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Smarte Helme Aufmacher

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Ein Fahrradhelm schützt beim Sturz den Kopf. Doch smarte Helme können mehr. Sie leuchten, blinken, spielen Musik und telefonieren. TechStage zeigt, was es gibt.

Wer Fahrrad fährt, sollte dringend einen Fahrradhelm tragen. Ein Kopfschutz empfiehlt sich aber auch beim Fahren von E-Scootern (Bestenliste). Denn Helme helfen, bei Stürzen schwere Kopfverletzungen zu vermeiden. Dabei ist die Sicherheit die wichtigste Eigenschaft eines Helmes. Eine hervorragende Übersicht bietet unsere große Kaufberatung: Mit Köpfchen zum passenden Fahrradhelm.

Aber auch für diejenigen, die von einem Helm mehr erwarten als reinen Kopfschutz, gibt es mittlerweile Alternativen. Die vielleicht wichtigste Eigenschaft, über die jeder smarte Fahrradhelm verfügen sollte, ist eine Beleuchtung hinten und/oder vorne. Schließlich kann sie dank einer erhöhten Sichtbarkeit dabei helfen, Unfälle zu vermeiden. Einige Modelle kommen mit einer zusätzlichen Steuereinheit für den Lenker, um durch Blinken einen Abbiegevorgang anzukündigen. Auch gibt es Fahrradhelme, die über Bluetooth mit einer App auf dem Smartphone in Verbindung stehen und so Musik wiedergeben, Telefonanrufe annehmen oder im Falle eines Unfalls einen hinterlegten Kontakt informieren. Noch ist der Markt entsprechender Helme recht überschaubar. Wir zeigen spannende Modelle mit dem entsprechenden Extra.

Licht

Rotes Licht hinten und weißes Licht vorne haben bereits sehr viele Fahrradhelme. Dabei geht es in erster Linie nicht darum, dank des Lichts besser zu sehen, sondern vor allem darum, besser gesehen zu werden. Die erhöhte Position des Helmes hilft dabei zusätzlich. Die Helme bieten meist mehrere Licht-Modi. Neben dem normalen Modus, in dem das Licht dauerhaft leuchtet, gibt es häufig auch die Möglichkeit, das Licht in Intervallen blinken zu lassen. So erhöht sich die Akkulaufzeit, bis der Helm wieder geladen werden muss und die Sichtbarkeit steigt.

Neben dem normalen Licht bieten viele smarte Helme außerdem die Möglichkeit, über ein Lichtsignal einen Abbiegevorgang anzukündigen. Dies funktioniert am einfachsten über eine mitgelieferte Steuereinheit, die der Fahrradfahrer am Lenker befestigt. Per Funk steht sie mit dem Helm in Kontakt und lässt ihn nach einem entsprechenden Knopfdruck blinken. Am Fahrrad selbst sind Blinker verboten. Da der Helm jedoch am Körper getragen wird, ist der Blinker dort in Deutschland legal. In einigen Fällen kann der Blinker auch über die App ausgelöst werden. Das ist aber selbst mit einer guten Smartphone-Halterung (Kaufberatung) eher umständlich. Besser ist die Steuerung über eine Smartwatch. Einige Helme erkennen einen Bremsvorgang und lassen ein Bremslicht aufleuchten.

Kommunikation

Smarte Fahrradhelme verbinden sich via Bluetooth mit dem Handy und können so etwa Musik oder Podcasts wiedergeben. Dabei dringen Außengeräusche im Gegensatz zum Tragen geschlossener Kopfhörer nach wie vor zum Ohr vor. Das hilft dem Fahrer dabei, weiterhin gut auf seine Umgebung reagieren zu können. Einige Helme kommen dafür sogar mit einer Steuerung, um Titel zu pausieren oder zum nächsten Song zu springen.

Solche Bluetooth-Helme integrieren häufig ein Mikrofon. So kann der Träger etwa Telefonanrufe annehmen und hat weiterhin die Hände frei. Nützlich kann es sein, wenn ein Helm über Bewegungssensoren verfügt und bei einem Sturz einen zuvor bestimmten Notfallkontakt eine Nachricht schickt.

Zunehmend halten auch aus dem Smart Home bekannte Funktionen bei den schlauen Helmen Einzug. So reagieren einige etwa auf Sprachbefehle, um zum Beispiel das Licht anzuschalten, Musik zu steuern oder Einstellungen zu konfigurieren. Auch Walkie-Talkie-Features sind unter den smarten Kopfschützern zu finden. In folgenden stellen wir eine Auswahl smarter Helme vor.

Lumos

Lumos verkauft mit dem Kickstart, dem Matrix und dem Street drei smarte Fahrradhelme. Bald soll mit dem Lumos Ultra noch eine günstigere Version hinzukommen, den wir in unserer Kaufberatung: Mit Köpfchen zum passenden Fahrradhelm schon einmal ausprobieren konnten. Den Lumos Street haben wir uns im Testbericht ganz genau angeschaut. Alle Modelle bieten eine Beleuchtung vorne und hinten, sowie einen Blinker und einer Steuerungseinheit für den Lenker.

Der Matrix ist der Lumos-Helm mit den meisten Features. Auffälligstes Merkmal ist sein großes rückseitiges LED-Panel mit 7 x 11 RGB-Pixeln, welches individuell anpassbar ist. Eine deutlich erhöhte Sichtbarkeit ist damit auf jeden Fall sichergestellt. Der Matrix und der Street leuchten außerdem beim Bremsen hell auf. Die Lichter aller Helme sind per App konfigurierbar.

Livall

Livall hat ein breites Portfolio smarter Helme, wobei der BH51M Neo die meisten Features bietet und der C20 die wenigsten. Der C20 ist neben dem BH5T Neo (ohne M) auch der einzige smarte Helm von Livall, der keine Musik wiedergeben und über den man nicht telefonieren kann. Dafür bietet der C20 trotz seines günstigen Preises bereits ein automatisches Bremssignal. Alle Helme von Livall stehen über Bluetooth mit der App in Kontakt. Dort ist es unter anderem möglich, das Lichtintervall zu bestimmen.

Die jeweiligen Laufzeiten der Helme gibt Livall mit fünf bis zehn Stunden an. Der C20 hält angeblich gar 36 Stunden mit einer Akkuladung durch. Leider verfügen alle Helme über einen magnetischen Adapter zum Laden. Ein normaler USB-C-Anschluss wäre uns lieber gewesen. So könnte man ihn auch noch laden, wenn man den Adapter mal nicht dabei oder gar verloren hat.

Sena

Sena ist einigen vielleicht als Hersteller von Motorradhelmen bekannt. Allerdings hat der Hersteller mit dem R1 und dem R1 Evo auch zwei Fahrradhelme mit smarten Funktionen im Angebot. Diese ähneln sich in vielen Punkten. So stehen sie jeweils über Bluetooth mit der App in Kontakt und lassen sich darüber konfigurieren. Sie sind kompatibel mit einigen Fitness-Apps, bieten ein FM-Radio, geben Musik über Bluetooth wieder und lassen sich zum Telefonieren nutzen.

Ein Rücklicht bietet jedoch nur der R1 Neo, ein Frontlicht hat keines der Modelle. Beide Helme bieten eine Walkie-Talkie-Funktion, allerdings nur innerhalb der jeweiligen Modellgruppe. Bei R1 können sich so bis zu vier Personen zusammenschließen. Der R1 Neo geht noch einen Schritt weiter. Hier können über neun Kanäle gleich mehrere Gruppen miteinander kommunizieren. Außerdem nimmt der R1 Neo über „Hallo Sena“ Sprachbefehle entgegen.

Xiaomi Smart4U SH50

Der Helm der Xiaomi-Marke Smart4U kann bei Banggood (Kauflink) mit dem Rabattcode BG610813 knapp 64 Euro gekauft werden. Verschickt wird aus China. Er bietet neben einem gefälligen Design in Schwarz oder Weiß vor allem ein gutes hinteres Lichtsystem. Sensoren erkennen die Umgebungshelligkeit und schalten entsprechend das Licht ein oder aus. Außerdem passt sich die Lichtintensität automatisch an. Bewegungssensoren registrieren, wenn der Fahrer bremst und lässt ein Bremslicht aufleuchten. Geladen wird der Helm über einen Magnetadapter und leider nicht direkt über USB. Dies sollte jedoch nicht allzu häufig nötig sein. Immerhin verspricht der Hersteller nach einer Ladung von zwei Stunden eine Akkulaufzeit von 36 Stunden. Erkennt der Xiaomi Smart4U SH50 20 Minuten lang keine Bewegung, schaltet er sich selbständig ab.

Fazit

Helme sollen in erster Linie den empfindlichen Kopf bei Stürzen schützen. Allerdings sorgen smarte Helme vor allem wegen ihres Lichts für zusätzliche Sicherheit durch erhöhte Sichtbarkeit. Ein zusätzliches Sicherheitsfeature ist der SOS-Alarm, der etwa bei dem Livall-Helmen bei einem Sturz automatisch an den hinterlegten Notfallkontakt geht. Wer vor allem viel Wert auf Kommunikation legt, sollte sich den smarten Kopfschutz von Sena genauer anschauen. Deren Walkie-Talkie-System macht einen ausgereiften Eindruck. Der Lumos Street (Testbericht) passt dank fancy Beleuchtung besonders gut ins urbane Umfeld.

Worauf man ganz allgemein beim Kauf eines Helmes achten sollte, erklären wir in unserer Kaufberatung: Mit Köpfchen zum passenden Fahrradhelm. Wer beim Fahrradfahren das Navi des Handys nutzen will, der sollte sich unseren Vergleich: Sechs günstige Handyhalterungen fürs Fahrrad durchlesen.

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