sondern erlauben zudem auch noch den Zugriff der Eltern und die Möglichkeit, bestimmte ablenkende Faktoren wie den App Store samt In-App-Käufen zu sperren. Für bestimmte Fächer oder fortgeschrittene Schüler kann zudem der Erwerb eines Tablets mit Stiftbedienung hilfreich sein. Damit lassen sich Skizzen oder handschriftliche Notizen schnell digitalisieren. Welche Voraussetzungen der einzelnen Anbieter oder der Schule erfüllt sein müssen, verraten diese normalerweise auf ihren Homepages.

Die Kids-Editionen von Samsung und Amazon bieten zwar wie erwähnt besondere Schutzhüllen, die das Tablet auch bei rauerem Umgang schützen sollen und bieten zudem verschiedene Elternfunktionen wie eine Einschränkung der verfügbaren Apps. Leider ist der Arbeitsspeicher mit 2 GByte etwas knapp bemessen. Sie richten sich eher an Kinder, die noch nicht auf weiterführende Schulen gehen. Für die Nutzung normaler Lernportale reichen sie aber durchaus. Das Fire HD 10 in der Kids Edition (Testbericht) haben wir bereits getestet.

Für rund 150 bis 200 Euro erhalten Interessenten mit den aktuellen Modellen Odys Space One 10 LTE , Lenovo Tab M10 Plus und Samsung Galaxy Tab A7 drei 10-Zoll-Tablets, die aktuell sind und die von uns geforderten Mindestvoraussetzungen erfüllen. Das Modell von Odys bietet nicht nur viel Speicher (4/64 GByte), sondern darüber hinaus auch noch ein LTE-Modul. Damit können Lern-Sessions – einen entsprechenden LTE-Vertrag (Artikel: Unlimitiertes Datenvolumen ab 20 Euro ) vorausgesetzt - bei gutem Wetter auch in den Park oder wenigstens in den Garten verlegt werden. Android 10 gibt es schon ab Werk - das ist bei Tablets längst nicht normal.

Das zeigt etwa das Lenovo Tab M10 Plus , das derzeit nur Android 9 bietet. Dafür sind die restlichen Spezifikationen mit 4/64 GByte Speicher ähnlich, nur LTE gibt es nicht. Das ist auch beim Samsung Galaxy Tab A7 so, zudem ist der Speicher mit 3/32 GByte etwas kleiner. Dafür gibt es Vorteile beim Chipsatz: 8 Kerne bieten zwar auch die anderen beiden Tablets, Samsung setzt aber auf einen Snapdragon 662, der nicht nur ordentliche Power liefert, sondern auch zukünftige Updates begünstigt und weniger stromhungrig ist. Entsprechend verfügt auch dieses Modell bereits über Android 10. Mit 10,4 Zoll ist der Bildschirm des Samsung-Tablets zudem am größten, das gilt auch für den Akku mit 7040 mAh.

Weitere passende Tablets haben wir in unserer Kaufberatung: Wieviel Tablet ist nötig? preislich sortiert zusammengefasst. Nach oben ist die Preisskala weitestgehend offen. Wer kein Android mag, sollte sich bei iOS-Modellen, also iPads, umschauen. Die günstigsten aktuellen Modelle sind iPad Mini (Test von Mac & i) und iPad (ohne Namenszusatz), sie kosten ab 379 und 449 Euro. Die größeren und moderneren Modelle iPad Air (Test von Max & i) und iPad Pro fangen bei 649 und 879 Euro an. Das iPad Mini würden wir wegen der Display-Größe von nur 7,9 Zoll als Tablet fürs Homeschooling allerdings ausschließen.

Tablets mit zusätzlicher Stiftbedienung gibt es eine Handvoll, aktuell und halbwegs günstig ist derzeit aber vor allem das Samsung Galaxy Tab S6 Lite . Es bietet nicht nur Vorteile bei Design und Bautiefe, sondern darüber hinaus auch einen Stylus mit passender Software und mehr Speicher.

Ein Stylus kann hilfreich sein, um Zeichnungen oder handschriftliche Notizen direkt auf dem Tablet anzufertigen. Bei einigen Modellen sind solche digitalen Stifte bereits ab Werk dabei, andere sind zwar für die Bedienung vorbereitet, der Stift muss aber dazugekauft werden. Solche Modelle sind etwa das Apple iPad (ab 6. Generation), iPad Mini (ab 5. Generation), iPad Air (ab 3. Generation) oder das iPad Pro, hier kosten die Stifte zwischen 90 und 120 Euro.

Einfache kapazitive Stifte ohne eigene Stromquelle sind wesentlich günstiger, sie beginnen bei wenigen Cent. Sie funktionieren auf jedem Gerät mit kapazitivem Touchscreen und haben meist eine dicke, weiche Gummispitze. Damit werden sie auf aktuellen Touchscreens als Fingerersatz erkannt. Spezielle Stifte mit Akku oder Batterie haben hingegen eine dünne, meist austauschbare Spitze, die darüber hinaus unterschiedliche Druckstufen erkennen und oftmals Knöpfe für Zusatzoptionen (etwa “radieren” beim Gedrückthalten) bieten. Mit ihnen ist die Handhabung einem normalen Stift auf Papier deutlich ähnlicher als bei den erstgenannten Stiften. Beispiele für hochwertige Tablet-Stifte sind Samsungs S-Pen oder der Pencil von Apple. In unserem Ratgeber Stifte fürs iPad zeigen wir günstigere Alternativen zum Apple Pencil auf.

Wie beim PC gibt es auch für Tablets Peripherie-Geräte. Sie sind nicht zwingend nötig, erleichtern aber den Alltag.

Wer konzentriert arbeiten will oder trotz schlechter Tonqualität des Gesprächspartners im Videocall alles verstehen muss, sollte die Anschaffung eines Headsets überlegen. Viele Tablets bieten dafür noch einen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss, sodass zur Not auch das Kabelheadset vom Smartphone verwendet werden kann. Praktischer und meist auch hochwertiger sind kabellose Headsets, die per Bluetooth verbunden werden. Besonders Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung (Bestenliste ANC Kopfhörer ) können sogar die Konzentration fördern, da sie Ablenkung von außen minimieren.

Bauartbedingt mit am besten sind Over-Ear-Headsets. Sie bedecken das ganze Ohr, sind meist auch bei längerem Tragen noch komfortabel und schirmen schon etwas von der Umwelt ab. Auch sie gibt es mit und ohne Kabel und auch mit ANC. Vorteil bei kabelgebundenen Headsets: Sie haben keine Akkus, die immer genau dann leer sind, wenn sie gebraucht werden. Dafür sind sie weniger flexibler einsetzbar und das obligatorische Kabel hängt immer im Weg.

Ein Vorteil von Tablets ist ihre Flexibilität durch vergleichsweises geringes Gewicht und Größe. Wenn die Kinder aber dem Lernvideo folgen und dabei Testaufgaben erledigen sollen, muss das Gerät stabil aufgestellt werden können. Das klappt entweder mit separaten Ständern, Bookcovern oder gleich einem Tastatur-Cover. Ständer sind selbsterklärend: Es handelt sich dabei um externe Konstruktionen, die nur dem Zweck dienen, ein Tablet mehr oder weniger gerade vor sich auf den Tisch zu stellen. Ein Book-Cover schützt das Tablet beim Transport, dank flexibler Abdeckung normalerweise auch das Display. Außerdem lässt sich das Gerät damit auch vor sich auf dem Tisch aufstellen, oftmals gibt es dafür sogar verschiedene einstellbare Winkel.

Dank Bluetooth lässt sich an jedes Tablet, egal ob Android, iOS oder Windows, eine Tastatur per Funk anschließen. Dabei hat man eine breite Auswahl. Das reicht von einfachen, klassischen Keyboards über solche, die extrem flach sind, bis zu ultrakompakten TKL-Tastaturen mit mechanischen Schaltern. Mehr dazu in unserem Ratgebern Tastaturen: Mechanisch, Rubberdome oder TKL? oder Multimedia-Tastaturen für Smart TVs und Media PCs .

Das Tastatur- oder Keyboardcover addiert zum Bookcover noch eine mechanische Volltastatur, die sich per Bluetooth mit dem Tablet verbindet. Gerade, wenn längere Texte auf dem Gerät geschrieben werden sollen, ist eine mechanische Tastatur deutlich besser als die Onscreen-Kebords der Tablets. Für Zuhause reichen normalerweise auch Bluetooth-Tastaturen ohne Schutzfunktion aus.

Was am Laptop gilt, ist auch bei einem Tablet nicht anders: Touchscreen- und/oder Touchpad-Bedienung sind okay, ergonomischer ist auf Dauer oftmals die Steuerung per Maus. Da den meisten Tablets die großen USB-A-Anschlüsse fehlen, sind Mäuse mit USB C (oder Adapter) oder gleich Bluetooth-Mäuse nötig. Mit Tastatur und Maus wird aus einem günstigen Tablet schon fast ein echter Office-PC, für Unterwegs können Nutzer das Zubehör der Einfachheit halber aber auch einfach zuhause lassen. So haben sie das Beste aus beiden Welten immer parat.

Es muss nicht immer ein vollwertiger PC sein, schon vergleichsweise günstige Tablets können helfen, den Schulerfolg zu verbessern. Neben dem entsprechenden Lernportal sollten Eltern dabei auch die passende Hardware im Auge behalten – wer zu niedrig ansetzt, kauft unter Umständen schon nach kurzer Zeit neu.

Soll es doch ein neuer PC fürs Homeschooling sein? Dann haben wir in diesem Artikel die richtigen Tipps und Empfehlungen .

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