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Ferngesteuerte Autos

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Akku rein und Vollgas. RC Autos machen Spaß und müssen nicht teuer sein. Wir zeigen, was man vor dem Kauf wissen sollte und was man ab 30 Euro bekommt.

Ferngesteuerte Autos sind cool, vor allem die Outdoor-Buggys machen Spaß. Sie flitzen durch Garten, über Straßen und durch den Sand von Spielplätzen oder Stränden, sind robust und überraschend schnell. Wir haben mehrere ferngesteuerte Autos unterschiedlicher Klassen ausprobiert und versuchen uns an einem Ratgeber für alle, die mit dem Thema schon länger liebäugeln. Der Beitrag ist Teil unserer Themenwelt RC Spielzeug. Wer einen noch schnelleren allgemeinen Überblick sucht, dem empfehlen wir den Ratgeber Auto, Boot, Drohne, Flieger & Roboter: Abgefahrenes RC-Spielzeug bis 50 Euro.

Die Verbindung zwischen Auto und Fernbedienung setzt auf 2,4 GHz, WLAN oder Bluetooth. Um es klar zu sagen: 2,4 GHz ist für den Einstieg wahrscheinlich die beste Wahl. WLAN und Bluetooth sind nett für kleineres Spielzeug, allerdings haben diese Techniken eine geringe Reichweite und meist eine höhere Verzögerung. WLAN ist allerdings ein cooler Zusatz für einen Video-Rückkanal, um ein Live-Bild vom Fahrzeug zu bekommen. Bei Autos ist das eher selten, diese Technik kommt eher bei günstigen Drohnen zum Einsatz, mehr dazu in der Kaufberatung: Drohnen für Einsteiger und Kinder unter 100 Euro.

Die meisten Fahrzeuge setzen auf eine Fernbedienung, die man in einer Hand hält. Mit dem Zeigefinger steuert man die Geschwindigkeit (vorwärts oder rückwärts). Mit der zweiten Hand kann dreht man das seitliche Lenkrad und fährt links oder rechts.

Zwei grobe Unterschiede gibt es bei der Lenkung. Die meisten Fahrzeuge setzen auf die klassische Frontlenkung. Dreht man den Steuerungsknopf an der Fernbedienung, drehen sich die Räder an der Vorderachse und das Auto fährt in die entsprechende Richtung. Andere Fahrzeuge, etwa die All Terrain Racer von Carrera drehen beider Räder auf einer Seite. Das ermöglicht engere Kurven oder ein Drehen auf der Stelle. Spaß machen beide Versionen.

Die All Terrain Racer sind mit ihren großen Reifen gut für Offroad, Sandkisten oder den Strand geeignet. Sie sind solide Fahrzeuge, wenn man einen Allrounder sucht, der in so ziemlich jeder Umgebung gut zurechtkommt. Auf der anderen Seite des Spektrums sind die klassischen Rennfahrzeuge, sportliche Autos, die vor allem auf Asphalt punkten. Offroad ist nicht ihre Stärke, sie eignen sich für Indoor-Rennen oder für Ausflüge auf Straßen und Parkplätzen. Unser Tipp sind die Autos in der Mitte. RC Buggys sind auf Asphalt gut unterwegs und kommen auch mit Offroad und Sand gut klar. Ihnen fehlt vielleicht die Endgeschwindigkeit oder die Drift-Fähigkeit der Racer, dafür kann man sie so ziemlich überall verwenden.

Die Energie für den Motor kommt bei den günstigen Geräten fast komplett über Akkus. Es gibt aber ein paar Autos, die auf einen Benzinmotor setzen. Für den Einstieg raten wir in jedem Fall zu Akkus. Sie sind einfach zu verwenden, simpel zu tauschen und es gibt überall Ersatzgeräte. Nachteil sind Lauf- und Ladezeit. Nach 10 bis 15 Minuten ist normalerweise Schluss, die Ladezeit liegt meist bei ein paar Stunden. Die meisten Modelle haben daher mindestens zwei Akkus dabei, sodass man damit länger fahren kann. Mehr Akkus kann man sich immer holen.

Es ist verlockend, einen High-Speed-Racer zu holen und mit Vollgas loszupreschen. Für Kinder oder Einsteiger raten wir aber zu einem langsameren Modell. Denn wer sein Modell mit Vollgas gegen einen Baum, Randstein oder geparktes Auto setzt, der kann wahrscheinlich ein neues Rennauto kaufen.

Das heißt nicht, dass die kleineren Autos langsam sind. Die Einsteiger-Fahrzeuge von Carrera RC schaffen ab 9 km/h, das ist gerade für Kinder eine ziemlich respektable Geschwindigkeit. Damit kann man durch den Spielplatz flitzen und hat zugleich genügend Reaktionszeit, um zu reagieren und Hindernisse zu umfahren. Und selbst wenn man gegen etwas fährt, bleibt es bei den geringeren Geschwindigkeiten wahrscheinlich bei einem kleinen Schaden am Kunststoff, den man kleben kann.

In der Preisklasse bis 30 Euro bekommt man bereits eine überraschend große Auswahl an Autos, die meisten richten sich dabei an Kinder. So etwa der Fernlenkflitzer von Fisher-Price. Doch man findet dort auch bereits Rennautos, beispielsweise von Revell. Stuntcars mit großen Reifen sind ebenfalls gut vertreten. Der Vorteil hier ist, dass sie in jeder Position und mit fast jedem Untergrund fahren können.

Über 30 Euro wird die Auswahl deutlich größer und weniger kindlich, außerdem nimmt die Laufzeit zu. Gerade das Thema Offroad-Cars ist hier gut vertreten. Die Betriebsdauer steigt ebenfalls, mit mehreren Akkus sind 40 Minuten und mehr kein Problem.

Um die 100 Euro wird es richtig Ernst. Hier findet man kaum noch das Spielzeug, Buggys und Rennautos dominieren hier die Auswahl. Damit steigt auch die Spitzengeschwindigkeit. Noch wichtiger ist aber die Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Für Autos wie den Amewi Blade Buggy bekommt man beim Hersteller guten Kundendienst, fast jedes Teil kann man nachbestellen. Mit etwas Geduld kann man hier auch gute Aktionen für deutlich teurere Fahrzeuge finden. Gerade, wer weg vom Spielzeug und hin zum Hobby möchte, der ist dort gut aufgehoben.

Auf den ersten Blick sind die Angebote zu RC-Autos von China-Händlern wie Banggood ziemlich verlockend. Allein die Übersicht zu den RC Autos ist 15 Seiten lang, die Preise beginnen bei unter 10 Euro (inklusive der neuen VAT für China-Importe). Ein paar Dinge sollte man aber vorher beachten. Zunächst, viele Modelle wirken wahrscheinlich größer als sie dann im Paket sind. In jedem Fall sollte man die Details gründlich studieren und die Abmessungen checken. Dann sollte man gleich prüfen, was alles im Paket liegt. Idealerweise sollte es Fahrzeug, Fernsteuerung, Ladegerät und Akkus enthalten. Zwei Powerpacks sind gut, mehr sind besser. Günstigere Fahrzeuge, etwa das MGRC 1/18 2.4G 4CH 2WD Crawler RC Car für knapp 30 Euro bringen nur einen Akku mit, darauf sollte man achten. Achtung: Beim Warenhaus sollte man CZ oder ES wählen, dann kommen die Autos aus Europa.

Ebenfalls muss beim Kauf klar sein, dass man bei einem Defekt wenig Hilfe erwarten kann. In unserem Fall ging die Fernsteuerung nach einer längeren Session kaputt, das Fahrzeug konnte danach nur noch links abbiegen. Grundsätzlich kann man zwar eine neue Fernsteuerung mit dem Fahrzeug koppeln, gerade bei den günstigen Autos ist das Pairing aber gut versteckt oder deaktiviert.

Dieser Beitrag soll allen helfen, die entweder in das Hobby einsteigen wollen oder ein ferngesteuertes Auto für ein Kind suchen. Denn die Auswahl ist riesig, zu Beginn wird man leicht erschlagen. In unseren Tests und im Bekanntenkreis kristallisierte sich aber schnell heraus, dass man zu Beginn eher auf die Autos bekannter Hersteller mit existierendem Support setzen sollte. Akkus oder Ladegeräte können kaputtgehen, wer hier nicht schon Vorwissen besitzt (etwa aus dem Drohnen- und FPV-Bereich (Ratgeber)), der steht schnell vor einem Haufen Plastikmüll.

Hat man das Hobby aber für sich entdeckt, steht die Welt offen. Es gibt zahlreiche Foren und Webseiten für Enthusiasten, von Tuning bis zum Eigenbau eines OpenRC-Autos im 3D-Druck wird dort alles besprochen.

Wenn man statt auf die Straße lieber ins Wasser möchte, dann empfehlen wir eher ein Boot. Im Ratgeber Großer Fahrspaß mit kleinen RC-Booten ab 20 Euro zeigen wir, dass man selbst mit einem günstigen Boot viel Freude haben kann. Oder vielleicht doch lieber etwas für drinnen? Dann ab in den Artikel Autorennspiele im Vergleich. Dort lassen wir die klassische Carrera Bahn gegen moderne Gegner wie Anki Overdrive (das trotz Insolvenz noch immer fährt) oder das Switch AR-Spiel Mario Kart Live (Testbericht) antreten.

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