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Ratgeber: Smartes Licht für Einsteiger
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Das Licht per Smartphone, Sprachbefehl oder Automatikregel zu steuern, ist cool und praktisch. Was gibt es, was ist für den Einstieg nötig und was kostet das? Wir klären das und geben Tipps zur ersten Einrichtung und Bedienung.

„Alexa, schalte das Licht in der Küche an!“ Dieser einfache Befehl genügt und schon leuchten die Glühbirnen auf. Was früher Science-Fiction war, lässt sich heute sehr einfach realisieren. Smarte Beleuchtung macht es möglich. Alle gewünschten Lampen auf einmal in genau der passenden Farbe und Helligkeit einschalten zu können, ist damit sehr leicht. Die Möglichkeiten, sich stets die passende Lichtstimmung zu designen, sind groß. Und mit Automatikfunktionen lassen sich smarte Leuchtmittel so einstellen, dass sie nur zur richtigen Zeit und nicht unnötig brennen, wenn keiner da ist.

Wer sich erstmals mit smartem Licht befasst, fühlt sich oft erschlagen von der Vielfalt des Angebots und technischen Details zur Kompatibilität und Bedienung. Folgende Tipps bringen buchstäblich Licht ins Dunkel. Wir stellen hier die verschiedenen Arten von Funklampen und mögliche Anwendungsbereiche vor, damit der Einstieg ins Smart Home für jeden Geldbeutel möglich ist.

Dieser Ratgeber richtet sich an alle, die erste Informationen zu smarten Leuchtmitteln suchen oder sich einen groben Überblick zu dem Thema verschaffen wollen. Wem diese Informationen zu allgemein sind, dem raten wir, in unsere Themenwelt Smarte Beleuchtung zu blicken. Dort haben wir unter anderem 5 Zigbee-LEDs mit E27-Sockel verglichen , zeigen Smarte Outdoor-Beleuchtung zum Nachrüsten oder stellen Vintage-LEDs vor .

Smarte Leuchtmittel sehen wie ganz normale LED-Lampen und -Leuchten aus, sind im Unterschied dazu aber mit einem Funk-Chip und Steuerelektronik ausgestattet. Dadurch lassen sie sich in das Heimnetzwerk einbinden und aus der Ferne steuern, wenn sie mit dem Strom verbunden sind. Dies ist der entscheidende Unterschied zu klassischen, nicht-smarten Leuchten, welche nur per Lichtschalter an- und ausgehen.

Stattdessen lassen sich Funklampen per Smartphone, Tablet, Smartwatch, Sprachbefehl oder per App erstellter Automatikregel ein- und ausschalten, dimmen und in einer bestimmten Farbtemperatur oder Farbnuance tönen. Die enthaltene Steuerelektronik ist außerdem so programmierbar, dass Funklampen nur in bestimmten Zeitfenstern leuchten oder wenn Zubehör mit Sensoren ein automatisches Schaltsignal schickt.

[Funkstabdards]Licht lieber mit WLAN oder ZigBee anfunken?

Zwei Funkstandards sind unter smarten Leuchtmitteln besonders verbreitet. ZigBee und WLAN. Beide haben Vor- und Nachteile. ZigBee baut automatisch ein Mesh-Netzwerk auf und stopft somit Funklöcher. Dadurch gelangen Schaltsignale selbst in großen Smart Homes noch zuverlässig zu allen Leuchtmitteln. Die Ersteinrichtung ist aber aufwendiger, weil ZigBee-Geräte eine Schaltzentrale benötigen, die als Funkbrücke zum WLAN-Router dient. Sie „übersetzt“ die Schaltsignale, die Nutzer von ihrem Smartphone oder Smart Speaker im Heimnetz an die Lampe funken wollen. Diese Box, auch Gateway, Hub oder Bridge genannt, ist extra anzuschaffen und braucht Stellplatz neben dem Internetrouter. Leuchtmittel, die mit WLAN funken, brauchen keine dieser kleinen Vermittlungsstellen. Sie können die Schaltsignale, die vom Smartphone über das Heimnetz zu ihnen gelangen, direkt verarbeiten. Für einen optimalen Empfang in weitläufigen Gebäuden sind aber womöglich WLAN-Repeater nötig. ZigBee-Systeme brauchen das nicht. Weil WLAN-Chips größer sind, fallen WLAN-Leuchtmittel mitunter sehr klobig aus. Außerdem ist der Strombrauch von WLAN-Leuchtmitteln beim Schalten höher als bei solchen mit ZigBee. Der Unterschied fällt aber nur bei sehr häufigem Ein- und Ausschalten ins Gewicht. Der Standby-Verbrauch ist hingegen auf gleichem Niveau.Viel seltener als ZigBee oder WLAN kommt Bluetooth zum Einsatz. Für Einsteiger ist der Funkstandard prima, weil er sich so schnell einrichten lässt. Denn Smartphone und Leuchtmittel nehmen direkt miteinander Kontakt auf und brauchen dafür keine weiteren Steuerkomponenten. Weder eine Funkschaltzentrale noch das Koppeln mit dem WLAN-Heimnetz sind nötig. Dafür ist die Reichweite geringer und die Zahl koppelbarer Leuchtmittel geringer. Für große Smart Homes und Lichtinstallationen ist Bluetooth daher nicht ideal.Raritäten sind Leuchtmittel, die über DECT ULE, Z-Wave und Thread funken. Daran ist nichts auszusetzen. Wer darauf setzt, muss sich nur bewusst sein, dass er oder sie zu einer Insellösung greift, die sich kaum für die Planung von Lichtinstallationen im größeren Maßstab eignet.

Großer Gestaltungsspielraum dank LED

Wie in allen modernen Leuchtmitteln sorgen auch in den smarten Varianten ausschließlich Leuchtdioden statt Glühfäden für Licht. Das bietet großen Gestaltungsspielraum. Statt mit einer festen Farbtemperatur zu leuchten, können viele Modelle das ganze Weißspektrum von Kaltweiß bis Warmweiß abdecken. Höherwertige Leuchtmittel sind mit RGB-Leuchtdioden ausgestattet, die theoretisch 16 Millionen Farbnuancen aus den Grundfarben Rot, Grün und Blau mischen und wiedergeben.

Leuchtdioden, Funkchips und Microcontroller sind inzwischen so günstig, dass sehr viele Hersteller sie in einer fast schon unüberschaubaren Leuchtmittel-Modellpalette für diverse Einsatzzwecke anbieten. Folgende sind die wichtigsten Kategorien und Marken.

Smarte Funkbirnen für die Grundbeleuchtung

Lampen, die sich in die Fassung einer Decken-, Wand-, Steh- oder Tischleuchte schrauben lassen, gibt es auch smart. Sie sind ein besonders einfacher Weg, um die herkömmlichen Leuchtmittel für die Grundbeleuchtung durch welche mit Funksteuerung zu ersetzen. Alte Birne rausschrauben, neue rein. Mehr Handwerk braucht man nicht.

Für den E27-Sockel gibt es die größte Auswahl, gefolgt von E14 und GU10. Dafür sind sehr viele Modelle in unterschiedlichen Gehäuseformen und -größen erhältlich – von der klassischen Birne über kleine Kerzen bis hin zu Kolben für Spots. Mit einer Helligkeit von bis zu 800 Lumen pro Leuchtmittel lässt sich damit die ganz normale Grundbeleuchtung im Wohnzimmer, Schlafzimmer und Küche smart machen – mit der Option, durch RGB-LED auch für bunte Lichtstimmungen sorgen zu können.

Ein junger Trend sind smarte Retro-Leuchtmittel mit transparentem Gehäuse und Glühfaden-Imitat. Sie gibt es häufiger für die E27-Fassung als für E14. Am besten kommen Sie in Stehleuchten zur Geltung, bei denen kein Schirm den Sockel verdeckt. Oft sind sie nur mit warmweißer Farbtemperatur zu haben, seltener mit RGB-Dioden.

Relevante Marken sind:

  • Ikea Tradfri
  • Innr
  • Ledvance (ehemals Osram)
  • Lifx
  • Luminea
  • Paulmann
  • Philips Hue
  • Tint
  • TP-Link
  • Wiz
  • Yeelight

Die wichtigste Marke ist Philips Hue. Sie ist teuer, bietet aber die größte Auswahl und die meisten Funktionen. Viele neuere Hue-Leuchtmittel lassen sich per Bluetooth ohne eine Bridge in Betrieb nehmen. Den vollen Funktionsumfang bietet aber nur der ZigBee-Modus, der hauptsächliche Funkstandard von Philips Hue. Wer nach erschwinglicheren ZigBee-Alternativen sucht, findet eine immer größere Auswahl bei Ikea Tradfri. Unbekanntere, aber nicht minder interessante Optionen kommen von Innr, Paulmann und Tint. Letztere Marke richtet sich ausdrücklich an Einsteiger, weil die Lampen auf Wunsch nur mit einer optionalen Fernbedienung statt mit einer App bedienbar sind.

Osram-Nachfolger Ledvance spielt bei ZigBee-Lampen immer weniger mit. Stattdessen setzt die Marke auf WLAN. Günstige Grundbeleuchtung mit WLAN-Funk gibt es neben Ledvance zum Beispiel von Luminea, TP-Link, Wiz und Yeelight. Zu den teureren Anbietern zählt Lifx.

Smarte Funksteckdosen als Alternative zu Wechselbirnen

Ist das Gehäuse einer Steh- oder Tischleuchte zu klein für eine Funklampe, gibt es trotzdem ein Weg, sie smart nachzurüsten. In die Bresche springen smarte Zwischenstecker (Ratgeber). Auch sie lassen sich per eingebautem Funkchip und Mikrocontroller aus der Ferne steuern. In dem Fall dienen sie als smarter Ein- und Ausschalter. Dank Zeit-, Sensor- und Sprachsteuerung lassen sie sich auch viel flexibler bedienen als herkömmliche Schaltzwischenstecker.

Die Auswahl an verfügbaren Modellen ist sehr groß. Mit Philips Hue, Ikea, Innr, Ledvance, Luminea, Tint und Wiz haben auch viele der genannten Leuchtmittelhersteller Zwischenstecker im Programm. Darüber hinaus bietet praktisch jeder Systemhersteller für Smart-Home-Zubehör auch mindestens eine Steckdose an. Ein Tipp für günstige und gute Modelle sind die von Meross.

Alles komplett: Smarte Fertigleuchten mit eingebauten LED

Wer Wert auf ausgefeilte Designs legt, sollte smarte Leuchten mit nicht wechselbaren LED in Betracht ziehen. Weil die Dioden fest integriert sind, lassen sich viel kompaktere Bauweisen realisieren, als das mit Wechselleuchtmitteln möglich wäre. Ein Beispiel sind flache LED-Panels für Wand und Decke etwa von Philips Hue, Ikea, Ledvance, Innr, Tint und Paulmann. Beispiele für besonders raffinierte Designs sind die Deckenlampen der Q-Serie von Paul Neuhaus und die Hue-Leuchten der Serien Signe, Sana und Iris.

Muss der Hersteller keine Möglichkeit berücksichtigen, das Gehäuse zu öffnen, lässt sich es sich auch viel einfacher gegen Staub und Wasser abdichten. Das ermöglicht den Einsatz in Feuchträumen oder im Garten. So ist etwa die Spiegelleuchte Adore von Philips Hue für den Einsatz im Bad gemäß der Schutzklasse IP44 gegen Spritzwasser versiegelt.

Ein Nachteil gegenüber wechselbaren Leuchtmitteln: Sollten die eingebauten LED kaputtgehen oder ihr Lebensende erreichen, ist in der Regel die gesamte Leuchte schrottreif. Ein Wechsel außerhalb der Garantiezeit ist teuer und schlimmstenfalls sogar gar nicht vorgesehen.

Smarte Lichtschalter als Alternative und Ergänzung für Funklampen

Sind die smarten Wechselbirnen oder Fertigleuchten installiert, heißt es: „Finger weg vom Lichtschalter!“ Sonst sind Funkleuchtmittel vom Strom getrennt und nicht mehr für App- und Sprachbefehle erreichbar. Umgehen lässt sich das mit batteriebetriebenen Funktastern. Ein Klassiker-Tipp sind die Dimmschalter vonPhilips Hue (Ratgeber) für 20 Euro. Sie lassen sich mit zusätzlichen Blenden von Samotech für unter zehn Euro über den herkömmlichen Lichtschalter setzen. Alternativ lässt sich auch der alte Lichtschalter komplett ausbauen und durch smarte Unterputzaktoren mit Zierblenden ersetzen. Ein Vorteil dieser Option: Sie macht den Austausch der „dummen“ Leuchtmittel entbehrlich. Denn weil solche Funkschalter mit dem Hausstromnetz gekoppelt sind, lässt sich ja der Stromkreislauf der Decken- und Wandfassung schließen oder trennen.

LED-Streifen und mehr: Stimmung mit smarten Dekoleuchten

Oft genügt es, einen Farbakzent zu setzen, um die perfekte Lichtstimmung zu erreichen. Präziser als mit Wechselleuchtmitteln oder Fertigleuchten für die Grundbeleuchtung gelingt das mit speziellen Dekoleuchten. Sie sind per Stromkabel mit der Wandsteckdose verbunden. So kann kein analoger Lichtschalter die smarte Bedienung vermiesen.Die häufigste Form sind flexible Lichtschläuche, die sich mit selbstklebender Unterseite an Möbelrändern, Fensterrahmen oder Fußleisten befestigen lassen. Solche Lightstrips gehören inzwischen zum Standardsortiment vieler Anbieter. Empfehlenswerte Markenprodukte kommen zum Beispiel von Philips Hue, Innr, Tint, Ledvance, Cololight, Eve Systems und Yeelight.

[Kosten]Was kostet smarte Beleuchtung?

Was beim Einstieg in smartes Licht und Ausbau des Lichtensembles anfällt, hängt von der Marke, Qualität, der Leuchtmittelkategorie und dem Bedarf einer Schaltzentrale ab.

Der Einstieg ist inzwischen sehr günstig. Eine warmweiße Funkbirne gibt es bei Ikea für unter acht Euro. Damit sie einsatzbereit ist, kommen noch eine Fernbedienung für zehn Euro und ein ZigBee-Gateway für 30 Euro oben drauf. E27-Leuchtmittel, die das Weiß- und RGB-Spektrum abdecken, sind bei Ikea für 20 Euro zu haben.

Für farbfähige WLAN-Leuchtmitte l werden beispielsweise bei Ledvance, Yeelight und Wiz 20 bis 30 Euro fällig. Philips Hue und Lifx verlangen als hochpreisige Anbieter zwischen 40 und 60 Euro dafür. Bei Philips Hue kommen noch rund 60 Euro für eine Schaltzentrale hinzu.

Fertigleuchten für die Grundbeleuchtung gehen ab 60 Euro los und hören bei 400 Euro mitunter noch nicht auf. Marken-Lightstrips kosten je nach Länge und Funktionsumfang meist zwischen 50 und 120 Euro. Bei Startersets für LED-Paneele (Vergleich) haben Nanoleaf und Lifx 200 Euro als Preis etabliert.

Vernünftige smarte Zwischenstecker sind ab rund 20 Euro zu haben. Wenn sie mehrere Steckplätze bieten oder für den Outdoor-Einsatz abgedichtet sind, kosten sie bis zu 100 Euro. Smarte Lichtschalter sind als batteriebetriebene Funktaster ab rund 20 Euro erhältlich. Komplette Unterputzaktoren mit Verkabelung fürs Hausstromnetz schlagen mit 100 Euro oder mehr zu Buche. Dabei treiben Designblenden den Preis.

Den Aufpreis rechtfertigen teurere Anbieter mit einen größeren Funktionsumfang, etwa in Form von mehr Lichtsteueroption, mehr verfügbaren Sprachassistenten und der besseren Zusammenarbeit mit Produkten anderer Hersteller. Auch die Lichtgüte fällt ins Gewicht. Teurere Leuchtmittel geben Farben in der Regel sauberer wieder. Bei Fertigleuchten treibt zusätzlich ein ausgefallenes Design den Preis – wie bei nicht-smarten Varianten auch.

Was ist für die Einrichtung von smartem Licht nötig?

Die mechanische Montage ist meist einfach. Ein Leuchtmittel in die Fassung zu schrauben oder Lightstrips an die Fußleiste zu kleben, erfordert kein besonderes handwerkliches Geschick. Eine smarte Fertigleuchte an die Decke zu bohren oder LED-Platten an die Wand zu kleben, kann im Einzelfall fummelig sein – aber auch nicht mehr als bei nicht-smarten Produkten.Das Einbinden ins smarte Heimnetzwerk setzt bei ZigBee die Installation eines Gateways voraus. Es muss dabei nicht zwingend vom gleichen Hersteller der Lampen stammen. So akzeptiert die Hue-Bridge auch Leuchtmittel etwa von Ikea oder Ledvance. Ferner unterstützen einige smarte Lautsprecher von Amazon wie der Echo der vierten Generation (Testbericht) ZigBee. Dadurch ist ein separates Gateway nicht zwingend nötig. Die jeweilige ZigBee-Schaltzentrale braucht einen Stellplatz, Strom und einen Kontakt zum WLAN-Router, mitunter via LAN-Kabel. Die weitere Einrichtung erfolgt per Smartphone-App, genau wie beim smarten Leuchtmittel.Egal welcher Funkstandard zum Einsatz kommt: Als nächstes begibt man sich in der Hersteller-App auf die Suche nach Funksignalen der smarten Leuchtmittel. Diese sollten bereit für die Kopplung sein. Wie der Modus zu aktivieren ist, hängt vom Hersteller ab. Ist das Leuchtmittel gefunden, sind noch die Zugangsdaten zum WLAN einzugeben. Nur bei der direkten Bedienung von Bluetooth-Leuchtmitteln ist das nicht nötig. Die Leuchtmittel einem Raum zuzuordnen und ihnen einen einprägsamen Namen zu geben, erleichtert die Übersicht und spätere Sprachbefehle. Anschließend ist das smarte Licht einsatzbereit.

[Bedienung]Wie lässt sich smartes Licht per App bedienen?

Die Grundfunktionen sind überall gleich. Mit der Hersteller-App lassen sich smarte Leuchtmittel

  • einzeln oder als Gruppe ein- und ausschalten
  • dimmen
  • in Vollfarben färben
  • je nach Anbieter mit Farbverlaufseffekten versehen
  • und je nach Modell von Kaltweiße ins Warmweiße wechseln – zum Teil automatisch.

Bei den Verlaufseffekten entscheidet die Software allein, welches Leuchtmittel oder welcher LED-Cluster eine bestimmte Farbe annehmen soll. So färbt etwa in der App von Philips Hue die Szene „Tropendämmerung“ einige Leuchtmittel des Raums in warmes Weiß, andere in Violett. Dadurch entsteht eine sehr gemütliche und entspannende Lichtstimmung. Statt mit Vorlagen zu arbeiten, lässt sich in den Hersteller-Apps auch individuell festlegen und abspeichern, welche Lampe in welcher Farbe und wie hell aufleuchten soll.

Neben diesen klassischen manuellen Befehlen, bieten immer mehr Hersteller auch eine Automatik für die sogenannte circadiane Rhythmik an. Dabei regelt die Software die Farbtemperatur im Tagesverlauf automatisch vom aktivierenden Kaltweiß am Morgen hin zum entspannenden Warmweiß am Abend. Bei Wiz und in der WLAN-App von Ledvance ist das direkt integriert. Bei Philips Hue und Eve Systems können iPhone-Nutzer die Funktion mit der App Apple Home nachrüsten. Sie heißt dort adaptives Licht.

Alle genannten Steuerbefehle lassen sich in der Regel nicht nur per App-Schaltfläche, sondern auch via Sprachbefehl oder Automatikregel starten.

Was lässt sich bei smartem Licht mit Sprachassistenten steuern?

Praktisch alle smarten Leuchtmittel sind mit einem oder mehreren der drei großen Sprachassistenten Amazon Alexa, Google Assistant und Siri von Apple steuerbar.

Besonders einfach loslegen lässt sich, wenn die Sprachfähigkeit ab Werk integriert ist. Bei Amazon und Google ist je eine Verknüpfung in den Apps von Alexa und Google Home zu erstellen. Das geht sehr schnell. Manche ZigBee-Leuchtmittel wie die von Innr und Tint brauchen zwingend ein Gast-Gateway wie das von Philips Hue, um Kontakt zu Alexa und Google Assistant aufzunehmen. Bei Siri entsteht der Kontakt automatisch, wenn das Leuchtmittel zum HomeKit-Standard kompatibel ist. Nutzer müssen das Leuchtmittel jedoch über einen QR-Code in Home-App mit mit HomeKit bekannt machen. Steht auf der Verpackung „Works with Siri Shortcuts“, lässt sich das Leuchtmittel nicht auf Anhieb mit Befehlssets von Apples Sprachassistent steuern. Stattdessen ist jedes einzelne Kommando umständlich in der App namens Siri Kurzbefehle anzulegen, bevor es klappt.

Per Sprache lässt sich fast alles steuern, was auch in der Hersteller-App per Schaltfläche möglich ist. Das betrifft Steuerbefehle wie An, Aus, Helligkeit, Vollfarben oder Szenen. Typische Sprachbefehle sind:„Alexa / Ok, Google / Hey Siri, schalte das Licht im Flur ein / aus“„Alexa / Ok, Google / Hey Siri, Stehlampe im Wohnzimmer einschalten / ausschalten”„Alexa / Ok, Google / Hey Siri, dimme das Licht im Schlafzimmer auf 40 Prozent“„Alexa / Ok, Google / Hey Siri, starte oranges Licht im Wohnzimmer“„Alexa / Ok, Google / Hey Siri, aktiviere Entspannungslicht im Bad“Wer dafür keinen Finger rühren möchte, sondern sich Lichtstimmungen wie von Zauberhand wünscht, der richtet Automatisierungen ein.

[Automatisierungen]Von Zauberhand: Wie lassen sich Funkbirnen im Smart Home automatisieren?

Ein Smart Home ist erst so richtig schlau, wenn man ihm nicht ständig sagen muss, was es zu tun hat. Viel bequemer ist es, wenn es automatisch weiß, wann der Einsatz welcher Leuchtmittel gefragt ist. Mit automatischen Abläufen ist das kein Problem.

Einiges lässt sich in der Hersteller-App einrichten. Geht es um komplexere Szenarien, helfen zusätzliche Apps bzw. Cloud-Plattformen wie Amazon Alexa, Apple HomeKit, Conrad Connect, IFTTT, Olisto und Yonomi, diese zu realisieren. Das ist praktisch, wenn die Leuchtmittel der Wahl von verschiedenen Herstellern stammen oder mit anderen Smart-Home-Komponenten harmonieren sollen. Beispielsweise folgendes ist möglich:

  • Zeitschaltpläne: Soll das Licht zu festen Uhrzeiten an einem oder mehreren Wochentagen an- und ausgehen, lässt sich das oft direkt in der Hersteller-App mit einem Zeitschaltplan festlegen.
  • Anwesenheitssimulation: Soll das Licht während der Urlaubsreise in unregelmäßigen Intervallen an- und ausgehen, um potenzielle Einbrecher zu täuschen, lässt sich das in manchen Apps ebenfalls automatisieren. Häufiger erfordert diese Routine den Einsatz von Zusatzdiensten.
  • Sanfter einschlafen und aufwachen: Einige Hersteller-Apps ermöglichen, die Leuchtmittel nicht nur mit einem Zeitschaltplan zu versehen, sondern das Licht dabei in stufenweisen Helligkeitsschüben ein- und auszuschalten.
  • Bewegungssteuerung: Ist niemand da, schaltet sich das Licht automatisch aus. Betritt jemand den Raum, geht es von alleine wieder an – natürlich nur zu abendlichen Zeiten, wenn man es braucht. Der Einsatz eines Funkbewegungsmelders macht es möglich. Gehört er zum Zubehörsortiment der Leuchtmittel-Marke, reicht die jeweilige Hersteller-App. Ansonsten programmiert man die Routine mit einer separaten Cloud-Plattform.
  • Überwachungslicht: Die Bewegungssteuerung lässt sich natürlich auch für Sicherheitszwecke einsetzen, etwa um das Grundstück zu beleuchten, wenn sich jemand nähert. Sei es, um Langfinger abzuschrecken oder einfach nur, um nicht über die Stufe vor der Haustür zu stolpern.
  • Lichtbegrüßung: Anhand der GPS-Daten des Smartphones kann sich das smarte Licht automatisch ausschalten, wenn man das Haus verlässt und von selbst einschalten, wenn man sich ihm nähert. So begrüßt einen das Heim gleich mit einer gemütlichen Atmosphäre. Das lässt sich auch mit der Lieblingsmusik etwa von Spotify oder mit Sonos-Lautsprechern kombinieren. Letzteres geht allerdings nicht ohne Zusatzdienste wie Conrad Connect oder IFTTT.
  • Warnsignal: Wer im Homeoffice arbeitet, merkt oft nicht, wie die Luft um ihn oder sie herum stickig wird. Im Zusammenspiel mit einem Luftqualitätssensor, kann smartes Licht im alarmierenden Rot aufleuchten, sobald es Zeit zum Lüften ist.
  • Notfall- und Fluchtlicht: Ertönt nachts die Sirene eines smarten Rauchmelders, lässt sich per Routine gleichzeitig das smarte Licht einschalten. So finden Bewohner leichter den Weg zum Schauplatz, um nötige Schritte einzuleiten oder können schneller den Gefahrenherd verlassen. Bei Rauch ist blaues Licht am besten zu sehen.

Smarte Leuchtmittel können nicht nur eine nette Spielerei, sondern auch praktisch sein. Sie verhindern unnötigen Stromverbrauch, wenn sie sich automatisch ausschalten, weil ein Bewegungsmelder niemanden im Raum erkennt. Sie heben die Stimmung, weil sie einen morgens mit aktivierendem Licht wecken. Sie ersparen einen durch die Wohnung zu rennen, um alle Lichter vor dem Heimkino-Abend auszuschalten. Denn das geht per Sprachkommando oder Smartphone-Schaltfläche viel bequemer. Im Zusammenspiel mit smarten Rauchmeldern und Überwachungskameras sorgen sie auch für mehr Sicherheit.

Der Einstieg muss nicht mehr teuer sein. Es gibt inzwischen viele günstige und gleichzeitig gute Angebote. Einrichtung und Bedienung sind in der Regel einfach. Wichtig ist, von vornherein systematisch vorzugehen, und sich für einen Funkstandard oder ein Smart-Home-System zu entscheiden. Das erleichtert es, die Lichtinstallation Schritt für Schritt auszubauen und langfristig Freude zu haben.

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