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Neben der einfachen Fernbedienung kann auch eine App die Soundbar Anker Soundcore Infini Pro steuern.

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Soundbars liefern enorm guten Klang mit wenig Aufwand. Im Ratgeber zeigen wir, worauf es ankommt und welche Geräte interessant sind.

Ganz ehrlich: Flache Fernseher sind toll, aber der Sound kann in den meisten Fällen nicht mit alten Röhren mithalten. Gerade der Bass geht gerne unter. Kein Wunder, es fehlt einfach am Resonanzkörper. Heimkino-Fans bauen sich deswegen meist komplette 5.1- oder 7.1-Systeme, nicht jeder hat aber den Platz, das Geld oder den Nerv, mit so vielen Lautsprechern zu hantieren.

Soundbars sind praktische Alternative. Alles, was man für einen fetten Sound braucht, steckt in den Röhren. Dass diese nicht teuer sein müssen, zeigt unser Vergleichstest zu 2.1-Soundbars. Dazu kommt, dass die Hersteller inzwischen guten Klang in vergleichsweise kleinem Raum unterbringen. Das gilt nicht nur für den normalen Sound, sondern auch für den Bass.

In diesem Ratgeber geben wir einen Überblick zu wichtigen Features und zeigen, was die Klangverstärker kosten.

Was wäre die Technik ohne teilweise konkurrierende Formate? Sobald man sich mit Surround-Sound beschäftigt, landet man in einem Dschungel aus Abkürzungen. Grundsätzlich gibt es drei große Anbieter: Dolby, DTS und Auro, die beiden Ersten teilen sich dabei den Löwenanteil des Marktes auf. Sämtliche Details zu klären, würden den Umfang dieses Artikels sprengen. Wir zeigen daher kurz die wichtigsten Tonformate und empfehlen ansonsten das c’t Nachgehakt-Video: Im Sound-Kokon.

Spätestens mit den neuen Konsolen von Sony und Microsoft kommen neue Tonformate ins Wohnzimmer. Mit Dolby Atmos, Auro 3D und DTS:X zieht eine zusätzliche Sound-Ebene ein. Denn diese Formate möchten klassischen Surround-Sound weiterentwickeln, so dass der Klang nicht nur rund um den Hörer auftritt, sondern auch von Oben kommt. Beim klassischen Heimkino bedeutet dies, dass man Lautsprecher an die Decke schraubt. Soundbars müssen etwas mehr Tricks aufwenden. Bei der Sonos Arc (Testbericht) sind es zwei große Lautsprecher, die schräg nach oben gerichtet sind und den Sound über die Decke zum Nutzer bringen wollen. So soll trotz nur eines Gerätes ein Raumklang entstehen, im Test lief das ziemlich gut. Allerdings muss einem auch klar sein, dass viele Geräte die Formate zwar problemlos verstehen, ihnen aber die notwendigen Lautsprecher fehlen, um die Inhalte auch korrekt wiederzugeben. Die meisten emulieren den 3D-Klang, nur wenige Geräte (etwa die Sennheiser Ambeo Soundbar oder die Bang & Olufsen Beosound Stage) haben wirklich die korrekten Lautsprecher. Diese Produkte kosten derzeit auch mehr als 2000 Euro.

Einen Punkt gibt es noch: THX. Dabei handelt es sich um kein dediziertes Soundformat, sondern um eine Zertifizierung. Diese besagt, dass das jeweilige Gerät (oder der Kinosaal) bestimmte Normen bei der Wiedergabe des Tons erfüllt, die eben von THX (das inzwischen zu Razer gehört) vorab definiert hat. Soundbars alleine haben diese Zertifizierung nicht (und für die meisten Hobby-Filmfans ist das auch etwas übertrieben).

Nicht jeder kann oder will in seinem Wohnzimmer fünf oder gar sieben Lautsprecher rund um den Fernseher zu platzieren. Dazu braucht es vergleichsweise leistungsfähige Receiver sowie einiges an Kabel, um alle Lautsprecher mit dem zentralen Verstärker zu verbinden. Entsprechend entwickelten findige Ingenieure ein virtuelles Surround-System. Die Idee: Eine ganze Batterie unterschiedlicher Lautsprecher in einem Gehäuse tricksen das Gehör aus und erzeugen das Gefühl von Räumlichkeit.

Für den Nutzer wirkt es so, als käme der Schall von links, hinten oder rechts, tatsächlich sitzt der Lautsprecher aber vor ihm. Der Nachteil: Nicht jedes Gehör lässt sich zuverlässig austricksen. Es gibt Nutzer, die diese Art von Klang nicht mögen, entsprechend wird das Hörererlebnis schlechter. Alle anderen profitieren von einem deutlich simpleren Setup. Statt fünf oder mehr Lautsprechern und Kabel reicht es, eine zentrale Sound-Einheit aufzubauen.

In den letzten Jahren hat sich ein Standard zur Verbindung von Multimedia durchgesetzt: HDMI. Über die Kabel laufen die Daten digital, die analogen Stecker sind inzwischen größtenteils Geschichte. HDMI gliedert sich in verschiedene Versionen. Diese sind bedingt abwärtskompatibel, fallen aber immer auf das älteste Glied in der Kette zurück. Sprich, sowohl die Geräte wie auch die Kabel müssen eine bestimmte Version unterstützen. Die unterste Grenze sollte dabei HDMI 1.4 sein, ab diesem Standard hielt die UHD-Auflösung (3840 × 2160p) in HDMI Einzug. Dazu kommt der Standard mit den Audioformate Dolby Digital Plus, Dolby True HD und dts-HD klar. Wer einen HDR-tauglichen 4K-TV (Themenwelt) hat, der sollte nicht unter HDMI 2.0a gehen.

Die meisten Soundbars verbinden sich inzwischen per HDMI-Kabel mit dem TV. Der korrekte Anschluss am TV ist die mit ARC oder eARC gekennzeichnete HDMI-Buchse. Das Kürzel steht für (enhanced) Audio Return Channel. Der große Vorteil: Statt den Zuspieler mit TV und Soundbar zu verbinden, reicht ein Kabel vom Fernseher zur Soundbar. Das Bild bleibt beim TV, der Ton wandert weiter zur Soundbar. Das funktioniert nicht nur mit Konsolen oder Blu-Ray-Playern, sondern auch mit dem Fernsehbild oder Streaming-Inhalten.

FunktionTOSLinkARCeARC
KabelOptisch / SPDIFHDMIHDMI Ethernet / HDMI Ultra Speed
Stereo
Komprimiertes 5.1
Unkomprimiertes  5.1
Unkomprimiertes  7.1
Hohe Bitrate (bis 192 kHz, 24 Bit) 
Maximale Bandbreite384 KBit/s1 MBit/s37 MBit/s
TV KontrolleCECeARC Datenkanal
Quelle: HDMI.org

Bei eARC handelt es sich um die nächste Version dieses Konzepts mit einer deutlich höheren Bandbreite. Das erlaubt besseren Ton, Dolby Atmos und DTS:X lassen sich in eARC unkomprimiert zur Soundbar schicken. Damit das alles funktioniert, müssen die Kabel schnell genug sein. HDMI Kabel müssen für “Ultra High Speed” (HDMI 2.1) oder mindestens “HDMI with Ethernet” zertifiziert sein, sowohl für die Verbindung vom Zuspieler zum TV als auch vom TV zur Soundbar. Ist eine Komponente zu langsam, fällt das System zurück auf einen älteren Standard. Bei TVs setzt sich eARC durch. Aktuell sind vor allem Geräte von Samsung, LG und Sony mit eARC-Schnittstelle zu haben, quer durch alle Preisklassen. Beim Kauf der Soundbar lohnt es sich aber jetzt schon auf den neuen Standard zu achten. Den TV kann man später immer noch aufrüsten.

Es gibt zwar die Möglichkeit, eine Soundbar ohne Subwoofer zu nutzen. Dann fehlt den Geräten aber meist der richtige Wumms. Der Ton fühlt sich einfach nicht voll genug an. Subwoofer gibt es im Grunde in drei Ausführungen: Kabelgebunden, wireless oder integriert. Die günstigsten Systeme sind Soundbars mit kabelgebundenen, externen Subwoofern. Wireless-Ansätze sind allerdings nicht viel teurer und funktionieren ebenfalls enorm gut. Da zeigt unser Vergleich zu 2.1 Soundbars mit kabellosem Subwoofer.

Bei beiden steht aber irgendwo ein fetter Kasten herum. Die dritte Option sind Soundbars mit integriertem Subwoofer. Neben normalen Soundbars gilt das beispielsweise für Sounddecks oder Soundbases. Diese benötigen etwas mehr Platz, sorgen aber für eine beeindruckende Soundkulisse wie der Test des Teufel Sounddeck Streaming (Testbericht) zeigt.

Die meisten Soundbars und Surround-Systeme werden mit zwei oder drei Zahlen beschrieben, im Format X.X.X. Die erste Zahl steht für die Lautsprecher, die das System hat. Dabei ist es nicht die reine Anzahl der Lautsprecher, vielmehr die Zonen, die die Soundbar abdecken kann.

Was kompliziert klingt, kommt aus dem klassischen Surround-Sound-Aufbau: 2.0 etwa steht für zwei Lautsprecher, die links und rechts auf Ohrhöhe neben dem Lauscher aufgebaut sind. Gerade Zahlen teilen sich dabei gleich links und rechts neben dem Nutzer auf, bei ungeraden Zahlen kommt zusätzlich ein Center-Lautsprecher hinzu. Die Zahl hinter dem Punkt gibt die Anzahl der dedizierten Subwoofer an. Sprich, ein klassisches 5.1-System besitzt einen Center-Lautsprecher direkt vor dem Hörer. Dazu kommt je ein Front-Lautsprecher links und rechts, je ein Rücklautsprecher links und rechts hinter dem Hörer und ein Subwoofer. Dessen Position ist mehr oder weniger egal. Typische Setups sind folgende:

  •  2.1: Je ein Lautsprecher vorne links und rechts, ein Subwoofer
  •  3.1: Je ein Lautsprecher vorne links und rechts, ein Center-Lautsprecher in der Mitte, ein Subwoofer
  •  5.1: Je ein Lautsprecher vorne links und rechts, ein Center-Lautsprecher, je ein Lautsprecher hinten links und rechts, ein Subwoofer.
  •  7.1: Je ein Lautsprecher vorne links und rechts, ein Center-Lautsprecher, je ein Lautsprecher neben dem Hörer links und rechts, je ein Lautsprecher hinter dem Hörer links und rechts, ein Subwoofer.

Das dritte X steht für die Lautsprecher, die Höhen und 3D-Raumklang ermöglichen sollen. Sie sind für Dolby Atmos, Auro 3D und DTS:X interessant und schaffen nochmal einen tiefere Immersion. Die Zahl ist entweder 2 oder 4.

Soundbars nur für Filme zu nutzen, ist eigentlich Verschwendung. Der Klang ist gut und die Geräte sind oft so platziert, dass sie Abendessen und Co gut musikalisch untermalen können. Kein Wunder, dass fast jeder Hersteller eines Multiroom-Systems eine Soundbar oder eine Soundbase im Programm hat. Wer also bereits ein Multiroom-Setup hat (Themenwelt), sollte seine Soundbar dazu passend wählen. Alternativ kann man Geräte mit Spotify Connect, Airplay oder Google Cast nutzen, damit sind zumindest eine einfache Nutzung als Streaming-System möglich.

Selbst eine mittelklassige Soundbar liefert einen deutlich besseren Klang als die meisten Fernseher. Dabei muss man kein Vermögen investieren, im Gegenteil. Wer etwas mehr Geld in die Hand nimmt, bekommt clevere Zusatzfunktionen und vor allem Features rund ums Streaming von Musik.

Wer jetzt eine neue Soundbar kauft, der sollte gleich zu einem eARC-System greifen, selbst wenn das eigene TV-Gerät noch keinen solchen Anschluss hat. Der nächste Fernseher hat ihn bestimmt und die eARC-Soundbars sind zu ARC kompatibel. Dazu sollte die neue Soundbar gleich noch Spotify Connect und/oder Apple Airplay an Bord haben. Denn es wäre schade, wenn der sehr gute Sound nur fürs Fernsehen zur Verfügung steht, wo man doch genauso gut damit Musik hören kann.

Wer eine Soundbar sucht, die zum Multiroom-System passt, dem raten wir zu unserem Artikel Testsieger: Soundbars, Multiroom & Lautsprecher. Wer dagegen einen neuen Fernseher haben möchte, der sollte sich unseren großen Ratgeber zu 4K-TVs nicht entgehen lassen.

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