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Ratgeber: Sportuhren oder Fitness-Tracker für Jogger
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Fitness-Tracker und Sportuhren sind die perfekten Begleiter für Ausdauersportler, die Laufen oder Joggen. Wir zeigen drei Geräteklassen, von 20 bis über 500 Euro und klären, wer wie viel Geld in die Hand nehmen sollte, um den Trainingsfortschritt effektiv zu überwachen.

Wer jetzt mit dem Laufen beginnt oder wieder einsteigen möchte, der sollte sich einen Fitness-Tracker oder eine Sportuhr anschaffen. Die Geräte überwachen den Puls vor, während und nach dem Sport. Damit geben sie nicht nur ein direktes Feedback, wenn man sich zu sehr anstrengt, sie legen automatisch eine Trainingsstatistik an. Diese dient nicht nur der Planung, sie motiviert zusätzlich, da man den eigenen Erfolg direkt sehen kann.

Denn zu jedem Fitness-Tracker gehört eine passende Applikation auf dem Smartphone. Diese wertet die Daten aus und zeigt nicht nur Ruhe- und Leistungspuls, sondern auch die gelaufene Strecke, die Geschwindigkeit und in welchen Pulszonen man unterwegs ist. Die ermöglichen das Erstellen eines Trainingsplans und erinnern den Nutzer (mehr oder weniger sanft) an Trainingseinheiten. Ja, das nervt mitunter, ist aber eine gute Methode, um bei der Stange zu bleiben.

Die einfache Faustregel lautet: Je mehr Funktionen und je genauer die Messungen, desto teurer werden die Geräte. In den letzten Jahren sind vor allem die einfachen Fitness-Tracker bei der Pulsmessung immer besser geworden. Geräte wie das Xiaomi Mi Band 5 (Testbericht) messen zuverlässig und kosten weniger als 30 Euro. Für hochwertige Sportuhren wie die Gamin Fenix 6 (Testbericht) oder die Polar Grit X (Testbericht) kann man dagegen mehrere hundert Euro hinlegen. Dafür bekommt man neben mehr Software-Funktionen auch bessere Displays, präzises GPS und vor allem eine Offline-Navigation samt Kartenmaterial fürs Gelände. Deswegen ist wichtig, sich im Vorfeld klarzuwerden, was man denn eigentlich aufnehmen will. Wir teilen die Geräte daher in drei Felder ein:

  • 1) Einfache Workouts: Die einfachste (und billigste) Kategorie richtet sich an Nutzer, die vor allem den Puls messen und die Laufstrecke aufzeichnen wollen. Wer seine tägliche Aktivität tracken und einfach loslaufen möchte, der ist hier richtig. Diese Geräte verfügen weder über integriertes GPS noch einen eigenen Musik-Player, entsprechend sollte das Smartphone beim Training dabei ein.
  • 2) Tracker/Sportuhr mit GPS oder Musik: Diese Uhren und Fitness-Tracker verfügen entweder über einen integrierten Musik-Player oder über ein eigenes GPS. Damit entlasten sie den Akku des Smartphones.
  • 3) Kompletter Smartphone-Ersatz: Die vielseitigste Kategorie sind Sportuhren, die sowohl einen eigenen GPS-Empfänger wie auch Musik-Features mitbringen. Damit kann man das Smartphone oder andere Player komplett daheim lassen. Es reicht, die Bluetooth-Kopfhörer zu verbinden und das Training kann losgehen. Hier gibt es fast nur noch Sportuhren, die meisten Fitness-Tracker haben maximal ein GPS-Modul.

In unseren Tests schneiden die meisten Geräte, selbst die günstigen Tracker, bei der Genauigkeit inzwischen gut ab. Die Pulsmessung etwa ist bei allen Produkten auf einem ähnlichen Niveau, zumindest wenn es um einen vergleichsweise langsamen Anstieg beim Laufen geht. Wo die meisten Geräte Probleme haben, sind kurzzeitige hohe Belastungen, etwa bei Workouts mit Gewichten. Dann kann man aber einen zusätzlichen Pulsgurt nutzen oder man verwendet den Polar Variety Sense (Testbericht). Dieser smarte Pulsgurt lässt sich an Handgelenk, Oberarm oder Schläfe tragen und misst so auch beim Schwimmen den Puls. Wem ein bisschen Toleranz nichts ausmacht, der kann ohne Probleme zu nahezu allen Produkten greifen. Die Schlafüberwachung ist eher als langfristiger Trend interessant denn als minutengenaue Überwachung. In unseren Einzeltests in der Themenwelt Fitness-Tracker und der Themenwelt Sportuhren nutzen wir neben dem integrierten Pulsmessungen auch einen externen Pulsgurt zur Kontrolle.

Insgesamt sind die Geräte und die zugehörigen Apps gute Motivationshilfen. Man sieht einfach, wie man sich weiterentwickelt, man merkt, dass man im Training immer weiter kommt, seinen Puls besser im Griff hat und einfach fitter wird. Gerade der Blick auf historische Daten kann da zum nächsten Schritt ermutigen.

Wer sich für seine Fitness-Daten im Alltag interessiert und ab und an trainiert, für den ist ein günstiger Fitness-Tracker ein guter Begleiter. Die Geräte haben sich von ihren einfachen Anfängen wie dem Jawbone Up (Testbericht) entfernt und sind inzwischen solide Begleiter. Sie liefern Bewegungsdaten direkt ans Handgelenk, dienen als Uhr und zeigen Benachrichtigungen vom Smartphone an. Die Geräte sind günstig, benötigen aber ein Smartphone in Reichweite, um den vollen Funktionsumfang – etwa das Tracken der Laufstrecke per GPS – anbieten zu können. Dazu bieten sie oft eine Steuerung der Musikwiedergabe am Handgelenk an, die Wiedergabe selbst erfolgt aber ebenfalls am Handy.

Unsere beiden Tipps für alle, die möglichst günstig loslegen wollen, sind das Xiaomi Mi Band 5 (Testbericht) für rund 27 Euro sowie das Huawei Band 4 (Testbericht) für um die 20 Euro. Beide Tracker sind gut, für beide sind Nachfolger angekündigt, sodass die Preise weiter fallen dürften. Eine gute Alternative ist der Polar A370 (Testbericht). Das Gerät gefiel im Test vor allem durch die umfangreiche Planungssoftware, die Polar mitliefert und bei der man im Browser mehrere Monate sein Lauftraining vorbereiten kann.

All diese Tracker benötigen ein Smartphone, um wirklich effektiv zu sein. Dieses liefert etwa die GPS-Daten, um die Laufstrecke aufzuzeichnen und kümmert sich um die Aufbereitung der Daten. Noch mehr passende Fitness-Tracker zeigen wir in unser Bestenliste: Die Top-10 der Fitness-Tracker.

Es gibt eine Geräteklasse zwischen den einfachen Fitness-Trackern und den vollwertigen Sportuhren. Das sind Geräte, die entweder einen Musik-Player oder GPS an Bord haben. Ein Beispiel für letzteres ist das Huawei Band 4 Pro oder der Fitbit Charge 4 (Testbericht). Ebenso wie sein Vorgänger hat es ein eigenes GPS für Trainingseinheiten oder kann auf die Daten vom Smartphone zugreifen. Beim Thema Musik gab es in den letzten Jahren leider eine Rückentwicklung. Nur noch wenige Geräte bieten einen integrierten Musikplayer, die Fitbit-Geräte etwa unterstützen nur die Wiedergabe von Deezer und die Steuerung von Spotify.

Der Vorteil der Geräte ist, dass sie günstiger sind als viele Multi-Sportuhren mit GPS. Dabei muss man sich einfach überlegen, was man will. Wer im Studio läuft, Yoga macht oder Bouldern geht, dem reicht vielleicht schon ein Musik-Player. Wer dagegen draußen ist und die Natur genießen will oder einen hochwertigen Player (Ratgeber High-Res-Player) besitzt, dem reicht das reine Tracking des Huawei Band 4 Pro.

Unserer Meinung nach ist diese Kategorie irgendwie schwierig. Denn die Geräte sind deutlich teurer, der Zuwachs bei den Funktionen ist minimal. Im Alltag lohnt sich unserer Meinung nach daher eher eine Kombination aus günstigem Tracker und einer Smartphone-Tasche für den Oberarm. Mehr dazu im Ratgeber Smartphone beim Sport: Praktische Handytaschen ab 6 Euro.

Anders sieht es aus, wenn man eher eine Uhr statt eines Fitness-Trackers tragen möchte. Hier sind unserer Meinung nach vor allem die Fitbit-Geräte eine gute Investition. Die Fitbit Versa 3 (Testbericht) oder die Fitbit Sense (Testbericht) bieten umfangreiche Tracking-Funktionen für Aktivität und Sport, dazu kommen GPS-Features sowie Komfort-Features wie eine Bezahlfunktion oder die Überwachung des Stresslevels.

Wer ohne Handy Laufen gehen möchte und trotzdem vollwertiges Tracking und Musik dabeihaben will, der kommt um eine Sportuhr nicht herum. Im Grunde bleibt da nur der Griff zu Garmin-Produkten wie die Garmin Venu SQ (Testbericht), die Garmin Venu (Testbericht) oder Garmin Fenix 6 (Testbericht). Diese haben einen eigenen Musikspeicher, den man über die App mit MP3-Dateien oder Spotify-Playlisten füllen kann. Das ist allerdings weniger komfortabel als man zunächst denkt.

Eine größere Auswahl hat man, wenn man nicht nur Sportuhren, sondern auch Smartwaches in die Liste mit aufnimmt. Denn dann sind auch Produkte wie die Apple Watch Series 6 (Testbericht), die Huawei Watch GT2 Pro (Testbericht), die Samsung Galaxy Watch 3 (Testbericht) oder die Oppo Watch (Testbericht). Ebenfalls spannend ist die Suunto 7 (Testbericht). Sie hat aber, wie die anderen genannten Smartwatches ein Problem mit der Akkulaufzeit. Denn wo eine Sportuhr von Garmin oder Polar problemlos ein bis zwei Wochen durchhält, müssen die Smartwatches mit Watch OS oder Android spätestens nach zwei Tagen wieder an die Steckdose. Das ist vor allem dann unpraktisch, wenn man auch den Schlaf tracken möchte.

Auf der technischen Seite erfüllen die Geräte alle die Aufgaben einer smarten Sportuhr. Unterschiede gibt es bei der Software und bei der Musikverwaltung. Während man beispielsweise die Garmin Venu einfach per USB am PC ansteckt und die Musik über den Dateimanager kopiert, müssen andere Uhren per WLAN oder über Sonderprogramme gefüllt werden. Bei der Apple Watch etwa läuft der Abgleich von Musik und Podcasts über das iPhone, die Uhr soll dabei in der Ladestation sein.

Nein, es muss keine Uhr für 1000 Euro sein, um den eigenen Fitness-Level beim Laufen zu tracken. Wer einfach mehr tun möchte, der kann problemlos mit einem simplen Fitness-Tracker starten. Die sind günstig, liefern vor allem über einen längeren Zeitraum solide Daten und sind ein guter Einstieg. Wer mehr möchte oder wer das Smartphone komplett daheim lassen will, der muss etwas tiefer in die Tasche greifen.

Dafür gibt es nicht nur sehr clevere Sportuhren, sondern auch die passende Software, die beim Training unterstützend zur Seite steht. Dazu kommt: Smarte Sportuhren müssen nicht wie Plastikbomber aussehen. Geräte wie die Apple Watch (Testbericht), die Garmin Venu (Testbericht) oder Galaxy Watch 3 (Testbericht) sind solide Uhren, mit denen man sich auch in der Öffentlichkeit sehen lassen kann.

Unser Tipp: Wer günstig loslegen will, der sollte ein Xiaomi Mi Band 5 (Testbericht), ein Huawei Band 4 (Testbericht) oder ein Honor Band 5 (Testbericht) holen. Die Geräte sind günstig und genau genug, damit man damit loslaufen kann. Wer mehr möchte oder konkret auf einen Wettbewerb hinarbeitet, der sollte eins der Produkte von Polar, Suunto oder Garmin ins Auge fassen. Wer lieber eine Smartwatch mit Fitness-Funktion will: Die Apple Watch ist für iOS-Nutzer ideal, Android-Fans können zu Galaxy Watch 3 oder einer Android-Wear-Uhr greifen.

Noch mehr rund um smarte Geräte veröffentlichen wir in den Themenwelten Fitness-Tracker und Sportuhren. Dort zeigen wir beispielsweise in der Bestenliste die Top-10 der Fitness-Tracker. Oder wir gehen genauer auf Sportuhren für Schwimmer ein.

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